Nachmittags im Park

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    Wann: Schwarze Nacht im Fralt XII. Nachmittags.
    Wer: Kop-Tar, Mac.
    Wo: Kop-Tars Jurte, Park der Elemente.
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    Er hatte letzte Nacht wenig geschlafen. Ihre Exzellenz hatte ihn lange beansprucht. Seine Laune war nicht die Beste und Haferbrei ohne Fusel konnte ihn nur bedingt aufheitern. Lärm war gedämpft aus der Stadt zu hören und in der ganzen Stadt ging es geschäftig zu. Die raetischen Wachen hielten einen großen Teil des Parks frei von Gesindel und der Tross war um die Jurte des Tars damit beschäftigt zu kochen.

  • Mac näherte sich dem Zeltdorf, dass die Ulu-Mulus im Park aufgebaut hatten. Hatte er alles dabei? Er schaute in seine Tasche. Feenkraut? Ja. Feenkrautschnaps? Ja. Uisge? Ja. Níall's Absinth. Ja.
    Er ging also auf den bewachten Eingang zu.
    Der Redcap war die übliche abgerissene Erscheinung. Flicken, Flecken... also wie immer.


    Vor den Wachen baute er sich auf.


    "Grüße. Ich suche Kop-Tar. Man sagt, der ist hier? Hab auch was mitgebracht." sagte er und hielt eine Flasche mit einer goldbraunen Flüssigkeit hoch.

    Mac Sgíthanach <br />Occupations:<br />Former Ambassador of the Freyenmark to the Northern Realm<br />Now: Private Citizen and Advisor<br /><br />Ah, yes, Mac... A known Connoisseur of faerie weeds and various supernatural intoxicants, aswell as of any creature, large and small, alive, dead or undead...

  • Die raetischen Gardisten beäugten den Redcap kritisch und tauschten Blicke aus. Sie waren allerhand gewohnt, was die Gäste des Protektors anging, also ging man sicherheitshalber nachfragen und einen guten Augenblick später wurde Mac ins Innere der Jurte geleitet. Im halbdunkel der Jurte saß Kop-Tar auf Fellen und Kissen, eine halbe Schale Brei vor sich, während er versuchte mit einer langen Zange Kohlen aus dem Becken zu fischen um eine Wasserpfeife in Gang zu bringen.
    Als Mac eintrat blickte der Ulu-Mulu den Redcap säuerlich an.
    "Wenn Fee will Lösegeld für Kinder, du an falsches Ort. Kop-Tar nix Vater, falsches Mulu!", zischte er.

  • Mac gab einem der Wächter die Flasche und holte eine Neue hervor.


    Mac hob eine Augenbraue. "Nein, Kop-Tar. Warum sollte ich? Redcaps entführen keine Kinder. Du siehst aus, als hättest du Bedarf an was anderem. Hab was Gutes zu trinken mitgebracht." sagte er. "Muss nur mit dir reden. Geht um den Norden und die Freyenmark."

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  • "Nix wissen, warum überhaupt jemand entführen Kinder in Feenwelt.", meinte der Ulu-Mulu kritisch und zog tief an der Pfeife. Er schien einen Augenblick zu überlegen und musterte den Redcap erneut. "Wer sein die Fee die reden will? Und was will Fee trinken mit Kop-Tar?"

  • "Unsere Verwandten in der Alten Welt entführen Kinder, ja. Aber hier tun wir das nicht mehr. Das ist ein ganz anderes Land und es macht keinen Sinn, das hier zu machen." sagte er "Mac ist mein Name. Einer der Ältesten der Redcaps und ich bin hier als Gesandter der Freyenmark. Und was ich mit dir trinken will... Ich hab mehrere Sachen mitgebracht. Feenkrautschnaps, keltischen Schnaps und Absinth. Man sollte nie zu den Ulu-Mulus gehen ohne ein Geschenk. Oder willst du lieber was zu Rauchen? Hab ein sehr, sehr gutes Kraut dabei..."

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  • "So so.", meinte der Ulu-Mulu zur Kindergeschicht, beließ es aber vorerst dabei.
    Er kramte zwei Becher hinter den Kissen hervor, wischte mit seinen Fingern den ärgsten Dreck und angeklebte Fellhaare raus und reichte sie dem Redcap, "Überrasch Kop-Tar, Mac von den Redcaps. Kop-Tar trinken alles und immer, bei Kraut er sich aber verlassen auf Mar. Nur Tabak und Früchte für Pfeife von Kop-Tar. Komm setzen Mac und erzählen Kop-Tar was über dieses Freyenmark.", schlagartig hatte sich seine Laune gebessert, bemerkte der Redcap.

  • Mac nahm ohne zu zögern den Becher und schüttete beiden kräftig ein* und reichte dem Mulu den Becher. "Slànte!" prostete er Kop-Tar zu und trank**.


    "Die Freyenmark... entgegen aller Gerüchte und Meinungen ist die Freyenmark kein Land der Söldner. Die waren zwar von vornherein dabei, aber es ist lange nicht mehr das Gleiche. Viele sind wieder gegangen und dafür sind Leute aus den Siegeln gekommen, die nie Söldner waren. Aber was uns dort alle ausmacht: Wir leben in Freiheit."


    _______
    * 1. Flasche: Uisge (Whiskey) rauchig, etwas torfig, aber angenehm im Abgang. Relativ hartes Zeug.
    ** Gebt mir bloß OT keinen Alkohol. Bin trocken und will's auch bleiben. ;)

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  • Mac grinste mit seinen piranhaartigen Zähnen, als Kop-Tar den Uisge für gut befand.


    "Für die Fae und mich heißt es vor allem Freiheit von der Herrschaft der Feenhöfe. Aber es geht ja nicht um die Feen. Die Freyenmärker leben nicht nach den Regeln der Siegel. Wir haben weder Archon und Nyame. Man lebt in Einvernehmen mit den Elementen, aber ohne ihnen zu dienen. Trotzdem ist es absolut klar: Die Verfemten sind der Feind. Und diesem Feind haben wir schon oft die Stirn geboten. Auch im Norden, für dieses Siegel. Man muss den Märkern nicht sagen, wer der Feind ist. Sie erkennen es selbst. Deswegen sind die Eisernen genauso wenig bei uns willkommen wie die Verfemten. Die Eisernen sehen den großen Krieg als Selbstzweck. Die Freyenmärker sehen die Verfemten, die Eisernen und den Krieg als Bedrohung ihrer Freiheit und ihres Friedens. Sie sehen es nunmal wie es ist. Und es ist wie es ist: Unser Denken und unser Handeln sind dem Denken und Handeln des Nordens unglaublich ähnlich. Es gibt kleine Unterschiede, aber die machen am Ende des Tages nichts aus."

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  • "Und Mac und Freyenmark seinen ebenfalls der Meinung, dass es eines Tages vielleicht können geben Frieden mit Verfemte?", fragte Kop-Tar neugierig nachdem er den Ausführungen gelauscht hatte, und nahm dann einen weitern Schluck den er seine Kehle hinunter brennen lies.

  • "Frieden... Mit den Verfemten? Pah!" Mac lachte als sei das ein schlechter Scherz. "Nein. Wohl kaum. Nicht solange das Eis und die Untoten uns angreifen und nicht solange immer noch die Leere ihre Tricks abzieht und Leute an der Pestilenz verrecken! Was die Zukunft von dieser Seite bringen wird weiß ich nicht. Ich weiß nur eins: Sobald die Verfemten nicht mehr da sind oder unbedeutend genug werden, werden die Eisernen uns angreifen. Nicht nur die Freyenmark, sondern auch den Norden. Das ist der Grund, warum ich mit dir reden will.


    Ich kann selbst nicht in die Spiegelwelt gehen, aber ich will vorbereitet sein, sobald der Feind plötzlich das Nachbarreich in dieser Welt ist. Nicht nur ich. Die Mark und der Norden gemeinsam. Denn sonst gibt es kein Gegengewicht zu den Eisernen. Erst recht nicht, wenn wir uns alle drüben hinter dem Tor von ihnen verheizen lassen."


    Der Redcap kippte den Rest aus seinem Becher herunter und schenkte sich nach. Er schaute Kop-Tar fragend an, ob er mehr wolle.

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  • Der Ulu-Mulu hielt ihm den Becher hin. Mehr wollte er, ja, aber in seinem Gesicht war abzulesen, dass es nicht genau das war, was er hören wollte. "Sollen Kop-Tar daraus schließen, dass du Kriegszug in Kelriothar nicht gut finden? Und was müssten geschehen, dass es Frieden gibt mit zweite Schöpfung?"

  • "Der Kriegszug... ehrlich... ich weiß gar nicht mehr, was ich davon halten soll. Wie man es auch dreht. Für eine Lösung die man VORHER hätte ansetzen können ist es zu spät. Das Tor ist einmal geöffnet worden, da kann man nichts mehr dran machen. Jetzt muss man zusehen, dass man den Weg weitergeht, der eingeschlagen wurde. Wenn jetzt die richtigen Leute..." er hob seinen Becher in Richtung Kop-Tar. "... auf dem Kriegszug Einfluss nehmen und richtig handeln, wird auch dieser Weg zum Ziel führen."


    Er sah in seinen Becher und seufzte. Schon wieder halb leer.


    "Und auch wie es Frieden geben kann... ich weiß es nicht. Man müsste mit der Gegenseite reden, um überhaupt zu erfahren ob das möglich ist. Dazu ist aber niemand bereit, weil man fürchtet sofort als Verräter gebrandmarkt zu werden." ergänzte der Redcap, während er weiter in den Becher starrte.


    Dann sah er Kop-Tar wieder an.


    "Es gibt dazu genauso viele Meinungen wie du Leute fragen kannst. Und selbst die Forscher und Wissenssammler haben keine Antworten darauf. Also warum denkst du, ausgerechnet ich könnte eine zufriedenstellende Antwort geben? Aber meine Meinung: Der Kriegszug, ist über jeden Zweifel erhaben. Es gibt ohnehin kein Zurück mehr. Und Frieden mag es geben können, ich weiß nur nicht wie. Es ist wie es ist. Und was denkst du?"

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  • Kop-Tar zog ein Braue hoch. "Kop-Tar wissen, dass es niemals werden Frieden geben mit Verfemte. Nur eine Option. Totale Vernichtung. Um jedes Preis. Wir oder sie."


    Er lies diese Ansage kurz sacken und nahm einen Schluck.


    "Kriegzug sein wirklich unabwendbar. Kop-Tar auch der Meinung dass man hätte schlauer machen können, aber Eiserne schlecht zum diskutieren...wobei ja viele sagen, Kop-Tar selber eisern", er musste selbst prusten als er daran dachte. "Vernichtund von Kelriothar, Urzweifler und alle Verfemte sein einzige Weg um Zukunft von unseres zumindest auf gewisses Weise sicher stellen! Das sein Meinung von Kop-Tar." Er blickte Mac in die Augen und wartete was sein Gegenüber nun vortragen würde.

  • Mac grinste.


    "Ganz klar: Du bist kein Eiserner. Du hast Verstand." sagte er. "Solange sich keine schnellere und einfachere Möglichkeit ergibt, ist der Sieg nur durch mühsame Vernichtungsarbeit zu erlangen. Da teilen wir die Meinung. Und solange auf Seiten der Siedler etwas mehr Zusammenarbeit besteht, wird das auch klappen."

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  • "Und jetzt erklären Mac Kop-Tar wie eines Freyenmark da rein passen! Eine Landstrich wo jeder haben eigenes Kopf und eine Kommissionär der noch niemals nie sich an Abmachungen gehalten, wenn man Sturmhart nicht Gold hinterher schmeißen!", Enttäuschung machte sich in seiner Stimme breit.

  • Nun machte sich Enttäuschung in Macs Stimme breit.


    "Du denkst immer noch die Freyenmark wär ein Haufen Söldner, oder?" sagte er scharf. "Die Zeiten sind vorbei, sonst hätte ich mit denen nichts zu tun, das glaub mir mal. Es gibt jetzt die Söldner auf der einen Seite und die Freyenmark auf der anderen Seite. Das eine hat mit dem anderen nichts mehr zu tun. In der Freyenmark habe ICH in den anderthalb Jahren, die ich dort bin niemanden kennen gelernt, dem nicht Vernunft über Gold und Blut ging. Die Freyenmärker rufen nicht mehr danach. Und Sturmhart hat sich zum Besseren verändert."


    Man merkte Mac an, dass er die ewig gleichen Vorurteile satt war.


    "Aber was will man erwarten... Die Söldner haben jahrelang einen schlechten Eindruck gemacht und nur weil einige von denen die Freyenmark mitbegründet haben, heißt das nicht, dass es da genauso weiter geht. In der Mark leben heute mehr Leute, die nie Söldner waren, als solche, wie du sie dir vorstellst. Wenn heute etwas passiert, was dort alle angeht, stehen alle zusammen und tun das Richtige und nicht mehr das, was irgend ein Auftraggeber will, der ihnen eine Truhe wertloses Gold hinstellt!" ergänzte er knurrig. Er ließ nichts auf seine Träumer kommen. Schon gar nicht, wenn es die selbe alte Leier war.

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  • "Kop-Tar kennen nicht diese neue Freyenmark oder ihres Leute. Kop-Tar kennen eine Sturmhart auf den man sich nicht können verlassen und eine Haradron, welcher genießen meine Respekt. Wenn Mac also sagen, jene Söldner sollten nicht mehr sein dabei, dann tun Kop-Tar sich noch schwerer dieses Leute in gutes Licht zu sehen, auch wenn eine Sturmhart gelernt haben sollte, dass nicht jeder werden gern verarscht.", meinte er nüchtern.
    "Was aber viel wichtiger sein, was sein denn das Richtige? Was außer diese Freiheit die sich Freyenmärker schreiben auf Hüte leitet sie denn?", fragte er.

  • "Oh, versteh mich da mal nicht falsch. Sturmhart hat viel dazu gelernt und Haradron ist immer noch da und tut sein Bestes als der wichtigste Heerführer." warf Mac ein. "Was alle leitet? Die Vorstellung eines Landes, dass es schafft trotz aller Gegensätze zusammen zu halten und zu bestehen in dieser Welt. Freiheit, Wissen und Vernunft. Die Freiheit dieser Gemeinschaft für sich selbst zu entscheiden. Das Wissen, dass alles in Mythodea auf den Elementen basiert. Und die Vernunft, die den Weg zwischen der Freiheit und dem Wissen zeichnet." gab er zurück.


    "Und nicht zuletzt der Wille. Der Wille Mythodea für die Siedler zu befrieden. Nicht für die zweite Schöpfung, sondern zum Wohl der Siedler. Denn das sind die Freyenmärker. Siedler. Nicht Söldner."


    Der Redcap unterstrich mit seinem Tonfall seine Überzeugung und auch seinen Unmut darüber, wie schlecht das Licht war, in dem seine Träumer standen.


    "Also sage ich dir, der richtige Schluss daraus ist, dass sie besser geworden sind, als ihr Ruf besagt. Zuverlässig, stark und eine Größe mit der man in Zukunft rechnen darf. Und wenn ich lüge, dann soll mich hier und jetzt der Blitz treffen."

    Mac Sgíthanach <br />Occupations:<br />Former Ambassador of the Freyenmark to the Northern Realm<br />Now: Private Citizen and Advisor<br /><br />Ah, yes, Mac... A known Connoisseur of faerie weeds and various supernatural intoxicants, aswell as of any creature, large and small, alive, dead or undead...