Aufwartung des Qu'uellar Xarann

  • Sie überlegte kurz.
    "Ich war noch nicht dort, aber wenn ich nicht falsch informiert bin ist es ein Gebiet süd-westlich des Sturmberges zum Gebirge hin."


    Dann betrachtete sie die Karte genauer.

    Orga Quellar Xarann

    Charaktere:

    Tarabas Nightshadow, Waffenmeister Aquas

    Usst'Sargtlin Tal'Shar Xarann (Hausadel)

    Theodorik zu Wolfenau


    "Die Kleinigkeiten erzeugen Perfektion, aber Perfektion ist keine Kleinigkeit."

  • "Ganz recht." Sie beugte sich ein wenig mit über die Karte und zeigte mit ihrem langen, spitzen Fingernagel auf eben jenes Gebiet.


    "Es war einst Margus Mortis gegeben, doch jener ist... in Ungnade gefallen. Ich würdet dort eine kleine Oberirdische Siedlung vorfinden, genug, um hundert Mann erst einmal unterzubringen. Gerade zu dieser Jahreszeit, wo bald der erste Schnee fallen wird, dürfte dies Eurem Hause zum Vorteil gereichen.


    Das Unterreich unter jenem Gebiete ist kaum erforscht, doch es sind mehrere Eingänge entdeckt worden und ebenso eine Handvoll größerer Höhlen, geeignet, dort eine Siedlung unter der Erde zu errichten.


    Auch wäret Ihr gewiss mit Rohstoffen versorgt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ihr auf sie stoßt. Es heißt ebenfalls, dass von jener Richtung das Gold in den Zhennu gespült würde, doch das wäre dann an den Euren heraus zu finden."


    Sie schien auf eine Reaktion der Drow zu warten.

  • "Das wäre natürlich eine interessante Gegend. Besteht denn die Möglichkeit für den ersten Winter Unterstützung bezüglich der Lebensmittel zu erhalten?"Sie überlegte kurz.
    "Außerdem liegt das Gebiet ziemlich zentral, was unserer Idee, die wir dem Senat zu gegebener Zeit vortragen werden, zu Gute gereicht."

    Orga Quellar Xarann

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    "Die Kleinigkeiten erzeugen Perfektion, aber Perfektion ist keine Kleinigkeit."

  • "Unterstützung?", sie richtete sich straff auf, "Ist das Haus Xarann so schwach, dass es nicht einen einzigen Winter alleine überstehen kann, in einem Land welches schon urbar gemacht worden ist?", ihr Spott klang vergleichsweise milde, denn sie fügte wie offensichtlich hinzu, leicht den Kopf schüttelnd:
    "Nein. Es sind die Truppen des Nordens, die momentan die Mittel des Reiches aufzehren. Sie haben Priorität und Euer Haus würde dort ja nicht im Nichts anfangen. Im Frühjahr, könnte es anders aussehen, doch bis dahin hat das Reich nichts zu erübrigen - gerade so lange noch der Verlauf der Schlachten nicht abzusehen ist."


    Sie nahm wieder in ihrem thronartigen Sessel platz und sah Irrmice durchdringend an.


    "Und wo Ihr es gerade ansprecht. Bevor Ihr dem Senat irgendetwas vortragen könnt, solltet Ihr Euch zunächst einmal Gedanken um euren Senator machen. Doch was habt Ihr denn im Sinne, dass es vorzutragen gilt?"

  • Irrmice nickte und lies den Spott der Juristrix von Ihr abperlen. Aber sie musste bereits große Teile Ihrer Willenskraft aufbringen, um höflich zu bleiben, Das Gespräch verlief nicht so geradeaus wie gelpant.


    "Nun wir dachten daran, dem Reich eine Kriegerakademie zu stiften. Ein Ort, an dem die Krieger in Theorie und Praxis ausgebildet werden können. Soweit ich weiss kümmert sich bisher jedes Protektorat selbst um seine Krieger. Bei uns hat eine zentrale Ausbildungsstelle Tradition."
    Sie winkte ab.
    "Aber das ist Musik der Zukunft."

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    "Die Kleinigkeiten erzeugen Perfektion, aber Perfektion ist keine Kleinigkeit."

  • "Fürwahr."
    Ganz eindeutig wusste die Hochjuristin mehr zu diesem Thema zu sagen, als sie gewillt war preis zu geben, das Ungesagte hing wie ein Schleier zwischen ihnen in der Luft. Sie wechselte schnörkellos das Thema:


    "Wer Eures illustren Hauses wird sich denn mit solchen Kleinigkeiten wie der Verwaltung und Führung Eures Protektorates bemühen? Ihr habt darüber noch kein Wort verloren." sagte sie streng.

  • "Das mag daran liegen, dass es noch nicht eindeutig feststeht. Entweder wird es Tarabas Nightshadow oder Rais El'asshîn." sie lächelte hinterhältig, als ob noch keiner der beiden von seinem Glück wüsste.
    "Aber seid beruhigt, er wird sich bei Euch wegen der Vereidigung rechtzeitig melden und Ihr werdet natürlich umgehend informiert, sobald ein Name feststeht.""

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    "Die Kleinigkeiten erzeugen Perfektion, aber Perfektion ist keine Kleinigkeit."

  • "Oh, ihr könnt mir glauben, dass ich darüber gewiss keine schlaflosen Nächte durchleben werde, doch fürchte ich, dass bevor nicht eine geeignete Person feststeht, ein weiteres Vorgehen unmöglich ist.
    Die Vereidigung ist nur der letzter Schritt der Prüfung der Tauglichkeit eines Protektors."
    , die Vereidigung schien ihr eine ziemliche Nebensächlichkeit zu sein.


    "Bevor nicht der endgültige Kandidat Xaranns feststeht, wird in der Sache nichts weiter geschehen." Ihre Stimme klang endgültig und entlassend.

  • Die junge Fearn überlegte kurz, dann nickte sie. Dann setze sie ein zufriedenes Lächeln auf.
    "Wenn dem so ist wird Tarabas Nightshadow der Protektor."
    Sie wusste, dass es den Halb-Drow ärgern würde hier gebunden zu sein, aber er konnte nichts dagegen tun. Das Ihr die Hochjuristin bei Ihrer kleinen Fehde so unter die Arme griff hatte Sie nicht für möglich gehalten.

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    "Die Kleinigkeiten erzeugen Perfektion, aber Perfektion ist keine Kleinigkeit."

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  • "Hm." sagte die Juristin nach einiger Zeit zustimmend. "Dann ist es an der Zeit, dass jene hier vorstellig werden. Ihr seid hier nicht mehr von Nöten, stellvertretende Heerführerin Xaranns."
    Für sie schien damit alles gesagt.

  • "Xas."
    Einfach so weggeschickt zu werden mißviel der jungen Faern offensichtlich und sie hatte Mühe das zu unterdrücken.
    "Ich werde Sie informieren. Sobald Sie in Shalzad ankommen werden Sie sofort vorstellig. Wenn Ihr sonst keine Fragen mehr habt, möchte ich Eure äußerst kostbare Zeit nicht länger beanspruchen."

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  • Der junge Mann in guter Amtskleidung sah ihn etwas irritiert an. Gewiss verstand er den allgemeinen Gruß der Dunkelelfen, aber - offensichtlich für das feine Auge des Drow - hatte er sonst nur das Gesagte in der menschlichen Sprache verstanden. Er grüßte ihn mit einem etwas tieferen Kopfnicken höflich und fragte dann als er sich wieder gefangen hatte nach jenem unguten Gefühl von einem Drow direkt herangewunken worden zu sein vorsichtig:


    "Mit Verlaub, darf ich Euren edlen Namen erfahren, damit ich mich erkundigen kann, ob Hochwürden Euch erwartet?"

  • Der Bedienstete schien schwer damit zu kämpfen, sich den komplizierten Namen des Drow korrekt einzuprägen - bloß keinen Fehler machen! - und auf einer Liste in seinem Geiste abzuhacken, ob dieser Drow wohl vorangekündigt war. Auch schien er schwer mit sich zu kämpfen als er so freundlich und unterwürfig wie nur irgendmöglich dem Dunkelelfen zu antworten:


    "Oh, ich... ähh... Verzeiht bitte, doch im muss sehen, ob Ihre Hochwürden bereits schon im Gespräch ist, verzeiht bitte." Er verneigte sich tief und merklich unsicher jedesmal wenn er "verzeiht" sagte und begann sich ungeschickt rückwärts in Richtung der Empfangsschalter zu bewegen, wo man das anscheinende prüfen konnte. Das feine Auge des Drow konnte den leichten Schweiß auf den Schläfen des jungen Mannes erkennen, der dort zu glitzern begann. Er schien noch sehr neu zu sein...

  • Gerade so gelang es dem erschrockene Jungbeamten dem Bittsteller noch auszuweichen, so dass er ihn nicht über den Haufen lief, sondern mehr schlecht als recht doch noch den Empfangsschalter erreichte. Ein paar hastige Worte und ein Blick des Beamten in dem kleinen Verschlag in ein großes Schriftstück später, war wohl soweit geklärt, dass der Drow vorgeladen war.


    Der junge Mensch stolperte zurück zu dem Dunkelelfen.
    "Ihre Hochwürden erwartet Euch... äh... bitte folgt mir nach oben." Und er führte Rais den kürzesten und direktesten Weg empor, über die prächtige, marmorne Doppeltreppe und durch verschlungene, reich geschmückte Gänge in denen das geschäftige Treiben einem leise hallenden Flüstern wich und mit jedem Stockwerk wurde es stiller. Ganz oben angekommen, nachdem sie mehrere offensichtliche Wachposten passiert hatten, an denen der Beamte jedesmal ein kurzes, ominöses Schriftstück vorzeigte um durchgelassen zu werden, erreichten sie das Büro de Juristrix Maxima.
    Wie angewurzelt blieb der Junge stehen auf einmal mitten in dem Gang stehen, als wäre eine unsichtbare Schranke für ihn herunter geschlagen. Er wirkte unsicher, war aber bemüht es nicht zu zeigen - was ihm natürlich vor einem Drow mit seinen feinen Sinnen nicht gelingen konnte.
    Nach wenigen Sekunden bog wie gerufen eine dürrer, alter Mann mit kurzgeschorenen Haaren, jedoch mit kostbaren Gewändern um die Ecke. Seine Augen waren grau und triefend, die Haut runzlig und ausgemerkelt, und doch strahlte er eine Autorität aus, die wohl kaum übertroffen werden konnte. Sein alter Blick musterte den Drow, dann den jungen Beamten - welcher dabei deutlich zusammenzuckte und sich tief verbeugte. Es schien beinahe, als hätte er vor diesem alten Mann noch viel mehr Angst als vor Rais. Er musste bedeutsamer sein, als es sein alter Leib offenbaren konnte. Er glich seinem schlurfendem Gang nach mehr einem Toten als einem Lebenden, doch seine Augen waren wachsam.


    Der Alte sagte kein Wort, kam näher jedoch und zeigte dann mit einer kurzen Kopfbewegung an, dass Rais den Gang herunterschreiten dürfte, den der Junge nicht gewagt hatte zu betreten, obwohl doch sichtlich keine Barriere ihn versperrt hatte. Vielleicht war in die Herzen dieses jungen Mannes schon tief die Saat des Gehorsams gepflanzt, vielleicht war es auch mehr...


    Am Ende des dunkel getäfelten Ganges war nur eine einzige, doppelflügliche Tür.

  • Dem war auch so. Ein "Herein" schallte durch die Türe noch bevor Rais sie berührt hatte. Es war die starke, klare Stimme einer Frau, die es gewohnt war, zu befehlen. Jedoch nicht so unfreundlich, dass man sich darüber beschweren könnte. Geradeebenso.

  • Die Juristrix Maxima saß hinter einem gewaltigen Schreibtisch auf einem hohen, thronartigen Lehnsessel und ihr kalter, stechender Blick bohrte sich auf den knienden Drow. Ihre Miene - das hatte er in dem Moment bevor er den Blick abgewendet hatte erkannt - war ausdruckslos, streng und maskenartig durch das Weiß, dass sie trug. Sie war in teure Gewänder gehüllt, eine edle gestallt und ihre schwarzen Lippen umspielte ein undeutbares, schmales Lächeln, ein Hauch von Überlegenheit.


    Die Arbeitsräume der Juristrix war prachtvoll ausgestattet, mit fremdländischen Schnitzereien in der dunklen Wandtäfelung verziert, die hohen Fenster warfen fahles Licht hinein und die Wände waren gesäumt von scheren Regalen voller kostbarer Folianten. Im hinteren Teil war ein großer, offener Kamin, doch kein Feuer loderte darin, obwohl es kühl war zu dieser Jahreszeit im Norden. Auch waren mehrere Karten im Hintergrund auf hölzernen Ständern aufgespannt, Teile des Nördlichen Kontinents, ein ausführlicher Stadtplan - der Größe nach zu urteilen wahrscheinlich Paolos Trutz selbst - und ebenfalls eine Karte mit vielen kleinen Worten - Namen? - darauf, die wiederum mit einer Vielzahl an Linien miteinander verbunden waren. Kurios, doch der Teppich auf den er nun starrte war auch recht schön.


    Die Juristrix musterte ihn. Ihr Blick war so eisig, dass man fühlen konnte, wie ihr Blick über die Gestalt Rais' glitt, abschätzig, erhaben, gefährlich.
    Nach einem sehr langen Augenblick begann sie zu sprechen:


    "Ihr seid demnach wohl Rais El'asshîn. Sargtlin des Hauses Xarann. Protektoratssenator Gales Morgans, möglicherweise.", sie hatte das letzte Wort besonders betont und vorher Rais' Namen und Titel ruhig und mahlen ausgesprochen, in der seltsamen Art wie sie sich manchmal ausdrückte, die Stimme so vieltönig und bedeutsam, dass man wahnsinnig werden konnte.


    "Seht mich an.", befahl sie scharf, und dann etwas sachter: "und erklärt mir, Raie El'asshîn, was ist die Aufgabe eines Protektoratssenators des Nördlichen Reiches?" Die Bewährungsprobe hatte begonnen.

  • "Magelnde Zeit interessiert mich nicht,", begann sie nach einer Ewigkeit, "und Scheinwissen ebensowenig."


    Nach diesem vernichtenden Einstieg fuhr sie allerdings fort:


    "Mit dem ersten Teil hattet Ihr garnicht einmal so sehr Unrecht. Ja, Ihr werdet verpflichtet sein, an den Sitzungen des Senats teilzunehmen und ja, dort werdet Ihr die Belange Eures Protektorats vertreten, doch ist und bleibt es die Aufgabe und die Verpflichtung Eures Protektors Euer zukünftiges Protektorat zu schützen nach innen wie nach außen.", sie musterte ihn nochmals, dann sachter, freundlicher und forschender:


    "Das Amt eines Senators des Nordens ist eines der Ehre und der Pflicht gegenüber dem Reich und seiner Obrigkeit, eine Verpflichtung, die materiell sich gewiss nicht auszahlen wird, doch viel mehr dafür durch Anerkennung und die Gelegenheit Großes zu leisten. Sagt mir, welch ein Mann seid Ihr, dass Ihr eine solche Bürde für ein Reich aufnehmen wollt, dass zwar von einer aus Eurem Volk regiert wird, genauso jedoch auch von einem Archon, der aus dem Menschengeschlecht stammt? Sagt mir, könnt Ihr überhaupt in einem derartig beschaffenen Reich eine solche Stellung einnehmen? Habt Ihr Erfahrung auf dem politischen Parkett oder seid Ihr bloß zum Sargtlin geboren?"

  • Ehre unf Pflicht..." wiederholte sie leise und ein schwer zu deutendes Lächeln umspielte ihre schwarzen Lippen. Rais hatte anscheinend den richtigen Ton getroffen. Möglicherweise.
    Sie lehnte sich in ihrem hohen Sitz zur Seite und betrachtete den Knienden weiterhin eindringlich.


    "Wenn Ihr der leibliche Sohn der Lael'stra El'ashinn seid, weshalb so erklärt mir, dient Ihr dann dem Haus Xarann?"