Beiträge von Naira

    Tatsächlich habe ich zuerst gedacht "Werden das die Fomoraig von Mythodea?" oder werden sogar die Fomori von White Wolf neu interpretiert für Mythodea...? Also wenn das nicht nur der Viking-Trend sein sollte.

    Dann wäre sowas wie die Verwandlung in ein tierhaftes oder dämonisches Kraftwesen Teil des Konzepts, und ein Zaubernebel würde klassischerweise dazugehören, der sich auf Feinde auswirkt. Es könnten auch durch den Nebel Übergänge an andere Orte geschaffen werden.

    Also neue spezielle (arkane) Fähigkeiten und die Gelegenheit, sich ziemlich krass zu gewanden, wenn es an die Verwandlung geht.

    Ein neues Wort - " institutionalisieren". Naira spürte ihm nach, während sie nur mit halbem Ohr weiter zuhörte, bis sie begriffen hatte, was Galwine meinte. Offenbar reichte EIN kulturell bedingtes Wort aber nicht aus, sondern es gab auch noch "Cubitor" und das andere... wie hieß das noch?!

    `Wie bei den Uruks´dachte die Elbe. `Lauter komplizierte Worte für etwas, das man eher fühlt als beschreiben kann!´


    Die Ausführungen zu dem Schwur langweilten sie. Andauernd hatten die Menschen in Kjona über Schwüre und Protektorate und Audienzen gesprochen! Auch das war kulturell bedingt, vermutlich. Sie fragte sich, ob sie Galwine und Aenna vermitteln konnte, dass es auch GANZ anders ging! Dass all das nicht falsch, aber auch nicht das Einzige oder Wichtigste war, was auf Mythodea Bestand hatte.


    "Terra mag Opfer." knüpfte sie an ihre vorherigen Gedanken und Galwines Erläuterungen zu den Cubitoren an. "Deswegen habe ich mich gebunden und gebunden und gebunden. Kennst du den Spruch, dass eine Seele sieben Schalen hat, so wie eine Zwiebel sieben Mäntel? Das ist natürlich nur die eine Seite. Die andere Seite sind solche Dinge wie die Malaka`Re, die ihr Leben opfert, um in den Tiefen zu wachen. Oder Khalarin, gebunden an einen Weltenwächter. Oder Atani, gebunden an die anderen Ebenen der Welt. Hier in Exilia hätte man mich also institutionalisiert! Was würde das hier bedeuten, Galwine?"

    "Verbundenheiten spielen die allergrößte Rolle auf diesem Kontinent. Aber nur wenige Arten können uns davor schützen, auf den falschen Weg zu geraten." sagte Naira lakonisch und aß alles, was ihr vorgesetzt wurde. Man konnte sehen, dass das Spitzohr gerne aß und nicht wählerisch war. Die meiste Zeit ihres Lebens hatte sie gehungert. Grubenwürmer war gutes Fleisch, verglichen mit vielem anderen, was sie gegessen hatte in der Hoffnung, nicht zu sterben...


    Sie kaute und sah dabei Aenna an. Die große Frau hatte noch keinen Feldzug miterlebt, aber sie war feinfühlig und konnte sicher spüren, wie angespannt alle waren angesichts der bevorstehenden Kämpfe.

    "Die Najorim pflegen ihre Ehe-Verbindungen und sie machen Schwüre für ihre Gruppen. Man schwört auf die Nyame und den Archon, auf das Siegel und die Gesetze. Man kann Prüfungen ablegen und dann in einen Orden aufgenommen werden; man kann `heilige´ Bündnisse eingehen. Man kann sich einem Element weihen. Man kann den Eisernen Eid schwören. Aber dann gibt es auch noch diese anderen Arten von Verbindungen..."


    Ihre Augen verloren sich kurz. Keiner der Anwesenden waren bei der Zerstörung des Farberits dabeigewesen, aber Fuchs hatte miterlebt, was eine solche "andere Art" bei Naira verursacht hatte.


    "Man kann sich an das Land binden, an den Weltenrat. An Waffen. An andere Seelen. Man kann ein Mitraykor werden. Wer das tut, macht nicht nur Versprechungen. Man bezahlt in genau dieser Sekunde. Vielleicht merkt man es nicht sofort, aber auf längere Sicht verändert es einen. Es kann einen auch töten. Bindungen dieser Art sind immer Opfer. Viele Elementtreue sehen ein solches Opfer als das höchste an, was man erbringen kann. Nicht die Besetzung eines Postens oder das Führen einer Gruppe! Früher dachte ich, dass man auf diese Weise am meisten die Anerkennung der Menschen gewinnen würden, die ständig von `Gemeinschaft´ faseln."

    Hier sah sie Galwine und Aenna nacheinander an. Oh ja, sie hatte bis zum Erbrechen über dieses unselige Wort reden und nachdenken müssen!

    "Tatsache ist: Die sogenannte `Gemeinschaft´tut sich schwer mit denen, die sich opfern. Sie fordert es - aber wenn man es tut, wird man herausgehoben aus dieser `Gemeinschaft´. Und man wird wieder einsam."


    Sie legte die Gabel weg und rieb die Finger aneinander, wie um sich zu sammeln.


    "Naja. Aber wenigstens ist EINE Sache ganz einfach und immer gleich: Egal welche Verbindung man wählt, um nicht auf den falschen Weg zu geraten - der falsche Weg ist immer derselbe."



    "Aenna, wenn du magst, schau dir das schöne Steinhaus an; immerhin wollte uns Galwine ja sein Land zeigen. Ich selbst brauche jetzt erstmal ein bisschen weniger Aufmerksamkeit. Ein Stück Brot und einen Krug Met."


    Sie seufzte und legte Fuchs eine Hand auf die Schulter.

    Inzwischen hatte Naira das Gasthaus "Zum grünen Graben" entdeckt und würde versuchen, darauf zuzusteuern.


    "Ich widersetze mich hier gar nichts!" erwiderte sie Fuchs nachdrücklich. "Wir sind hier schließlich im Norden! Das einzige Siegel, in dem die Menschen nicht die Vorherrschaft haben und allen sagen können, was sie für angemessen halten sollten! Weder mir noch dir noch Aenna und umgekehrt auch nicht den Exilia-Leuten! Nicht mal den Larks.

    Wer bei uns eingeladen war, bekommt kein Besteck vorgelegt; sowas ist bei uns unüblich! Sie haben also ihre Finger benutzt.

    Aber als ich bei ihrer Feier war, haben sie mir Messer und Gabel vorgelegt, und ich habe sie benutzt.

    Trotzdem dürfen SIE bei uns nach Wasser und Seife fragen, bevor sie mit den Fingern essen - und ich darf sie darauf hinweisen... wenn ihr Messer stumpf ist!"


    Sie hatte den Eindruck, dass Fuchs ein verzerrtes Bild vom Nordreich hatte. Was vermutlich eher am Verhalten der Menschen lag, die unter den nichtmenschlichen Völkern so beharrlich versuchten, ein Zerrbild menschlicher Sitten aufrechtzuerhalten.

    Irgendwann musste sie ihm einmal die Geschichte mit den Unbedenklichkeitsbescheinigungen erzählen. Und sie hatte immer noch irgendwo diesen "Ausweis" herumfliegen, auf dem ein ratloser Beamter schließlich überall "unbekannt" hatte eintragen müssen, da Naira nicht in sein Raster gepasst hatte...


    "Die Leute hier sind völlig vernünftig, keine Sorge! Sie haben genug Rituale aus der Entfernung gesehen, um zu wissen, dass wir anders denken als sie. Sie nehmen uns das nicht krumm, wenn wir unsere Meinung sagen. Sie versuchen nur, alles perfekt zu machen, wie es Menschen als perfekt ansehen würden. Dabei bin ich mir sicher, dass sie für die Leute im Ostreich genauso `unzivilisiert´ gelten würden wie alle im Norden. Man spielt bei Hofe gern mal mit einem `Wilden´ und man möchte uns nicht am Hals haben - aber Respekt zeigt uns da keiner!"


    Bei diesem letzten Satz dachte sie an eine gewisse Begegnung bei der Nyamenfeier.

    "Manchmal frage ich mich, ob die Leute von Exilia sich gern als ein zweites Grin Quihenya sehen..." murmelte Naira im Gehen. "Dieser menschliche Tanz von wegen `Ankündigen im Palast´. Und dafür hetzt man Kinder hin und her! Was hat das für einen Sinn?! Wollen die erst noch ihre Teppiche im Palast waschen, bevor wir unseren Fuß darauf setzen können? Oder muss jemand erst noch seine Hose wiederfinden!?"


    Sie fühlte sich sichtlich unwohl inmitten der vielen Menschen, aber sie hatte den Kopf erhoben und schritt mit bewussten Schritten aus. In solchen Augenblicken schienen ihre spitzen Ohren deutlicher zwischen ihren Haaren hervorzuschauen.


    "Das dauert alles viel zu lange! Wenn wir Feinde wären, würden wir sicher nicht höflich fragen! Entweder würden wir uns reinschleichen oder angreifen. Sie schützen sich also nur vor denen, die nicht würdig genug sind, zu den Herrschaften vorgelassen zu werden." folgerte sie in Uruk-Manier.


    Fuchs roch eine leichte Aggression an ihr. Vermutlich hatte er mehr als die anderen Anwesenden eine Vorstellung davon, was eine Atani bei den Orks darstellte und wie sie sich verhalten musste, um ihr Gesicht zu wahren. Er war zwar ein Mensch, doch er wusste aus eigener Erfahrung, wie weit die Wirklichkeit eines Schamanen von der eines Bürokraten entfernt war...


    "Interessanterweise habe ICH immer festgestellt, dass man wichtige Leute viel besser in einer Taverne trifft - als in einem Palast bei einer Audienz! Sogar im Ostreich."

    Und blieb abrupt stehen. Sie schien nachzudenken und sah sich um - offenbar nach einer Taverne...

    Naira lachte bei dieser Frage. Aber ihre Augen lachten nicht.


    "Mein Name ist Naira und ich möchte mit dem Protektor sprechen." sagte sie ruhig , indem sie sich freundlich an den jungen Mann wandte. "In der Hoffnung , dass ich meine Zeit nicht nochmal verschwende und umsonst einen langen Weg gekommen bin."

    Wann ? Kurz vor dem Aufbruch zum Sommerfeldzug

    Wer ? Kjonas Einwohner , Andere auf Anfrage

    ............


    Es war noch früher Morgen und die Kräuterhügel lagen in silbriggrünem Glanz da , als sich einige kleine Silhouetten gegen den Berg abzeichneten.


    Zum ersten Mal strebten die neuen Bewohner Kjonas auf die Festung , begleitet, fast schon eskortiert von den Uruks.

    Naira ging mit ihnen, schweigend immer wieder hinunter auf die zurück bleibenden Felder und Baumwipfel blickend. Selten sah sie hinauf, so als wollte sie sich den Moment des Wiedersehens mit diesem Ort aufsparen.


    Auch Aenna fühlte es wie ein Wiedersehen, oder eher glaubte sie etwas wiederzuerkennen. Die Lethi wusste nicht, was Aenna gesehen hatte in ihren unfreiwillig geteilten Erinnerungen.

    Aber auch ohne diese Bilder aus Dunkelheit, Feuer und summender Stimme hatte der Ort etwas Mächtiges, das in den Bann schlug.


    Auf einer Lichtung knapp unterhalb der Burg machte die Elbe Halt und setzte sich an die ehemalige Feuerstelle, die sich als schwarzer Fleck im gelben Gras abhob.

    "Jetzt seid ihr hier oben ...." sagte sie nachdenklich zu den Anderen , während sie ein Stück verkohlten Holzes aufhob und zwischen den Fingern drehte.

    Naira hatte gar nicht reagiert , als über ihr Gesicht geredet wurde. Sie sah die Frau intensiv an beim Reden, mit dem Blick einer Atani.

    Außerhalb Kjonas, außerhalb der Stämme hatte sie diesen Blick selten gezeigt. Aber sie war nicht mehr dazu aufgelegt, sich anzupassen an die Sitten der Menschen . Oder nein - sie hatte begonnen , ernsthaft durcheinander zu kommen mit ihren Masken ! Spätestens beim letzten Gespräch mit Orathon hatte sie gemerkt , dass sie ihn nicht einfach als Mensch sah und dass es nicht richtig schien, sich vor ihm mit der Maske der kleinen Elbe zu zeigen.


    Nairas dunkle Augen schienen bis in das tiefe Innere der Frau zu blicken - aber es ließ sich nicht erkennen , was sie darin sah oder wie sie es fand.


    "Ich bin hier, um mit dem Protektor zu sprechen . Der mit der silbernen Muschel am Hut." sagte sie mit einem freundlichen Lächeln , als ob sie einen Irrtum richtig stellen wollte.

    Ansprechpartner: Dennis/Aroné

    Gruppe: Kjona


    Anzahl: 10 (9x Kjona + 1x Dennis)




    Zelte: das bekannte 4x6 Zweimastzelt sowie drei Zelte 5x5 quadratisch




    Sonstiges: wenn möglich bitte eine Feuerstelle




    Schlafplatz/IT-Bereich darf getrennt werden: nein



    Wunschnachbarn: Skalkjar, nach Möglichkeit ruhiger gelegen


    Ankunft: der Großteil kommt am Samstag als Teil des Aufbauteams, die übrigen am Sonntag

    Nachdem Fuchs in Kjona zu Besuch gewesen und sich lange mit Aenna und Naira unterhalten hatte, war man nach Exilia aufgebrochen.


    Und so kam es, dass das Spitzohr noch kurz vor dem Aufbruch zum Sommerfeldzug bei Galwine und den Anderenvorbeischauten, die das Treffen in Paolos Trutz mit den neuen Kjona-Bewohnern veranstaltet hatten.



    Niemand in Exilia kannte Naira wirklich gut. Die Elbe war in der Spiegelwelt nicht die zugänglichste Person gewesen - belastet von ihrer Rolle als Khalarin, belastet vom Tod ihrer Adoptivmutter Mahrukkaa, und grundsätzlich zwiespältig, einzelgängerisch und widerborstig, bisweilen fast herrisch in ihrem Drang, nur das zu tun, was sie selbst wollte!

    Fast immer war ihre Gemütslage in düstere Farben getaucht gewesen.


    Umso überraschender war es, dass sie jetzt wie ausgewechselt war! Sie bewegte sich um ein Vielfaches schneller und geschmeidiger, lachte, blickte die Leute offen an und schien den allermeisten Dingen fröhlich und offen entgegenzutreten.

    Auch ihr Gesicht wirkte verändert - strahlender, entspannter.

    Hätte sie nicht die gleichen Kleider getragen wie zuvor hätte man sie kaum für Naira halten können!


    (OT: Bitte leg mal fest, wo und wie Naira jemanden antrifft!)

    Wann? Kurz nach dem Konvent in Holzbrück

    Wer? Die Einwohner Kjonas sowie wer zu Gast kommen möchte

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    Nach der Hitze während der Tage des Konvents war der Regen gekommen. Durstig schien das Land jede Wolke anzuziehen, und auch die Bewohner Kjonas genossen das angenehmere Klima, auch wenn sie nun öfter wieder unter den Sonnensegeln und im Haus bleiben mussten, während es regnete.


    Dadurch bemerkten sie auch, dass die Elbe bei ihnen war. Normalerweise hatte sich das Spitzohr die meiste Zeit in den Höhlen aufgehalten oder war Khenai hinterhergestiefelt, um ihre Mutter-Sohn-Auseinandersetzungen zu führen.

    Seit sie sie kannten, war Naira eher eigenbrötlerisch und bisweilen düster erschienen.


    Doch seit der Rückkehr vom Konvent war eine deutliche Veränderung an Naira zu bemerken. Sie war heiter, lief eher als zu gehen, alberte mit Kreaf herum und schien mit ihrer Fähigkeit zu spielen, unbemerkt irgendwo aufzutauchen und wieder zu verschwinden. Ja, sie schien zum Spielen aufgelegt, aber auch zum Träumen, denn wenn sie nicht rannte und sprang, stand sie auf der Veranda und sah mit einem friedlichen Gesichtsausdruck in den Regen hinaus.

    welche sind denn bitte aus der Scheibenwelt geklaut?! Ich habe mir meine selbst ausgedacht und eben extra mit der Liste abgeglichen. Nur weil etwas kongenial klingt , ist es noch kein Plagiat ! :-(

    Blut-Allee

    Prügelgasse

    Rostiges-Eisen-Weg

    Straße der abwiegenden Alchemisten

    Straße des geplanten Rituals

    Straße von geringer Größe

    Streck- und Quetschgasse

    An der Palisade

    Abschiedsgasse

    Flickallee (für die Schmiede natürlich )

    Straße zum billigen Zweifel

    Irgendwie-anders-Gasse

    Sturm-und-Zwang-Straße

    Platz der unerkannten Götter

    Finstervolkgasse

    Schnappsilberweg

    Stößelstraße (für die Alchemisten natürlich )

    Wandlungsweg

    Im/Am Schinkenofen

    Hinter der Tyrolitmine

    An der Unterseite

    Zum blanken Mond

    Zum dunklen Mond

    An den Blutbottichen

    An den Wasserfällen