Wintersonnenwende - The Graverending

  • Wo: Verwüsteten Gebiete Gales Morgans
    Wann : Wintersonnenwende - nach Sonnenuntergang
    Wer : Ssznozz , wer traut sich noch?^^



    Es war die längste Nacht des Jahres gekommen, für den Sargtlin allerdings eine heilige Nacht zudem. Seinen letzten Dienst hatte er hinter sich gebracht und war den Rest des Abends durch die Wälder gestreift. Er hatte die Orte aufgesucht, die der Zerstörung am schlimmsten anheim gefallen waren, wo ganze Familien erfrohren waren oder danach verhungert oder durch Erdrutsche nach dem Tauwetter verschüttet worden waren. Die meisten waren Bauern, zudem Menschen, eigentlich unwichtig...


    In seiner alten Heimat hätte ihn das nicht im geringsten gestört, schliesslich waren es minderwertige Rassen... zumindest hatte man ihm das damals beigebracht, jedoch hatte sich vieles geändert seit dem er Mitraspera als seine Heimat bezeichnete. Das Elend der Menschen die hier umgekommen waren liess zwar nicht verzweifeln, aber spürte er soetwas wie Mitleid.... er wusste es nicht... aber er war eh nicht hier um in dieser heiligen Nacht gefühlsduselig zu werden. Dennoch war er hier um Emotionen in sich auf zu nehmen, nicht die der Lebenden sondern der Toten. Schon den ganzen Tag waren die Leute sehr nervös gewesen. Sie spürten etwas, unterbewusst und doch so greifbar. In dieser Nacht war die Barriere ins Reich der Toten besonders dünn. Die Yathrinshees hätten daheim mit dem geringsten Gebet hunderte ruhelose Seelen....ach, egal , hier in Mitraspera hätten ihre Gebete eh nicht Antwort der Rachsüchtigen erhalten.


    Dennoch nahm er die Stimmung der Verstorbenen hier wahr, die durch den unnatürlichen Winter aus dem Leben gerissen worden waren. Ssznoss sog sie in sich auf und die Geister, die nicht ihren Frieden gefunden hatten, schrieen nach Rache. Er nahm Ihren Hass , ihre Verzweifelung , ihren Zorn in sich auf , vermengte es mit seinen eigenen Zielen und Konzentrierte sie geballt in sich . Die Sonne war bereits lange unter gegangen...und so schritt er unmaskiert und lachend durch die zerstörten und verlassenen Orte...

    Ssznozz Teken´afin

    - Waffenmeisterschmiedlehrling

    Der Tod lächelt uns alle an, das einzige was man machen kann ist zurücklächeln!

    Heldenhaftigkeit ist eine Todesart, keine Lebensart.

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    Und so hörte man mitten in der Tiefe der Nacht die Schmiede, die angefeuert wurde. Der Schmied war zurückgekehr von seiner abendlichen Wanderung. Es war der richtige Moment, den Block ein weiteres Mal zu Falten. Die empfindlichen Augen des Illithiri nahmen war , als das Metall die notwendige Temperatur hatte. Durch einige geübte Schläge befreite er den Block von der Schlacke , der glühende Block lag auf dem Amboss.
    Ssznoss griff auf die angesammelten Emotionen seiner selbst und der Geister zu, fokussierte sie und als er schlag Mitternacht seinen linken Arm auf den Block presste, leitete er die angesammelte Energie in den Rohling. Kein Schmerzensschrei, nein, sondern ein Lachen entführ im, eiskalt und nach Wahnsinn klingend.


    Mit letzter Kraft und dennoch präzise faltete er den Block, liess sich die Lagen weiter vervielfältigt verschmelzen. Er legte den Block zum langsamen abkühlen in einem Gestell ab, dann umfing ihn die Dunkelheit....

    Ssznozz Teken´afin

    - Waffenmeisterschmiedlehrling

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  • Argol hatte die Wachen instruiert, ihm die Ankunft von Ssznozz mitzuteilen.


    Mitten in der Nacht kam ein Sklave und überbrachte die Nachricht der Ankunft.
    Er wollte sehen, was dieser Kerl mal wieder in der Schmiede anstellte.
    Als er den Schrei, Lachen oder was auch immer das war vernahm, lief es ihm kalt den Rücken runter.


    Wie in Zeitlupe nahm er was, dass der Illithiri zusammenbrach. Mit Vorsicht näherte er sich seinem Schüler.

  • Argol sah den Illithiri weiterhin regungslos auf dem Boden liegen, die Kohlen knisterten vor sich hin. Ansonsten war die Nacht still. Mehrere Tachen lagen in einer Ecke in der schon einige werkzeuge verstaut waren, die Ssznozz gehörten. In einem Regal lag wie ein humanoider Schädel, wie immer wenn Ssznozz arbeitete. Auf einem der Tische stand eine Flasche mit einer goldbraunen Flüssigkeit und 2 Gläsern, die noch unbenutzt waren...

    Ssznozz Teken´afin

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  • Mit Kopfschütteln sah Argol auf Ssznozz hinunter.
    Er konzentrierte sich auf seine innere Kraft und begann ihn zu untersuchen.
    Im Geiste rief er nach ihm. Zuerst leise, dann lauter werdend.

  • Langsam kam Ssznozz wieder zu sich, leicht desorientiert , fing sich aber sehr schnell. Er deutete auf den Tisch und sagte: "schütt schon mal ein, vielleicht erinnere ich mich wenigstens an den Geschmack..."
    Leicht schwankend stand er dann auf, ging jedoch erst zum Werkstück, betrachtete es und hielt seine Hand auf den Block. Er schien zufrieden und begab sich dann an den Tisch.

    Ssznozz Teken´afin

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  • Kopfschüttelnd, aber mit einem kleinen Lächeln ging Argol zum Tisch und goss ein.
    In den Becher von Ssznozz schenkte er etwas weniger ein, Vergeudung von guten Getränken mochte er gar nicht.


    Als sich der Illithiri endlich zu ihm setzte, hielt er ihm einen Becher hin.
    Nun erklär mir mal, was du da gemacht hast.
    Der Tonfall war leicht neugierig.

  • Viele Minuten verstrichen, in denen der Shmiedelehrling der Waffenmeister nicht anwortete, den Whisky in der Handy schwenkte und schwieg. Dann setzte er den Becher an, trank einen großen Schluck : " mmmh , ich erinnere mich ...", und dann den Becher auf den Tisch stellte. Die weißen kalten Augen des Illithiri trafen den Blick Argol´s und er begegnete die Frage des Meisters mit der Gegenfrage:" Wie empfindest Du diese Nacht ? "

    Ssznozz Teken´afin

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  • Argol genoss den Tropfen und bedauerte sein Gegenüber ein wenig.


    Seine Frage mit einer Gegenfrage zu beantworten mochte er nicht besonders. Dies war in seinem Gesicht deutlich zu erkennen.
    Argol überlegte, ob er ihm die Wahrheit, etwas objektives oder ganz was anderes antworten sollte.


    Er gab kurz zurück: Zu kurz und zu kalt.

  • "Es ist die längste Nacht des Jahres..." , korrigierte ihn der Sargtlin... nahm einen weiteren Schluck, und sagte weiter "... das ist doch bestimmt nicht alles, oder gehörst Du auch zu den Iblith ohne das geringste Gespür für das Faerzress dieser Welt?"

    Ssznozz Teken´afin

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  • Er verdrehte die Augen. Ich weiß schon, was das heute Nacht ist.
    Da sein Becher leer war, füllte er nach.


    Nach einigen Schlucken gab er Antwort. Ich mag Magie immer noch nicht, auch wenn ich sie etwas verstehe!

  • "Ich würde es nicht als Magie bezeichnen, zumindest nicht im Sinne der aufgeblasenen Bücherwürmer, die heute Nacht in der Luft liegt. Es ist purer, natürlicher ungezwungener und weniger korrumpiert. Es ist die Energie der Emotionen derer, die noch nicht bereit sind, hinüber zu gehen. Und diese Energie habe ich heute Nacht gesammelt, in mich aufgenommen, fokussiert und einer Bestimmung zugeführt,... und in den Rohling geleitet. Die Seelen der Ruhelosen sind sehr erzürnt , eine Kraft , die besonders stark heute fliesst ... egal in welcher Welt "

    Ssznozz Teken´afin

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  • Er schwieg eine Weile. Das war also so komisch gewesen. Diese Energie kannte er nicht, jedenfalls nicht bewusst.

    Aber dies war nicht seine Abteilung.


    Argol wand sich wieder direkt an Szznozz: Welche Bestimmung hattest du denn im Sinn?


    Er hatte zwar eine Ahnung durch die vorherigen Gespräche - aber er wollte es von ihm hören!

  • Er antwortete mit nur einem Wort : "Rache"

    Ssznozz Teken´afin

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  • Nachdem er doch etwas Verwunderung gezeigt hatte, sah Argol sein Gegenüber einfach nur an und dachte nach.

    Irgend etwas passte nicht, nur das konnte er momentan nicht richtig fassen.


    Wenn das Eisen etwas kälter ist, würde ich es mir gernn noch mal ansehen.

  • Mit einem Achselzucken deutete der Illithiri auf das Gestell in dem das Werkstück lag. Ssznozz stand auf nahm den Block an der Stange und betrachtete kurz den Block, ob sich Spannungen gebildet hatten. Mit einem Lächeln warf er dem Iblith die zukünftige Klinge zu. Eigentlich wäre ein solches Stück noch mehrer huntert grad heiss und würde alles in Brand setzten, mit dem es in Kontakt gerät.


    "Fang...."


    Seine Augen waren schon zuvor ins Infrarotspektrum gewechselt um den Abkühlprozess zu beobachten. Dass das Werkstück bereits auf Körpertemperatur abgekühlt war, schien ihn nicht zu überraschen.

    Ssznozz Teken´afin

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  • Falten bildeten sich über den Augen von Argol, als Szznozz das Stück Eisen holte.

    Als das Stück auf ihn zuflog, erschrak er doch sichtlich. Die Reflexe liessen ihn den Klotz fangen und ein Schmerzlaut kam automatisch. Dieser erstarb aber sofort - es fehlte die Hitze.

    Sehr verwundert schaute Argol von dem Werkstück zu Szznozz und wieder zurück.


    DAS ist ungewöhnlich.


    Aufmerksam betrachtete er den Block, dann wanderte sein Sehen in sein Innerstes....

  • Argol übermannten Gefühle der Hoffnungslosigkeit, Zorn und Wut. Pure Emotionen drangen auf ihn ein und Erinnerungen aus seinem eigenem Leben vermischten sich damit,... all diese Momente in denen er machtlos war und die ungesühnt geblieben waren, auch jetzt war es noch nicht zu Spät, Rache zu nehmen, ... ein Bild eines nicht enden wollenden Heerwurms erschien ihm vor den Augen , ...grüne-...rote-..lila-...rostigrote Banner wurden geschwenkt...auf den sich sein Zorn fokussierte..


    Wie aus einem Traum wachte Argol auf, ließ das Werkstück Fallen, welches der Dunkelelf geschickt auffing.

    Ssznozz Teken´afin

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  • Trotz der Abschirmung, die er immer aufbaute, konnte Szznozz all die Gefühle während der Untersuchung im Gesicht von Argol ablesen.

    Es hatte ihm viel Kraft gekostet und kalter Schweiß stand ihm auf der Stirn. Mit dieser Intensität hatte er nicht gerechnet.


    Es dauerte fast schon eine Ewigkeit, bis er sich wieder bewegte. Argol griff nach dem Becher und leerte ihn ihn einem Zug.


    Das war mächtig viel Zorn. kommentierte er recht trocken dieses Erlebnis. Leicht versonnen schaute auf den Klotz Metall, der in der Hand des Dunkelelfen ruhte.


    Nachdem er sich wieder gefasst hatte, stand er auf. Seine Knie wollten ihm zwar noch nicht ganz gehorchen, aber er hioelt sich aufrecht.


    Ich würde gern in die Badegewölbe gehen und sofern du auch Zeit hast, etwas Konversation mit dir betreiben.


    Er hatte das dringende Bedürfnis sich ausgiebig zu reinigen und er wollte mehr über die Vergangenheit von Szznozz erfahren.

  • Geht schonmal vor, hier ist noch einiges auf und weg zu räumen. Ich komme dann nach.


    Damit fing er an seine Werkzeuge zusammen zu sammeln, aber anstelle sie in seine Fächer zu legen, steckte er sie in seinen Rucksack. Den Block umwickelte er mit einem Schwarzen Stoff, der mit Silbernen Fäden durchzogen war , legte ihn in einen Holzkasten und verschloss ihn. Er nahm einen humanoiden Schädel aus dem Regal, und legte diesen in einen weiteren Kasten, den er in einen Umhängebeutel legte und sich umhengte.


    ...so packte er alle seine Besitztümer zusammen...

    Ssznozz Teken´afin

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