Vorkommnisse in allen Protektoraten

  • In allen Protektoraten im Nördlichen siegeln wird berichtet dass jeweils dort an einen Großen Baum Aufgespießte Menschen und andere Völker hingen, auch sollen Tiere ebenfalls aufgehangen sein. Merkwürdiger weise sollen diese so genannten Blutbäume um ihnen einen Namen zu geben von einen auf den anderen Tag entstanden sein, aus den Aufgerissenen Augen und verzerrten Gesichtern konnte Mann nur Schreckliche Angst deuten und das einige Bäume angefangen haben wieder Grün zu tragen.

  • Auch Sylvana hatte die Nachricht über jene Bäume erreicht. Stirnrunzelnd hatte sie die Nachricht mehrere Male gelesen. Der Sinn dieser Sache erschloss sich ihr in keinster Weise. Entfernt hatte sie einmal von einer Huldigung durch Opferrituale gelesen die auf diese Art und Weise durchgeführt wurden, aber um sicher zu sein hätte sie in ihren Unterlagen in Yunalesc nachsehen müssen.


    Für die Chaoten war diese Geschichte gewiss nichts besonderes... aber in vielen anderen Protektoraten konnte es durchaus zu Schwierigkeiten kommen die unvorhergesehene Folgen haben mochten. Die Frage die sich stellte war vor allem welche Seelen den Tod gefunden hatten und nun auf diese Weise zur Schau gestellt wurden. Es stand nichts darüber in den Zeilen, ob sie besonders zugeordnet werden konnten oder nicht. Nachdenklich trat sie an das Fenster ihres Quartiers in Kláh Verden Avendre... Nein, es ergab keinen Sinn. Vermutlich war es ein Ritus alter Götter, etwas, dass hier noch viel weniger Sinn hatte als an anderen Orten fremder Glauben.


    Vielleicht waren die Taten, die mit diesen DIngen eingergegangen waren auch der Grund für ihre Alpträume gewesen. Eine Untat an der Schöpfung und eine Verunglimpfung dessen was sie geschworen hatte zu bewahren.
    Es floss auf den Feldzügen genug Blut, ebenso in versteckten Kammern jener, die ihrer seltsamen Riten frönten... Es war unnötig, verklärt und würde vermutlich nichts weiter als Unverständnis hervorrufen außer bei jenen die diese Absurdität verbrochen hatten. Sie zerknüllte das Papier in ihrer Hand und warf einen eisigen Blick hinaus auf das Land...

    Nur indem wir unser eigenes Licht ohne Angst scheinen lassen geben wir anderen Menschen die Erlaubnis und den Mut, das Gleiche zu tun.

  • Auch in Pir Tanu´saar war eines dieser "Gebilde" aufgetaucht.


    Der Geruch von frischem Blut in der fahlen Wintersonne dieses kalten Tages lockte nach und nach mehr und mehr Uruks herbei.
    Stimmengemurmel erhob sich, während man darüber spekulierte wessen Werk das wohl gewesen sein mochte.
    Hier und da hörte man aus dem Getuschel heraus... "Das war dieser uneherenhafte Kelte..dieser Tuachal..."
    andere Stimmen flüsterten von Göttern aus der alten Welt, wieder andere deuteten gen Norden in Richtung der Grenzen des Chaos und warfen eindeutig zweideutige Blicke hinüber....


    Auch Mahrukkaa, die an ihrer Behausung in der zukünftigen Festung gearbeitet hatte, war dazu getreten und wischte sich die Klauen an einem groben Stoffetzen sauber, während sie das bizarre Gebilde betrachtete.
    Leicht schüttelte sie den Kopf.
    Welcher Narr auch immer dafür verantwortlich war, hatte offenbar keine Ahnung mit welchen Völkern er es hier zu tun hatte im Norden.
    Gewalt und Tod waren für einige hier völlig normal und an der Tagesordnung, gehörten zu dem was man das "Recht dse Stärkeren" nannte und sicherlich gab es unter ihnen auch diejenigen die wesentlich subtiler und nicht auf so plumpe Art und Weise für Angst und Schrecken sorgen könnten....fast wirktees, als hätte ein Kind seinem trotzigen Zorn Luft gemacht.


    Hier und da konnte sie bereits bei jenen Uruks , welche auch ihre eigenen Artgenossen fraßen, bereits die Gier sehen, die Hauer in die Körper zu schlagen - doch noch hielt die Anwesenheit der Schamanen und ihre Untersuchung des Vorfalles sie davon ab.


    Auch die Grüne war gespannt, zu welchem Ergebniss der höchstselbst anwesende Hochschamane Sho´Tik wohl kommen würde...


    Sie wurde aus ihren Gedanken herausgerissen, als eine Wache zu ihr trat und sie zu den Schamanen führte.
    Ruhig lauschte sie den Worten , beobachtete die Gesten, antwortete auf die Fragen und nickte schließlich - eine Entscheidung war getroffen.


    "Na-rech-tach pavva!Etouk vai inej-
    Die Atani haben gesprochen!!!


    Dies dort...!"


    Die Grüne deutete auf das baumartige Gebilde


    "..dies dort ist eine Kriegserklärung!!! Wer auch immer sich diesen...schlechten Witz erlaubt hat... er hat sich an den wertvollen Tieren der Uruks vergriffen, er war zu feige sich in einem anständigen Kampf zu stellen und den Göttern des Krieges und des Kampfes Blut zu zollen. Nar, statt dessen beleidigt man die Uruks und wählt auch noch schwache Krieger und Snaggas als Opfer aus und hängt sie wie zum Hohn neben weitaus wertvolleres .."


    Mahrukkaa´s Stimme war lauter geworden,ihre Fäuste hatten sich geschlossen und während sie sprach schob sie den Unterkiefer vor.
    "Irgendjemand will Krieg und er wird ihn bekommen!!! Schafft Holz herbei, viel Holz und reißt diesen Frevel herunter. Doch zuerst brauchen die Schamanen Blut, viel Blut - helft ihnen die Ahnen zu befragen und die Götter - Sie werden denjenigen finden und uns den Weg weisen. Den Weg zu diesen räudigen Maden und Feiglingen. Lasst uns den Krieg in ihre Herzen und ihr Heim tragen!"
    brüllte sie am Ende und hob eine Faust gen Himmel.


    Es dauerte nicht lange, da dröhnten die Trommeln der Uruks über das Land. Rauch aus großen Feuern stieg in den Himmel , grollender Gesang und das stampfen vieler Füße vervollständigten die Melodie , während die Schamanen in Trance versanken , um die Ahnen zu befragen.


    Die Kadaver jedoch hatte man von dem Baum gerissen und deren Überreste gefressen und mehr als nur ein paar Uruks hatten, bevor man diesen in ein Feuer warf, auf diesen gepinkelt.

  • Mit einer Eskorte hatte es sich die Nyame nicht nehmen lassen, eines dieser seltsamen Gebilde persönlich zu betrachten. Der Anblick des Schreckens und Blutes bereitete Ihr offenbar weniger Probleme, als man es noch vor einem Jahr erwartet hatte. Interessiert musterte sie Baum und Leichen aus etwa fünf Schritt Entfernung.
    Irritiert viel Ihr Blick dann jedoch auf die Blätter - Grün, an Bäumen der Oberfläche zu dieser Jahreszeit?! Dies war im Mindesten so seltsam wie das Auftauchen des Baumes an sich.
    Und aus dem Tod wird Leben hervor gehen... die Worte Zerahls hallten durch ihren Verstand...


    Sie blickte einen der Sie begleitenden Diener an. Sorgt dafür, dass eine der Leichen heruntergeholt und nach Paolos Trutz gebracht wird. Sorgt dafür, dass Heiler sich die anderen Leichen anschauen - ich will wissen, woran sie gestorben sind. Danach sollen sie von dem Baum geholt und verbrannt werden!


    Sie hatte spüren können, dass dies nicht der einzige "Baum" dieser Art war, sondern dass in ihrem gesamten Reich weitere ähnliche Konstrukte aufgetaucht waren. Noch konnte sie nicht einordnen, um was es sich genau hielt - es konnte alles sein, von seltsamen Riten zur Beschwörung des Frühlings bis hin zu einer Kriegserklärung. Es war nicht das erste Mal, dass um einen der alten Feiertage aus der alten Welt herum seltsame Dinge großflächig geschahen... Nur eines stand fest: die Siedler sollten nicht weiter durch den Anblick verunsichert werden.


    Ohne ein weiteres Wort zu verlieren drehte sie sich um und ging.

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • In Neu Kerawed wurde der Baum kaum kommentiert. Die Kadaver wurden verbrannt, ebenso die Leichen nachdem man sie zu identifikationszwecken untersucht hatte.
    Unter der Bevölkerung entstand eine gewisse Unruhe, die sich aber schnell legte nachdem bekannt wurde, dass kein Siedler des Protektorats zu Schaden gekommen war. Der Stellvertretende Protektor nahm sich selbst der Sache an und reiste in die Hauptstadt um über dieses Vorkommnis zu berichten und mehr heraus zu finden. Sollte die Ordensführung solche Rituale kennen, so gab er dies nicht Preis.

  • Als Galwine dem eilig vorauslaufenden Boten folgend die äußere Stadtmauer Exilias durch das Tor des Ostwindes passierte und um den fast fertiggestellten östlichen Wachturm herumging, stieß er auf eine größere Schar Exilanten, die sich teilweise wild diskutierend, teilweise grauenerfüllt und ratlos starrend um den Baum versammelt hatten. Der Bote hatte ihn darüber informiert, dass entsetzliche Leichen an seinen Zweigen hingen und dass die Wachen auf den Mauern sein Kommen nicht bemerkt, seiner vielmehr erst in Morgengrauen gewahr geworden seien, aber dass dieser Baum grünte, schien ihm entgangen zu sein.
    Galwine sammelte sich einen Moment und ignorierte die Fragen, mit denen er bestürmt wurde. Er konnte ebenso wenig auf Fragen wie "Was ist das?", "Was sollen wir tun, Herr?", "Sind wir dem Untergang geweiht?" etc. antworten, wie er sie sich selbst in diesem Moment beantworten konnte. Auch wollte er vermeiden, eigenmächtig seine Kompetenzen zu überschreiten- besonders so kurz vor Ernennung des neuen Protektors. "Die obersten Exilanten müssen davon erfahren", sagte er daher und wandte sich an den Boten, der zuvor zu ihm gekommen war: "Lauf zu Cubitor Duronius und bitte ihn, möglichst rasch mit allem, was er für die Untersuchung dieser… Körper notwendig hält, hier zu erscheinen." Er wähle zwei junge Burschen aus der Menge und schickte sie mit ähnlichen Aufträgen zu Cubitor Valentin und Patron Abalim.
    Dann wandte er sich an einen der Wächter, der sich außer Dienst der Menge angeschlossen hatte und wollte ihn gerade in die Kaserne schicken, um die Wachreserve zu mobilisieren, als zwei Mitglieder der Lark-Kavallerie, angelockt durch die Ansammlung der Schaulustigen, erschienen, den Auftrag in kürzester Zeit ausführten und dann weiterritten zum Haus des Hauptmanns Grävalk, dessen Gesundheitszustand sich vor kurzem erneut verschlechtert hatte, um ihm Bericht zu erstatten und dessen Befehle zu empfangen.
    In der Zwischenzeit hatte Galwine einige Männer angewiesen Brennholz aus dem Lager zu holen- einem Baum, der Ärger machte, begegnete man noch immer am besten mit Feuer- und beschäftigte sich nun mit den Leichen. Er stieß einen kleinen Seufzer aus. Er schätzte, dass der Baum ihm schon wieder mit einer altbekannten Aufgabe betraut hatte. Wenn die armen Halunken, die dort im Baum hingen, Exilanten waren, so lag es vermutlich an ihm, geeignete Kandidaten für ihre nun freien Arbeitsplätze zu finden. Allerdings konnte er sich nicht erinnern, eines der Gesichter innerhalb der Mauern Exilias gesehen zu haben. Daher fragte er:
    "Erkennt jemand von euch einen dieser Toten?"

    „Wenn Ihr es genau nehmen wollt: Man spricht es [ˈgal.vɪn]. Das e am Ende ist stumm.“

  • Aus den Reihen des Chaos vernahm man keinerlei offizielle Stellungnahme, man hörte nur Gemunkel - entweder dass das "Material" anderweitig
    verwertet werden würde, oder das man es den Priester des Nurgle überlassen würde oder den Anhängern des Slaaneshs.
    Was daraus entstehen sollte, ob Kunstwerke geschaffen würden, sie einfach nur verfaulen sollten oder schlimmeres - das vermochte niemand wirklich zu sagen.

    Zeit ist der Vorgang das alles ordentliche unordentlich wird.<br />Wenn dem so ist - ist das Chaos die Zeit selbst? Oder deren Ende?

  • Auch aus den Tiefen unter dem Nördlichen Siegel wird das erscheinen eines solchen Baumes gemeldet. Dort wo Shalzad an die Wildnis des Underdarks grenzt ist in einer kleineren Höhle ebenfalls ein solcher Baum gesichtet worden. Das erstaunliche daran ist das es sich um einen der äußerst seltenden Zurbäume handelt und das in dieser Höhle bis vor kurzem kein Baum stand. Die farbe des Baumes ist rot wie das Blut jener Opfer die an ihm aufgespießt wurden.
    In Kreisen der Dunkelelfen macht man sich weniger wegen der Gestaltung dieses Baumes gedanken, als darum das woher diese Pflanze plötzlich kommt. Denn die Höhle in der der Zur esschienen ist für diese Baumart föllig ungeeigent. Es gibt einige Fanatiker die selbst dieses Ereigniss als ein Zeichen der Spinnengöttin deuten wollen, dies wird aber von den meisten Drow mit einem Kopfschütteln abgetan. Von den Priesterinnen gab es dazu keine Aussage.
    Es gibt aber auch einige Drow die die Ästhetik dieses Baumes loben und würde man doch an Arach Suliss erinnert wo solche Dinge auch als Kunstwerke gelten könnten. Vielleicht hat sich jemand in Erinnerung an seine alte Heimat ein Kunsterwerk errichten. Alles in allem hält sich die Aufregung über die Bäume in Shalzad in Grenzen.

  • Keinen verwunderte es, dass es in Gales Morgan still blieb. Es war immer still dort.
    Falls dort ein solcher Baum entdeckt worden war, so gab es zumindest keine Nachrichten darüber.

    Orga Quellar Xarann

    Charaktere:

    Tarabas Nightshadow, Waffenmeister Aquas

    Usst'Sargtlin Tal'Shar Xarann (Hausadel)

    Theodorik zu Wolfenau


    "Die Kleinigkeiten erzeugen Perfektion, aber Perfektion ist keine Kleinigkeit."

  • Es dauerte Wochen, bis die Gerüchte in den Süden vordrangen und Mac die Neuigkeit berichtet wurde.


    Macs Gesichtszüge näherten sich während des Berichts einer genauso großen Verwirrung, wie die die sich dabei in seinem Kopf bildete. Er schickte den Boten raus und grübelte einige Stunden.


    Dann schlich sich ein Grinsen in sein Gesicht, er lehnte sich in seinem Sessel zurück und zündete sich etwas Feenkraut an. Der Redcap seufzte leicht, als er den Rauch langsam aus seiner Nase wabern ließ. "Unsinnig, aber geschmackvoll." sagte er leise, aber vernehmbar. Damit hakte er die Sache für sich ab und kümmerte sich wieder um wichtige Dinge.

    Mac Sgíthanach <br />Occupations:<br />Former Ambassador of the Freyenmark to the Northern Realm<br />Now: Private Citizen and Advisor<br /><br />Ah, yes, Mac... A known Connoisseur of faerie weeds and various supernatural intoxicants, aswell as of any creature, large and small, alive, dead or undead...

  • Der Protektor Selfirans betrachtete die Bäume mit einigem Abscheu. Er hatte zugestimmt die Bäume abzuholzen. Am Abend nachdem das geschehen war, begab er sich an die Stelle des Baumes und sprach im Beisein der übrigen Elben einen Zauber der Heilung für die Natur.

    Orchal-Ithronhir o Tawar-en-sith<br />Protektor Selfirans und Senator des nördlichen Siegels Mythodeas

  • Elion stand etwas verwirrt vor einem der Bäume und betrachte Ihn genau. Laut denkend bemerkte er..
    Etwas spät für Samuin... oder will da jemand einfach nur Balor ehren?
    Er machte sich eine Skizze und ein paar Notizen...
    Nos Calan gaeaf... Ysbaddaden Pencawr...
    Er zuckte mit den Schultern und ging seiner Wege.

    Wer die Ursache nicht kennt, nennt die Wirkung Zufall (Mitsch)

    Zufall ist ein Wort ohne Sinn; nichts kann ohne Ursache existieren (Voltaire)

    Die Kenntnis der Ursachen bewirkt die Erkenntnis der Ergebnisse (Cicero)

  • Ein einzelner Späher aus Paolos Trutz betrachtete den Baum naäher, der da plötzlich aus dem Nichts aufgetaucht und so ...liebevoll dekoriert worden ist. Während sich viele für die Toten Wesen interessierten, nahm er sich eines der Blätter, etwas von der Rinde und auch ein stück der Wurzel und verstaute sie in einem Beutel, bevor es sich auf den Weg machte, um ein paar Bekannte zu besuchen.

  • Auf den Elamshin-Inseln selbst fand sich nichts derartiges - jedoch direkt bei der Baustelle von Mrimm'Rath.
    Man sagt nach genauer Begutachtung durch die stellvertretende Cal'yarr und Rücksprache mit dem Protektor
    wäre verkündet worden, man solle die Stelle ignorieren und gefälligst dem normalen Tageswerk nachgehen.


    Gerüchte der Cal'yar selbst hätte am Abend danach eine Schale Milch und eine Nachricht unter den Baum gestellt
    entbehren jeglicher Grundlage.

    Nennt mir Euer Angebot, dann laßt uns herzlich darüber lachen - und dann sage ich Euch wieviel es tatsächlich kosten wird.<br />.<br />**Die höchste Form der Kriegsführung ist die Zerstörung des Willens seines Feindes, um so allen Angriffen vorzubeugen**<br />.

  • Vom Winterhof der Feen im nördlichen Siegel hört man nichts, ob auch dort ein solcher Baum aufgetaucht ist hat bis jetzt niemand berichtet, jedoch hält sich der Winterhof, seitdem er hier inm Norden ist, sehr zurück und kaum sieht man mal einen der Angehörigen dieses Hofes.