Eine Frage des Glaubens

  • Der Herbst hatte den Laubwald im Hintergrund der Hütten in flammende stolze Farben getaucht - und die Sonne, die tagsüber noch mit goldener Kraft geschienen hatte, zog sich allmählich hinter eisgraue Wolken zurück.


    Wind bewegte die weißen Stoffe zwischen den Wänden immer bauschiger, und ein die Luftfeuchtigkeit nahm merklich zu.


    Tatsächlich sprühten einige erste zaghafte Regentropfen den Neuankömmlingen ins Gesicht, als sie sich dem Hauptgebäude näherten.

    Es war zu erkennen, dass erst kürzlich einige Pfähle und Balken frisch in dunklem Mahagonibraun gestrichen worden waren, während andere schon stark ausgeblichen und wettergegerbt aussahen.


    Der von den schweren Pferden der Uruks gezogene Wagen, auf dem sie in den letzten Stunden hierher gebracht worden waren, hatte sie durch weite freie Steppen geführt, und man konnte sich vorstellen, wie im Sommer darauf die Hitze stand, im Winter ungehindert Hagel und Schnee darauf niedergingen.

    Dies war ein rauhes Land - rauh wie die schweigsamen, ebenfalls wettergegerbten Gestalten, welche schweigend die Pferde angetrieben hatten.


    Zur Rechten des Haupthauses, zu dessen Veranda und hochgelegener Eingangstür eine Treppe emporführte, war eine rauchende Feuerstelle.

    &quot;Ryzzil was happy to see that somebody was protecting his sister.<br />But thought about all the doubts he had about Naira and all the chaos she always brought. Did she finally find a problem bigger than herself?&quot;

  • Der Wagen hatte inmitten dieser unwirtlichen Wildnis gehalten, und ein unbedarfter Beobachter hättet die von außen wenig einladend wirkenden Gebäude als Grund ihres Haltes ausgemacht. Tatsächlich jedoch endete der Weg hier. Von hier aus erstreckte sich eine Landschaft aus mannshohen Gräsern und Schilf, durch die bis zum Horizont kein Weg zu führen schien. Nur vereinzelt ragten Baumgruppen wie Inseln aus dem Grasmeer, in das der aufkommende Wind unheilvolle Figuren zeichnete. Die Figuren wurden durch ein ebensolches Rascheln begleitet. Es klang, als würde eine höhere Macht auf dem Instrument des unendlichen Grasmeeres ein traurige Weise spielen, -- und nur die Elemente selbst würden die Melodie erkennen.


    Die Tür des Wagens knarrte als sie von innen aufgestoßen wurde. Mit Poltern klappte eine hölzerne Stiege heraus und stieß auf dem Boden auf. Das verwitterte Holz knirschte bedenklich unter der Last, als einer der zwei Passagiere auf sie trat, um den Wagen zu verlassen. Der Mann war nicht all zu groß gewachsen, und ob seines untersetzten Körperbaus wirkte er noch einmal kleiner. Sein brauner Leinenmantel flatterte um seine Beine, so als wollte er die Melodie des Graslandes im Takt begleiten. Der schmucklose Mantel war weit und lang und umhüllte ein Paar staubigen Lederstiefel. Eine lange Knopfreihe aus viertel-Penny-Münzen verschloss den Mantel, eine Währung, die auf diesem Kontinent nirgendwo als Zahlungsmittel galt. Die weiten Ärmel schienen noch andere Dinge als nur Arme und behandschuhte Hände zu beherrbergen. Der Kopf des Reisenden wurde von der Kaputze einer weiten Gugel verborgen, welche auch die Schultern vor dem Wetter und der Kälte schützten. Das Gesicht war unter der Kaputze vollständig verborgen, jedoch spiegelte sich das tief stehende Abendlich in den braungrünen Augen des Reisenden. Aufrecht neben sich hielt er einen knorrigen Stab. Tief zerfurcht und an den beiden Enden verdickt, war das lange Stück Holz ein ständiger und stummer Wegbegleiter seines Herren, der ihn nur um einen halben Kopf überragte. Die Hand des Reisenden ruhte auf einem Stück Leder, das etwa in Schulterhöhe den Stab verzierte.


    Reisender und Stab begaben sich zum Ende des Weges und blickten über das Grasmeer. Sie lauschten in die schier endlose Weite hinein und versuchten, zwischen den Tönen, die der Wind dem Schilf entlockte, einen weiteren Klang zu identifizieren. Sie horchten nach etwas Regelmäßigem, nach einem Geräusch, das die Fortbewegung eines Lebewesens zwischen den Stielen und Halmen verreit. Und tatsächlich, nach einer Weile war genau solch ein Geräuch zu vernehmen. Langsam, ohne Hast und mit gleichmäßigen Bewegungen bewegte sich etwas auf sie zu. Der Reisende straffte die Schultern, und seine rechte Hand umfasste den Stab fester. Die linke Hand hob er vor sein Gesicht, so als wolle er seine Augen vor der tiefstehenden Sonne schützen. Dann hob er den Stab an, stieß dessen knorriges Ende fest auf den harten Lehmboden und rief mit fester und erhabener Stimme einen Befehl hinaus über die Halme des Graslandes: "Revela me!", hallte es über das Grasland, und der Ruf wurde von einem Windstoß begleitet, der sich bemühte mit dem gerufenen Befehl schrittzuhalten. Und als würde das Land Terras sich vor der Macht Aeris wegducken, so bogen sich die Halme wie zu einer Schneise durch das hohe Gras auseinander und gaben den Blick frei auf das, was da auf den Reisenden zukam.

  • Weit hinten, soweit das alternde Auge des Reisenden blicken konnte, schob sich etwas durch das Gras. Er erkannte einen Kopf, unter dem sich zwei Arme in einer regelmäßigen Bewegung ergingen. Gleichmäßig schwangen die Arme vor und zurück, während die Gestalt sich gleichmäßig auf ihn zu bewegte und dabei kontinuierlich größer wurde. Der Körper schien über das Gras zu gleiten. Die untere Körperhälfte wurde von einem Roten Keil verdeckt, der vor sich die Grasfläche teilte und die restlichen Halme zur Seite bog, die innerhalb Schneise nicht ohnehin schon ausgewichen waren. Es war ein Kanu. Ein Kanu, gebaut aus rotem Leder, das über Weidenruten gespannt worden war, und das seinen Insassen Schutz bot vor einem Fluss, der regelmäßig über die Ufer trat und kilometerweit das Land in ein bewachsenes Meer verwandelte.


    Inzwischen hatte das Kanu den Reisenden erreicht und rutschte fast lautlos die flache Böschung hinauf, um kurz vor den staubigen Lederstiefeln zum Stehen zu kommen. Der Reisende streckte eine Hand aus, um der Gestalt aus dem Kanu zu helfen. Dann machte er einen Schritt zurück, legte seinen Stab in eine Armbeuge und verbeugte sich mit vor der Brust gekreuzten Händen. "Es ist mir eine Freude, Euch wiederzusehen, Naira ."

  • Naira lächelte, neugierig das Kanu inspizierend.

    "Das da ist das Heilzentrum." sagte sie. Sie hatte sich angewöhnt, diesen Ausdruck zu verwenden, damit es die Najorim, also die Menschen verstanden.


    "Wahrscheinlich hat jemand Tee gekocht, dann können wir sitzen und reden!"

    Und sie schritt auf das Haupthaus zu. Im Gehen aber wandte sie den Kopf leicht und sie schien den Blick zum zweiten Mal über den nahen dichten Wald zur Rechten, im Hintergrund der Hütten, schweifen zu lassen.

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  • Sehr gerne“, antwortete der Reisende freundlich, „nach der Reise wird ein Tee gut tun. Wenn Ihr erlaubt“, fügte er hinzu, wartete, bis sich die Lethi fragend zu ihm umdrehte und zeigte dann auf den Wagen, aus dem gerade eine junge Frau ausstieg. Sie trug ihr kurzes Haar unter einem grünen Kopftuch verborgen. Über dem schlichten Sommerkleid aus grünem Leinen trug sie einen braunes Cape. Als sie die beiden anderen erreicht hatte, machte sie einen Knicks.


    Ihr erinnert Euch an mein Mündel, das Fräulein Salbei?“, frage der Pater höflich. „Es ist mir eine Ehre, Eurer Einladung zu folgen und Euch hier in Eurem Land besuchen zu dürfen.“, sagte das Fäulein Salbei und deutete einen weiteren Knicks an. Der Pater lächelte die beiden Frauen an. „Wollen wir erst einmal hinein gehen, bevor wir nass werden? Und vielleicht könnten uns die Uruks mit dem Gepäck helfen?

  • Der nahestehende Uruk wirkte eifrig und dienstbereit. Er war ziemlich klein, ja erstaunlich klein für eine Grünhaut, aber seine Bekleidung und Bewaffnung ließ darauf schließen, dass er trotz seines hilfreichen Verhaltens ein Krieger war. Mit einem Grunzen, das Pater Richie als Sprache deutete, begann er auszuladen.


    Naira hatte inzwischen ein paar Worte mit Fräulein Salbei gewechselt, über die Reise und ob sie Arus gesehen hätte. Dabei näherten sie sich dem Haupthaus und gingen über die hölzerne Treppe nach oben. Warum genau die Gebäude hier auf dem festen Land unbedingt als Pfahlbauten errichtet worden waren, erschloss sich den Gästen nicht. Es war weit und breit weder Sumpf noch größere Wasserstraße zu sehen.


    Die Stufen der Treppe sprachen deutlich von einigen Sommern, in denen sie nicht gestrichen worden waren; das Holz war vielfach abgewetzt und brüchig. Bei Regen würde es eine rutschige Angelegenheit werden.


    Oben angekommen fanden sie aber alles sauber und mit einer gewissen Eleganz und Pracht eingerichtet vor. Was da war an Mobiliar und Hausrat - und das war nicht viel -, war wertvoll und verziert: mahagonifarbenes Holz, weiße Stoffe und goldenes Gerät.


    Allerdings bemerkte Fräulein Salbei auch etliche Kisten und Ballen aus Tuch, die aus dem Stil der Elfe herausfielen. Es sah aus, als sei das Gepäck weiterer Leute hier abgestellt worden.


    Naira kauerte sich in einen Sessel und bot den beiden Neuankömmlingen ebenfalls einen Sitz an. Becher und eine Kanne mit Tee standen schon bereit.


    "Wenn es regnet, ist der Weg zu den Kräutern matschig!" sagte sie zu Fräulein Salbei. Und das sollte wohl heißen: Jetzt gehen wir noch nicht dorthin.

    "Aber ihr habt ja auch etwas zum Reden mitgebracht. Die Sache mit den Elementen!"

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  • Zunächst einmal bedanken wir uns für Eure Gastfreundschaft“, antworte der Pater über den Rand seiner dampfenden Teetasse hinweg, „und ja, wir hatten bei unserem letzten Aufeinandertreffen das Thema der Elemente begonnen, aber bei weitem noch nicht abgeschlossen. Ich freue mich, dass Ihr Euch freundlicherweise dafür Zeit nehmt.“ Es entstand eine Pause, als der Pater an seinem heißen Tee nippte und darüber nachdachte, wo das Gespräch das letzte Mal unterbrochen worden war. Im Raum war es still. Nur ein Paar Insektenflügel unterbrach flatternd das entspannte Schweigen.


    Nun, bei dem Versuch, eine Art Gesetzmäßigkeit hinter den Rezepten des Ouai–Labores zu entdecken, stelltet Ihr einen Eigenschaftskreis der Elemente auf. Ihr führtet mir damit vor Augen, dass die Elemente nicht nur jeweils für eine positive und eine negative Eigenschaft stehen, sondern darüber hinaus für eine ganze Reihe von weiteren Eigenschaften. Ich meine, Ihr spracht von Aspekten.“ Der Pater kramte in einer seiner Gürteltaschen, holte ein kleines Notizbüchlein und einen Kohlestift hervor und fing an, darin zu blättern.

  • Aber lasst uns vorne beginnen. Wir sprechen hier von den Elementen als Urgewalten der Schöpfung. Wir sprechen nicht von den gottgleichen Repräsentanten der Elemente, welche die Welt und die alten Herrscher schufen, — den Quihen Assil, die auch die Weltenkinder genannt werden.“ Der Pater blickte kurz auf, um sich der Zustimmung seiner Gesprächspartnerin zu versichern.

    Unter den Elementen finden wir Aeris, das Luftelement und Aqua, das Wasserelement, sowie Ignis, das Feuerelement und Terra, das Erdelement. Sie bilden jeweils paarweise Antagonisten und stehen in einem stetigen Wettbewerb der Verdrängung. Mit dem Auftreten der Quihen Assil entstand ein fünftes Element, Magica, das die Eigenschaften der anderen Vier in sich vereint und gleichzeitig ihr Streben nach Existenz.“ Der Pater klappte sein Notizbuch zu und sah Naira freundlich an. „Und hier, meine liebe, schließt sich die Frage an, für welche Gewalten der Schöpfung die Elemente stehen und welche Eigenschaften sie jeweils verkörpern.

  • Naira nickte und schien sich mehr mit dem Insekt zu beschäftigen als mit den Worten. Aber Pater Richie hatte schon bemerkt, dass ihr körperliches Verhalten - ihre Blicke, Worte und Bewegungen - ausgesprochen flüchtig, aerishaft waren, während ihr Geist geradezu besessen um eine Sache kreiste, wie eine Motte um das Licht. Oft hatte sie Schwierigkeiten, Worte zu greifen, und die Art, wie sie die Welt und die Dinge darin betrachtete, war... fremd. Sie wirkte unbeholfen in ihren Erklärungen, schien sich selbst manchmal im Weg zu stehen, weil sie es nicht schaffte, die Dinge auf einen einfachen Nenner zu bringen. Man hatte es leicht, mit ihr die Geduld zu verlieren.


    Doch zumindest das Fräulein Salbei hatte bei ihren gemeinamen alchemistischen Experimenten gesehen, wie natürlich und weise das Spitzohr auf ihre bizarre Weise mit Zusammenhängen umzugehen wusste...


    Die Elbe nahm Gegenstände, die offensichtlich die Elemente darstellen sollten, und ordnete sie auf dem Tisch an. Dann legte sie die Hand zuerst zwischen die Kerze und das weiße Tuch.

    "Warm. Bewegt, aktiv, anstoßend, männlich. Leidenschaftlich."

    Ihre Hand wanderte weiter zwischen die Kerze und den schwarzen Stein.

    "Trocken. Einzeln. Sorgenvoll."

    Und zwischen den Stein und die Teeschale.

    "Kalt. Ruhig, annehmend, anziehend, weiblich. Vertrauensvoll."

    Schließlich zwischen Teeschale und Tuch.

    "Feucht. Gemeinsam. Liebend."


    Sie hatte ziemlich schnell gesprochen und sah die anderen beiden nun erwartungsvoll an. "Das sind ihre Gemeinsamkeiten, zwischen den einzelnen!"

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  • Der Pater ordnete die Gedanken Nairas und versuchte, daraus vor seinem inneren Auge eine Art Landkarte zu skizzieren. Sie sprach offenbar von

    Ignis (Kerze) — Aeris (Tuch) — Terra (Stein) — Aqua (Teeschale)

    und den ihnen jeweils gemeinsamen Eigenschaften.

    Demnach waren Ignis und Aeris warm und männlich, während Terra und Aqua als kalt und weiblich galten.

    Pater Richie dachte eine Weile nach. „Ihr sprecht von Gemeinsamkeiten“, sagte er dann, „ich denke mir aber, dass diese Eigenschaften eher ideell als im Wortsinne gleich sind. So wird etwa die Liebe Aquas wohl eine andere sein als die Liebe Aeris. Habe ich recht? Außerdem, .. wer sind nun die Antagonisten? Ignis und Aqua sowie Aeris und Terra?

  • Naira sah den Pater veständnislos an. "Ich weiß nichts von Liebe!" sagte sie wahrheitsgemäß. "Mich hat noch nichts und niemand auf Mythodea geliebt. Aber ich weiß, dass diejenigen, die von einem Element erfüllt werden, sich verändern. Und du hast recht, dass es früher so war, dass sie gegeneinander gestritten haben. Ich habe mein Wissen über die Elemente von zwei Personen, und beide waren von Terra erfüllt. Der eine war gütig und wollte, dass wir untereinander Frieden halten. Und der andere freute sich darauf, die Naldar - das Elementarvolk von Aeris - zu zerschmettern, sobald es wieder Krieg gäbe."


    Sie betrachtete das Arragement auf dem Tisch.

    "Nach der Ansicht auf Mythodea sind Aeris und Terra einander gegenübergesetzt - Aeris im Norden des Bildes und Terra im Süden. Ignis im Osten und Aqua im Westen stehen einander entgegen.
    Alchemie wirkt auf diese Weise und auch die Magie. In den meisten anderen Ländern auf anderen Kontinenten wird es aber anders gesehen, weil die Aufteilung der anderen Aspekte einfach nicht passt, wenn man es so tut wie auf Mythodea!

    Auf Mythodea IST es aber wirklich die einfachste Ansicht und die wenigsten denkbaren Aspekte; jedes Kind begreift zum Beispiel, dass Wasser das Feuer löscht und die Luft leicht, die Erde schwer ist! Man musste sich nie Gedanken machen, wo die anderen Korrespondenzlinien untergebracht werden sollen!

    In anderen Welten gibt es zwar Jahrtausende altes Wissen über die vielen anderen Aspekte der Elemente - aber auf Mythodea sind es nur ganz, ganz wenige, die wirken! Und die Gemeinsamkeiten, die ich dir gezeigt habe, spielen für diejenigen, die auf Mythodea die Klugen und Wichtigen sind, keine Rolle! Stattdessen beschreiben sie die Elemente wie Personen, mit positiven und negativen Eigenschaften.


    Genau danach wählen die meisten Siedler auch "ihr" Element aus. Ignis-Anhänger meinen, dass sie jetzt die Erlaubnis hätten, aggressiv und lüstern zu sein und du erkennst sie daran, dass sie Rot tragen und ihre Gefühle extrem wichtig nehmen.

    Terra-Anhänger kleiden sich in Braun, versuchen bescheiden und ruhig zu sein und sind in der Regel keine guten Gesellschafter für die Menschen, weil sie denken, dass sie jetzt die Wahrheit sagen dürfen. Abgesehen davon belehren sie andauernd ungefragt alle Leute um sie herum, weil sie gleichzeitig denken, nicht nur die Wahrheit sagen zu dürfen, sondern sie auch zu WISSEN!

    Weil die Siedler die Elemente also mit Personeneigenschaften beschreiben und sich darüber am meisten identifizieren, haben sich die Leute angewöhnt, sie wie einzelne Wesen zu verehren - und auch wie Personen anzuzweifeln! Daher kommt auch der Irrtum mit den Weltenwächtern. Weil die Personen waren und jetzt einzelne Wesen sind! Alles wird zusammengemanscht und vereinfacht.

    Vielleicht hat auch dazu beigetragen, dass früher hier auf Mythodea sogenannte Avatare herumgelaufen sind - Verkörperungen der einzelnen Elemente. Letztlich sind daraus so gefährliche Ideen entstanden, wie du auf der Burg gesagt hast - dass manche glauben, irgendein anderes, höheres Wesen müsse die Elemente erschaffen haben. Sozusagen wie Kinder gezeugt!"


    Die Lethi schüttelte den Kopf. Ihre Gäste merkten, dass sie sich nicht sehr zugehörig fühlte zu diesen Ansichten.

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  • Pater Richie lauschte nachdenklich den Ausführungen seiner Gastgeberin und machte sich hin und wieder Notizen. An der Stelle, an der sie über die Eigenschaften der Elemente sprach, kramte er ein kleines Büchlein aus seinem Beutel und begann zu blättern. Es fiel ihm erkennbar schwer, all die vielen Gedankengänge in sein Weltbild einzuordnen. Als Naira ausgesprochen hatte, entstand eine längere Pause.

    Verzeiht, wenn ich ein paar Verständnisfragen stellen muss“, begann der Pater schließlich, „wenn ich Euch richtig verstehe, dann sind die Eigenschaften Terras sowohl Güte und Frieden als auch Zerstörung oder Auslöschung und sogar Kriegstreiberei? Und könntet Ihr noch ein paar Eigenheiten Aeris und Aquas nennen?

    Er blätterte weiter durch seine Notizen und machte an einer Karte des mythoderianischen Kontinents halt.

    Wenn ich mich in Mythodea orientieren will, dann ist Terra im nördlichen Siegel beheimatet. Finde ich dann die Anhänger Aeris im Süden? Liegen dann Ignis im Westen und Aqua im Osten? Steht das Reich der Rosen im Zentrum für Magica?

    Nachdenklich fuhr der Pater dann fort: „Ihr hört Euch an, als sei die Alchemie ein Antagonist zur Magie oder zur Zauberei? Meint Ihr das so? Könntet Ihr das erklären? Und wer genau sind die Weltenwächter?

    Das Phänomen der Personifizierung von Gottheiten kenne ich auch aus meiner alten Welt“, sinnierte der Pater dann, „Gott entsandte seinen Sohn auf die Erde, um als Sterblicher unter den Menschen zu leben und durch sein Leiden die Menschheit zu erlösen. Und auch Gott hat einen Charakter, der sich mit dem Erscheinen seines Sohnes auf Erden von rachsüchtig und strafend zu vergebend und liebend wandelt. Diese Art von Dualität entdecke ich in den Elementen wieder. Allerdings halte ich beides für den hilflosen Versuch des Menschen, eine Macht zu beschreiben, die er mit seinem beschränkten Intellekt gar nicht zu erfassen vermag. Und den Hang zur Personifizierung ordne ich ähnlich ein. Jedenfalls, soweit es die Kral Urien angelangt. Über die Quihen Assil hingegen weiß ich zu wenig. Auch fehlt mir jedes Gefühl dafür, wie die Weltenkinder entstanden sind. Wenn die Elemente das sind, wofür ich sie halte, nämlich die Urgewalten des Universums, dann fällt es mir schwer, ihnen so etwas wie einen schöpferischen Willen oder Zeugungskraft zuzuordnen. Möglicherweise sind die Quihen Assil einfach erschienen und haben die Elemente verkörpert. Darunter auch solche mit dem verbindenden Charakter Magicas. In den Ohren derjenigen, die die Weltenkinder als gottgleiche Herrscher verehren, müssen solche Gedanken allerdings wie Ketzerei klingen.

    Mit nachdenklichem Gesicht klappte der Pater sein Notizbuch zu und blickte Naira an.

    Wenn ich noch eine persönliche Frage stellen darf: die Liebe ist Euch als Konzept unbekannt, oder habt Ihr sie nur nie persönlich erfahren?“ Und erst jetzt, da er die Frage ausgesprochen hatte, fiel ihm auf, dass er sie ebensogut sich selbst hätte stellen können.

  • "Das Konzept der Liebe kenne ich, natürlich!" erwiderte Naira, verwundert. "Aber nur unter Meinesgleichen. Und wie wir einander lieben, ist etwas völlig Anderes als hier auf Mythodea! Nein, auf Mythodea habe ich keine Liebe erfahren. Ich wurde beschützt und ich wurde angenommen; meine Adoptiveltern haben Zuneigung zu mir empfunden, als sie noch lebten. Aber es war immer mehr Zweifel an meiner Person als Liebe in ihnen."

    Sie legte ihre Hand unwillkürlich auf den Stein und schwieg einen Moment, während ihre Augen aufleuchteten.

    Das Spitzohr schien sich dabei zu sammeln.

    "Es ist genau umgekehrt. Der Süden beansprucht Terra für sich und dort sind die Eingänge zu den Tunneln Terras, dort ist die Hüterin der Tunnel. Der Norden steht für Aeris. Im Osten tragen sie das Rot von Ignis und im Westen das Blau Aquas. Was aber nicht heißt, dass wir nun, da wir im Norden sind, Aeris für uns selbst wählen müssten! Und sowieso hat das Verhalten der Leute im Süden überhaupt rein gar nichts damit zu tun, wofür Terra steht! Du solltest auch wissen, dass sehr, sehr, SEHR viele Siedler das Siegel bereits einmal oder sogar mehrmals gewechselt haben! So dass diese Zuordnung, was die Siedler angeht, überhaupt kein Anhaltspunkt ist, um eine Person einzuordnen..."

    Sie seufzte.

    "Mit der Alchemie ist das auch so eine Sache. Man hat mir das Blutwaschen - das Heilen - beigebracht, als ich noch gezwungen war, mit Menschen zu reisen. Es war nicht meine Wahl. Mein eigenes Volk hat für mich eine andere Tätigkeit vorgesehen, aber auf Mythodea durfte ich sie nie ausüben. Nur bei Uruks in gewisser Weise. Die Uruks betrachten mich als Atani - als Schamanin. Ich selbst sage immer, dass ich mich mit dem ganzen Kreis Terras beschäftige - und Kop-Tar sagt, das sei eine dunkle Angelegenheit, weil ich mit der tiefen Stimme des Felsens und dem Dunkel der Erde verbunden bin! Aber es hat nichts damit zu tun, Hass und Gewalt zu schüren. Im Gegenteil. Aber es ist richtig, dass ich hier Tiere und Pflanzen habe."


    Ihre Augen musterten den Pater und seine Begleiterin. Sie war sich nicht sicher, ob sie bereits über das andere Thema - die Quihen Assil - sprechen konnte.

    "Kennt ihr eigentlich das Blaue Kaninchen?" fragte sie plötzlich.

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  • Der Pater sah von seinen Notizen auf, die er sich während Nairas Ausführungen gemacht hatte. Er beschloss, dass er sie nicht weiter nach ihrer Vergangenheit befragen würde. Zu viel Enttäuschung und Schmerz schienen in ihrer Stimme zu liegen, als dass es einem nahezu Fremden zustand, in ein derart persönliches Thema einzusteigen. Aber er hoffte, dass sie ihm eines Tages ihrer Geschichte erzählen würde.


    Über die Zuordung der Elemente auf dem Kontinent war er etwas überrascht. So hatte er stets geglaubt, der Norden sei fest in der Hand Terras. Aber jetzt konnte er eine neue Karte anfertigen, und er nahm sich vor, dort auch die zugehörigen Dienervölker zu verzeichnen.


    Während der Erklärungen zur Alchemie und Nairas Tätigkeit als Schamanin, oder Heilerin, und ihrer Verbundenheit mit der tiefen Stimme des Felsens und dem Dunkeln der Erde hatten sich der Pater und das Fräulein Salbei angesehen, und der Pater hatte an ihren Gesichtsausdruck erkennen können, dass sie sich darauf ebenso wenig einen Reim machen konnte wie er selbst. Auch war ihm unklar, welche Rolle die Haltung des Archons des Nordens hierbei spielen sollte. Aber auch hier beschloss der Pater, dass es gewiss noch andere Gelegenheiten geben würde, um dieses Mysterium aufzuklären.


    Dass ihre Gastgeberin die vertiefenden Fragen zu den Eigenschaften der Elemente nicht beantwortet hatte, war indes sowohl dem Pater als auch der Kräuterfrau aufgefallen. Womöglich lag es daran, dass sich mit der Erwähnung Magicas das Thema zwangsläufig um Aspekte der Weltenkinder erweiterte und man das Terrain der Kral Urien damit verließ. Und wenn auch hier der Pater nicht weiter nachhakte, so wusste das Fräulein Salbei sehr wohl, dass es sich keinesfalls um einen Mangel an Wissbegierde handelte. Aber sie hatte erlebt, welche hitzigen Reaktionen allein die Frage nach der Abgrenzung zwischen den Elementen und den Quihen Assil herauf beschwören konnte, und so überließ sie die Diskussion dem diplomatischen Geschick ihres Priors.


    Beim Thema Planzen und Tiere jedoch wurde das Fräulein Salbei hellhörig. Sie liebte Tiere, und wann immer sie auf ihren Reisen durch diesen neuen Kontinent ein neuartiges Geschöpf entdeckten, hatte es einige Zeit gebraucht, bis der Pater sie zur Weiterreise bewegen konnte. Das Blaue Kaninchen hatte sie bisher nicht zu Gesicht bekommen. Es war in einem Resept zur Bedienung einer altertümlichen Apparatur aufgelistet gewesen, und sie zweifelte daran, dass es sich hier um ein Tier handelte. Schon eher war von einer Pflanze die Rede, einem Pilz vielleicht, einer Wurzel oder etwas ganz anderem, von dem sie in ihrer Ausbildung zur Kräuterfrau nie gehört hatte. Sichtlich aufgeregt antwortete sie deshalb ihrer Gastgeberin: „Wir haben immerhin davon gehört, und es würde uns sehr freuen, wenn ihr dies Rätsel für uns auflösen könntet.

  • "Es wächst hier!" sagte das Spitzohr nicht ohne Stolz. Und damit bestätigte sie die Vermutung, dass es sich um eine Pflanze handelte.

    "Wir bauen es hier an, denn wir verwenden es für alles Mögliche! Ja, vermutlich haben wir die meisten Verwendungsarten für das Blaue Kaninchen auf ganz Mythodea gefunden!"


    Aus ihrer Tasche, die an der Lehne des Stuhles hing, zog sie mehrere zusammengerollte Blätter. Sie erinnerten ein wenig an Salbeiblätter und sahen allenfalls ein wenig violett-silbrig aus, nicht gerade blau.

    "Zum Beispiel habe ich herausgefunden, dass man sich viel besser unterhalten kann über die Dinge, wenn man sie zusammen ERLEBT habt!" meinte sie und hielt den beiden die Blätter auf der geöffneten Hand hin.

    "Möchtet ihr etwas probieren?"

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  • Nairas Gäste betrachteten die Blätter, die sie ihnen überreicht hatte. Dem Pater fielen Färbung und Form der Blätter auf und er fragte sich, ob der Name der Form von Kaninchenohren entstammen könnte. Aber ihm war klar, dass er sich hier auf fremden Tarrain bewegte.

    Das Fräulein Salbei indes untersuchte die Blätter eingehend. Oberfläche, Blattkanten, Äderung, Pigmentierung, all das betrachtete sie mit kundigem Auge. Schließlich zerrieb sie eine Blattspitze zwischen den Fingern, roch daran und nahm eine Kostprobe mit der Zungenspitze. „Nein“, sagte sie schließlich, „Euer Kaninchen scheint mit nichts verwandt zu sein, das ich aus meiner Heimat kenne. Einigen Pflanzen ist es in einzelnen Merkmalen ähnlich, aber ich könnte es nicht als eine Abart eines mir bekannten Gewächses einordnen. Welche Eigenschaften hat es denn, und wozu verwendet Ihr es? Verliert oder ändert es seine Eigenschaften bei Erhitzung? Sind die Wirkstoffe in Weingeist oder in Wasser löslich? ...“ Der Pater sah mit hochgezogenen Augebrauen zu ihr hinüber, „verzeiht meine Begeisterung, Lady Naira“, entschuldigte sie sich sogleich für ihren Eifer, „es wäre mir eine Ehre, mehr über diese Pflanze und ihre Anwendungsgebiete zu erfahren, wenn Ihr denn Eure Erkenntnisse mit mir zu teilen gedenkt.“ Der Pater entspannte sich wieder. Offenbar waren seine mühsamen Erziehungsversuche doch nicht ganz spurlos an seinem Mündel vorüber gegangen.

  • Nairas Augen hatten sich entsetzt geweitet, als Fräulein Salbei von dem Kraut kostete.

    "Es ist eine Giftpflanze, mit der schon viele Leute in den Wahnsinn getrieben wurden. Oder getötet!" erklärte sie. "Zuerst wird einem schlecht, man fällt ins Delirium, dann beginnen die Organe zu versagen. Eine Pflanze mit den Aspekten von Aqua. Sie hat mit der Ebene von Traum, Illusion und Offenbarung zu tun. Ich habe herausgefunden, dass sie Geist und Körper auseinanderrücken kann. Zum Beispiel habe ich einmal geglaubt, ich sei unsichtbar - dabei war ichs gar nicht! Aber ich meinte noch was anderes..."


    Sie blickte wieder Pater Richie an, da Fräulein Salbei noch keine Symptome von Übelkeit zeigte.

    "Auf Mythodea ist nicht alles vollkommen getrennt, was die Siedler getrennt nennen! In der Geschichte dieses Kontinents wurden Aspekte der Elemente, ja die Elemente selbst gemischt, manchmal absichtlich, manchmal zufällig! Erinnert ihr euch an diesen Würfel in der Burg? Zum Umwandeln von einer Elementarkraft in die andere? Das ist jetzt der deutlichste Beweis dafür, was hier immer und immer wieder geschehen ist! Wenn man aber die Texte in der Bibliothek aufmerksam liest, dann findet man auch dort schon viele Hinweise darauf!

    Zum Beispiel die Arus. Die Arus sind ganz offenkundig Tiere von Aeris. Aber im Laufe der Zeit wurden sie blau. Sie fressen ausschließlich das Blaue Kaninchen - was der Grund ist, warum ich es anbaue. Nun könnte man meinen, dass es also doch eher Tiere von Aqua wären! Ich habe allerdings einmal den Kristallthron - das ist die Anführerin der Naldar gewesen - mit Blauem Kaninchen... versorgt. Und sie hat darauf reagiert, als wäre es vollkommen aeris-mäßiges Zeug! Das führt mich zu der These: Aeris und Aqua haben einen Überschneidungsbereich, und der liegt in der Freiheit des Geistes und des Gefühls! Für die Aqua-Anhänger ist es das Intuitive, der Traum - für die Aeris-Anhänger die neue Idee, das Erlebnis, über Grenzen gehen zu können! Beide neigen zum Rausch. Und dieser Rausch ist anders als der wütende Brand der Gefühle, den Aeris mit Ignis teilt! Dort wo Aqua und Aeris sich treffen, entstehen Wolken - nicht Feuersturm.

    Das ist natürlich nur MEINE Art, die Dinge auf Mythodea zu begreifen! Trotzdem habe ich damit oft richtig gelegen. Es ist z.B. erstaunlich, wie sehr die Siedler, die sich einem Element verschrieben haben, oft mehr DIESE Aspekte verkörpern als diejenigen, die wir in den Schriften finden und die man auswendig lernen muss, um Rituale zu können! Für die Menschen ist es leichter, Gefühle zu erfassen als Prinzipien!"

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  • Die Kräuterfrau blickte etwas nachdenklich auf ihre Finger. Nach ihrer Analyse hätte es sich um keine wirklich giftige Pflanze handeln dürfen. Aber sie hatte wohl sträflich außer Acht gelassen, dass sie hier auf einem anderen Kontinent waren, auf dem andere Gesetze herrschten. Sie sah deshalb keinen Grund, in Panik zu verfallen. Als Kräuterfrau hatte sie so regelmäßig mit giftigen Substanzen zu tun, dass ihr Körper eine gewisse Grundimmunität erworben hatte. Ob diese allerdings auch bei völlig unbekannte Gifte wirkte, wusste sie nicht.

    Die junge Frau horchte in sich hinein. Sie verspürte kein Unwohlsein oder eine andere Trübung ihrer Sinne. Wenn allerdings das Gift bewusstseinsverändernd wirkte, konnte sie sich auf ihr eigenes Urteil möglicherweise nicht verlassen. Immerhin war die Dosis unbedenklich klein gewesen, — es sei denn...

    Es handelt sich nicht etwa um ein Kontaktgift?“, fragte der Pater etwas greizt. Er verstand nicht, warum Naira sie nicht vorher gewarnt hatte, wenn die Pflanze derart giftig war. Und auch die Tatsache, dass ihre Gastgeberin unbekümmert weiter plauderte, beruhigte ihn keinesfalls.

  • "Nicht von sich aus. Sonst könnte ich es wohl kaum auf der Hand halten !"

    Naira zog die Brauen hoch. Bei Goblins war es typisch, dass sie alles gleich in den Mund steckten - bei Menschen kannte sie diese Form der Erkundung nicht ! Das Fräulein hatte gerade in ihrer Achtung gewonnen.

    Ihr fiel wieder ein, was sie eigentlich hatte tun wollen, und griff nach einer Kerze. Damit entzündete sie die restlichen Blätter in einer bronzenen Schale. Duft stieg auf.

    "Man raucht es! "

    Damit beugte sie sich vor und atmete tief, auf Lunge ein...

    &quot;Ryzzil was happy to see that somebody was protecting his sister.<br />But thought about all the doubts he had about Naira and all the chaos she always brought. Did she finally find a problem bigger than herself?&quot;

  • Pater Richie und Fräulein Salbei sahen sich verwirrt an. Während die Kräuterfrau sich zumindest darüber freuen konnte, dass ihr immer noch nicht übel geworden war, fragte der Pater sich, inwieweit die Verträglichkeit von Pflanzengiften bei Elfen anders ausfallen konnte als bei Menschen. Beide allerdings fragten sich, ob wohl diese Pflanze inhaliert weniger giftig wäre als oral verabreicht. Unterdessen verteilte sich der Rauch der verbrannten Blauen Kaninchen im ganzen Raum, und die beiden Pilger konnten gar nichts anderes tun, als ihn einzuatmen. Dann begann sich die Welt um sie herum zu verändern...