Das Spitzohr trifft ein

  • Wann: Anfang Juli, mittags
    Wo: Dort, wo sich ein erzählenswertes Treffen ereignen würde
    Wer: Alle, die mögen und sich gerade dort befinden
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    Ein schwer beladener, von Pferden gezogener Wagen näherte sich langsam. Man sah einen Mann auf dem Kutscherbock, dahinter weiße Ballen von Tuch sowie diverse Kisten von dunklem Holz.
    Es war dem Menschen anzusehen, dass er sich in der Gegenwart von Uruks nicht unbedingt behaglich fühlte... Gleichwohl fuhr er weiter, doch sein Tempo - das trotz des großen Gepäcks auffällig verhalten war - ließ darauf schließen, dass er jeden Moment damit rechnete, angehalten zu werden.


    In einiger Entfernung, einmal rechts, einmal links, dann wieder zurückbleibend, ging Naira. Sie trug ihr weißes Rüstzeug, das durch ein neues, buntes Mieder ergänzt worden war - wie die übrigen Stücke über und über verziert mit goldenen Ranken.
    Es war in der Form eines Schmetterlings oder eines ähnlichen Insekts gefertigt worden...
    Hinter ihr wehte der weiße Umhang. Sie ging aufrecht und sicher, und schien sogar - auch wenn dies wohl kaum möglich war - ein Stück größer geworden zu sein...


    Für solche, die sie kannten, war der Grund für ihre Bewegungszirkel rund um den Wagen offenkundig: Sie untersuchte Bodenbeschaffenheit, Vegetation und Tierbestand.

  • Die Ankunft Naira´s war nicht unbemerkt geblieben, ebenso wenig ihr Weg durch das Protektorat der Uruks.


    Und irgendwann auf ihrem WEg versperrten ihr und dem Fuhrwerk einige große Kriegsrösser den Weg.


    "Ut´gosh, kleine Maah des Ashdaimo...."
    grollte eine dunkle Stimme und einer der Reiter bewegte sich direkt auf Naira zu.


    Es war Kaa-Ash und ein nicht unfreundlicher Ausdruck lag auf ihren Zügen.


    Ohne abzuwarten glitt die dunkle Uruk vom PFerd und zog etwas aus einem Behälter, reichte es Naira:


    "Der Weg zu den Aru´s und den Kräutergruben!"

  • Naira betrachtete das holdunderbeerfarbige Wesen, über das sie schon soviel nachgedacht hatte. Sie musste schmunzeln, als sie an den Apfel dachte.
    Es war der Apfel gewesen, der sie bewogen hatte, ihren Weg in den Norden zu lenken. Um weiter zu lernen, aber auch, um das neue Wissen weiterzugeben.
    Sie gehörte nun hierher - zu Kaa-Ash, zu Mahrukkaa, zu Sah´tubaah.


    All dies sagte ihre Hand, mit der sie Kaa-Ash zum Gruß berührte.

    "Ut´gosh, Maah des Widerstands, Kaa-Ash!"
    , sagte sie mit ihrer dunklen Stimme. "Ich bin gekommen, um das Werk fortzuführen, was ich begonnen habe."
    Sie lächelte wieder.
    "Es gibt auch Tee für gutes Blut im weißen Zelt."

  • Ein grollendes Lachen drang aus der Kehle der Uruk und sie ließ die Berührung Naira´s zu.


    Nichts desto trotz schnupperte sie aufmerksam in Richtung des Spitzohres und bemerkte durchaus die eine oder andere Veränderung, auch wenn sie sie noch nicht greifen konnte.


    "Vai ist hier, um den Weg zu zeigen und um in dem Gebiet nach dem Rechten zu sehen. Außerdem wird es Zeit die Wachen dort abzulösen und...Naira muß begutachten, ob die heiligen Tiere gut heranwachsen!!!"


    Sie deutete auf das Pferd.
    "Laufen oder im Sattel hinter Kaa-Ash reisen?"


    Der Fahrer des Fuhrwerkes war gemustert worden, die anderen Reiter hatten sich wortlos um das Fuhrwerk als Eskorte in lockerer Formation gruppiert.

  • Naira ging zu dem mächtigen Tier. Sie war nicht umsonst in die Tiefen Terras gereist...


    Wortlos kletterte sie an dem Pferd hoch und setzte sich zurecht. Es war gut, kein Kleid zu tragen.
    Es war gut, keine Angst mehr zu haben.


    Sie nickte Kaa-Ash zu und bedeutete dem Tier, sich in Bewegung zu setzen.

  • DIe Uruk zog eine AUgenbraue hoch und registierte diese doch deutliche Veränderung.


    Naira wirkte immer noch wie ein Welpe auf dem riesigen Tier, das nur kurz ein Ohr nach hinten geklappt hatte, als die Lethi wieselflink am Sattelzeug hinaufgeturnt war.
    Ihre Haltung aber, wirkte wie die eines ausgewachsenen Weibchens, ja einer Maah´toch - stolz und ungebrochen, kraftvoll und gefährlich wie ein Raubtier.


    Schmunzelnd rückte sich auch Kaa-Ash zurecht im SAttel und ließ das Tier antreten.


    der Tross kam zügig voran.
    Immer wieder begegneten ihnen Patroullien der Uruks, mal zu Fuß andere beritten, manches Mal konnte man in hohen Baumwipfeln Krähennester ausmachen, Spähposten der Uruks.


    Der Weg führte nordlich an dem etwas größeren Gebirgsmassivs vorbei, in welchem die Festung Pir´tanu- saar im Aufbau begriffen war und deutliche Pfade führten bereits dort hin, aber auch zu einer weiteren Ansiedlung zwischen den Flüssen, Ba´rach Nar.


    Naira wurde jedoch in die Ebenen des Deltas geführt...ca 30 Meilen nördlich der Gebirgsfestung.
    Dort taten sich nach und nach weitere Ebenen auf, bestanden mit Inseln von Bäumen,die zusammenhängenden Waldflächen traten zurück.


    Und dort sah Naira dann auch das erste Mal "ihre" Aru´s wieder - deren Nester auf aufgetürmten Felsmassiven lagen, welche die Uruks erschaffen hatten, aber auch Bäume , deren Kronen geköpft worden waren, schienen derlei Hochsitze geworden zu sein.


    Am Mittag der Reise näherten sich die Uruks und Naira einer kleinen Ansammlung von Hütten, die im Schatten einzelner Bäume standen.
    Ein Sonnensegel aus Leder überspannte einen Bereich und warf seinen Schatten, zwischen den Bäumen glitzerte ein kleiner Teich.


    "Afal sind angekommen. Hier sind die Aru´s und die Kräutergruben von Naira!"


    Kaa-Ash hielt eine Klaue so, dass Naira sie nur packen brauchte und die Uruk würde sie langsam zu Boden gleiten lassen vom Pferderücken.

  • Naira zögerte einen Moment, wählte dann jedoch die Kralle. Sie wollte nicht unhöflich sein. Ein Uruk nahm keine Hilfe an, wenn er nicht musste - doch von einer Elbe wurde erwartet, dass sie die Großzügigkeit anderer ehrte.
    Es war nicht leicht, zwischen zwei - oder nunmehr drei - Welten zu gehen.


    Auf der Anreise hatte sie mit sichtlicher Freude den Kopf nach den Aru-Nestern gereckt. Die Uruks hatten sich gemerkt, wie Naira die Wohnstätten der heiligen Tiere angelegt hatte. Und offenkundig war es ihnen auch gelungen, Fressfeinde abzuwehren.


    Als sie des Gehöfts ansichtig wurde, wurde ihr Gesicht nachdenklich. Es entsprach dem, wie man an der Oberfläche lebte. Hier konnte man ein- und ausgehen, wie es die Menschen taten - hier konnte man gesehen werden und am Licht der Sonne sprechen.
    Die Uruks hatten etwas geschaffen, das etwas Eigenes war - anders als ihre Lager, anders als die Dörfer der Menschen, anders als die Höhlen von Lethi oder Drow.
    Dies war Kjona. Dies war die neue Heimat!


    Naira ließ sich vom Pferd heben und lief auf die Hütten zu. Vor dem kleinen Teich ließ sie sich auf die Knie fallen und legte ihr Gesicht ins Gras, für einen Moment die Wärme und den Frieden des Landes in sich aufnehmend.
    Dann richtete sie sich auf und tauchte mit Händen und Stirn ins kühlende Wasser.


    Als sie auch dies getan hatte, drehte sie sich, noch leicht triefend, zu Kaa-Ash um, ließ den Blick über die sich ausbreitende Landschaft schweifen, und sagte feierlich:


    "Gegrüßt seist du, Kjona - Der Himmelsstern wird leuchten, der See wird eine Schale heben, um sein Licht zu fassen, der Baum wird singen. Was ist das Leben, was der Tod? Ich werde Stern, der See, der Baum sein..."

  • Wenn Kaa-Ash das zögern bemerkt hatte, reagierte sie nicht darauf.
    So half man auch anderen Maah und Akkaga vom Pferd, wie es brauch war wenn man zu zweit reiste und der eine kleiner als der andere war.
    Die dunkle Uruk wußte genau , was Mahrukkaa in der Lethi sah, lange hatten die beiden Weibchen zusammen gesessen und beraten.


    Und jetzt, da Naira dem Status des Welpen entwachsen war, war es Zeit sie wie eine Kriegerin zu behandeln, wie eine Maah oder Tuva.


    Trotzdem mußte die Uruk wieder kurz grinsen, als sie sah das Naira das rennen offenbar trotzdem nicht aufgegeben hatte...warum auch?


    Die "Hütten", wie Naira sehen konnte, standen etwas erhöht, auf einer Art Podest.
    So war darunter Platz um Dinge zu lagern, wie Feuerholt oder anderes.
    Ein, zwei der Hütten waren schon stabiler gebaut, andere waren eher wie Lagerzelte mit Leder- oder Zeltstoff als Dach.
    In ihnen würde man GEstelle zum trocknen für Kräuter finden und allerhand anderes nützliches Zeuch.


    Eine Feuerstelle , sauber abgetrennt und mit Steinen ausgelegt,damit man auch kochen konnte, lag halb unter dem Sonnensegel.
    Direkt hinter dem kleinen Teich steigen kleine Hügel an und Naira konnte sehen, dass dort schon der Boden bearbeitet worden war , um Sämlinge aufzunehmen.
    Etwas anderes war dort aber viel interessanter - zwischen mehreren Steinbrocken die aussahen, als hätte ein Riese sie fallen gelassen klaffte ein Spalt in der Erde..nicht groß, aber er war da.
    Naira konnte bemerken, dass dieser Platz sehr gründlich ausgesucht worden war und auch Naira neuen Raum geben würde ihre Ideen umzusetzten.


    Die Uruks waren alle abgesteigen , warteten aber darauf , dass Naira ihre Erkundungs und begrüßungsrunde zuende brachte, bevor sie die Tiere an der Tränke am Teich saufen lassen würden.


    Sauniq inei-shabba kaucrach pablan.mud´hark toch na pavva ,Kjona Bivuk'una saun Aru. Ut´gosh Naira, Maah des Ashdaimo, Wanderin zwischen den Welten!"
    ergänze Kaa-Ash den beinahe schon rituellen Ausspruch der Lethi und nickte.

  • Das Spitzohr lief eine Weile umher und steckte seine Nase in alle Ecken des Anwesens. Der Mensch war derweil mit dem Ausladen des Wagens beschäftigt und machte sich dann dankbar und umgehend wieder auf den Weg...


    Vor Nairas innerem Auge ordneten sich bereits die Hänge zu einem harmonischen Bild aus stein-umsäumten Beeten und Pfaden, terrassenförmig um Hütten und Teich.
    Mohn und Lavandin, Geißblatt, Citronell und Beinwell, Aloe Vera, Wacholder und Thymian... vielleicht würden hier sogar Orangen gedeihen, kleine zwar, aber voll schweren Duftes...



    Als sie alles ausführlich betrachtet hatte, kehrte sie zu der Uruk zurück. Die Tiere mussten versorgt und die Gelegenheit ergriffen werden, Kaa-Ash die Bestimmung dieses Ortes mitzuteilen.


    Das Spitzohr setzte sich an die kalte Feuerstelle und holte ein kräftiges Bauernbrot sowie einen großen Kanten Schinken aus einem der Beutel.
    Sie bot Kaa-Ash davon an und sagte dabei:
    "Alles, was die Uruks ins Werk gesetzt haben, ist richtig und weist in die Zukunft. Naira wird hier etwas bauen können, was es lange nicht gab - eine Quelle für das Leben, für das Erneuern. Es wird ein Ort für die Heilung sein, und ein Ort des Geheimnisses. Denn um Leben und Tod ranken sich viele Geheimnisse, und manchmal sprechen sie zu uns durch Terras Geschenke, so wie durch einen Apfel..."
    Das Spitzohr zwinkerte.

  • Kaa-Ash hatte schweigend zugesehen wie Naira alles erkundete und mit den anderen Uruks derweil die Tiere getränkt.


    Anschließend waren zwei der Uruks mit den Pferden in die weite Ebene gezogen, damit die Tiere grasen konnten, von Wächtern begleitet.
    Weit in der Ferne war ein mal eine Staubwolke zu sehen gewesen und ein leises grollen war über den Boden gelaufen.
    Einer der Uruks, der schon länger an dem Ort war nickte nur stolz und deutete an, dass es wohl eine der größeren Herden der Uruks war, die dort entlang zog.
    Gute starke Tiere, welche den Uruks dienten.


    Mit dem Händler , ritten auch jene Uruks fort die vorher hier gewacht und gearbeitet hatten, getauscht durch den Trupp von Reitern die mit Kaa-Ash gekommen waren.


    Nun saß Kaa-Ash schweigend und hörte Naira zu , nickte beiläufig und grollte dann:
    "Ein Kreis des Lebens, wovon Naira da spricht...es kann möglich sein das grade die Maah sich hier einfinden werden, jene die unter dem Banner der Djschhabuk Maah und damit Maahrukka stehen. So wird Naira auch Hilfe für die schweren Dinge erhalten."


    Kurz überlegte die Uruk, dann hakte sie nach:
    "Auch die Pferde sind Geschenke Ashdaimo´s... wünscht Naira ein passendes Tier? Vai hat beobachtet , dass na keine Furcht mehr vor ihnen hat. In der Herde dort draußen laufen auch Tiere , welche nicht als Schlachtrösser dienen werden und nicht so schwer im Körperbau sind."

  • "Naira will lernen zu reiten, nai", nickte das Spitzohr. "Zuerst auf einem der Pferde."
    Ihr Blick verlor sich einen Moment. Sie spürte weiches Gefieder an ihren Unterschenkeln im Wind wehen, die grelle Sonne blendend im flatternden Haar...


    "Naira hat Nahrung mitgebracht", wechselte sie dann abrupt das Thema und sah Kaa-Ash an. "Händler von... von der Greifen... Greifenmark? oder so. Menschen. Sie haben mir Saatgut verkauft, einen ganzen Sack. Große Stauden wachsen daraus, sie tragen Kolben voller dicker gelber Samen, die süß schmecken und nähren wie Brot. Ihre Fäden geben einen Tee, der den Körper reinigt. Ihre Blätter werden geflochten zu Teppichen, Körben und Zäunen. Es wird den Uruks von Nutzen sein."


    Sie kramte aus dem Haufen, den der Mensch abgeladen hatte, eine große Kiste hervor, die allerlei stark duftende Beutel enthielt.
    Zielsicher griff sie nach dem mit einem Ast-Scheibchen verzierten, auf das ein Blatt-Symbol eingebrannt war. Es rauschte verheißungsvoll, als die Maiskörner übereinander rutschten. Naira zeigte der Uruk ihren Schatz.

    "Das, und Kräuter, die heilmächtig sind, werde ich pflanzen"
    , sagte das Spitzohr. "Und einen Apfelbaum vor dem Eingang. Und ich werde Öl gewinnen. Wir brauchen einen Steinmetz, der eine Presse und eine Mühle herstellen kann. Das sind die schweren Dinge."

  • Interessiert schauten die Uruks Naira zu, welche "schätze" sie da mitgebracht hatte...


    Am Blick von einem unscheinbaren Uruk konnte die Lethi merken, dass er wohl etwas mehr von "Ackerbau" und Pflanzen zu verstehen schien.
    Es war der einzige Uruk, der nicht mit dem anderen Trupp verschwunden war.
    er war von moosgrüner Farbe und hatte wilde strähnige Haare, in denen hier und da Flechtwerk war, zusammen mit einer Art Faserflechte in den Farben von Flechten, wie man sie auch im Untergrund fand.


    Kaa-Ash nickte.
    "Dann werden afal in 2 Tagen sehen, welches Pferdewesen zu Naira passt!"
    Ein Schmunzeln lag um die Hauer der Uruk und sie war gespannt auf welche Art sich das Paar finden würde....


    Dann begann die Uruk zu grübeln und wanderte etwas auf und ab, während sie sich Gedanken zu dem Wunsch von Naira machte, was Mühle und Presse anging - sie kannte diese Bauwerke, aber bisher hatten die Uruks so etwas noch nicht gebaut....anderseits...in Paolo´s Trutz würde es sicher jemanden geben, der ihr das Wissen verriet.


    Währenddessen war der unscheinbare Uruk etwas näher gekommen, schnuppernd.
    Er konnte seine Neugierde kaum unterdrücken und legte den Kopf leicht schief.


    " Ut´gosh...juba vai su´urak Dak....vai ist Dak... Na ist Naira, die Maah mit den ...Heilkräutern und dem Wissen um Aru´s....Vai ist hüter der Höhlen für Pflanzen, Flechten und Pilze gewesen im Süden....!"grollte eine sonore Stimme die Lethi an.

  • "Aha!", sagte das Spitzohr und musterte den Grünen von oben bis unten.


    Die Uruks waren ihr immer wieder sympathisch durch ihre Eindeutigkeit: Eindeutig im Aussehen, eindeutig im Handeln, eindeutig im Reden. Sogar wenn sie logen, waren sie geradeheraus damit... Der Flechthaar-Uruk beschäftigte sich mit Flechten, hatte sich damit gekleidet, roch wie eine und sprach davon.


    "Dak möchte Naira helfen beim Anbau der Pflanzen?", fasste sie zusammen. "Die meisten Pflanzen, die ich zum Heilen der Menschen brauche, wachsen über der Erde, aber für besondere Dinge, für Uruk-mächtige Dinge, brauchen wir Höhlen, dabru. Ich habe bei den Drow etwas über Tränke aus besonderen Pilzen erfahren; die wachsen auch in Höhlen. Dak kann Naira lehren und Naira kann Dak lehren. Wir werden viel zu essen und zu trinken haben... viel herauszufinden."


    Und sie lächelte ihr neues Naira-Lächeln - ein bisschen lieb und ein bisschen irre. Sie hatte gelernt, gegenüber Uruks eindeutiger zu sein als bei den übrigen Wesen, die sie meistenteils auf jede erdenkliche Weise hinterging (oder es sich vorbehielt, sie später noch zu hintergehen).
    Auch wenn sie nichts DIREKT sagte, war zu verstehen, dass sie nicht nur Heilkräuter zu testen gedachte...

  • Dak schaute Naira an, ihre Haltung und Stimme, ihren Geruch.


    Und über seine etwas schiefen Hauer legte sich ein leises Grinsen, dass von einem leichten Nicken untremalt wurde...seine geflochtenen Haare wippten - oh ja, Dak verstand sehr gut, was Naira wünschte.


    Langsam kam er noch etwas näher, hielt aber einen Abstand der sowohl Vorsicht als auch Respekt vermuten ließ.
    Jemand der von "uruk-mächtigen" Dingen sprach und besondere Tränke, war immer mit Vorsicht zu genießen.


    Aus seinem Beutel holte der Uruk eine Klaue Dinge hervor und Naira konnte verschrumpelte Pilze in verschiedenen Farben und größen erkennen, da waren aber auch glänzende Chitinpanzer von Käferartigen und Flechten in den unterschiedlichsten Nuancen von Braun, Grün und Ocker.


    "Dabru...eok zeigt Dinge aus den Höhlen im Süden...hier noch nicht so viel. Aber dort...ein Eingang zu kleiner Höhle...!" er zeigte auf den schmalen Spalt zwischen den Hügeln und legte den Kopf schief.

  • Das Spitzohr nickte, ihrerseits den Kopf schieflegend. Sie erkannte die Käfer wieder - Urtuk hatte sie dabei gehabt und sie hatten damit experimentiert...


    Das war damals gewesen, als sie den schlafenden Najor dazu benutzt hatten, Tränke auszuprobieren.
    Eine lange Zeit war vergangen seither. Naira hatte gelernt, dass es zu gefährlich sein konnte, unsichere Rezepturen an den Menschen zu versuchen - selbst wenn diese zugestimmt hatten.
    Sie war fast erstaunt, dass die Drow es ihr nicht übelgenommen hatten, sich das letzte Mal... vergriffen zu haben bei der Mischung. So etwas durfte nie wieder passieren!


    Inzwischen verstand sie, warum sich die Schwarzelfen nicht beklagt hatten. Es eröffnete ganz neue Perspektiven... und mit einem Uruk-Pflanzmeister an ihrer Seite, dessen Hirn offenkundig nicht ständig benebelt war wie das Urtuks, würde man vielleicht schnell, sehr schnell Fortschritte machen...


    Ihren Gedanken nachhängend, begab sie sich wortlos zu dem Loch in der Erde, kniete nieder und schnupperte hinein.

  • Kaa-Ash hatte in Ruhe angefangen von dem Brot und Schinken zu essen, beobachtete aber nichts desto trotz Naira und Dak.


    Die Erdspalte ging etwas tiefer und schien von Fels gestützt zu sein, die Höhle dahinter war nicht groß, aber sie hatte Vorsprünge und Ecken und offenbar schien sich das Wasser, welches den Teich speiste auch hier entlang zu bewegen...Feuchtigkeit klebte in der Luft.


    Im Zwielicht konnte Naira erkennen das Dak offenbar angefangen hatte, Pilze und Flechten zu kultivieren...es war nicht viel, aber es war da.
    Und es war noch mehr Platz für andere Pflanzen...und krabbelndes Getier.


    Dak grollte draußen:"Es noch mehr Höhlen...aber nicht angesehen..zu wenig Tuva hier!"

  • "Sehr gut, Platz für Grubenwürmer", sagte Naira über ihre Schulter hinweg. "Aber wir brauchen noch andere Höhlen, Höhlen, aus denen nichts herauskommen kann. Selbst wenn wir Gruben in den schwarzen Stein schlagen und Erde daraufhäufen müssten, so dass die Wurzeln nicht durchkommen! Kann Dak - oder Naira - Tuva besorgen, damit wir die anderen Höhlen sehen?"


    Sie hatte natürlich keine Ahnung, was "Tuva" sein sollte. Zeit? Seil? Egal, sie würde in diese Höhlen vordringen. Seit der letzten Korrespondenz mit Mahrukkaa umso schneller als geplant.

  • Dak legte den Kopf schiefer und knurrte heiser:
    "ahhhhhh...Tuva weg...kommen wieder , wenn wechsel...solange Kaa-Ash und andere Tuva ud wharkhari hier...Naira mit Kaa-Ash sprechen wgn Höhlen. "


    "Grubenwürmer?"echote er interessiert nach und war etwas verwundert über das Tempo von Naira.

  • Das flinke Spitzohr erhob sich von dem Erdloch und rannte hinüber zu ihrem Hab und Gut. Kramte und stopfte hier, zerrte dort, und förderte schließlich den schwarzen Tonbecher zutage. Er war zwecks der Reise mit einem fleckigen, weißen Tuch zugebunden.


    Sie lüpfte - die Grubenwürmer wirkten etwas träge in der Hitze, aber durchaus noch lebendig.
    Naira streckte den Becher Dak entgegen.


    "Gute Nahrung, wenn man in der Schlacht steht, geben schnell Kraft", kommentierte sie. "Ich nähre sie mit Heilkräutern - gut gegen Heiserkeit und Sodbrennen. Und man gewöhnt Menschen leicht daran, sie zu essen. Interessant, wenn man etwas verabreichen möchte."
    Damit griff sie selbst in den Becher und ließ sich eine kleine, sich windende Schar der dunkelbraunen Exemplare in den Mund fallen.

  • Dak war neugierig hinter Naira hergegangen,schnupperte nun interessiert und ließ sich nicht lange bitten, als Naira ihm die Würmer hinhielt,
    Er langte kräftig zu, schnupperte aber vorher gründlich an den Krabbeltieren , sowie er sie von allen Seiten ob ihrer Färbung und ähnlichem begutachtete.


    Mit vollem Maul raunzte Dak:
    "Hmpf...mift welfem Krautern füttert Naira dische Würmer?!"
    Neugierde und Lernbegierde sprach aus seinem Blick.
    Er schien im Kopf bereits durchzugehen, womit man die Würmer noch füttern könnte.


    Ein schelmisches Greinsen erreichte seine Augen, er nickte anerkennend zu den Worten "den Menschen etwas zu verabreichen".


    Wieder ernster werdent huschte eine Frage über die Lippen des Höhlenorks:
    " Wie Naira mit Mahrukkaa?...Maah? Inuk? "