Ein Spaziergang in Holzbrück

  • Wo:

    Holzbrück zur Zeit des Konvents.

    Während einem Spaziergang durch die Stadt


    Wer:

    Ka'Shalee, Adam, andere


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    Es war einer dieser lauen Abende auf dem Konvent. Der Mond schien hell auf die Zelte der einzelnen Lager und tauchte alles in ein surreales Licht. Vereinzelnd konnte man Stimmen aus den Lagern hören, Gelächter, Musik und Trommeln.

    Die Nyamenprüfungen des Ostreichs waren in vollem Gange, die Klava-Angelegenheit war in Arbeit, die Juristikation hatte die Anklage gegen Liandra bereits überbracht. Man konnte also sagen "alles lief bisher reibungslos".


    Im Lager des Nordreiches brannten die Fackeln entlang des Weges, während das Banner der Reiches leicht im Wind hin und her wog. Die Kerzen auf dem Tisch der Kommandatur brannten noch und man sah in ihrem Schein ihre Exzellenz Ka'Shalee Zress sitzen. Sie unterhielt sich offensichtlich mit ihrem Neches'Re. Fast schon so leise, dass man denke konnte, es geschehe lautlos.


    Adams Aufgaben für den Tag waren erledigt. Also nutzte er die Gunst der Stunde um sein Versprechen einzulösen. Er ging in die Kommandatur, kniete nieder und wartete bis er von ihrer Exzellenz angesprochen wurde.

    Lediglich das Flackern der Kerzen bot ein wenig Licht unter dem großen Sonnensegel.

    Diplomatie ist, mit dem Schwein freundlich aber zielorientiert über die Notwendigkeit des Sonntagsbratens zu verhandeln.

  • Es war eine dieser Nächte.. voller Wunder und Mysterien...


    Untermalt von der fröhlichen Musik offenbarte sich eines dieser mysteriösen Wunder, andere würden sagen.. Absurdität, den anwesenden Bürgern des Nördlichen Siegels.

    Mit einem selbstzufriedenem Schmunzeln blieb der alte Mann, in weiß und grün gekleidet, vor der Kommandantur stehen.


    Im Schein der Fackeln des Weges und bezeugt durch die Strahlen des silbernen Wagens hob Rochus die Klava Avalgaar vor sich, führte sie in senkrechter Haltung vor sein Gesicht.. und leckte an der Klinge.


    "Hab's dir ja gesagt, Junge" .. brummelte Rochus sichtlich zufrieden und warf dann einen Seitenblick zur Kommandantur.


    Wenn jemand in der Kommandantur kniet bedeutet es für den alten Mann wohl zweierlei.

    Es gibt etwas zu sehen... und.. man stört nicht.


    Daher entschied sich Rochus kurzentschlossen an einen der Tische zu setzen, die Klava auf seinen Schoß bettend.

  • Aiden ging langsam die Lagerstaße entlang. Er hing seinen Gedanken nach, gerade hatte er die Klava an Rochus weiter gegeben. Das ganze Beschäftigte ihn gefühlsmäßig doch mehr wie er gedacht hatte. Rochus ging gerade in die Kommandantur, und der Weidener folgen ihm gedankenverloren, erst als er neben ihm saß bemerkte Aiden, das Adam vor der Nyame kniete.

    "Ich bin ihr Götter seid mein Zeug, blutend aber Ungebeugt"


    "Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen."

  • Als der alte Mann Aiden bemerkte wies er, mehr einem Reflex gleich, seinen Nachbarn auf die Situation hin... ohne zu sprechen.


    Beinahe als würde Rochus die Klava bereits jetzt als natürlichen Teil seines Körpers betrachten, benutze er sie um einen Zeigefinger zu simulieren den er sich an die Lippen halten und leise "shh" machen konnte.

    Ein dezentes Nicken als Gruß in Aidens Richtung, dann richtete er seine Aufmerksamkeit wieder auf ihre Exzellenz und den knienden Adam.

  • Dem Hauptweg zurück ins Lager der Wolfsmark folgend, sah Nandala Aiden auf Rochus in der Kommandantur zustreben, und Adam kniend vor ihrer Exzellenz. Leise mit einem kurzen Kniefall als Ehrerbietungsbezeugung, die Schreibmappe fester umgreifend, gesellte sie sich zu den beiden Herren an den Tisch an der Seite. Grüßend nickte sie ihnen zu.

  • Die Nyame hatte die Personen um sich herum zur Kenntnis genommenun dihr Gespräch mit dem NeShesRe offenbar zu Ende geführt.

    Die Abende während des Konventes waren stets lau gewesen, wenngleich die te mit ihrer Hitze nur schwer erträglich gewesen waren. Mehr als nur einmal hatte sie sich nach den Gewölben Shalzads oder wenigstens nach den kühlen Mauern des Palastes in Paolos trutz gesehnt.


    Sie schaute zu Adam.


    Erhebt Euch und sprecht.

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • Exzellenz. Wie Ihr euch vielleicht erinnert, lud ich euch einst dazu ein, ein wenig auf dem Konvent spazieren zu gehen und einigen Gedanken nachzuhängen. So ihr nichts anderes geplant habt, würde ich diese Einladung gerne erneuern und den Moment nutzen.


    Adam erhob sich während er begann zu sprechen. Er registrierte zwar die Menschen um ihn herum, da aber Slaiga keinen besonders nervösen Eindruck machte, konnte es schon nicht so schlimm sein.

    Es war bereits drei Jahre her, als Adam das letzte mal ihrer Exzellenz dieses Angebot machte. Damals und auch in der Zeit seitdem, war es nie dazu gekommen. Immer gab es wichtigeres zu tun, oder hatten Situationen dafür gesorgt, dass es nie dazu kommen sollte. Dieses mal allerdings, sah es nicht so aus, als stünde einem Spaziergang und einem verhältnismäßig lockerem Gespräch, irgendetwas im Wege. Durch die Arbeiten im Wald, war es seit Wochen zu keinem Sackschnappbärenangriff gekommen und auch sonst war es in den Nächten rund um Holzbrück eher ruhig.


    Wollen wir?


    Diplomatie ist, mit dem Schwein freundlich aber zielorientiert über die Notwendigkeit des Sonntagsbratens zu verhandeln.

  • Die Drow legte bei den Worten Adams den Kopf leicht schief und ein leichtes Lächeln umspielte ihre Lippen.

    Nun, wenn ich mich nicht irre, habt Ihr dieses Angebot vor dem Konvent vor zwei Jahren ausgesprochen gehabt und hattet es damals nicht in Anspruch genommen... ?

    Sollte nicht mein Volk jenes sein, für das zwei Jahre nur ein Wimpernschlag sind und nicht das Eure?

    Fragte sie amüsiert.


    Sie dachte kurz nach, dann erhob sie sich.


    Allerdings sollte aktuell nichts dagegen sprechen...

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • Nunja Exzellenz. Dann wird es höchste Zeit. Ich entschuldige mich mit allem nötigen Respekt, euch so lange habe warten lassen.

    Ich hoffe ein feiner Tee kann euch diesbezüglich milde stimmen.


    Auch über Adams Gesicht huschte ein verschmitztes Lächeln. In der Gewissheit das auch eine Ka'Shalee Zress ein Quäntchen Sarkasmus beherrschte, ging er um den Tisch der Kommandatur und bot ihr seinen linken Arm.


    Wünscht ihr noch mehr Begleitung, um für eure Sicherheit Sorge zu tragen?


    Diplomatie ist, mit dem Schwein freundlich aber zielorientiert über die Notwendigkeit des Sonntagsbratens zu verhandeln.

  • Sie legte die Hand auf die ihr Dargebotene.


    Xas, ich wünsche weiteren Schutz.

    Ich empfinde die Stadt nicht als sicher. Auch noch nicht nach den jüngsten Bemühungen von Victor.

    Sie gab den zwei Naldar hinter sich ein Zeichen.


    Ein bis zwei weitere Wachen wären angemessen.

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]