Die Rückkehr der Wölfe

  • "Zwei Krieger...", bemerkte Saga zu Merle gewandt, als Landuin aus der Tür trat. "Wobei: wer weiß, ob er sich für den recht sicheren Gewinn oder für den ernsten Wettkampf entscheidet. Ich finde deinen Plan auf jeden Fall gut; ich bleibe dann hier, sammel Schneebälle, und warte auf dein Signal? Vielleicht fällt mir auch noch etwas schlaues ein, das ich machen kann..."

  • Merle nickte und sprintete mit 2 Schneebällen in der Hand zum nächsten Baum, dann weiter zur Kutsche. Sie wollte Milan angreifen die sie vorher mit einem Windstoß ordentlich eingeschneit hat.
    Dann atmete sie und während sie rannte warf sie von der Seite den Schneeball auf Milan und rief laut.
    "Saga, jetzt"
    Im nächsten Moment würde sie versuchen mit dem zweiten Schneeball Aiden zu treffen.

  • Milan bemerkte ein huschen Richtung Kutsche und im gleichen Augenblick flog der Schneeball.

    Sie wisch nicht aus, den der Ball kam nur noch in Tropfen auf ihr an.


    Es ist doch immer wieder praktisch die Wärme um sich zu haben


    Sie hörte Merle nach Saga rufen.

    Lioba müsste ja auch noch hier sein. Sie konzentrierte sich kurz und lies ihre Temperatur noch etwas steigen.

    Die Magie und die Medizin haben so manches gemeinsam, wenn man Sie nicht richtig beherrscht geht es schief.

  • Leichte wollte es sich das Aeriskind nicht in diesem Kampf machen. Der Reiz der Herausforderung war wie immer größer und so hatte er sich entschieden. Mit Schwung schleuderte der Ritter den Schneeball auf seinen Hauptmann und begann dann sofort danach die Position zu wechseln. Mal sehen wie dem Terrakind der Schnee so schmecken würde. Im Lauf griff der Albernier wieder etwas Schnee auf und formte die nächste Kugel, um im richtigen Moment zu einem neuen Wurf auszuholen.

    Wir sind die Wölfe, hört unseren Ruf!


    Wo das Wort versagt, spricht das Schwert !


    Mors certa, hora incerta.


    Hast du das Glück Albernier zu sein, hast du tatsächlich Glück.

  • Mit großem Vergnügen bemerkte Lioba, dass Landuin sich ihrer Seite anschloss. Ich hab doch gewusst, dass er einem guten Wettstreit nicht widerstehen kann, dafür ist er viel zu windig im Kopf. Sie grinste und lugte um die Kutsche herum in Richtung Aiden und Milan. In einer Schneeballschlacht gegen zwei brennende Magier anzutreten war aber auch ein Nachteil. Und der Schild des Hauptmanns war ihm in dieser Schlacht sicher auch sehr nützlich. Ob er wohl mit einer Hand Schneebälle formen kann? überlegte sie, bevor sie sich duckte und begann im Schutz der Kutsche einen Vorrat an Schneebällen anzulegen. Schnell und präzise formte sie kleine aber feste Bälle. Ob man Aiden und Milan wohl unter dem Vordach hervorlocken konnte?

  • Jassir hüpfte vom Kutschbock neben den Wagen und zwinkerte Lioba zu, drehte ihr den Rücken zu und murmelte leise Worte:

    "Aqua, reißender Strom, glitzernde Woge, gewaltige Welle, unendliche Tiefe - ich rufe dich an und erbitte deine Hilfe. Deine Kontrolle über das Element Wasser möge den Schnee um mich herum formen und für diesen Augenblick meine Hilfe sein. Die Geschosse aus Schnee mögest du formen und leiten. Teile deinen Strom in 20 Teile und lasse die Woge aus Schnee über meine Freunde einprasseln. Einen Teil deiner Kraft jedoch verwende für eine Täuschung und banne die Flammen meiner Kontrahentin, auf dass deine Geschosse das Ziel finden. Oh Aeris, verbündete Aquas, auch deine Kraft rufe ich für einen Sturm aus Pulverschnee. Verbinde dich mit deiner Schwester, wie die Elemente und ihre Kinder sich verbünden. Aqua, Aeris ich rufe euch! "


    Dies war wohl der Grund, warum niemand etwas von Jassir sah... Er versteckte sich für einen finalen Angriff


    Dann flogen die Schneebälle los und suchten ihr Ziel. Sie schossen in alle Richtungen davon, doch schlugen sie nicht ein und schwebten vor Milan.


    "Gibst du auf, Milan?“ rief Jassir hinter dem Wagen stehend.

  • Saga hatte in der kurzen Zeit, die Merle gebraucht hatte, ihr Bestes gegeben um Schneebälle zu formen. Sie war bereit, einen Generalangriff zu starten. Munition in einem Arm, zischte auf Merles Signal hin hinter ihrem Baum hervor, rutschte etwas auf dem Schnee, und blieb dann einen Moment reglos an Ort und Stelle stehen. Ihr Atem dampfte weiß in der kalten Luft. Jassir schien die Situation unter Kontrolle zu haben. Vielleicht etwas mehr als notwendig. Vielleicht... sie sah Lioba hinter der Kutsche, und vor allem hinter Jassirs Rücken und in Reichweite, um Schneebälle zu fangen und Sagas Lehrmeister einzuseifen.

    Dann wandte Saga sich ab und versuchte, sich im Schutz der Bäume näher Richtung Hauseingang zu mogeln. Der Gedanke, ihrem Lehrmeister - sei es bei einer Schneeballschlacht - in den Rücken zu fallen, während sie scheinbar auf der gleichen Seite kämpften, behagte ihr nicht.

    Aber sollte sich ein Moment ergeben, könnte sie vielleicht in der Mitte des Schlachtfeldes für Ablenkung sorgen, also blieb sie aufmerksam.

  • Sie erschrak als die Geschosse auf sie zu flogen, aber nicht wegen ihnen sondern weil sie merkte wie die steigende Wärme, welche wohl auch Aiden begann zu spüren, wieder verschwand.

    Ihre Magie verschwand...


    Aber wie... Das kann nicht sein, dieses Gefühl... Wie vor fast 50 Jahren...


    Das gleiche Gefühl der Angst und Unsicherheit wie damals überkam sie.

    Die Farbe wisch ihr aus dem Gesicht.


    Ohne ein Wort zu sagen dreht Milan sich um und kehrt ins Haus zurück.

    Die Magie und die Medizin haben so manches gemeinsam, wenn man Sie nicht richtig beherrscht geht es schief.

  • Als Milan bleich und zitternd ins Haus stürmt, lässt Aiden seine Deckung fallen. Merle und Landuins Schneebälle treffen ihr Ziel genau. Aber das war im Moment alles egal. Er verschwindet ebenfalls im Haus. Die Magistra hockt zusammen gesunken und zitternd auf der Treppe. Ein leises schluchzen war zu hören. Der Hauptmann legt Helm und Schild ab und nimmt seine verlobte in den Arm.

    "Ich bin ihr Götter seid mein Zeug, blutend aber Ungebeugt"


    "Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen."

  • Merle bleibt nun in der Bewegung stehen und sie bemerkt erst jetzt die Situation und blickt Ayden nur kurz entschuldigend an.
    Dann bleibt sie einen kurzen Moment stehen und geht dann rüber zu Jassir und stellt sich in seine Nähe, dabei hibbelt sie ein wenig von einem Fuß auf den anderen. Offensichtlich weiß sie gerade nicht was los ist oder was sie tun soll.

  • Lioba, die gerade zum Angriff angesetzt hatte, erstarrte. Sie war verwirrt. Wer kämpfte nun mit ihr und wer gegen sie? Wohin waren Aiden und Milan verschwunden? Warum hatte Jassir ihr zugezwinkert?