SE-Krieg 2016 - In die Kälte (um den 20.01.)

  • Wo:
    Auf dem Weg von Tamiels Faust zur Festung des schwarzen Eises


    Wann:
    um den 20.01.


    Wer:
    Fjörnir
    Fraya
    Dormen
    Silas
    Murdo
    weiteres Waffenmeistergefolge


    Am frühen Morgen war der Trupp aufgebrochen und seitdem waren die Temperaturen noch weiter gesunken.
    Der Schnee erschwerte das Vorankommen erheblich, so dass die Reiter absteigen und das Pferd streckenweise führen mussten.
    Eine Zeit lang waren sie mit den Truppen von Kengal zusammen marschiert, doch nun war es bereits später nachmittag und es trennten sich ihre Wege.


    Etwas abseits der Straße bewegte sich der Trupp weiter gen Westen, weiter der Festung entgegen.
    Mit jedem Schritt in diese Richtung schien es, als würde es noch kälter werden.


    Murdo zog seinen Mantel enger und blickte den Truppen, welche die Ruine befestigen wollen ein letztes Mal hinterher.
    Er hielt es immrnoch für schwer fahrlässig diesen schutzlosen Ort zu besetzen und hoffte das er dieses Vorhaben einfach unterschätzte.


    "Ich denke, wir sollten uns langsam nach einem Lagerplatz umsehen.
    Es wird derzeit recht früh dunkel."

    What if I far from home? Oh Brother I will hear you call.

    What if I lose it all? Oh Sister I will help you out!

    Ooooh if the sky comes falling down, for you, there is nothing in this world I wouldn't do.

  • Nicht zum ersten Mal in diesem Winter war Silas für den braunen Wollmantel dankbar, den er zum Schutz gegen die bittere Kälte trug. Im Norden war ein strenges Wetter nicht ungewöhnlich, aber dieser Marsch in Feindesland war nochmal ein ganz anderes Kaliber. Als ihre kleine Gruppe sich von den restlichen Truppen verabschiedete, hoffte Silas, dass sie zumindestens den Großteil davon wieder sehen würden. Wer weiss, was die Soldaten uns für Chancen ausrechnen. Vielleicht haben wir doch das kürzere Streichholz gezogen.


    Der Magier blies sich in die gefalteten Hände, die trotz der dicken Handschuhe halb taub vor Kälte waren. Natürlich könnte er sich auch seiner Magie bedienen um sich aufzuwärmen, aber das wäre in ihrer Situation mehr als leichtsinnig gewesen. Es kann gut sein, dass ich noch jeden einzelnen Funken meiner Kraft brauche, wenn das hier richtig in die Beete geht.


    Als Murdo den Befehl gab, ein Lager aufzuschlagen, sah Silas sich in der schneebedeckten Landschaft um. "Dort hinten scheinen Hügel zu sein. Mit etwas Glück finden wir dort zumindest ein windgeschütztes Fleckchen." Sein Atem bildete weiße Wölkchen vor seinem kältegerötetem Gesicht. "Ist sowieso eine traumhafte Jahreszeit, um zu zelten."

    Bei Sturmgewalt und Regen, lauf auf neuen Wegen. Kopf hoch – Neuer Wind kommt von vorn.<br /><br />Stemm dich fest dagegen. Wer nicht kämpft hat schon verloren. Neuer Wind kommt stets von vorn.

  • Es waren diese Wintertage, für die Fjörnir sich verfluchte, ausgerechnet im Norden zu sein. Und freilich musste es gerade in diesen Tagen besonders kalt sein. Trotz der pelzigen Kleidung, in die er sich wie ein kleines Kind gewickelt hatte, spürte er die Kälte in seinen Zehenspitzen. Er hätte viel darum gegeben, jetzt im Kloster in einer warmen Stube zu sein und sich mit heiligen Texten zu befassen. Aber Vater Murdo persönlich hatte ihn von seinen Pflichten wegen des Krieges befreit und sein vorgesetzter Mönch hatte die Entscheidung mit einem Kopfnicken unterstützt: Solche Reisen härteten ab. Abhärten taten höchstens eine Zehen, die bald, falls sie kein warmes Plätzchen finden (oder eher: schaffen) würden, abfielen.


    Den abziehenden Truppen warf er kurz einen Blick zu, als Bruder Silas in ihm die Hoffnung entfachte, einen windgeschützten Ort ausfindig gemacht zu haben. Er wollte etwas sagen, verkniff es sich aber ob der Kälte. Hauptsache Wärme, mehr wollte er gerade gar nicht haben.

  • Das unsägliche Wetter nagte an Frayas Nerven, gegen ein wenig Schnee war ja nichts einzuwenden aber diese Lawinen an Schneeflocken die vom Himmel fielen passten auf keine Kuhhaut. Wäre ich doch besser in meiner warmen Schmiede geblieben, aber Pflicht ist nun mal Pflicht.


    Mit jedem weiteren Schritt den sie durch den Schnee stapfte wurden die Schmerzen in ihren Gliedern stärker. Die Kälte zog sich mittlerweile durch ihren gesamten Körper. Zitternd umklammerte sie sich selbst und versuchte damit den letzten Rest an Wärme den ihr Körper inne hatte an sich zu halten. "Rasten klingt für mich nach einer guten Idee, nicht das wir noch selbst zu Eis erstarren. Wir können uns ja in den Schneegraben und uns eine Schneehöhle bauen."
    Ihr Blick schwenkte auf ihrem Bruder Fjörnir und sie fragte: "Weißt du noch wie Großvater Norwin uns von seinen Schnee Abenteuern erzählt hat?"

  • Fjörnir sah seine Schwester scharf an. Bei dem Wetter wollte er nicht an Großvaters alte Geschichten über Tollereien im verschneiten Winter nachdenken. Warme Gedanken machte er sich lieber, um die Kälte zu ignorieren. Aber wie würde Bruder Magu sagen? Der Geist kontrolliert das Empfinden, und der Mensch kontrolliert den Geist. Er wollte seiner Schwester ein abweisendes "Ja, ja" zuwerfen, doch über seine tauben Lippen kam nur Genuschel.

  • "Zur Not, spannen wir ein paar der Sonnensegel als Widschutz auf."


    Entgegnete Murdo auf Silas Äußerung hinsichtlich eines windgeschützten Ortes.
    Die Kälte nahm gnadenlose Außmaße an und Murdo beschlich das Gefühl der Schuld, seinen Tross in diese Expedition mit herein gezogen zu haben.
    Mittlerweile fragte er sich sogar, ob es überhaupt eine gute Idee war bis zu dieser Festung zu reisen und um ein Gespräch zu bitten.
    Viel erhoffte er sich nicht von diesem Vorhaben, aber zumindest hatte er damit seine Pflicht getan.


    Er seufzte und ließ damit eine Wolke nebligen Atem aufsteigen.


    Frayas idee über eine Schneehöhle warf ihn aus seinen Gedanken.


    "Eine Schneehöhle?
    Das klingt gut. Zumindest sinnvoller als bei dem Wetter zelte aufzuschlagen.
    habt ihr sowas schon einmal gemacht? Hält sich darin ein Feuer?"

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  • "Auf jeden Fall sollte es warm genug werden, damit uns Bruder Fjörnir ein Schneeabenteuer erzählen kann."


    Dormen schloss wieder zur Gruppe auf. In ihrem dicken, gefütterten Kapuzenmantel sah sie wie ein aufgeplusterter Schneevogel aus, aber immerhin hielt er die Kälte ein wenig auf Abstand.


    "Wie fangen wir mit dem Bauen an?"

    &quot;Alle Menschen müssen sterben&quot;, meinte Boileau einst am Hofe Ludwigs XIV. Als der Sonnenkönig ihn darauf scharf ansah, korrigierte sich Boileau sofort: &quot;Fast alle Menschen, Sire, fast alle!&quot;

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  • "Ich hoffe mal, die beiden wissen wie sowas geht. Wenn sie schon die Idee dazu haben." kommentierte Silas mit einem leichten Grinsen. Sich bei den Temperaturen auch noch in den Schnee zu wühlen, schien ihm keine allzu gute Idee zu sein. Aber solange sie aus dem schneidenden Wind rauskamen, wäre ihm fast alles recht.


    Er sah wieder zu Murdo. "Vater Murdo, glaubt Ihr denn, das Schwarze Eis wird sich auf ein Gespräch einlassen? Wer mit einem Heer anklopft und Festungen errichtet hat doch normalerweise recht konkrete Ziele und ich wüsste nicht, warum sie sich davon abringen lassen sollten."

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  • Murdo schüttelte den Kopf.


    "Sie werden sich von ihrem Vorhaben nicht abbringen lassen...
    Aber das soll auch garnicht unser Ziel sein.
    Ich möchte gerne in Erfahrung bringne was ihr Ziel ist.
    Eventuell können wir diese Information für uns nutzen.
    Vieleicht ist ihr vorhaben auch harmlos wer weiß das schon."

    Er zuckte mit den Schultern.


    "So oder so werden sie uns anhören, dem bin ich mir sicher.
    Und in diesem Moment können wir eventuell die Feindesstärke und den Stand des Festungsbau ausspähen..."

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  • "Eine Schneehöhle zu bauen ist relativ einfach. Man muss nur auf die Schneedicke achten und am besten an einer geeigneten Geländekante anfangen sich einen Eingang zu graben, dieser bleibt allerdings relativ schmal so dass man gerade durchkrabbeln kann. Nach circa einem halben Meter fängt man dann an die Höhle höher zu bauen."
    Stirnrunzelnd schaute sie auf die etwas weiter vor ihnen liegenden Hügel. "Ich denke dort könnten wir einen geeigneten Platz finden, tief genug ist der Schnee hier sowieso. Aber um auf die Frage des offenen Feuers zurückzukommen, nein ein wirklich großes Feuer kann man in solch einer Höhle nicht machen, es sei denn wir haben vor zu ersticken. Eine Fackel sollte aber funktionieren."

  • "In der Schneehöhle sollte es auch gerade noch so warm sein, dass Wasser nicht einfriert." Fjörnir gefiel die Idee gar nicht, jetzt auch noch im Schnee zu buddeln. Bei der Vorstellung kuschelte er sich noch stärker in die Pelzklamotten. Sein Blick wanderte zu Silas. "Fackel uns nachher bloß nicht die Decke ab."

  • Silas grinste, beugte sich zu Fjörnir herüber und schnippte vor dessen Gesicht einmal mit den Fingern, ohne dass etwas außergewöhnliches passierte. "Keine Sorge. Anzünden kostet extra."


    Wirkliches Vertrauen hatte der Magier aber noch nicht wirklich in irgendwelche Schneehöhlen. Er hatte jetzt zwar keine ausgeprägte Raumangst, aber bei dem Gedanken, sich in eine winzige Behausung aus Schnee zu quetschen, wurde ihm schon etwas mulmig.


    "Ach, vielleicht finden wir ja noch einen Platz wo wir die Zeltplanen als Windfang aufhängen können, dann bleibt uns die Arbeit erspart." sinnierte er hoffnungsvoll.

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  • "Ich möchte hier keine Winterresidentz errichten, lediglich die Nacht überstehen.
    Ob Zelt oder Höhle.. ist mir einerlei, nur macht irgendetwas."


    Der Priester fuhr mit seinen Händen über die Oberarme um sich dort etwas zu wärmen.


    "Einer kommt mit mir, ich will die gegend etwas Erkunden.
    Nicht das wir in direkter Nähe zum schwarzen Eis lagern."


    Mit diesen Worten stapfte er einige Schritte in Richtung einer Erhebung,
    von der er inständig hoffte, dass sie nicht komplett aus Schne besteht und ihn halten würde.

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  • Bei Silas' Schnipser zuckte Fjörnir kurz zurück, fing sich jedoch genauso schnell wieder.


    "Ich fang dann mal an", stöhnte er und grub mit seinen Füßen lustlos eine kleine Kuhle aus, in die mit etwas Optimismus ein ganzer Stiefel gepasst hätte. Als Vater Murdo fragte, ob ihn jemand begleiten möge, sah er seine Chance gekommen, sich vor der Arbeit zu drücken. Sollte seine Schwester doch das Schneeloch ausgraben, sie hatte immerhin die Idee gehabt. Er wollte nur raus aus der Kälte. Andererseits hieß ein Erkundungsgang mit Vater Murdo gleichzeitig eine weitere Verzögerung des Rastens und Aufwärmens. Statt irgendetwas zu tun, stand er einfach nur herum und dachte nach, was er tun solle. Er wusste, dies war eine jener Situationen, in der man nur verlieren konnte.


    "Haben wir eine Schaufel dabei?", fragte er schließlich in die Runde.

  • "Wir haben zwei kurze Schaufeln dabei, keine Sorge." Silas zog die beiden Werkzeuge aus den Rucksäcken, warf Fjörnir einen zu und behielt den anderen. Er sah kurz zu Dormen herüber. "Mutter Dormen, wollt ihr mitgehen? Wir drei kümmern uns inzwischen um unseren Winterpalast."


    Etwas unschlüssig blickte er über den Schnee. "Tja, Fraya, dann sag mal an."

    Bei Sturmgewalt und Regen, lauf auf neuen Wegen. Kopf hoch – Neuer Wind kommt von vorn.<br /><br />Stemm dich fest dagegen. Wer nicht kämpft hat schon verloren. Neuer Wind kommt stets von vorn.

  • Sie nickte Silas zu. "Dann gehe ich mit." Sie war für die Bewegung dankbar, denn so froren die Füße nicht ein. Murdo hatte recht: Besser jetzt vorsichtig sein, als in der Nacht eine noch eisigere Überraschung erleben.
    Ein wenig skeptisch sah sie zu Fjörnir und seiner Buddelei. "Bruder Silas, vielleicht passt du auf, dass Fjörnir sich nicht selbst eingräbt? Im Dunkeln finden wir den nie wieder." Sie zwinkerte und drehte sich zu Murdo.

    &quot;Alle Menschen müssen sterben&quot;, meinte Boileau einst am Hofe Ludwigs XIV. Als der Sonnenkönig ihn darauf scharf ansah, korrigierte sich Boileau sofort: &quot;Fast alle Menschen, Sire, fast alle!&quot;

  • "Dort vorne am Hügel sieht wie eine geeignete Stelle aus, wenn wir dort am Hang graben sollten wir genug Platz haben um die Höhle groß genug für uns zu bauen." Fraya hob ihre Hand und deutete auf einem der größeren Hügel in der Gegend.
    Mit einer Handbewegung zeigte sie Silas und Fjörnir ihr zu folgen und ging zum Hang.
    "Wenn der Wind sich nicht plötzlich dreht sollte hier der perfekte Platz für den Eingang sein." Sie kniete sich hin und klopfte die Stelle ab die sie meinte.
    "Wir müssen den Eingang erst leicht schräg nach unten graben und ungefähr nach einem halben Meter anfangen die Höhle weiter nach oben ausbauen. Dabei müssen wir allerdings beachten das die Decke mindestens die Dicke von Anderthalb Meter beibehalten sollte." Ihr Blick wechselte zwischen den beiden Zuhörern. "Ich hoffe keiner von euch hat ein Problem Längen zu bemessen? Oh und bevor ich es vergesse, am Ende sollten wir noch ein paar Luftlöcher duch die Decke stechen, nicht das wir noch alle dort drinnen ersticken."

  • Murdo ließ seinen Blick prüfend über die Ebene schweifen.
    Fürs erste schienen sie hier sicher zu sein. Oder zumindest ungestört.
    Als Dormen zu ihn trat lächelte er.
    "Habe ich dir schon gesagt wie glücklich ich bin, das wir diesen Weg zusammen gehen?"


    Er nahm sie an die Hand und zog sie zu sich.


    Als er Frayas Anweisungen vernahm fuhr er herum und blickte zu Silas und den Norwins herunter.
    "Das sind ja ungeahnte Talente die hier zum Vorschein kommen."

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  • "Ich auch."


    Sie lächelte zurück und küsste ihn.


    "Ich gehe dahin, wo du hingehst."


    Dann drückte sie seine Hand fest und sah in die gleiche Richtung.
    Auch sie konnte auf der Ebene nur eintöniges Weiß erkennen und war froh darüber. Aber bald würde es dunkeln und die Sicht einschränken. Dormen sah sich um. Rechts von ihnen wirkte der Schnee wie aufgetürmt. Vielleicht lag ein kleiner Fels darunter. Links huschte in der Entfernung etwas über den Boden, aber vielleicht hatte sie sich nur verguckt.


    "Nach rechts oder nach links?"

    &quot;Alle Menschen müssen sterben&quot;, meinte Boileau einst am Hofe Ludwigs XIV. Als der Sonnenkönig ihn darauf scharf ansah, korrigierte sich Boileau sofort: &quot;Fast alle Menschen, Sire, fast alle!&quot;

  • Er nahm sie für einen Moment in den Arm.
    Jetzt wusste er, was ihm die Zeit über fehlte, als er ohne sie unterwegs gewesen war.


    "Lass uns rechts etwas weiter gehen,
    Von dort aus können wir die gened etwas besser einsehen.
    Auch wenn ich nicht davon ausgehe dass uns Gefahr droht."

    What if I far from home? Oh Brother I will hear you call.

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