Wie das Feuer und der Sturm

  • Wann: Der erste Tage nach dem Feldzug (später Vormittag)

    Wo: Zwischen dem Banner der Einheit und dem Banner der Eisernen

    Wer: Landuin & Elsa

    Status: geschlossen

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    Aufbruchsstimmung war in den Heerlagern zu vernehmen. Der Feldzug war beendet und man begann damit die Zelte abzubrechen. So auch der junge Conchobair, der seine Ausrüstung und Karren und Pferd verladen hatte und nun etwas Abseits vor dem Eingang des Banners der Eisernen stand. Er wollte sich von Leomir und ein paar andere Eisernen verabschieden. Doch vorerst wurde er daran gehindert, den er schien irgend etwas am Boden zu suchen, es aber wohl noch nicht gefunden zu haben. So konnte man es jedenfalls durch sein Gefluche auffassen. "Verfluchte Greifenscheiße...wo ist das Teil den jetzt..." kam es von dem Albernier und er durchfuhr mit seinen Fingern das Gras.

    Wir sind die Wölfe, hört unseren Ruf!


    Wo das Wort versagt, spricht das Schwert !


    Mors certa, hora incerta.


    Hast du das Glück Albernier zu sein, hast du tatsächlich Glück.

  • Dort wo die Fahnen und Wimpel rot, weiß und schwarz wehten - dort war Elsa zuhause. Doch nun waren sie fast alle in den großen Kisten verstaut und auf Wagen geladen. Ein weiterer Feldzug war zuende und erneut trugen sie den Sieg nach Hause. Und ein Sieg war es auf so vielen Ebenen. Der große Sieg - die Festung war errungen und der Feind zurückgedrängt und der kleine Sieg. Lächelnd berührte die Anwärterin den Verband am Arm. Es schmerzte, doch es freute sie mehr, als dass es sie störte. Fast beschwingt gürtete sie ihr Schwert und trat aus dem Lager der Tivar Khar'assil heraus. Es mussten noch wenige Worte gewechselt werden, die zu schwer für die weinselige Stimmung am Vorabend gewesen waren. Ihr Ziel war das Lager der Naldar, als sie stutzte. Landuin Conchobair kroch zwischen all dem Treiben um ihn herum auf dem Boden und fluchte munter vor sich hin. Elsa schmunzelte. "Stärke dem Almahandir, Landuin.", grüßte Elsa lächelnd, als sie ihn eine Weile beobachtet hatte. "Kann man dir helfen oder fluchst du einfach nur gerne im Dreck?"

    Rings schliefen Streiter, leis wie der Tod

    Im Zelt zechten Offiziere

    Mich freute die Flamme, so glühend rot

    Ich ließ ihnen allen das ihre

  • Der Ritter hatte gemerkt das jemand an ihn herangetreten war, schenkte dieser Person aber für den ersten Moment keine Beachtung, sondern war ganz in seine Suche vertieft. Dann jedoch reagierte er auf Elsa, hatte seinen Blick aber weiter auf den Boden fixiert. "Aeris se tu...Elsa..." Sagte er höflich, stockte aber für einen winzigen Moment bei ihrem Namen, weil er sich nicht gänzlich sicher war, ob Elsa dort wirklich vor ihm stand. Zwar kannte er sie, was Person, Stimme und Namen anbelangte, aber wirklich vorgestellt hatten die beiden sich nie. "...Ich folge dem Pfad Aeris...mir ist also nicht mehr zu helfen. Falls du dich aber herausgefordert fühlst...ich suche ein kleines Glöckchen. Entweder hilfst du mir dabei oder du bleibst weiter da stehen und lässt dich weiter von mir amüsieren." Sagte er in einem gewissen sarkastischen Unterton und schaut erst danach zu ihr hoch. "Für was entscheidet sich die schöne Flamme?" Fragte Landuin und lächelte sie neckend an.

    Wir sind die Wölfe, hört unseren Ruf!


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    Mors certa, hora incerta.


    Hast du das Glück Albernier zu sein, hast du tatsächlich Glück.

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  • "Ach, wenn doch alle Kinder Aeris die Einsicht hätten, dass ihnen nicht zu helfen ist.", lachte die junge Frau, ging näher zu Landuin und sank auf die Knie um ihm zu helfen. Das Kompliment ignorierte sie dabei vollständig. "Und warum tragt ihr ein Glöckchen bei euch? Anschleichen ist damit nicht möglich." Sie strich durch das Gras, in der Hoffnung, es klingeln zu hören.

    Rings schliefen Streiter, leis wie der Tod

    Im Zelt zechten Offiziere

    Mich freute die Flamme, so glühend rot

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  • "Wenn Aeris damit spielt, macht es einen schönen Klang." Beantworte der Albernier mit einem leichten Schmunzeln ihre Frage. "Euren Worten entnehme ich aber, das Leomir und Valentin wohl niemals zugeben würden, das ihnen nicht mehr zu helfen sei?" Fragte er dann und suchte weiter den Boden ab. "Eine Nadel im Heuhaufen lässt sich schneller finden." Witzelte der Ritter und war noch nicht fündig geworden, was das Glöckchen betrifft.

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  • "Da geht es nicht darum, etwas zuzugeben. Niemandem von uns ist auf eine gewisse Art zu helfen. Aber das muss auch gar nicht sein." Sie dachte an Valentin und erneut wurde es Elsa schwer ums Herz. Traurig lächelte sie und blickte Landuin an. "Und Ihr tragt das Glöckchen nur des Klanges wegen?" Sie setzte sich auf die Knie und musterte das Gras. Wahrscheinlich hatte es schon längst einer der eifrigen Packer in den Boden getreten.

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  • Landuin schaute Elsa an und musterte sie etwas. Er schaut sie etwas verwundert an, als sie ihn anlächelte. Da war etwas, das ihm nicht gefiel. "Alles in Ordnung mit euch?" Fragte der Ritter besorgt und unterbrach seine Suche. "Früher war das Glöckchen ein Teil meiner Vergangenheit und Kultur. Jetzt ist es nur noch für den Klang da, um Aeris zu erfreuen." Der Satz hatte in gewisser Weise etwas philosophisches und die Aufmerksamkeit lag jetzt mehr bei dem Igniskind, als bei dem verlorenen Objekt das, dass Aeriskind im Gras suchte.

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  • "Ja, mit mir ist alles in Ordnung." Sie schüttelte leicht den Kopf und damit den Gedanken an ihren Mitbruder ab. Ihre Sorgen gehörten ihr ganz allein. Und jemandem, der sie mit dahingesagten Komplimenten einfangen wollte, würde sie sie sicherlich nicht einfach so verraten. Vor allem da es, bei genauerem Betrachten, gar nicht Elsas Sorgen waren. Fast gedankenverloren fuhr sie mit den Fingern durch das Gras. Sanft stieß sie gegen einen kleinen metallenen Gegenstand und leises Klingeln ertönte. "Ach sieh an. Ich würde sagen, das ist es, was ihr gesucht habt." Sie hob das kleine Glöckchen auf und reichte es ihrem Gesprächspartner hinüber. "In meiner alten Kultur waren Blumen äußerst wichtig. Was bedeutete das Glöckchen."

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  • Mit einem Lächeln nahm der Albernier das Glöckchen entgegen. "Inken...ich schulde euch etwas dafür." Behutsam steckt er den Gegenstand in seine Umhängetasche. "Ja...Blumen spielen auch dort, wo ich einst herkam eine große Rollen. Die eine oder andere Region hat daraus eine wahre Kunst gemacht." Erzählte der junge Conchobair und erhob sich wieder. Er reichte Elsa die Hand, um ihr aufzuhelfen. "Albernier sind ein sehr abergläubisches Volk. Viele von ihnen fürchten und verehren Feenwesen zugleich und versuchen sich mit allerlei Gegenständen, Hauszaubern und dergleichen zu schützen. Glöckchen sind eine Möglichkeit sich vor ihnen zu schützen. Das Klingeln soll die Feen von ihren wahren Absichten gegenüber den Träger ablenken und vergessen lassen." Erklärte Landuin der Frau die Bedeutung hinter dem Gegenstand. "Wo komm ihr ursprünglich her?" Fragte er dann mit einer gewissen Neugier.

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  • Sie schüttelte den Kopf. "Nicht dafür. Sollte ich Euch mal Igraina vom Brustkorb ziehen und Ihr das ganze überleben, dann reden wir weiter." Sie nahm seine Hand und ließ sich aufhelfen. "Bei uns gab es Kränze aller Art und für jeden Kopf. Männer ließen sich Blüten in die Bärte flechten. An besonderen Tagen schmückten wir die Häuser und es sah aus, als flossen Kaskaden an Blumen den Putz herab. Alles roch nach Frühling und Sommer. Es war bunt und oft beobachteten meine... Luisa und ich die Schmetterlinge, die sich dort niederließen. Es würde mich wundern, wenn ihr von meiner Heimat gehört hättet. Bisher hat auch nur noch einer den Weg von dort hierher gefunden. Es ist eine kleine Inselgruppe im Südmeer, Rinalke genannt. Sie besteht insgesamt aus drei Inseln. Ich stamme von der kleinsten und nunja" Elsa lachte, als glaubte sie ihren Worten selbst nicht "friedfertigsten."

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  • "Fraglich ob das nicht eher passiert, wenn ich ihr vorher den Kopf von den Schultern geschlagen habe?" Entgegnete der Ritter in gewisser Weise trocken. "Wobei es mich eher dazu treibt, erneut mit dem Verräter Merth´yar die Klingen zu kreuzen." Fügte er dann noch hinzu. Das Aeriskind schaute etwas skeptisch als Elsa statt einer Bezeichnung einen Namen nannte. "Vermisst ihr sie sehr?" Warf er dann einfach ein, ohne genau zu wissen um wenn es überhaupt ging. Die Neugier wollte aber gestillt werden. "Nein von diesen Inseln habe ich noch nichts gehört. Aber ich gehe davon aus, das ihr auch noch nichts vom Mittelreich gehört habt?"

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  • "Seit dem Konvent nicht mehr.", war ihre ruhige Antwort. Keine Anzeichen von Schmerz oder Traurigkeit. Allenfalls war es stille Resignation.

    "Und ihr scheint große Stücke auf Euch zu halten, wenn ihr davon tönt Igarinas Kopf vom Rest zu trennen. Kühnheit und Dummheit liegen oft nur einen Deut voneinander entfernt. Und was Mert'yar angeht - nur zu gern. Doch stellt Euch hinten an. Die Liste ist lang." Elsas Augen funkelten gefährlich. Langsam blickte sie gen Himmel und dachte an den Feldzug in der Hohld. So vieles, das drunter und drüber ging. Und doch konnten die Akata ohne einen Avatar gerettet werden. Elsa und die anderen acht Splitterträger hatten es geschafft und wurden von Ignis bestraft. Doch wenn das Herz einmal brannte, konnte es nichts löschen. Schließlich riss sie sich zusammen und sah zu Landuin. "Und nein - vom Mittelreich habe ich bisher auch nichts gehört. Ich kenne Hohenbergen als Land, von dem viele Siedler herkommen. Runia hat mir von ihrer Heimat erzählt und Congerius auch. Aber was zählt das hier und heute schon noch. Letztendlich sind wir dort, von wo unsere Vorfahren ältester Generation einst flüchteten."

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  • "Und zwischen Genie und Wahnsinn ist genau so wenig Platz. Ich bin ein Kind Aeris Elsa. Was erwartet ihr von mir? Das ich besonnen und im Hintergrund zusehen? Diese Zeiten sind vorbei. Meine Besonnenheit und Geduld schwinden von Tag zu Tag und der Sturm in mir wieder immer stärker. Ich schätze einen guten Wettstreit, also lasst uns doch schauen wer am Ende den beiden den Kopf abschlägt." Es klang herausfordernd und ihm gefiel das Funkeln in Elsa Augen. Die Entschlossenheit imponierte ihm. "Mir gefällt dieses Funkeln in euren Augen. Ich mag entschlossene Menschen. Behaltet das unbedingt bei." Sagte er zufrieden und lächelte sie dabei an "Zwar mag ich nicht mehr den Speer in meiner Hand führen, den Asamantes und Cerenna uns gaben, um diesen in Merth´yar Untoten Leib zu rammen, aber gut geführter blanker Stahl, wird diese Aufgabe ebenfalls umsetzen können. Er kann sich glücklich schätzen, wenn ich bei unserem nächsten Aufeinandertreffen noch nicht die Gunst Aeris in mir trage. Ich habe gesehen was unteranderem euch, meinem ehemaligen Senator und der Waffenmeisterin Ignis in der Hohld angetan hat. Ihr habt mehr als gute Gründe ihn erschlagen zu wollen, aber die habe ich auch." Der Ritter wirkte entschlossen und zuversichtlich bei dem was er sagte. Er atmete einmal tief ein und aus, um seine aufgestaute Rage abklingen zu lassen. Es war nicht sein Ziel sich hier und jetzt aufpeitschen zu wollen und gegebenenfalls dabei auch noch ausfallend gegenüber Elsa zu werden, die dafür überhaupt nichts konnte.

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  • Elsa verdrehte die Augen. "Oh wirklich Landuin? Ihr wollt doch nicht den Gerüchten über Euch Recht geben, indem ihr euch nach diesem schönen Gesprächseinstieg als aufgeblasener Windbeutel gebt? Eure Besonnenheit und Geduld schwindet von Tag zu Tag. Dann müsstet Ihr ein äußerst geduldiger Rittersmann sein. Und ja, Merth'yar wird sich äußerst glücklich schätzen, wenn er euch das nächste Mal trifft. Mit dem Schwert zwischen die Schulterblätter." Ihre Stimme wurde sanfter und sie legte ihm freundlich die Hand auf die Schulter. "Glaubt Ihr wirklich, dass Ihr so die Gunst Aeris bekommt, wenn ihr jedem auf die Nase bindet, wie dringend Ihr sie haben wollt? Wo bleibt da die Eroberung?" Elsa trat näher an Balduin heran. "Stellt euch einmal vor.", sprachs und fixierte ihn mit einem glühenden Blick. "Ich würde euch sagen, dass ich nichts mehr als Euch begehren würde. Dass ich mir wünschte, Ihr nähmt mich in Eure starken Arme. Dass nichts meinen Tag heller machen könnte, als ein Wort von Euch." Lachend schubste sie ihn von sich weg. "Wo bliebe denn da der Spaß?"

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  • "Dann würde ich bei so vielen schmalzigen Worten behaupten, dass ihr nicht mehr ganz bei klarem Verstand seid Elsa. Was würde den so jemand wie ihr, gerade von so jemanden wie mir wollen?" Der Albernier schmunzelte bei ihren Worten. Es gefiel ihm, das sie sich über ihn amüsierte. Sie hatte ja sogar in gewisser Weise recht. Wo bliebe den die Eroberung und der Spaß wenn er weiter dieser Auffassung gänzlich folgen würde? Das Aeriskind spielte das Spiel mit. Sie war nicht die erste Frau, die so mit ihm umging und eine gewisse Dominants an den Tag legen wollte. Er ließ sich ohne Widerstand schubsen und trat einen Schritt zurück. "Mein Leben muss sehr interessant sein, wenn andere Gerüchte über mich in Umlauf bringen. Wollt ihr welche zum Besten geben? Ich bin ganz Ohr." Sagte er grinsend und war gespannt ob sie wirklich etwas zu erzählen hätte.

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  • "Damit ihr weiter glaubt, dass Ihr wichtig seid?" Sie grinste. "Sicherlich nicht, Landuin. Außerdem setzt ihr das mit dem aufgeblasenen Windbeutel selbst in die Welt. Dafür braucht man nur den Herold lesen." Sie verdrehte die Augen. "Ehrenhafter Kampf mit Verfemten. Selten so laut gelacht wie in diesem Moment. Und nun steht ihr vor mir und tönt davon, wie Ihr Mert'yar und Igraina erlegt. Am besten beide gleichzeitig in einem Streich? Nicht mal die Kinder auf der Herzfeste träumen von solch naiven Heldentaten." Sie standen dem Feind schon gegenüber und wissen, wozu er fähig ist. Elsa hatte den Satz in Gedanken fortgeführt. "Unterschätzt die Verfemten nicht. In Ihrem Leib steckt keine Ehre. Kein Funke, kein Glaube. Gebt ihnen nicht die Gerechtigkeit, die Ihr Elementarvölkern oder anderen Siedlern gebt."

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  • "Nein...ich bin nicht wichtig...ich bin nur ein Kämpfer unter vielen, der diese Welt gerechter und freier für die Elementarvölker und die Siedler machen will. Aber schön das ihr des Lesens mächtig seid, dann war die Zeit an meinem Schreibtisch keine vergeudete Zeit. Ihr habt es nur gelesen aber habt es nicht hinterfragt. Ich habe Prinzipien denen ich folge, so wie es jeder Ritter tut. Ehrenhaft kämpft man, weil man sich nicht auf das selbe niedrige Niveau mit den Verfemten stellt, denen jedes Mittel recht ist um zu siegen. Wir kennen den Feind und lerne ihn immer weiter kennen, je öfter wir uns ihm im Kampf stellen. Es wird der Tag kommen da werden wir ihn endlich zerschmettern können." Der Nordler war davon überzeugt das man erst den Feind kennen muss, um dann wahrhaftig gegen ihn siegen zu könnten. "Wir beide haben das selbe Ziel und das wissen wir beide nur all zu gut. Auch wenn der Weg dorthin in gewissen Zügen abweicht, ist es immer noch das selbe Ziel: Die Vernichtung der Verfemten. Für mich bedarf es nur keines Eides, um dort siegreich sein zu können. Akzeptiert einfach endlich das auch andere Wege bestritten werden. Ich akzeptiere und respektiere immerhin auch den Weg dem ihr folgt. Es ist uns beiden nicht geholfen, wenn wir aber jetzt in einen sinnlosen Streit verfallen. Das stärkt nur den Feind." Erneut atmete er einem tief ein und aus. Zu oft hatte der Ritter in letzter Zeit solch eine Diskussion geführt und war ihr langsam überdrüssig geworden. "Und ich bitte euch...lasst die Kinder hierbei aus dem Spiel. Ihre Seelen haben es nicht verdient Bestandteil eines Streites zu sein. Sie sollen endlich Frieden finden." Bat der Albernier aufrichtig und musste an das denken, was man ihm über das Schicksal der Kinder in der Herzfeste erzählt hatte. Gespannt und gefasst schaut er Elsa an und machte sich darauf gefasst, dass sie ihm für seine Worte eine Ohrfeige oder Schlimmeres verpassen würde. Damit hatte er seit der gestrigen Nacht nämlich mit jemand anderem schon einschlägige Erfahrung gemacht.

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  • "Akzeptiert einfach endlich, dass auch andere Wege bestritten werden? Es wird der Tag kommen, da werden wir ihn zerschmettern können? Sinnlose Streitigkeiten stärken den Feind?" Elsa blickte Landuin an, als wüsste er nicht, dass das spitze Ende seiner Waffe in den Feind gehöre. "Ich bin nicht diejenige, die Euren silbernen Weg kritisiert. Es ist mir tatsächlich völlig egal, welche Eide ihr wem schwört. Aber Ehre dem Feind entgegenzubringen wird euch schneller unter die Erde bringen, als ihr Greifenscheiße sagen könnt. Eure Prinzipien schön und gut - bei Elementarvölkern und Siedlern. Nicht bei der verfluchten, zweiten Schöpfung." Elsas Stimme war ruhig, aber strikt.

    "Wenn Eure Seele keinen Eid bedarf - dann ist das so. Und wenn ihr ihn nicht schwören wollt - bitte. Dann ist eure Seele wohl nicht stark genug den Eisernen Eid zu stärken. Wir Eisernen schwören, um unseren Glauben und die Quihen Assil zu stärken und unsere Seelen zu schützen. Wir geben unser Leben in die Hände der Sakralen Fünf. Ich weiß tagtäglich, worauf ich mich berufe und bin bis zu einem gewissen Grad in der Lage den Einflüsterungen dieses verfemten Packs zu widerstehen. Zu differenzieren, was wahr ist. Wie steht es um eure Seele? Wie gefeit seid Ihr vor dem Zweifel?" Wieder dieses Leuchten in ihren Augen. Sie hätte nur zu gern Lust den Mann vor ihr ungespitzt in den Boden zu stampfen, doch Elsa hatte sich eine anderes Ziel zur Aufgabe gemacht. So oft wurde den Siedlern vorgeworfen, dass sie dumm seien. Doch wenn ihnen nie jemand etwas erklärte, dann würden sie dumm bleiben. Tivar Khar'assil - zum Schutze der Weltenkinder. Die Seele als höchstes Gut eines jeden Wesens auf dieser Welt. Und offenbar bedurfte Landuin wirklich Schutz, wenn er glaubte mit solch wässrigem Geschwätz etwas erreichen zu können.

    "Und die Kinder sind offenbar einfach schlauer als ihr. Sie werden Frieden finden - denn sie vertrauen auf die Fünf. Doch sie sind nicht so einfältig zu glauben, dass der Krieg ein Spaziergang ist. Denn genau so wirkt Ihr gerade auf mich. Ihr seid ein Kind, welches von Heldentaten träumt. Malerisch und imposant - doch eben genau das. Ein Kind."

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  • "Warum müssen wir immer alles unterteilen, wo es doch um einen gemeinsamen Ziel geht. Eisern, silbern...ja jetzt sogar golden wie manche es schon gebrauchen. Was kommt als Nächstes? Kupfern?" Landuins Begeisterung über diesen Gedankengang hielt sich mehr als in Grenzen. Er verstand zwar, das bei so vielen Begebenheiten wie Glauben, Politik etc. immer verschiedene Strömungen gab, aber es verschloss sich für ihn der Sinn, warum gerade jetzt wo es unerlässlich war das alle zusammen an einem Strang zogen, sich die Fronten zwischen den Strömungen immer mehr verhärteten bzw. sie überhaupt gab und sich jetzt vermeintlich sogar neue Strömungen auftaten, so wie manche behaupteten.


    "Aber ich frage euch Elsa: Was ist eisern daran sich als Untoter zu verkleiden, um beladen mit Archontenzeptern und anderen sehr wichtigen Artefakten an die Weltenschmiede zu kommen oder mit Timoriel zusammenzuarbeiten? Was ist es?...Nein...lasst mich raten...wahrscheinlich der Sieg um jeden Preis, der damit jedes Mittel rechtfertigt?" Die Fragen tropften nur so vor Sarkasmus, aber er meinte sie bitter ernst und war gespannt was sie ihm darauf antworten würde.


    Mit der Frage nach seiner Seele hatte sie unbewusst sein weiteres Interesse geweckt. So etwas reizte ihn ungemein, den für ihn war seine Seele etwas unheimlich kostbares das es zu schützen galt. Durch sein Leben war diese nämlich sowohl zum Guten wie auch zum Schlechten geprägt worden und in keinem Fall, frei von Narben. "Nach außen hin bin ich gepanzert in Stahl. Nach innen aber, da bin ich gepanzert in meinem Glauben. Meinem Glauben an Aeris und ihren Geschwistern. Sie lassen mich nicht verzagen und nicht klagen, sondern sie lassen mich kämpfen. Aeris kennt nur einen Weg und das ist der nach vorne und diesen Weg gehe ich. Komme was da wolle." Seine Worte waren aufrichtig und er war von diesen überzeugt. Mit festem Blick schaut der Ritter die Tivar Khar`assil an und ging einen Schritt auf sie zu. Dieses Leuchten in Elsa Augen imponierte ihm zusehends. Da war Kampfgeist und Kampfeswille zu finden. Sie war fest von ihrer eigenen Ansicht überzeugt und damit wurde es interessant. "Wenn ihr so an meiner Seele interessiert seid, dann tut euch keinen Zwang an über sie etwas zu erfahren. Aber glaubt mir, es wird euch nicht gefallen, was ihr dort sehen werdet. Die Narben die ich mir aber im Namen Aeris eingehandelt haben, die trage ich mit Stolz. Sind sie doch ein Zeichen dafür das ich immer noch leben und für sie kämpfen kann." Es war eine seltsame Warnung die er dort aussprach. Wenn man überhaupt von einer Warnung sprechen konnte.

    "Krieg ist nie ein Spaziergang. Nur einfältige Narren glauben das. Ich mag zwar das eine oder andere etwas leicht daher sagen, aber einen Krieg nehme ich gar nicht auf die leichte Schulter. Dafür habe ich genug davon miterlebt, um zu wissen auf was es dabei drauf ankommt." Entgegnete der junge Conchobair ernst, als sie ihm einen laschen Umgang mit einem Krieg vorwarf. "Wo wäre die Herausforderung und der Reiz, wenn man einem mächtigen Feind einfach den Kopf von den Schultern schlagen könnte. Ja diese winzige Chance mag es vielleicht geben und dann wäre er tot, aber man würde es nicht wertschätzen und der Sieg daran würde keine Besonderheit beinhalten. Eine Herausforderung macht aber erst den Reiz zum siegen aus. Den eine Herausforderung macht einen Sieg zu etwas besonderem, das man gerne wertschätzt." Es klang, als ob es aus einem philosophischen Lehrbuch stammen würde.


    Als sie ihn als Kind bezeichnete, spiegelte sich in seinen Augen Akzeptanz wieder. Sie hatte nicht ganz unrecht damit, was sie sagte. Er war in gewissen Fällen wirklich wie ein Kind geworden und das alles rührte daher, weil er sich immer mehr Aeris annäherte und es auch so wollte. "Das ist der Preis den ich für den Wandel zahle und ich bezahle ihn gerne." Sprach das Aeriskind trocken und resigniert. Sein Blick war kühl und es schwang etwas Wehmut mit. Er hatte den Weg akzeptiert, den er damals betreten hatte und diesen wollte er jetzt auch zu Ende gehen. Denn den Weg zurück, den gab es für den Ritter nicht. Ein leicht stechender Schmerz durchzuckte für einen kurzen Augenblick seine Brust.

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  • "Es sind Glaubensströmungen, in denen sich jeder wiederfindet. Und niemand greift den anderen an, wegen dem woran er glaubt. Ich kenne viele Silberne, auf die ich hohe Stücke halte? Warum fühlst du dich gerade so angegriffen? Ich tue dir nichts. Niemand tut dir etwas, aber du benimmst dich, als hätte ich dich einen lauen Lindwurm genannt. Auf diesem Feldzug haben wir sehr gut gesehen, was die Arbeit zwischen Silbernen und Eisernen bewirken kann." Elsa deutete in Richtung der Weltenschmiede. "Der Nabel der Welt steht wieder unter unserem Schutz. Es ist also erstmal wieder in Ordnung." Sie lächelte beschwichtigend, als hätte sie einen geistig Kranken vor sich, der einen Ausfall hatte. "Und eisern sein bedeutet eben nicht, dass der Sieg jedes Mittel rechtfertigt. Leomir Greifenkind hörte auf seine Kristallfürstin und fand bei ihr für seine Taten Zuspruch." Die Anwärterin zuckte mit den Schultern. "Ich habe Talea unterstützt, alle Beteiligten dieser Aktion im Anschluss auf den Zweifel zu untersuchen, damit wir sichergehen konnten. Letztendlich ist der Unterschied - um Orathon zu zitieren - zwischen einer Dummheit und einer Heldentat das Ergebnis. In diesem Fall war es so. Doch bevor ihr mir jetzt die Worte im Mund umdreht: Diese Gruppe ging sehenden Auges der Gefahr entgegen. Ihr jedoch wirkt auf mich, als kanntet ihr die Gefahr nicht. Das ist es, was ich Euch mitteilen möchte. Tönt nicht laut vom Sieg, wo Ihr ihn nicht greifen könnt. Oder besser - tönt nicht davon lebend davonzukommen, denn dies ist niemandem gewiss."

    Sie musterte Landuin. Jede Seele trug Narben davon und er benahm sich immer noch so, als wäre er der einzige. Langsam schob sie den weiten Ärmel zurück und nestelte den Knoten ihres Verbandes auf, damit sie ihn abnehmen konnte. Es ziepte. Teils war der Verband in die Haut getrocknet. Als sie ihn endlich abgenommen hatte, zeigte sich darunter eine frische Brandwunde. Die junge Frau hatte sie sich nicht magisch heilen lassen. "Landuin - jeder von uns trägt Narben. Und es werden noch so viele dazukommen. Jede körperliche Narbe hinterlässt auch eine seelische. Nicht jede seelische eine körperliche. Aber manchmal eben doch." Behutsam legte sie den Arm in eine Schonhaltung. Sie würde Talea erklären müssen, warum sie den Verband abgenommen hatte.

    "Ihr sprecht ständig von Reiz und Herausforderung. Und damit dreht sich für mich Eure Argumentation im Kreis. Ihr fordert Herausforderungen in eurem Leben. Hält Aeris Euch für eine Herausforderung? Lasst es mich noch einmal anders formulieren." Überrascht von ihrer Ruhe und ihrem Bedürfnis die Welt zu erklären, sah sie Landuin an. Mal sehen wie lange sie diesen Gemütszustand noch halten konnte. "Aeris Gunst ist ein Segen. Ebenso wie es ein Segen ist Feuertänzerin zu sein. Wir erhalten diese Gunst, weil wir leben, wie wir leben. Nicht, weil wir so leben um die Gunst zu erhalten. In meinem Blick achtet ihr so sehr darauf, Euch aerisgefällig zu verhalten, dass ich nicht weiß, wie tief es in Euer Herz und Eure Seele reicht. Also ja: erzählt mir gerne davon."

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