Wölfe unter sich

  • Liandra liegt absolut still da. Als er sie anstößt geschieht nichts, keine Regung kein Ton. Er ist sich nicht sicher ob sie überhaupt noch atmet.

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  • Assiah's Blick, den sie Argol zwischenzeitlich zuwarf, zeigte das ganze Ausmaß ihrer Sorge. Diese Auseinandersetzung war schrecklich weit gegangen, doch auf die Distanz hatten sie nicht genug sehen, nicht genug einschätzen können, was passiert war. Nur das Blut, welches feucht glänzend die über beide Körper rann, sprach eine deutliche Sprache.


    Als beide fielen, Liandra schließlich still lag und Theyben sich taumelnd von ihr zurückzog, verfiel sie in einen Laufschritt. "Sieh du zuerst nach Liandra, ich werde sofort nachkommen.", rief sie an Argol gewand über ihre Schulter und überbrückte schnellen Schrittes die letzten Meter, um nachzusehen, wie stark seine Verletzungen waren.

  • Knackend verwandelten sich seine Hände zurück und sein eben noch kräftiges grollen wurde zu einem schmerzerfüllten ächtzen und stöhnen als er auf seine Knie fiel und langsam in sich zusammen sackte.


    Seine linke Schulter war eine einzige blutige fleischige Masse in der einige helle Knochensplitter weiß, den restlichen rotton durchbrachen.
    Überall am Torso fanden sich aufgerissene Einkerbungen in seinem Wams, dessen Ränder rot von seinem Blut waren, ebenso an seinen Lederbeinlingen.
    Einige waren nur oberflächlich, doch andere tief bis auf die Knochen. Ein stetiges Rinnsal lief seinen Körper hinab und tränkte die Kleidung unter seinen Ledernen Übergewändern, sodass diese sich, dort wo sie sichtbar waren immer weiter rot einfärbten und feucht schimmerten.

  • Wenn Argol bei Liandra ankommt, sieht er die gesammelt schweren Verletzungen an ihrem Kopf. Das Linke Ohr ist halb abgerissen, vom Hals quer über das Ohr hinauf bis in die Haare sieht er die Klauenspur die Theyben hinterlassen hat. Blut, Haar, Hautfetzen alles durcheinander. Das linke Auge ist stark geschwollen und blutunterlaufen. Der Rest des Kopfes hat auch überall diverse Schnitte und Risse abbekommen. Ihre rechte Gesichtshälfte hat den letzten Schlag , den abrutschenden Ellenbogen, zu spühren bekommen und Argol kann erahnen wo sich ein großer Bluterguss bilden wird, der Kiefer darunter könnte gebrochen sein.
    Liandras linker Arm wurde ebenfalls von Theybens Klauen getroffen und die Schnitte ziehen sich bis zur Schulter hinauf. Ihre Kleidung hängt in blutgetränkten Fetzen.


    Der Hauptteil des Blutes ist jedoch an ihren Beinen zu finden. Dort findet er gezielte recht fachmännische Schnitte, die sicher sauber heilen werden, wenn alles rechtzeitig geheilt werden kann. Liandra hat sich anscheinend selbst geschnitten, so, dass sie Blut verliehren würde, langsam wenn sie sich nicht zu sehr bewegt und deutlich mehr wenn sie die Beine belastet. Sie muss gespührt haben was kommen würde.

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  • Scheiße! ist der einzige Kommentar, den er erst einmal losläßt.


    Nachdem er sich eine Übersicht schafft hat. Reinigt er die Beinwunden und verbindet diese.


    Mutter Assiah, Liandra sieht schlimm aus! Was ist mit Theyben?

  • Nur allzu gerne hätte sie ihn gestützt und aufgefangen, doch das hätte seine Schmerzen, schlimstenfalls gar seine Verletzungen nur vergrößert. So blieb ihr nichts anderes übrig, als sich neben ihm auf die Knie fallen zu lassen. Kritisch beäugte sie seine Verletzungen. Besonders die Schulter würde mehr als unangenehm werden. Sie müsste sie reinigen, die Knochensplitter entfernen und den allgemeinen Blutverlust unterbinden. Während sie seinen geschundenen Körper betrachtete, griff sie bereits nach ihrer Tasche und begann, Wasser, Alkohol, Verbände und Nahtmaterial herauszufördern als Argols Stimme herüber klang.


    Unwillig verzog sie das Gesicht, weil sie genau wusste, dass Argol's Einschätzungen kaum keiner Übertreibung unterlagen. Schlimmstenfalls würde sie sehr schnell handeln müssen. Oder sich entscheiden... Ein mürrischer Ton drang aus ihrer Kehle und sie schob den letzten Gedanken als nicht in Erwägung zu ziehen beiseite.


    "Was genau meinst du mit schlimm? Wo ist sie verletzt und wie steht es um ihren Herzschlag? Ihren Atem?" Rief sie hinüber und riss, einer Ahnung folgend, ihre Gugel vom Hals.

  • Auf ihre Anweisung hin fühlt er Puls und Atmung.
    Puls und Atmung sind in Ordnung. Verletzungen am Bein verbunden.
    ICh werde noch die am Arm verbinden, aber dann bin ich mit meiner Kunst am Ende.
    Liandra hat einiges am Kopf abbekommen. Die Schnitte kann ich reinigen, so gut es geht, aber der Rest...
    er läßt den Satz unvollendet und macht weiter.

  • Schwer atmend, dreht er den Kopf leicht zur Seite, als Argol und Assiah auf die kleine Lichtung treten.
    Ein schiefes lächeln begleitet ein leises "Hey!"


    Dann droht er kurz zur Seite zu Kippen, kann sich aber noch mit dem gesunden Arm abfangen und Richtet sich unter schmerzverzerrtem Gesicht wieder auf.

  • Theyben's Lächeln erwidernd, stützt sie zumindest seinen Kopf und seine rechte Schulter.


    "Sei vorsichtig und beweg dich nicht allzuviel, sonst verlierst du noch mehr Blut", antwortete sie ihm leise.
    "Es wird unangenehm werden, aber drück das auf deine Schulter", sprach sie ruhig weiter und hielt ihre Gugel hoch, die sie bereits zu einem handlichen Packet zusammengelegt hatte. Sie war wenigstens groß genug, die Schulterwunde komplett abzudecken und den Blutverlust zumindest ein wenig zu stoppen.


    "Argol? Lass uns die Plätze wechseln. Verbinde bei Theyben die größten Wunden, ich seh dann nach Liandra...", rief sie dann rüber.

  • Mit einem gequälten Gesichtsausdruck nimmt er die Gugel entgegen, da er ahnte, wie wenig es ihm gefallen wird, stoff in seine völlig zerfetzte Schulter zu drücken.


    Mit einem Knurren nahm er die Gugel und presste sie so fest er es ertrug in die Wunde und sein knurren wurde zu einem keuchen.

  • Xas. ist die kurze Antwort.
    Er wedet sich mit besorgtem Gesicht von Liandra ab und sieht Assiah nur kurz an. Sein Blick ist voller Sorge.


    Hallo Theyben! Du siehst nicht so schlimm aus wie Liandra! Ich habe nicht mehr viel Verbandszeug, also werde ich von deinen Sachen etwes mit benutzen müssen!


    Ohne groß auf eine ANtwort zu warten, fängt er an Stoffstreifen von Theybens Sachen abzureissen und nur die Wunden mit Verbandsmaterial abzudecken, nachdem er sie so gut es ging gereinigt hatte.

  • Als sein Keuchen an ihr Ohr drang, verzog sie gequält das Gesicht. Rasch beugte sie sich vor und küsste ihn sacht auf die Stirn.


    "Ich beeile mich, euch beide wieder hinzubekommen."


    Der Blick, den sie Argol anschließend im Vorbeigehen zuwarf, spracht mindestens von ebenso großer Sorge, wie der seine. Dennoch zeichnete sich der Versuch eines aufmunternden Lächelns auf ihren Zügen ab als sie schnellen Schrittes weiter ging, hinüber zu Liandra.


    Als sie die Verletzungen der Heilerin, die reglos auf dem Boden lag, endlich genauer sah, verstand sie, was Argol gemeint hatte und sog zischend die Luft zwischen ihren Zähnen ein. Sie würde vorsichtig und akurat vorgehen müssen, gerade was ihre linke Kopfseite betraff. Schlimmstenfalls würde sie nach Hilfe schicken müssen, denn sowohl Anzahl als auch Umfang der Verletzungen würden einiges an Zeit verlangen. Zeit, die ihr für Theyben fehlen würde...


    Assiah ließ sich neben Liandra auf den Boden sinken und stellte ihre Utensilien neben sich ab. Dann warf sie einen kurzen Blick über Argols Werk, um zu sehen, ob und in wie weit die Verbände sich bereits mit Blut getränkt haben mochten, um Einschätzen zu können, ob der Verlust weiter anhielt. Schließlich beugte sie sich über Liandra, betrachtete die große Wunde an der linken Seite genauer und begann mit beiden Händen, vorsichtig von Stirn über Schläfe, die Wangenbeine bis schließlich zum Kiefer hinab, ihren Kopf abzutasten.

  • Die Verbände, welche Argol angebracht hatte, hatten sich zwar mit Blut getränkt, aber nicht wirklich über die Maßen, wobei Assiah jetzt wo sie neben Liandra kniete nicht sagen konnte, ob es daran lag, dass deren Blut auf dem Boden verteilt war oder an der Kunst Agrols zu verbiinden. Assiah und Argol konnten klar verstehen worauf Liandra ausgerutscht war. Beim Abtasten des Gesichtes spührt Assiah die Brüche des Wangenbeins und des Kiefers, welcher sich auch nicht an seinem eigentlich vorgesehenen Platz befindet.
    Nach ihrer Einschätzung eilt es und Hilfe wäre angebracht, außer Argol kann mehr als nur verbinden.

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  • Cupa stand noch am Kommandanturzelt, als der Schrei von Argol leise und undeutlich an sein Ohr drang. Er drehte sich in die Richtung aus der der Ruf kam und eine Welle von Dringlichkeit und Schwäche brandete über das Band das er zu seinem Schüler und Bruder hatte, auf ihn zu. Er drehte sich schnell um und rief ins Zelt, in dem sich Ravi und Sylvana aufhielten. Theyben,...Liandra... Heiler... . Mehr brachte er nicht raus. Seine Tasche schulternt, prüfte er im Rennen, ob er seine Heilertasche im Gürtel trug und ob der noch Tränke in der Tasche hatte. Die Tasche war leer, aber das Horn, in dem sein Besteck war schlug ihm, wie um ihre Anwesenheit zu bestätigen, hart gegen das Bein.


    Jedem der sich ihm nun in den Weg stellen würde, bemitleidete er. Er würde den einfachen weg wählen um sich Platz zu machen, auch wenn dies bedeutete seine Hörner einsetzen zu müssen.


    Aus der Ferne sah er Argol und Assiah über 2 Wesen kniend und er beschleunigte nochmals seinen Schritt um schnell zu ihnen zu gelangen....

    ~~Dies soll euch erinnern, warum ihr einst Angst vor der Dunkelheit hattet.~~

    ~~Ich? Ich hatte schon so viele Namen, alte Namen, die nur der Wind und die Wogen aussprechen können. Ich bin der Sturm und das Lied des Eises und des Schreckens Vorbote... Ich bin ... Die Wandel, der durch die Stürme treibt...~~

  • Assiah tastet Liandra ab und schätz die Lage ab. Liandra atmet schwach aber regelmäßig. Als Argol brüllt zuckt Liandra zusammen und öffnet sogar für einen Moment die Augen , Schmerz durchfährt sie und sie stöhnt auf. Dabei blickt sie Assiah in die Augen und versucht zu lächeln. Danach wird es wieder dunkel für Liandra.

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