• Sie hob den Arm und griff selbst nach dem Becher, während sie das Gesicht kurz auf Grund der Bewegung verzog.


    Sie blickte ihr tief in die Augen, bevor sie dann den Becher - immernoch mit einem leichten Zögern- an die Lippen setzte und Schluck für Schluck zu trinken begann.

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • Liadan hielt dem Blick stand und nickte ihr beipflichtend zu.

    Sie wartete geduldig darauf bis ihr der Becher zurück gegeben wurde.


    Die Wirkung sollte in 5-10 Augenblicken einsetzen. Gebt uns Bescheid, sobald sich die Schmerzen auf ein erträgliches Maß verringert haben.


    Dann drehte sich Liadan nach Milan und Nandala um, um herauszufinden wie weit sie mit der Vorbereitung des Raumes waren.

  • Währenddessen deckt Nandala das Bett mit einem Sauberen Laken ab und sieht sich suchend um.

    Sie tritt auf Waschschüssel zu, in der eine Kanne Wasser steht. Es ist frisch, also gießt sie einen Teil aus der Kanne in zwei Kupferne Schalen, die sie aus dem Heilerbeutel zieht. Sie berührt das Wasser und murmelt "Aqua, lass dies Wasser reinigend sein. Nach deinem Willen sei es." Sie stellt die Schalen neben das Bett zu je einer Seite - damit kann desinfiziert werden während des Vorgangs. Den Rest Wasser gießt sie in die Waschschüssel und gibt saubere Leinentücher hinein - zum einfachen Entfernen von Dreck. Auch diese kommt in Reichweite vom Bett.

    Wie sie es aus dem Krankenhaus gewohnt ist, bereitet sie gemeinsam mit Milan die Utensilien routiniert vor, Heilerbesteck, Tücher und Verbände zu beiden Seiten des schmalen Bettes.

    "Milan, kümmerst du dich gleich um das Licht." Zu diesem Zweck legt Sie ein in helles Leder gekleidetes Buch an die Seite des Bettes. Ein hilfreiches kleines Artefakt - ein Permanenter Lichtzauber in Form eines Buches voller Pergament, der mit Hilfe von kleinen Zugaben von Magie in der Farbe geändert werden kann.

    Als alles soweit bereit ist, wendet sie sich zu Liadan und ihrer Exzellenz.

    "Sobald die Schmerzen nachgelassen haben, helfen wir Euch, Euch aufs Bett zu legen."



  • Sie blickt auf das bett und die vorbereiteten Utensilien zum Buch von Nandala. Sie überschlägt kurz wie viel Energie sie hineingeben muss damit genug Licht vorhanden ist.


    Sie schaut zu Nandala und beugt sie etwas zu ihr und spricht gerade so laut das sie es versteht "Habe ich das gerade richtig verstanden? Ihre exzellenz hat einen leichten Gedächtnisverlust auf Grund der Leere? Nicht dass das Einfluss auf die Operation nimmt. .."

    Sie hoffte insgeheim das es nur etwas mit der Explosion zu tun hatte.

    Die Magie und die Medizin haben so manches gemeinsam, wenn man Sie nicht richtig beherrscht geht es schief.

  • Nandala schaut zu Milan auf. Sie antwortet laut genug, das alle im Raum sie hören. "Wenn Sie keinen direkten physischen Kontakt zur Leere hatte, sollte theoretisch nichts Einfluss nehmen können."


    Nach einem Moment des Nachdenkens setzt Nandala erneut zu sprechen an.

    "Ich schlage folgendes Vorgehen vor: Mit einer einfach gewirkten Analyse kann vorab geprüft werden, wo das normale Gefüge des Kahat gestört ist, sprich, wo Schrapnelle eingedrungen und eingewachsen sind. Ebenso befürchte ich, dass an den Stellen, wo die Schrapnelle die Kleidung durchstoßen haben bei der Verwendung des Heiltranks die Wunden sich um den Stoff geschlossen haben. Auch das wäre zu erkennen. Da wir einer eventuellen Kontamination von Leere vorgreifen wollen, ziehe ich einen einfachen rituellen Fokuskreis vor der Analyse. Ihre Exzellenz nimmt einen Becher Wasser zu sich, der mit einer Aquakugel versetzt ist. Dabei bitte ich Aquas Essenzen sich an den eventuellen Störungen im Kahat anzulagern - aber keine Heilung zu verursachen. Mit einer zweiten Aquakugel schärfe ich meine Analyse dafür, die Anlagerungen und so die Störungen zu sehen. Das ermöglicht ein Zielgerichteteres Vorgehen."

  • Es gab keinen direkten Kontakt zur Leere. Lediglich bei der Analyse von Jassir einen Gedächtnisverlust meinerseits, der auf das Analysieren von Leere-Strukturen zurückzuführen ist.

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • >>Jassir hat Leere in sich? Wie lange schon? Sommerfeldzug?<< geht es ihr durch den Kopf.


    An Ihre Exzellenz gerichtet sagt sie: "Gut, das hilft. Nichts desto trotz bleibe ich bei meinem Vorschlag der leicht rituellen Analyse. Es wird schmerzhaft genug werden, besser, wenn wir zielgerichtet und zügig arbeiten können. Wie ist es mit den Schmerzen? Hat er nachgelassen?"

  • Sie nickte.

    Ich gehe davon aus, dass der Trank am Wirken ist. Schätzungsweise noch nicht in vollem Ausmaß, aber um mich auf das Bett zu begeben wird es reichen.


    Sie blickte an sich und dem Kleid herab.


    Wollt Ihr das Kleid zerschneiden und ausziehen, während ich stehe, oder nur die Vorderseite zerschneiden, während ich bereits liege?

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • Sie überlegt kurz.

    Das Kleid vorher zerschneiden und soweit entfernen, wie es möglich ist, ist sinnvoll. Die Korsage möchte ich intakt lassen. Sie wirkt derzeit wie ein Druckverband, der alles an Ort und Stelle hält und weitere Verletzungen durch verschieben und dergleichen im Inneren verhindert. Diese sollte erst bei Beginn der Operation entfernt werden. Liadan, würdest du Ihre Exzellenz aufrecht halten, während wir das Kleid entfernen.


    Währenddessen tritt Milan an die Tür des Raumes und spricht kurz mit der dort stationierten Wache Könnt Ihr bitte veranlassen, das mein Stab aus der Unterkunft hierher gebracht wird? Und wenn ihr Saria seht, könnt ihr ihr bitte mitteilen lassen, das Nandala mich vor ihr gefunden hat?

  • Schneidet es einfach auf.

    In meinem jetzigen Zustand ist es mir unmöglich, es auf andere Art und Weise auszuziehen. Und die Löcher der Schrappnelle haben schon ihren Teil dazu beigetragen, dass es so oder so nicht mehr tragbar ist.

    Wenn sich dies für Euch falsch anfühlt: gebt mir ein Skalpell, dann tue ich es selbst.



    Wie dringend ist es, dass der Stab hierher kommt? fragte die Wache zurück.

    So, wie ich Saria kenne, dürfte sie in den nächsten Minuten mit der Information auftauchen, dass sie Milan nicht finden konnte. Dann würde ich sie nach dem Stab schicken.

    Meinen Posten hier werde ich nicht verlassen.

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • Nichts daran ist falsch. Sie greift nach einer schmalen scharfen Klinge und beginnt das Kleid zu entfernen, vorsichtig, jedoch methodisch und zügig. Schon mit bloßem Auge sieht sie, das unter einigen Schorfstellen definitiv was eingewachsen sein muss. >>gestandene Männer auf dem Schlachtfeld haben geschrien bei weniger erlittenem Schaden<< geht es ihr durch den Kopf. Zu der ehe schon vorhanden Ehrfurcht vor Ihrer Exzellenz wächst langsam auch stummer Respekt ob Ihres Durchhaltevermögens.

    Schicht um Schicht fällt der Stoff.

  • Es handelte sich einzig um ein Kleid mit dickerem Innenfutter, das sie trug. Darunter trug sie ein recht stabil aussehendes schwarzes Korsett, in dessen Spitze die Brosche eingestochen war, die man sonst am unteren Rand des Ausschnittes gesehen hatte.

    Neben einer sehr knapp bemessenen weißen Unterhose mit einer Spinne aus silbernen Steinchen war die Nyame nun entkleidet, nachdem sie das Kleid mit betont langsamen und behutsamen Bewegungen von den Ärmeln gestreift hatte.

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • Dann wollen wir mal Nandala hält Ihr den Arm hin, so sie ihn als Stütze nehmen möchte und nickt in Richtung des Vorbereiteten Bettes.


    Durch die Tür dringt gedämpft die Stimme der Wache, der anscheinend einer zurückgekehrten Saria den Auftrag gibt, Milans Stab zu holen.

  • Sie schloss die Augen, sammelte sich und atmete tief durch. Dann nahm sie den dargebotenen Arm an, verlagerte ihr Gewicht beim Gehen auf den Arm und setze vorsichtig einen Schritt nach dem anderen.

    Obwohl das Schmerzmittel zu wirken schien, konzentrierte sie sich dennoch auf jeden Schritt und ihren Atem.


    Wenn das Adrenalin vollends Euren Körper verlassen hat und Ihr beginnt zu merken, was alles in Euch falsch ist, und dort nicht sein sollte...

    Ich hasse diese Zeitspanne....


    Sie ließ sich zu dem Bett bringen und hielt nun mit der Hand Nandalas Handgelenk fest während sie langsam begann in die Hocke zu gehen, bis sie sich auf die Bettkante setzen und sich mit dem anderen Arm abstützen konnte...

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • Milan und Liadan erwarten die beiden am Bett und helfen Ihr, sich möglichst Schmerzfrei hinzulegen.


    Exzellenz, euer Adrenalin hat euch weiter getragen, als manch einen gestandenen Mann in der Schlacht. Wir sorgen nun dafür, dass die Zeitspanne so kurz wie möglich ist.


    Während sie nun beginnt unter gebeten an Aqua und Nandus den Fokuskreis zu ziehen, spricht Milan.


    Exzellenz, in Anbetracht der Möglichen Verletzungen und der Schmerzen wäre es Ratsam, wenn ich euch ins Koma versetzen dürfte sobald wir mit dem eigentlichen Eingriff beginnen. Es nimmt Euch den Schmerz und und verringert die Gefahr, das ihr euch zuviel bewegt. In ihrer Stimme schwingt die Autorität der Chefheilerin der Wolfsmark mit, allerdings mit dem gebührenden Respekt ob unserer Patientin.

  • Ich habe auch in meiner Ausbildung mehr Jahre mit dem Schwert gekämpft, als es so manch ein Mann hier auf Mythodea in seinem bisherigen Leben getan hat.

    Ein Mundwinkel zog sich zu einem leichten Lächeln hoch.


    Ich werde erst einmal sehen, wie weit ich mit dem Schmerzmittel von Liadan komme...

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • Bevor Sie den Kreis schließt, bittet Nandala Liadan mit hinein. Milan nimmt am Kopfende Beobachtend Aufstellung.

    Sie nimmt einer ihrer beiden Aquakugeln zur Hand, einen Becher in die andere, in den Sie ein wenig Wasser geschöpft hat.

    Sie zerdrückt die AquaKugel mit einer halblaut geäußerten Bitte an Aqua. "Aqua, steh uns bei. Lass diese Essenzen durch den Körper ziehen und dort anlagern, wo das Kahat gestört ist. Keine Heilung soll geschehen, sie dient dem Sehen. Nach deinem Willen Aqua, sei es."

    Mit den letzten Worten reicht Sie den Becher an Liadan, die der Exzellenz zu trinken hilft.


    Nandala nimmt die zweite Kugel zur Hand, zerdrückt auch diese "Aqua, aus deinen Tiefen lass mich an die Oberfläche aufsteigen, das ich Wissen erlange. Lass mich mit deiner Heilenden Kraft die Essenzanlagerun im Körper meines Patienten zu sehen, das ich nach deinem Gefallen Heilung geben kann. Aqua, nach deinem Willen sei es." Bei den Worten führt sie Ihre Hände in einer grüßenden Geste an Herz und Stirn bevor sie sie mit etwa einer Handbreit Abstand über den Körper der Exzellenz führt und auf Stellen der Essenzanlagerung deutet. Sie konzentriert sich auf das, was sie sieht und vertraut auf die beiden anderen, sich alles zu merken.


    Nachdem sie alles gesehen hat, bittet Sie Aqua erneut um Hilfe. "Aqua, lass die Essenz im Körper meines Patienten den Schmerz weiter nehmen, für die Dauer dieser Heilung, gib Ihr davon Erlösung. Nach deinem Willen, Aqua, sei auch dies."


    Danach löst sie den Fokuskreis, und bittet Milan Licht zu machen.

  • Milan beobachtet Nandala bei ihrem wirken und blickt danach auf die Exzellenz um das Bild der Verletzungen zu erfassen.

    Sie legt ihre Hände über das Buch, welches nandala aufgeschlagen an das Bett gestellt hatte und beginnt zu sprechen.


    "Ignis, Herrin des Feuers Herrin des Lichtes, lasse deine Kraft durch mich fließen. Dein Licht scheine uns, dein Licht führe uns."


    Die Lichtstärke das Buches nimmt deutlich zu und erhellt den Raum bis zu dem Maß das es hell genug ist aber keinen der anwesenden blendet.


    " Sobald mein stab hier ist kann ich die Lichtstärke noch etwas erhöhen. "

    Die Magie und die Medizin haben so manches gemeinsam, wenn man Sie nicht richtig beherrscht geht es schief.