Auf zur Quelle

  • Wo: Auf dem Weg von Engelswacht zur Quelle Aquas
    Wann: 15.01.
    Wer: Cailín O'Liary, Ann'dra O'Liary und wer uns über den weg läuft



    Der Gastraum der Taverne war gut gefüllt. Cailín und Ann'dra waren nun das zweite Mal innerhalb eines Mondes hier. Diesmal aber ohne andere Stammesmitglieder Subhachas Keylls und auf der Durchreise. Sie waren am Morgen in Engelswacht aufgebrochen und hatten noch einen weiten Weg vor sich. Michal, ihr Schwager, hatte sie bis zum Abzweig nach Tamiels Faust begleitet. Cailín und Ann'dra waren bis Firnheim weiter geritten und hatten im Wankenden Bären für die Nacht halt gemacht. Jetzt genossen sie das prasselnde Feuer und die warme Mahlzeit.

  • Der Tag war anstrengend, für die Reise musste Cailín viel vorbereiten. Es war die erste Reise, die sie ohne ihren Sohn machte. Aber der Weg war zu beschwerlich für ihren 1 1/2 jährigen Sohn. Lemnagh blieb während der Reise bei Ciara, Ann'dra's Schwester. Sie war mit ihrer Familie an Yul endlich in der Engelswacht angekommen. Die letzten Wochen waren wirklich sehr turbulent.
    Ein wundervolles Yulfest mit ihrem Stamm lag hinter ihnen. Die Stammesgründung jährte sich und wurde mit Freunden groß gefeiert. Und nun begab sie sich schon ins nächste Abenteuer. So kannte sie sich garnicht.

  • Ann'dra war in Gedanken. Sie dachte zurück an Jul, als sie den Auftrag erhielt, ein Heiligtum für ihren Stamm zu bauen. Die Suche nach dem richtigen Baum war schnell beendet. Terra hatte sie zu einer mächtigen Eiche geführt, tief verwurzelt im Fels. Und dafür hatte sie Michal gebraucht. Der Steinmetz hatte die Wurzeln in mühevoller Arbeit freigelegt, sodass der Baum gefällt werden konnte, ohne die Wurzeln zu verletzen. Jetzt war er in Tamiels Faust, um den Bau der Befestigungen zu unterstützen.


    Ein Teil dieser Wurzeln lag nun in ihren Satteltaschen, zusammen mit Esche und Walnuss. Dieses Holz musste in der Quelle Aquas gewässert werden.

  • [glow=red,2,300]"Ich würde morgen gern in Paolos Trutz Herberge nehmen. Das sollte zu schaffen sein." [/glow] Ann'dra machte eine Pause und fügte, nachdem sie Cailíns Miene gesehen hatte, hinzu: [glow=red,2,300]"Mach Dir um Lemnagh keine Sorgen. Er ist bei Ciara, Alana und Mjella gut aufgehoben. Sie sind zum wahrlich richtigen Zeitpunkt angekommen. " [/glow]
    Wieder folgten einige Minuten schweigen.
    [glow=red,2,300]"Ich bin froh, dass Emain Dich mit mir auf diese Reise geschickt hat. Ich weiß nicht nur Deine Gesellschaft zu schätzen. Eine Heilerin auf solch einer Mission ist nicht zu verachten. Ich hoffe wir geraten nicht zwischen die Fronten, müssen wir doch den gesamten Norden durchqueren."[/glow] Hatte sie Cailín nicht aufmuntern wollen?

  • "Ich denke das Tagesziel ist unter normalen Bedingungen machbar. Aber es schneit, seid wir hier angekommen sind und es sieht nicht so aus, als wollte es aufhören." Cailín liebte den Schnee. Jetzt endlich, wenn es schneit ist sie nicht Zuhause. Es ist Lemnagh erster Schnee, letztes Jahr war er noch zu klein, und sie würde sein Gesicht nicht sehen. Sie war traurig.
    Aber es nützte nichts. Sie hatte Emain ihr Wort gegeben, diese Reise sollte sie vorwärts bringen. Sie schüttelte kurz ihren Kopf und schaute Ann'dra liebevoll an. "Ich bin auch froh mit dir gegangen zu sein. Ich bin gespannt, was uns alles erwartet. Und wir lernen wieder ein Stück von Mitraspera kennen." Sie gähnte und streckte sich. "Wir sollten in unser Bett gehen, morgen wird sicherlich nicht einfach, wenn es weiter schneit."

  • [glow=red,2,300]"Da magst du recht haben. Der Schnee macht die Reise nicht einfacher. Aber die Pferde sind stark. Wir werden unser Ziel erreichen." [/glow]
    '...Wenn uns das schwarze Eis nicht in die Quere kommt.'
    Sie verließen den Gastraum und bezogen die kleine Kammer im Stall, die ihnen als Unterkunft dienen sollte. Bei den Pferden war es wenigstens warm.

  • Die Nacht war frostig, Cailín konnte ihren Atem sehen. Also zog sie noch ein weiteres Fell über sich. Schnee und Winter waren toll, aber frieren, nein das wollte sie nicht.
    So dauerte es nicht lange und sie schlief ein.


    Der Morgen begann früh, mit dem erstem Krähen des Hahnes reckte sie ihre Nase unter dem Fell hervor. Sie stand auf und schaute zur Stalltür heraus. Es hatte in der Nacht aufgehört zu schneien. Sie ging zurück zu Ann'dra, sie kümmerte sich gerade um unsere Pferde.
    "Lass uns schnell noch etwas warmes trinken und essen, dann können wir weiter. Es hat aufgehört zu schneien. Trotzdem haben wir keinen einfachen Weg vor uns."

  • Cailín und Ann'dra saßen an ihrem Feuer. Es war zwar klein, konnte die Höhle aber dank der Lederhaut, die den Eingang verschloss, und der Körperwärme der Pferde mehr als ausreichend erhitzen. 7 Tage waren vergangen, seit sie in Paolos Trutz zuletzt in einem Gasthaus übernachtet hatten. Sie waren seitdem nicht so voran gekommen, wie Ann'dra gehofft hatte. Der Schnee bremste sie ebenso wie die Vorsicht, mit der sie sich voran tasteten. Es war ein gefährlicher Weg in den Westen, jetzt wo sich das Schwarze Eis wieder regte.
    Cailín und Ann'dra genossen die Wärme der Höhle, die Pferde wahrscheinlich auch. Sie hatten in der vergangenen Woche nur einmal eine vergleichbare Höhle gefunden. Die restlichen Nächte mussten sie eng zusammengekuschelt unter allen Fellen und Decken die sie hatten verbringen. Nicht dass dies das schlechteste gewesen wäre, doch zu groß war die Gefahr von unerwünschten Augen gefunden zu werden.