Grenzgänger

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    Wann: Im Herbst
    Wo: Beginnend an der Südgrenze Sah'tubaahs
    Status: Geschlossene Gesellschaft


    Dies war keine Reise für Wappen und Farben. Nicht, dass er vor hatte, sich zu verstecken. Doch Wappen zu tragen, Farben zu präsentieren, bedeutete Verantwortung und setzte gleichzeitig ein Zeichen, das er nicht setzen wollte.
    Dies war keine Reise als Mann mit einer Funktion in einem Siegel, auch nicht die eines Mannes in einem Orden.
    Dies war schlicht die Reise eines Mannes.


    So trug er Grün und Braun, als er die Grenze überschritt, auf dem Rücken einen alten Rundschild und am Körper die Brigantine, in der vor einigen Jahren ins Land gekommen war, über seiner neuesten Kettenbrünne.
    Es war kalt, aber er war dick genug gekleidet, und er hatte die Kaputze seines Umhang aufgesetzt, um seinen Kopf vor dem Wind zu schützen.
    Dies war keine Verkleidung, so sagte er sich. Die "Säge" in seinen Händen, der Hammer am Gürtel sagten ebenso deutlich, wer er war, wie die tiefen Eindrücke, die seine Füße im regennassen Boden hinterließen. Er machte niemandem etwas vor.


    Wenn er richtig informiert war, dann war dies das neue Land der Uruks. Was es schwer machte, gewisse Entscheidungen zu treffen. Sollte er sein Eintreffen möglichst deutlich machen? Oder sollte er versuchen, sich so gut es ging in die Natur einzufügen, um vielleicht Respekt dadurch zu erringen?
    Er hatte weder vor, absichtlich durchs Unterholz zu brechen, noch durch die Wälder zu schleichen. Die Ebene lag hinter ihm, und hier, in den Wäldern, kam die Erinnerung zurück an andere Wälder, durch die er gestreift war.
    Ganz von selbst bewegte er sich umsichtig, aufmerksam, ohne dabei zu schleichen. Er sah Tiere. Dies war eine wildreiche Gegend, so schien es ihm, doch er hatte keine Jagdwafen mitgebracht und ihm stand auch nicht der Sinn nach der Jagd.
    Dieses Mal hatte er andere Beweggründe.
    Er hielt die Augen offen. Früher oder später, das wusste er, würde man auf ihn aufmerksam werden. Was gut war, denn er hatte keine Idee, wohin er eigentlich musste.

  • Eine Weile blieb der Weg des Wanderers einsam.
    Er durchstreifte die weitläufigen Wälder des Lehens der Uruks, bei derem betreten möglicherweise jene dreibeinigen Gestelle wahrgenommen hatte, die dem Reisenden verrieten, welche Grenze er gerade im Begriff war zu übertreten.
    Schädel und Knochenteile baumelten an ihnen, Stoffe flatterten im Wind oder klebten in Streifen ihres Gewebes an dem rauhen Holz.
    Farbige Erden waren in Ringen verstreut, manchmal färbten sie aber auch das Holz der Stämme. Groteske Äste oder seltsam geformte Steine vervollständigten das Gesamtbild.


    Zuerst war für den Wanderer kein Weg erkennbar, woher auch?
    Das Lehen war jung, die Uruks nicht unbedingt als Straßenbauer bekannt.
    Doch je weiter er vordrang, deseto näher kam er einer Art viel genutztem Pfad - zu schmal für eine richtige Straße, aber zu breit und ausgelaufen für einen schlichten Trampelpfad.
    Offenbar führte dieser von der Pforte am Makurathon fort..oder zu ihr hin, je nach Reiserichtung.


    An diesem Tag war der Pfad leer, kein anderes Wesen setzte seine Füße hier voreinander, weder zwei noch mehrbeinige Wesen.
    Doch die Richtung war nun vorgegeben - gen Norden im Lehen, dann wieder etwas weiter westlich.


    So umrundete er einsam einen See der in einen Fluß auslief, an dessen Ufern er die Hütten von Fischern auf hohen Stelzen im Wasser erkennen konnte,sowie die kleinen gedrungenen Boote auf dem Wasser.


    Gegen Mittag eines weiteren Tages sah er vor sich Rauch aufsteigen, jene Art von Rauch die Feuer hinterließen wenn Wanderer rasteten.
    Schon bald konnte man zwei Fuhrwerke ausmachen, vor die recht große kräftige Tiere in braun-schwarzer Fellfarbe gespannt waren - eindeutig jene Zucht, welche die Uruks bevorzugten.
    Eine Handvoll Wesen war um die Gespanne zu sehen, eindeutig auch ein oder zwei Wachen - die dem Wanderer aufmerksam, aber nicht aggressiv entgegen blickten.
    Unter den Wesen war beim näherkommen ein einzelner Mann zu erkennen, während die anderen deutlich der Rasse der Hobgoblins angehörten, sowie mindestens ein Troll.

  • Er wusste nicht viel, das wurde ihm spätestens jetzt bewusst.
    Ja, er hatte gelauscht und versucht, daraus zu lernen. Aber das Wenige, das tatsächlich einen Sinn ergeben hatte, reichte kaum aus, um eine Art Flickenteppich von Verständnis zu erzeugen.


    Zweifellos war er entdeckt worden, und ohnehin musste er nach dem Weg fragen. Also war es wohl an der Zeit, Kontakt zu den Bewohnern des Lehens zu suchen.
    Mit neuem Elan schritt er auf die Reisegruppe zu, den Kopf bewusst erhoben, die Stangenwaffe über die rechte Schulter geworfen, wo sie durch ihr eigenes Gewicht und seine Hand an ihrem Platz gehalten wurde.
    Interessiert blickte er der Truppe entgegen. Es fiel ihm schwer, die verschiedenen Unterarten voneinander zu unterscheiden. Was für Orks waren das wohl? Besonders hielt er Ausschau, ob welche von ihnen schwarze Gesichter hatten.


    Einen Steinwurf von der Gruppe entfernt blieb er stehen, stellte sich bewusst breitbeinig auf und streckte seinen Rücken durch. Die Stangenwaffe ließ er von der Schulter rutschen, bis sie vor ihm den Boden berührte und er sich mit beiden Armen darauf abstützen konnte.
    Dann beobachtete er.

  • Man beobachtete und wartete ab.


    Als der Fremde stehen blieb und sich breitbeinig und felsenfest positioniert hatte, schritt der Mann unter den goblinoiden zwei, drei Schritte auf diesen zu.
    "Heda, Fremder....wie ist euer Name und was führt euch bei diesem Wetter durch dieses einsame Land? "rief ihm der Mensch zu.
    Sein Gesicht war offen und freundlich.
    Neben ihm tauchte der Troll auf, der deutlich in Richtung des Fremden , großen Mannes witterte, während die anderen ihre Arbeiten an den Fuhrwerken eingestellt hatten. So standen die Tiere halb ausgeschirrt und scharrten mit den Hufen.


    An dem noch nicht lange brennenden Feuer saß ein Goblin und erhitzte mißmutigen Gesichts Wasser.

  • Er fuhr sich mit der Zunge über die Lippen und räusperte sich, bevor er antwortete:
    "Ich werde Alnock genannt. Alnock Ginster. Und ich bin hier, weil ich nach Mahrukkaa suche oder nach jemandem, der mir beschreiben kann, wie ich zu ihr finde."


    Er rührte sich nicht.

  • Einer der Hobgoblins legte den Kopf schief und zischelte etwas, während der Mann etwas näher heran kamm und sich leicht durchs Haar rieb, als würde er nachdenken.


    "Mahrukkaa? Hm, also dieser Pfad hier führt nach Barach ´nar...wenn jemand Euch sagen kann, wo ihr einen Ork diesen Namens findet, dann dort! Sie bauen dort ihre Siedlung auf, treiben da Handel...und man bekommt sogar ein anständiges Bier dort!" grinste der Mann, der also offenbar ein Händler war Alnock an.


    Dann schien er sich an etwas zu erinnern.
    "Ginster?..Alnock Ginster?...den Namen habe ich doch schon mal irgendwo gehört?!" er blickte Alnock forschend an.


    Die Goblinoide Begleitung des Menschen machte jedoch keine Anstalten Alnock gefährlich zu werden, sie beobachteten ihn zwar, aber offenbar war ihnen der Sold oder anderes wichtiger als das sie Ärger suchten....oder lag es doch an der imposanten Gestalt Alnocks?

  • Auf diese Entfernung war eine Unterhaltung möglich, aber nicht bequem. Der Mann namens Alnock gab seine Pose auf, griff mit der Rechten die "Säge" im Schwerpunkt und überbrückte die Entfernung zu dem ungleichen Paar mit langsamen Schritten.
    Er blickte die Gestalt neben dem Mann prüfend an. Er war nicht sicher, ob es sich um einen Ork handelte. Orks konnten anscheinend ziemlich unterschiedlich aussehen.
    Außerhalb der Reichweite seiner Waffe blieb er erneut stehen.
    "Dann müssen wir nicht so brüllen", erklärte er. Man konnte sehen, wie sich seine Nasenflügel bewegten, als er mit seiner Menschennase in Richtung der Beiden schnüffelte - warum auch immer. Einen Nutzen hatte er sicherlich nicht davon.

  • Die Hobgoblins waren schlanker als normale Orks, aber hochgewachsener als ein Goblin. Lange Ohren und mindetens genauso lange Nasen entsprangen ihren Köpfen, bei einigen baumelten Holzstücke, geflochtene Zöpfe oder andere Gegenstände im Haar herum. Einer trug nur einen Kammartigen Haarschmuck mittig auf dem Schädel, während in den Ohren diverse Ringe glitzerten.
    Dennoch , man konnte sich vorstellen, dass diese Wesen sehr schnell und kraftvoll agieren können würden, der Troll sogar möglicherweise noch mehr, da unter seiner Ledertunika deutliche bemuskelte Arme zu erkennen waren.


    Der Hobgoblin schaute Alnock scheinbar verwundert an, dessen "verrenkungen" mit seiner kleinen rosanen Nase.
    "In der Tat, man muß nicht immer so herumbrüllen...das tun die Orks schon laut genug!" grinste der Mann etwas schief.


    "Nun, also Herr Ginster...dort entlang führt der Pfad nach...." der Händler hatte sich leicht gedreht und deutete grob mit der Hand in die Richtung in der der Pfad verlief und nach Barach´nar führen würde.


    Er kam jedoch nicht dazu auszusprechen, da erst einer, dann alle Köpfe der Hobgoblins hochruckten,sich in eine Richtung drehten und offenbar lauschten.
    Ein leichtes zittern durchlief den Boden, ein rhytmisches Pochen das stetig näher zu kommen schien....Kurz danach bogen Reiter um die Biegung des Pfades, welcher offenbar von den Pforten aus nach Barach´nar zulief.


    Schaum stand den schweren Rössern vor Maul und Brust, flockte auf die Panzerung herunter.
    Ein Beritt von ca 15 Uruks näherte sich dem Händler und Alnock, über ihnen flatterte deutlich das Zeichen von Sah´tubaah, die ineinander verschränkten Klauen - in rot auf weißem Grund.

  • Der als Herr Ginster Angesprochene drehte den Kopf in die Richtung, in die die Anderen blickten. Als die Pferde sichtbar wurden und auch seine Ohren das Hufgetrappel identifizieren konnten, wandte er den Kopf nach Links und Rechts, wohl um sich einen Überblick über seine direkte Umgebung zu verschaffen.
    Ein abschätzender Blick galt danach wieder den anreitenden Uruks mit ihrem Wimpel. Das Zeichen schien vage vertraut, aber was hieß das schon?
    Mit einem angedeuteten Schulterzucken bewegte er sich aus der Bahn der Reiter für den Fall, dass sie einfach nur vorbei wollten.

  • Auch die Hobgoblins machten sich aus dem Weg, ebenso wie der Händler.


    Erst schien es , als würde der Beritt vorbeidonnern, die Pferde liefen in einem langsamen Kanter, doch dann verlangsamten sie, kamen in ruhigere Gangart und hielten dann an.


    Der Anführer des Trupps löste sich etwas und ritt geradewegs auf die Gruppe am Wegesrand zu.
    Äugte über jeden hinweg und hielt dann sein Tier mit einem leichten Zügelrucken an.
    Ein massiger dunkelbrauner Kopf schlug etwas unwillig hin und her, ein Huf stampfte dumpf auf.


    "Ut´gosh.... Fremder, Händler .... Ist eok was seltsames in den letzten Tagen aufgefallen oder habt na seltsame Gestalten hier in den Wäldern gesehen?"kam er ohne umschweife zur Sache.


    Seine Männer behielten den Waldrand im Auge, sicherten nach hinten oder vorne ab.
    Schwere Armbrüste hingen an den Sätteln - Dieser Trupp war auf der jagt, die Frage war nur - wonach?

  • Alnock war eigentlich gewillt, dem anderen Mann das Vorrecht der ersten Antwort zu geben.
    Eigentlich.
    Vielleicht irrte er sich, doch schien es ihm, als ob der wandernde Handelsmann und seine Leibwächter - oder was immer sie sonst waren - bei der Rede des Uruks unmerklich von ihm abzurücken versuchten und ihn misstrauisch ansahen. Vielleicht war es auch nur ein Gefühl, deutlich herauszustehen aus der Gruppe der hier Lagernden.
    Sich bewusst, dass als erster zu antworten durchaus ein Signal in mehrerlei Hinsicht war, ließ er zwei Herzschläge verstreichen, bevor er das Wort ergriff:


    "Ich bin alleine gewandert, von der südlichen Grenze bis hier. Ich habe in den Wäldnern nichts gesehen oder gehört, was auf seltsame Gestalten im Wald hindeuten würde. Mich selbst natürlich ausgenommen."


    Die letzte Aussage begleitete er mit einem halben Lächeln.

  • Der Händler hatte sich zu seinen Begleitern umgesehen, aber die Hobgoblins schüttelten alle den Kopf - keine auffälligen Vorkommnisse.


    Der Anführer des Berittes ließ seinen Blick auf Alnock ruhen, das übliche pulsieren der Nüsternhäute das der alte Mann schon kannte - er prüfte den Geruch Alnocks.
    Das Pferd stampfte und drehte sich leicht, so das der Wimpel am Gürtel deutlicher wurde - die Klauen Sah´tubaah´s und darunter , Furie und Widder auf weißem Grund in Rot. Mahrukkaa´s Clanszeichen.
    An zwei oder drei anderen Uruks war dieser Wimpel ebenfalls zu sehen, andere trugen andere Farben, aber immer in Kombination mit den verschränkten Klauen.Uruks verschiedener Clans, die sich entschlossen hatten den Norden zu ihrem Heim zu machen.


    Der Händler mischte sich ein.
    "Auf dem Pfad von Barach´nar bis hier her ist nichts auffälliges gewesen...Wonach genau wird gesucht oder besser, auf was sollten die Wachen achten....Ich meine, nicht das meine Waren noch geraubt werden!"er verzog etwas das Gesicht dabei.
    Mit den Uruks handeln war schwer, aber ihre Waren waren gut. Allerdings war es schwer gegen diesen Zingar anzukommen, der aus irgend einem Grund von ihnen bevorzug wurde.


    Mit einem Satz sprang der Uruk von seinem Pferd herunter, landete 3 Schritt vor Alnock auf dem Boden.Ohne den ändler weiter zu beobachten, aber kurz in dessen Richtung gesprochen grollte er:
    "Vai glaubt kaum, dass Leder und Felle für das was wir suchen interessant ist..."
    damit war der Händler für ihn erledigt.
    "Allerdings sind Waffen und einzelne Reisende in diesem Gebiet möglicherweise lohnende Beute"


    Der Uruk prüfte das Gesicht von Alnock, sah das halbe Lächeln und grunzte:
    "Wenige wagen sich alleine und ohne Führer in das Land der Uruks, Fremder - also entweder ist na dumm, hat keine Angst...oder..?"
    er ließ das "oder" im Raum schweben, abwartend was der große Fremde Mann sagen würde, der diese überaus interessante Waffe in den Händen hielt...eine Waffe, die einem Uruk durchaus gefallen würde.
    Aggressiv oder auf Streit aus wirkte sein Gegenüber jedoch nicht auf Alnock.

  • Alnocks Lächeln verbreiterte sich.


    "Ob man etwas Dummes tut, weiß man in der Regel erst hinterher, nicht wahr? Und jemand, der keine Angst kennt, wird nicht so alt wie ich."


    Er blickte den Uruk vor sich geradeheraus in die Augen.


    "Ich bin hier, um jemanden zu besuchen. Mahrukkaa. Ich war der Meinung, man würde sie hier kennen, aber diese hier", er deutete auf den Händler und seine Entourage, "wussten mit dem Namen nichts anzufangen. Was ist mit Dir?"


    Seine Körperhaltung war nicht völlig entspannt, aber er sah auch nicht so aus, als wäre er bereit für einen Kampf.

  • Der Uruk, welcher vor Alnock stand hatte in etwas seine Größe und auch die Statur des Menschen, alles verpackt in schwere Leder - und Metallene Rüstung.


    Unter grünschwarzer Haut zuckte der Wangenmuskel, bewegte sich leicht mahlend der KIefer.War das grad der Hauch eines Schmunzelns gewesen?


    "Wie ist na´s Name, Fremder?" fragte er rauh und grollen, leicht lauernd schien es. Aber worauf?
    "Entweder hat dieser Mensch wirklich keine Angst, hat keine Erfahrung mit Uruks,....oder seine Frage und Haltung bedeuten, dass er von jemandem gelernt hat..." kam es dem Brok in den Sinn, während er erneut Alnock taxierte.
    Nach einem kurzen BIss auf die Unterlippe fuhr er fort.


    "Na sucht also Mahrukkaa? Nun...offenbar tun das viele in letzter Zeit....!!"
    ein seltsamer Unterton schwang darin mit, die Spur von unguten Erinnerungen nach diesen Suchenden, die zu Mahrukkaa gewollt hatten.


    "Was genau will na von Mahrukkaa, jener die dafür bekannt ist , seltsame Freundschaften zu pflegen? Jener die den...neuen Weg beschreitet?" seine Klaue striff über den Wimpel am Gürtel, in der Art wie man es tat, wenn Dinge oder Wesen wertgeschätzt wurden, wichtig waren.


    Im Hintergrund landete gerade ein Falke bei einem der Reiter.

  • Alnock deutete ein Nicken an.


    "Dies ist das Land Deines Volkes. Es ist Dein Recht zu fragen", stellte er fest.
    Sein Gesicht nahm einen konzentrierten Ausdruck an.
    "Vai wird Alnock genannt. Alnock Ginster", sagte er langsam, so als müsste er über jedes einzelne Wort nachdenken, bevor er es aussprach.
    "Und ich ... vai nimmt an, dass vai eine der seltsamen Freundschaften ist, von denen Du ... von denen na spricht."


    Er zuckte mit den Achseln und lächelte schief.


    "Ich hoffe stark, dass Ihr alle dem neuen Weg folgt. Ansonsten bin ich nämlich in Schwierigkeiten."


    Und nach einer kurzen Pause fügte er schell hinzu.


    "Ich will nur sehen, ob es ihr gut geht."

  • Der Uruk nickte leicht, angedeutet anerkennend.
    "Na bemüht sich um die Sprache der Uruks...das tun nur wenige Najorim. Dabru, gut Alnock Ginster... na befindet sich inmitten jener die dem neuen Weg folgen. Auch wenn die Gor-Obrocks andere sind , als jene die na als Mahrukkaa kennt."
    Ein Unterton schwang in der Stimme mit , er drehte sich dabei leicht in Richtung des Falken, aus dessen Nachrichtenkapsel einer der Reiter etwas entnahm, führte das Gespräch aber weiter.


    Dann verdunkelte sich der Blick des Uruks, dessen Namen Alnock immer noch nicht wußte.
    "Nun, Schwierigkeiten - na´s Weg ist jener nach Barach ´nar , denn dort wirst na vermutlich Mahrukkaa finden. Es mag sein, dass na ein paar Tage warten müssen wird, denn eok brach nach Yunalesc zum Lichterfest auf...Die Gerüchte von dort sind vielfältig...Man spricht von Akolythen der Leere, Pestilenz und Unruhen."
    der große Ork zuckte die Schultern.


    "Aber auch hier ist der Weg nicht leicht, es ist besser wenn na nicht den Weg verläßt. Und jene meidet die weder die Klauen Sah´tubaah´s tragen, noch das Zeichen Mahrukkaas....Dann kann eok sich überzeugen, ob es Mahrukkaa gut geht, afal wissen nicht wieviele der Abtrünningen entkommen sind, welche Mahrukkaa und ihre Welpen angriffen, auch Verlustzahlen auf beiden Seiten sind bisher unbekannt."
    Beim letzten Satz musterte der Uruk Alnock aufmerksam.


    Es schien als würde er auf etwas warten...

  • Man konnte an seinem konzentrierten Gesicht sehen, dass er sich Mühe geben musste, um den Worten zu folgen. Als er hörte, dass sie fort war, wirkte er eindeutig enttäuscht. Die Geschichten von den Ereignissen des Lichterfestes schienen ihn nicht sonderlich zu beunruhigen, aber als der Uruk von einem Angriff berichtete, verwandelte sich das Gesicht des Mannes in eine Maske des Zorns. An seiner Hand, die um den Schaft seiner Waffe gelegt war, traten die Knöchel weiß hervor.


    "Erzähl. Mir. Alles. Über diesen Angriff", forderte er mit flacher, abgehackter Stimme.

  • Der Kopf des Uruks legte sich schief , musternd , den Geruch von Alnock prüfend.
    Zorn....er roch Zorn....
    Warum wurde dieser Mensch zornig? fragte sich der Brok im stillen.
    Was verband Mahrukkaa mit ihm? Denn irgendetwas mußte es da wohl geben, anders war diese Reaktion nicht zu...erklären.
    Kruz schien er abzuwägen, dann fragte der Uruk mißtrauisch:


    "Warum lodert Sha´urr so auf na´s Haut? Was ist an diesem Angriff, den Informationen darüber so...wichtig?"
    hakte er nach, ganzs Soldat und Jäger.

  • Der Mann tat einen tiefen Atemzug. In dem Maße, wie die Luft in seine Lungen strömte und sein Brustkorb sich hob, richtete er seinen gesamten Körper auf, drückte die Wirbelsäule durch, straffte die Schultern, reckte sogar das Kinn nach oben.
    Dann schloss er die Augen und atmete aus, ganz langsam ließ er die Luft zwischen seinen zusammengebissenen Zähnen hindurch leise zischend entweichen, entspannte seinen Körper wieder. Als er die Augen wieder öffnete, war der Zorn aus seinem Gesicht verschwunden. Nur in seinen Augen war er unzweifelhaft noch sichtbar, wenn auch deutlich unter der Kontrolle seines Willens.


    "Sie kann sich verteidigen", antwortete er so leise, dass er nur wenige Schritt weit verständlich war. "Wer sie angreift, der macht das mit ihr aus. Nicht mit mir. Aber Kinder ... Kinder sind unser höchstes Gut, sind die Zukunft, sind die Ausssicht auf eine Welt, die besser ist als die unsere. Kinder, geboren in diesen Landen, sind lebendige Teile der Seele des Landes."
    Er kniff die Augen zusammen. Deutlich lauter fuhr er fort:
    "Ich bin ein Ewiges Schwert, ein Tivar Khar'assil. Und ich weiß, dass Viele uns für blindwütige Schlächter halten, die Schwerter und Äxte statt Augen und Ohren haben, die nicht sehen und nicht zuhören, sondern einzig zuschlagen. Doch selbst wenn es so wäre: Wir schützen die Kinder. Wir ehren und achten die Reinheit, das völlige Fehlen jedes Zweifels, wie es nur eine Kinderseele auszeichnet. Wir feiern die Kinder als das Eine, was uns vorenthalten ist und in dem der Feind nicht mehr tun kann, als es uns zu neiden. Denn wir können Kinder zeugen, können neues Leben in die Welt pflanzen, und sie können es nicht."

    Er atmete schwer, so als hätte er diese kleine Rede halten müssen, während er einen Abhang hinauf lief. Dann atmete er noch einmal tief durch und trat die hälfte eines halben Schritts näher an den Uruk heran.
    Und im Flüsterton fuhr er fort:
    "Und das ist erst die Hälfte der Wahrheit."


    Und dann sagter er ihm auch noch die andere Hälfte.

  • Der für Alnock Namenlose Anführer des Berittes sah aus, als wollte er einen Schritt zurückweichen - doch er tat es nicht.
    Doch in seinen Augen spielgete sich etwas wieder...etwas wie ein Erkennen? Verstehen?


    Er ließ zu, dass Alnock ihm noch näher kam...


    Ein tiefes Durchatmen , ob dem was Alnock gesagt hatte...dann ein Schritt zurück und ein Nicken...ein Krieger ,der einen Krieger respektierte.


    "Nun...Afal"dabei zeigte er auf jene Reiter hinter sich
    "Afal jagen die Abtrünningen. Afal wissen, dass sie gezielt Mahrukkaa und jenen Tross angriffen, welcher sie aus Sicherheitsgründen begleitete, denn ihre Welpen sind wertvoll, dabru. Da stimmen die Djschhabuk Maah in ihren Regeln mit jenem über ein, welchem na folgt... Die Berichte sind....widersprüchlich. Offenbar ein Schamanenlehrling , welcher in die Fußstapfen des alten Atani der Adam´shai treten wollte...bis auf seinen Kopf, fanden afal jedoch nichts. Ebenso wie viele Leichen, doch weder Mahrukkaa noch ihre Welpen waren darunter zu finden - und jene die sie umgeben schweigen. Eok berichteten lediglich davon, dass Mahrukkaa nach Yunalesc aufbrach...Die Spuren aber, sprechen andere Sprache...afal werden sehen, was sich noch offenbaren wird.“


    Nun kam der Reiter mit der Nachricht des Vogels näher und krätzte etwas in uruk, woraufhin sich der Blick des Broks gen Südwesten richtete.... er schien zu überlegen.


    " Eok...sollte nach Barach´nar gehen – es sind noch...3..." er blickte Alnock an und verbesserte sich schnell
    "Nun.. wohl vielleicht 5 Tagesmärsche dort hin. Dort führen die Flüge der Botenvögel zusammen, entweder sie wird dort sein – oder man na Auskunft geben, wohin sie ging... mehr kann Vai nicht helfen."
    schloß der Ork seine Rede und knurrte den Reiter an, was dazu führte, dass die gesamte Gruppe sich offenbar bereit machten für den weiterritt.


    " „Na sollte sich vom südwestlichen Teil dieses Lehens fernhalten...Drachvai, Alnock Ginster" folgten die Worte des Abschiedes die Alnock wohl kannte, sprachs, drehte sich um und schickte sich an, auf sein Pferd zu steigen.