Reise in das Innere

  • Wann: Mitte Januar
    Wo: Straße von Gales Morgan in Richtung Konzil
    Wer: Wu Yan-Dao und wer noch mag



    Nach einer kurzen Zwischenstation in der Hauptstadt des nördlichen Siegels hatte sich der Reisende aufgemacht in Richtung jener Provinz, die als Gales Morgan bezeichnet wurde. Durch die Ausführungen von Owen und Gjesken bezüglich der Waffenmeister neugierig gemacht war seine Aufmerksamkeit auf eines der Aushänge gefallen, die das Konzil dieser Gruppe in besagter Provinz ankündigten. Da Wu weder Pferd noch Wagen besaß und auch keinen Grund sah diesen Umstand zu ändern hatte sich daher rechtzeitig aufgemacht.

  • Vor und rund um Wu und dem Weg den er geht erstrecken sich die tiefen und dichten Wälder Gales Morgans. Sie zeigen keinerlei Beeinflussung durch Siedler, bis auf den Weg den er geht. Die Wälder wirken absolut unberührt. Fast scheint es so, als ob es keine Siedlung in diesem Teil des Nordens gibt. Die einzigen erkennbaren Wege außer dem den er gerade geht sind die von den Tieren benutzten Wildwechsel, die durch diese grüne, feuchte Hölle führen. Es hatte wohl geschneit in den letzten Tagen und auch auf den Flecken Schnee sieht er nur Spuren von Tieren. Trotzdem drängt sich das Gefühl auf, hier nicht allein zu sein.

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  • Unbeirrt folgte Wu leichten Schrittes dem Weg durch die Wälder. Auf seinem Rücken ein seltsames Gestell ähnlich einem Korb mit Stangen verbunden, in der Hand einen runden Stab, welchen er mit Leichtigkeit führte. Gewänder in einem landesuntypischen Schnitt umhüllten weich seinen Körper. Jemand welcher ihn betrachten mochte würde auffallen, dass seine Schritte sehr langsam wie stets überlegend gesetzt, sein Gang etwas schwankend, leicht wogendes Inne hatten.


    Der Reisende genoss die Stille auf diesem Pfad, gab sie ihm doch Gelegenheit seit längerer Zeit wieder bar der störenden Ablenkungen der Städte den Blick nach innen zu lenken. Er ließ den Weg fließen, bar jeglicher Absicht, folgte lediglich dem Rhythmus des Schrittes einen Augenblick vorher. Seine Bewegungen, ja sein Atem flossen einfach nur dahin.

  • Wu Yan-Dao ist schon seit einiger Zeit auf dem Gebiet von Gales Morgan, als vor ihm auf dem Weg ein schwarzhäutiger Mann in Lederrüstung auftaucht.


    "Halt!"

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  • Die Bewegungen des Reisenden kamen zum Stillstand ohne jedoch abrupt unterbrochen worden zu sein. Vielmehr wirkte es als ob die Energie langsam auslief und nach dem nächsten Schritt zum Stillstand kam. Wu blickte, mit etwas überraschtem Gesichtsausdruck, den Mann vor ihm an fing sich dann jedoch wieder. Den Stab in die Armbeuge abstützend beugte er den Oberkörper etwas nach vorn während seine Hände vor sich ausgestreckt sich in den Handflächen schlossen. Auch wenn auf diese Art eine wenn auch sonderbare Verbeugung entstand war der Blick nicht zu Boden gewandt, sondern verharrte entspannt auf dem Mann aber auch die Umgebung. Der Atem des Reisenden verlangsamte sich unmerklich während sein Körperschwerpunkt kaum merklich nach unten verlagerte. „Ich wünsche einen wunderschönen Tag.“ erwiderte er die Begrüßung.

  • "Wo wollt ihr hin? Und wer seid ihr?"


    Der Mann stand in stolzer, aufrechter Haltung vor ihm, er hatte nicht offen Waffen gezogen und blockiert den Weg. Die Gugel hatte er vergleichsweise tief ins Gesicht gezogen, trotzdem viel Wu auf, dass er rote Augen hatte und weißes Haar zu haben schien.

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  • "Mein Name ist Wu Yan-Dao. Ich freue mich euch kennenlernen zu dürfen. Ich folge diesem Weg in der Hoffnung zu einem verkündeten Treffen zu kommen, welches sich das Konzil nennt." gab Wu freundlich Auskunft.

  • "Ihr seid etwas früh dran für das Konzil, aber ihr dürft passieren. Weicht nicht vom Weg ab, ihr werdet beobachtet. Noch 3 Stunden bis zur Feste. Aber das Konzil findet etwas außerhalb statt. Lasst euch dort weiterhelfen."


    Er macht Wu Platz. Und um den Wahrheitsgehalt seiner Worte zu unterstreichen geben sich in den Büschen und Bäumen noch andere zu erkennen, es sind ein Mensch und ein Goblin. Alle die Wu sehen kann tragen einen gelben Wimpel auf dem das Wappen des Quellars zu sehen ist, eine schwarze Hand in die ein gelber Geldbeutel fällt.

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  • "Oh wie nett von euch." Wu verbeugte sich nochmals vor dem Sprecher und hernach vor den aufgetauchten Personen. "Sehr freundlich mir den Weg zu weisen." Er nahm seinen Stab wieder fester und setzte sich den Weg folgen wollend n Bewegung.

  • Der Mann wartet bis der seltsame Mann an ihm vorbeigegangen ist.
    Wu hört ihn noch zu seinen Gefährten sagen


    "Ich hasse diese neue Order...Gäste dürfen erstmal passieren. Es war schon schlimm genug als im letzten Jahr diese ganzen Fremden da waren...und jetzt schon wieder..."

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  • Die Sorgen und Befürchtungen des Mannes konnte Wu nicht nachvollziehen, dazu wusste er viel zu wenig über die Zustände in diesem Land. Dennoch bedauerte er den Mann, welcher sich dergestallt aufregte. Er überlegte ernsthaft noch einmal umzudrehen um ihm etwas von seinem beruhigend wirkenden Tee zu verabreichen, wie er es in seiner Heimat getan hätte. Doch dies war definitiv nicht seine Heimat und so entschloss sich der Reisende erst einmal über die Gepflogenheiten der Provinz zu informieren ehe er wieder falsch verstanden wurde.


    Langsam aber beständig setzte er seine Reise fort ... was spielte es auch für eine Rolle ob er nun in drei Stunden oder drei Tagen in der bezeichneten Feste ankam.

  • Es hatte wieder angefangen zu schneien und die Sichtweite verringerte sich auf wenige Schritte. der Illithir folgte dem Wanderer jetzt schon einige Zeit unbemerkt. Früher hätte ihm die Kälte noch zugesetzt, vieles hatte sich jedoch verändert. Die Sonne würde in weniger als einer Stunde untergehen, und die Siedlung würde der Wanderer nicht mehr im Hellen erreichen. Er schien es aber auch nicht wirklich eilig zu haben.

    "Zeit sich anzusehen, wie der Fremde gestrickt ist"
    , dachte sich Ssznozz und verkürzte den Abstand. Bisher lautlos fing er jetzt an im Schnee zu stapfen wie ein betrunkener Zwerg und trat auf Äste damit die knackend unter seinen Füssen zerbrachen.

    Ssznozz Teken´afin

    - Waffenmeisterschmiedlehrling

    Der Tod lächelt uns alle an, das einzige was man machen kann ist zurücklächeln!

    Heldenhaftigkeit ist eine Todesart, keine Lebensart.

  • Wu hatte trotz des andauernden Schneegestöbers seinen Mantel nicht angelegt, welcher immer noch zusammengerollt an dem Tragegeschirr hing. Jenen die ihn von Ferne betrachten und vielleicht sogar die Wärmeausstrahlung von Wesen wahrnehmen konnten möchte es erscheinen dass sein Körper vor Hitze zu dampfen schien.


    Das Trampeln hinter ihm verstärkte sich mehr und mehr sodass sich Wu irgend wann interessiert herumdrehte.

  • Auch die Person die Wu verfolgte blieb regungslos stehn, sie war etwa 20 schritt entfernt. Gekleidet war sie ähnlich wie der dunkelhäutige Wächter, dem Wu schon zuvor begegnet war. Tief in einen Umhang gehüllt , der das Gesicht verbarg, man konnte auch hier nur erahnen das diese Person auch schwarze Haut hatte. Der Stoff war Fremdartig, schien mit der Umgebung zu verschmelzen. Weisse Augen waren das einzige was unter der Kapuze zu sehen waren, welche den Wanderer musterten.


    Stille... man hörte nur den Wind durch den Wald fegen. In das Heulen des Windes stimmte in nicht deutbarer Entfernung ein Wolf mit ein.


    Der Verfolger verschränkte die Arme vor der Brust. Durch diese Bewegung öffnete sich der Piwafwi und man konnte erkennen, das die Person gut gerüstet und bewaffnet war.

    Ssznozz Teken´afin

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  • Wu beugte den Oberkörper leicht nach vorn, schränkte die Hände in einem Halbkreis vor sich und ließ die Handflächen ineinandergreifen. Sein Blick fixierte den "Verfolger" während sein Körper leicht schwankend seine Mitte suchte. So verharrte er nahezu regungslos.

  • Die Sekunden dehnten sich zu Minuten... ; der Verfolger hätte auch eine Statue sein können, die ein eigenwilliger Künstler mitten auf den Weg gestellt hatte. Langsam setzte die Dämmerung ein und der Wind und das Schneetreiben wurden immer stärker. Es würde eine ungemütliche Nacht werden für alle jene die sich ausserhalb einer Behausung aufhielten.

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  • Der Reisende bewegte sich keinen Milimeter, sondern verharrte wie eine zur Säule erstarrte Figur in der doch sicherlich unbequemen Haltung. Seine Körpertemperatur schien indes noch etwas unzusteigen, dampfte doch sein Körper ob des Temperaturunterschiedes und verhinderte dadurch ebenso das einschneien.

  • "Mein Auftrag lautet jediglich dafür zu sorgen, dass Ihr den Weg nicht verliert. Ob ihr erfriert, oder besser gesagt in einer schlammigen Pfütze geschmolzenem Schnees ertrinkt oder von schlimmerem als Ihr gewohnt seid nachts hier gefressen werdet ist Eure Sache."

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  • „Oh wie ausgesprochen aufmerksam seitens der hiesigen verantwortlichen und natürlich von euch so auf seine Gäste zu achten. Ich danke euch aufrichtig dafür.“ erwiderte Wu unter neuerlicher Verbeugung. „Ihr könnt auch neben mir gehen, wenn ihr möchtet. Das stete hinterherschleichen muss furchtbar deprimierend sein. Mein Name ist übrigens Wu Yan-Dao.“ Auf das ertrinken und gefressen werden ging er nicht näher ein. Wie sollte man auch mitten auf dem Land untergehen. Was der Mann indes unter gefährlicherem meinte fragte sich Wu indes schon, fragte aber noch nicht nach.

  • "Oh, ich war nicht immer hinter Euch, Zeit weilen war ich vor Euch , habe Euch flankiert und ihr seid auch einmal keine fünf Schritte entfernt an mir vorbei gegangen. "


    Der Illithiri schritt auf Wu zu und Nickte kurz und sagte: "Vendui, mein Name ist Ssznozz. Verzeiht, aber es sind unsichere Zeiten und wir beobachten genau wer unser Land betritt. Sprecht Ihr für Euch selbst auf dem Konziel oder vertretet Ihr eine bestimmte Gruppe, oder seid Ihr nur die Vorhut?"

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