Eine Besucherin

  • "Mein Interesse an den Illythirii wurde eher.. zufällig... geweckt. Vielleicht aber war es doch der Wille der Schöpfung" sie schmunzelte


    "Wir kamen mit den ersten Schiffen Paolos nach Mythodea, waren von Anfang an dabei. Ich war noch Assisstentin und das erste Mal ausserhalb Trawoniens unterwegs. In dem Jahr als das erste Siegel geöffnet wurde, gab es nur eine sehr kleine Abordnung von ihnen hier und wir hatten kaum mit ihnen zu tun. Bis sich das Feuerlager entschloss diese kleine Gruppe anzugreifen. Ich selbst war in die Höhlen gegangen um die Anführerin zu warnen, da wir es für besser hielten eine Frau zu schicken. Und nein, es war nicht Ka'shalee die sie führte.
    Wir gewährten den überlebenden Unterschlupf in unserem Lager. Im zuge dessen lernte ich auch die ersten Worte ihrer Sprache - dem Deshinet. EIne witzige Geschichte, die ich vielleicht noch erzähle. Doch blieb es bei diesem lockeren Kontakt, eine Zusammenarbeit gabe es zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Der kam erst zwei Jahre später..."

  • Sylvana schürzte einen Augenblick die Lippen.


    "Auch das Feuerlager scheint sich mit unserer Einmischung um einiges verändert zu haben. Ich frage mich ja immer noch warum der Avatar uns nicht Feuer unterm Hintern gemacht hat, als wir uns gegen unser eigenes Lager gestellt haben um das Neutrale zu schützen."


    Sie schmunzelte in sich hinein und erinnerte sich augenscheinlich an etwas.

    Nur indem wir unser eigenes Licht ohne Angst scheinen lassen geben wir anderen Menschen die Erlaubnis und den Mut, das Gleiche zu tun.

  • "Nun die Lager waren damals tatsächlich kaum mehr als solche. Von den Avataren und den Elementen lernten wir erst und auch wieso man sich einem Element anschliessen sollte bzw. warum nicht. Auch das neutrale Lager existierte noch nicht"


    sie lächelt schelmisch..


    "Ich erinnere mich an eine Gruppe, die eine Kriegsmaschiene dabei hatte, die per Dampf angetrieben wurde und schwer gepanzert war - wer würde sich sowas in der jetztigen Zeit einfallen lassen?"

  • Sylvana erinnerte sich an einen der Träume in der letzten Zeit und hüllte sich in Schweigen. Nachdenklich trank sie einen Schluck und wartete darauf das entweder Katharina weitersprach oder Dormen Fragen stellte.

    Nur indem wir unser eigenes Licht ohne Angst scheinen lassen geben wir anderen Menschen die Erlaubnis und den Mut, das Gleiche zu tun.

  • "Ka'Shalee wurde im zweiten Jahr Nyame und im Jahr darauf durfte ich sie persönlich kennenlernen. Sie war mit einer kleinen Delegation von nicht mehr als 3 Mann zur Zusamenkunft der Reiche nach Terwan gekommen. EIne Zusammenkunft die vom Orden Achenar ausgerichtet wurde um den gesamten Mittellanden eine Plattform zu bieten. Da ich die grundlegendsten Höflichkeitsformen und Vokabel kannte wurde es meine Aufgabe ihre Delegation zu betreuen. Keine leichte AUfgabe, da die anderen Delegationen doch sehr schwierig reagierten und in ihnen trotz ihrer geringen Zahl eine Bedrohung sahen. Es war das erste Jahr von vielen in denen ich meine Schlafgewohnheiten änderte.


    Ka'shalee verlies kaum ihre Gemächer wenn es nicht sein musste und dann auch nur mit einsetzender Dämmerung. Xune, zu dieser Zeit Zofe der Yathrin, war mein wichtigster Kontakt. Von ihr lernte ich die ersten Regeln im Umgang mit Drow. Und sie sollte auch noch länger meine Lehrerin sein...


    Ich war Augen und Ohren für Ka'shalee und sie erkannte sehr schnell die Notwendigkeit und Nützlichkeit einer Person wie mir, die sich an der Oberfläche und im Tageslicht frei bewegenkonnte und ihr nicht feindseelig gegenüberstand."

  • Dormen hatte den Ausführungen interessiert zugehört.
    Ein paar Male blickte sie ein wenig fragend drein, aber sie bemühte sich der Erzählung ohne Unterbrechung zu folgen.


    "Mögt Ihr die Geschichte erzählen, wie Ihr die Sprache gelernt habt? Da gab es doch sicher ein paar Missverständnisse zu Beginn, nicht wahr?",


    fragte sie vorsichtig. Sie mochte Offenheit. Es war schön, eine Geschichte zu hören, in der auch kleine Details erzählt wurden, ohne dass um jede Information gebettelt werden musste.
    Sie hörte den letzten Sätzen mit offenen Ohren zu.

    "Alle Menschen müssen sterben", meinte Boileau einst am Hofe Ludwigs XIV. Als der Sonnenkönig ihn darauf scharf ansah, korrigierte sich Boileau sofort: "Fast alle Menschen, Sire, fast alle!"

  • Katharina lachte leise "Wie ich die Sprache lernte... eigentlich war es sehr komisch. Während einer Gesprächsrunde wartete ich zusammen mit einer Drow-Wache darauf gebraucht zu werden. Diese Wache kam gemeinsam mit einem Ork zu mir und einer Ausgabe der Stadtzeitung. Darin war ein Artikel über die Drow. Der Ork konnte nich lesen, sprach aber Gemeinsprache. Die Wache konnte die Gemeinsprache nicht, allerdings etwas Ork-Sprache. Also erzählte ich dem Ork was in dem Artikel stand und der übersetzte es dem Drow. "
    sie musste immerweiter schmunzeln, als sie sich dran zurückerinnerte.
    "Danach hatten wir noch jede Menge Zeit und haben über das klassische darauf zeigen und Begriff dazu sagen Wörter ausgetauscht. Sehr interessant, als ich erfuhr das das Wort für Elf und Dreck das selbe ist"
    sie wurde wieder ein wenig ruhiger
    "Später übergab mir unser Herzog eine Sammlung an Vokabeln, die er wohl gehütet hatte und so konnte ich meinen Wortschatz erweitern. Wirklich flüssig und Verständlich wurde alles allerdings erst als ich unter den Illythirri lebte."

  • "Hat das Wort für Mensch auch zwei Bedeutungen?",


    fragte sie neugierig, hoffte aber, dass es nicht der Fall war.


    "Und was bedeutet Freundschaft?",


    ergänzte sie offen lächelnd. Dann dachte sie einen kurzen Moment nach und wurde unsicher. Sie blickte zur Seite und überlegte.


    "Gibt es ein Wort für Freundschaft?"

    "Alle Menschen müssen sterben", meinte Boileau einst am Hofe Ludwigs XIV. Als der Sonnenkönig ihn darauf scharf ansah, korrigierte sich Boileau sofort: "Fast alle Menschen, Sire, fast alle!"

  • "Folggash."


    sagte Sylvana ruhig und sichtbar nachdenklich. Das Wort klang leicht gezischt und irgendwie... düster.


    "Das ist die Bezeichnung für Freundschaft. Die Menschen werden soweit ich weiß Rivvil genannt. Ob es mehrere Bedeutungen hat weiß ich allerdings nicht."

    Nur indem wir unser eigenes Licht ohne Angst scheinen lassen geben wir anderen Menschen die Erlaubnis und den Mut, das Gleiche zu tun.

  • "Rivvil - das hab ich mir gedacht. Das Wort stand auch in dem Brief."


    Sie nippte wieder an ihrem Tee und blickte Katharina über den Rand der Tasse an.

    "Folggash..."
    ,


    sprach sie leise nach. Es klang wirklich nicht sehr freundlich.

    "Vielleicht liegt es an dem g",


    versuchte sie sich zu erklären. Sie sah Sylvana an und lächelte ein wenig schief, als wüsste sie, dass ihre Erklärung nicht wirklich überzeugend war.


    "Wir haben ja auch ein paar Worte, die nicht sehr schön klingen."


    Gleichzeitig wusste sie aber auch, dass die Worte, die in ihrer Sprache keinen schönen Klang hatten, oft auch keine schöne Bedeutugn hatten und mit einem negativen Beigeschmack ausgesprochen wurden.
    Sie lächelte matt und zuckte entschuldigend mit den Schultern.

    "Alle Menschen müssen sterben", meinte Boileau einst am Hofe Ludwigs XIV. Als der Sonnenkönig ihn darauf scharf ansah, korrigierte sich Boileau sofort: "Fast alle Menschen, Sire, fast alle!"

  • Katharina blickte überrascht, als Sylvana die Übersetzung übernahm. Dann blickte sie wieder Dormen an als sie erklärte.


    "Ja Rivvil steht für Mensch und hat auch keine weitere Bedeutung. Allerdings muss ich bei dem Wort für Freundschaft widersprechen. Das Konzept Freundschaft existiert in der Gesellschaft der Illythirri nicht, daher gibt es auch kein Wort dafür. Das was dem am nächsten kommt ist das Wort für Verbündete abban. Es kann natürlich sein, das verschiedene Splittergruppen ein Wort dafür gefunden haben. Ein anderes Wort das zwei Bedeutungen hat ist Rothe welches gleichermaßen für Sklaven und für ein Herdentier genutzt wird. Auch das Wort Drow hat eine Bedeutung. Im Grunde heisst es nämlich daerow und bedeutet Verräter. So hat man jene die von der Oberfläche verbannt wurden genannt."


    Ihr Blick wandert wieder zu Sylvana und schien ein wenig musternd zu sein. Offenbar fragte sich Katharina was die Konfessor noch alles wusste.

  • Sylvana erwiederte den Blick kurz, widmete sich dann aber wieder ruhig und interessiert den wissbegierigen Fragen ihrer Priesterin. Sie schwieg und lauschte, mit offenem Blick.


    Sie hatte das Wort das sie kannte gerade deswegen stark betont, weil sie eben auf genau diesen Aspekt in Bezug auf Freundschaft hinaus wollte den Katharina genannt hatte.

    Nur indem wir unser eigenes Licht ohne Angst scheinen lassen geben wir anderen Menschen die Erlaubnis und den Mut, das Gleiche zu tun.

  • Dormens Blick wanderte unbemerkt von einer Seite des Tisches zur anderen.
    Sie nahm erneut einen Schluck Tee und stellte den Becher vor sich auf den Tisch.


    "Ich stelle es mir schwierig vor in einer Gesellschaft zu leben - wenn auch nur für gewisse Zeit -, die das Wort Freundschaft nicht kennt. Das Ausleben von Freundschaft hat etwas Selbstloses an sich.
    Für Menschen, denke ich, sind Freundschaften existenziell wichtig.
    Was ist stattdessen den Illythirri wichtig? Wenn Ihr unter ihnen gelebt hab, wisst Ihr sicher, worauf sie Wert legen."


    Sie versuchte sich vorzustellen, was es für sie bedeuten würde, wenn Freundschaft ein so unwichtiger Bestandteil des Lebens wäre, dass man für ihn nicht einmal einen Namen hätte.

    "Alle Menschen müssen sterben", meinte Boileau einst am Hofe Ludwigs XIV. Als der Sonnenkönig ihn darauf scharf ansah, korrigierte sich Boileau sofort: "Fast alle Menschen, Sire, fast alle!"

  • "Es ist gewöhnungsbedürftig, aber auch an der Oberfläche gibt es Gesellschaften die ähnlichen Regeln unterliegen. In solchen Gesellschaften wird mehr Wert auf Macht und Einfluss gelegt. Jede Gefälligkeit wird unter Abwägung sämtlicher Vor- und Nachteile gewährt oder abgelehnt. Ohne guten Grund oder Gegenwert passiert in solchen Gesellschaften garnichts. Für die die unter anderen stehen heißt es nützlich zu sein oder getötet zu werden. Wer keinen Nutzen hat ist überflüssig."


    sie seufzte kurz ob dieser harten Beschreibung
    "Mein Glück und Vorteil war wohl, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt kaum Kontakte ausserhalb des Ordens hatte. Ich ging sozusagen mit wissenschaftlicher Neugier an die Sache heran. Aber ihr habt recht - ohne Blessuren geht es nicht, jeder Fehler wird einem schmerzhaft bewusst"


    unbewusst knetet sie zwei Finger ihrer linken Hand.

  • "Dann wird sich auch um die Schwachen nicht gesorgt? Wie kräftezehrend muss das sein, immer so zutun als wäre man stark...",


    sprach sie mehr zu sich als zu Katharina. Sie seuftze auf und rückte auf ihrem Sitz zurecht. Ihr war bei dem Gedanken ein wenig unbehaglich geworden.

    "Wenn ich mir das vorstelle, bin ich froh Mensch zu sein, mit allen Schwächen, die es mit sich bringt.",


    meinte sie lächelnd und war für den Moment froh zu sein, was sie war. Ihr Blick glitt kurz zur Seite und sie dachte an die herzlichen Momente innerhalb ihrer Ordensgemeinschaft.
    Sie glitt tiefer in ihre Gedanken hinein, während sie Katahrina weiter zuhörte.
    Wissenschaftliche Neugier... Dormen konnte sich von dem Gedanken selbst auch nicht ganz freisprechen. Wissensdurst zum Zwecke wissenschaftlicher Studien stillen zu wollen, war ein guter Grund, um Forschungen zu betreiben. Aber die wissenschaftliche Neugier ging mit der persönlichen im Moment noch Hand in Hand.
    Dann blickte sie rasch wieder auf und überlegte, ob sie Katharina noch näher nach ihren Erfahrungen fragen sollte. Sie spürte, dass ihrem Gegenüber womöglich ein wenig unwohl war.

    "Alle Menschen müssen sterben", meinte Boileau einst am Hofe Ludwigs XIV. Als der Sonnenkönig ihn darauf scharf ansah, korrigierte sich Boileau sofort: "Fast alle Menschen, Sire, fast alle!"

  • "Schwache gibt es nicht, zumindest nicht lange. Wer sich nicht behaupten kann geht früher oder später unter. Meistens durch die Klinge eines anderen. "

    das Kinder mit körperlichen Makeln gleich nach der Geburt getötet wurden, verriet sie der jungen Priesterin nicht. es war auch so genug.


    "Die Ausbildung bei den Ilythiiri dauert lange und beginnt sobald ein Kind laufen kann. Erst wird es in der Familie ausgebildet, meist von einer älteren Schwester. Danach kommt die Akademie, meist im Alter von etwa 50 Jahren, was etwa dem Stand eines 8-10 jährigen Kindes entspricht. Die Männer gehen fast ausnahmslos nach Melee-Magthere, die Kriegerakademie. Dort lernen sie alles über den Kampf. Wer dort schwach ist, verliert meistens sein Leben. Eine andere Alternative ist Sorcere, die Magierakademie. Allerdings müssen die magischen Kräfte schon aussergewöhnlich sein um dorthin zu kommen, denn alle Ilythiiri sind begabt. Was für Männer Melee-Magthere ist, ist für Frauen Arach-Tinith. Dort werden sie zu Priesterinnen der Lolth ausgebildet. Auch für sie gibt es die alternative Sorcere. allerdings bedeutet es in diesem Fall eher einen Abstieg denn einer Ehre, so dass diese begabten Frauen meist dual ausgebildet werden. Beendet ist diese Phase, je nach Begabung, nach frühestens 30 Jahren."
    aus ihren Worten schwang soetwas wie Begeisterung mit und auch ein wenig Neid auf die viele Zeit für Studien.


    "Während dieser Zeit steht jeder einzelne im Blick der Öffentlichkeit, ständig werden neue Rangfolgen gebildet. Wer versagt, blamiert sein Haus, seine Familie. Und Fehler werden nicht geduldet.
    Ich glaube, dass die meisten schon innerhalb der Familie ihre Gefühle ablegen lernen, spätestens aber in der Akademie. Denn dadurch sind sie angreifbar.."


    sie lässt die Worte ein wenig in der Luft hängen und richtet den Blick nicht nur auf ihre Zuhörer, sondern auch nach innen.

  • Sylvana wirkt während der Schilderungen ruhig, fast gelassen. Besondere Emotionen sind nicht zu erkennen. Für einen kurzen Moment streicht sie sich mit dem Daumen über die Unterlippe, an eienr anderen Stelle streichts ie sich eine Strähne hinters Ohr, aber wirklich deutlich erkennbare Reaktionen, zeigt sie nicht.

    Nur indem wir unser eigenes Licht ohne Angst scheinen lassen geben wir anderen Menschen die Erlaubnis und den Mut, das Gleiche zu tun.

  • Dormen hatte interessiert zugehört. Die Zeitdimension war ich noch etwas fremd, aber je öfter sie außerhalb Samars unterwegs war, desto vertrauter wurden ihr Berichte über Lebensspannen, die weit länger dauern konnten, als sie sich vorstellen mochte.

    "Gefühle abzutöten wirkt auf mich ein wenig widersinnig."
    ,


    bemerkte sie vorsichtig.

    "Ich finde das schwierig nachzuvollziehen, obwohl es auch Menschen gibt, die meinen, dass sie das könnten. Für mich ist der, der nichts mehr fühlt, tot. Empfindsam bleibt empfindsam, es sei denn man änder es durch Magie."


    Sie dachte einen Moment nach und versuchte das Gehörte zu verarbeiten. Sie stellte sich Situationen und Gespräche vor, Familien, Bekanntschaften, Feindschaften. Irgendetwas passte nicht.

    "Gier und Hass sind auch Gefühle."
    ,


    stelle sie gedankenversunken fest.


    "Und ich kann mir vorstellen, dass blinde Wut viel öfter zum Untergang führen kann als Vertrauen oder Freundschaft."


    Sie hielt einen Moment inne.


    "Bei Dunkelelfen mag das vielleicht anders sein. Darüber kann ich mir noch kein Urteil erlauben. Ich denke dafür zu sehr in menschlichen Bahnen."

    "Alle Menschen müssen sterben", meinte Boileau einst am Hofe Ludwigs XIV. Als der Sonnenkönig ihn darauf scharf ansah, korrigierte sich Boileau sofort: "Fast alle Menschen, Sire, fast alle!"

  • "Richtig, du denkst zu sehr in menschlichen Bahnen. Das ist aber nicht schlimm. Du wirst lernen diese Dinge zu unterscheiden. Du hast Recht, Hass und Gier oder Dinge die ihnen ähnlich sind, sind Gefühle. Die Frage ist wie man diese Gefühle kontrolliert, akzeptiert und anwendet. Es sind Gefühle die dich abhärten können gegen das was dich schwächen kann. Ich selbst glaube daran, dass Gefühle dich nicht nur schwächen, sondern auch stärken können, aber ich muss gestehen, dass an einigen Dingen die die Drow leben, viel wahres und vor allem effektives dran ist."


    Sie setzte sich anders hin und lehnte sich zurück.


    "Es kann auch ebenso eine Schwäche sein, keine guten Gefühle zu empfinden, aber du bist durchaus angreifbarer wenn du Liebe, Freundschaft und Vertrauen empfindest und lebst. wenn du nur dir selbst folgst, dann ist dein Panzer härter, dafür aber dein Leben wesentlich düsterer."


    Ein seufzen kam über ihre Lippen.


    "Im Übrigen handelns ie nicht unbedingt mit blinder Wut ich würde es eher berechnenden Zorn nennen."

    Nur indem wir unser eigenes Licht ohne Angst scheinen lassen geben wir anderen Menschen die Erlaubnis und den Mut, das Gleiche zu tun.

  • "Ich denke, dass vieles einfacher wäre, wenn Gefühle nur eine sekundäre Rolle im Leben spielen würden. Soviel verstehe ich schon von der Welt. Es ist ja nicht so, dass ich mir das noch nie gewünscht hätte. Ich bin dem Gedanken aber nicht weiter nachgegangen, weil es mich zu keinem besseren Menschen machen würde."


    Sie kniff die Lippen einen Augenblick zusammen und sah Sylvana an. Ihre Frage war ehrlich neugierig.


    "Was, am Leben der Drow ist wahr und effektiv genug, um für uns von Nutzen zu sein? Ich kann mir im Moment nicht vorstellen, dass es sich mit unseren Tugenden vereinbahren lassen würde, Aspekte zu übernehmen."

    "Alle Menschen müssen sterben", meinte Boileau einst am Hofe Ludwigs XIV. Als der Sonnenkönig ihn darauf scharf ansah, korrigierte sich Boileau sofort: "Fast alle Menschen, Sire, fast alle!"

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