Von Klarheit und Wegen

  • Nun, die dunkle Mutter mag bezüglich derer, die sie erwählt recht enge Kriterien haben. Dennoch zeigt sie es sehr deutlich, wenn sie in einer Person einen besonderen Wert sieht.

    Sie lächelte vielsagend.


    Ihr meint also, Ihr könntet mir ein Lehrmeister sein?

    Ihre Stimme klang noch immer erstaunlich gut gelaunt, doch konnte man ein Lauern, wie auch eine gewisse Skepsis in ihrer Stimme wahrnehmen.

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • "Nein, ich wäre kein passender Lehrmeister für Euch. Dies ist, so wie ich eure Kultur verstanden habe, nicht möglich. Ich wäre aber sicher ein guter Lehrer für bestimmte Themenbereiche und sicherlich ein hilfreicher und treuer Berater." lächelte Jassir. "Ein Lehrmeister wäre ich erst, wenn die Aufgabe, kultureller Hintergrund und Ausbildungsstand passend wären. Um Euch als Lehrmeister dienen zu können, müsste ich ein Ilithiri sein. Eure bisherigen Lehrmeister und vor allem die Priesterinnen die euch ausgebildet haben, möchte ich weder erzürnen, noch Ihre Arbeit durch meine Gleichstellung so stark herabwürdigen. Unabhängig von diesen Tatsachen wäre ich wahrscheinlich ein besserer Geschichtenerzähler als Lehrmeister für euch." sagte er ruhig und analytisch. "Wir leben beide in einer Welt, in der unsere Kulturen uns begleiten, aber nicht mehr neu prägen. Die Werte jeder Kultur werden hier besonders deutlich, weil so viele Kulturen in Mitraspera aufeinander treffen. Manchmal lassen Kulturen sich nicht ändern, aber sollte es nicht eines jeden Herrschers bestreben sein, seine eigene 'richtige' Kultur zu formen? Wollt ihr in dieser Kultur die zweitbesten um euch haben oder folgt ihr bereits der Klarheit?"

  • Ich hege nicht den Wunsch, die Zweitbesten um mich herum zu haben. Gerade deshalb prüfe ich wohl auch länger als jeder andere Herrscher Mitrasperas.

    Ich habe Euch einen Einblick in die Kultur gewährt aus der ich stamme. Und es freut mich, wie ruhig ihr dabei geblieben seid.

    Aber wenn Ihr das Bild, was Ihr nun vor Augen habt, mit dem Norden vergleicht, werdet Ihr vielleicht Parallelen in der Basis sehen, aber vieles ist neu. Weil es sich für mich und mein Reich als 'richtig' anfühlt.


    Aus Euren Worten entnehme ich, dass Euch nicht bekannt ist, dass ich bereits einen Lehrmeister hier in Mitraspera hatte... Aber dies ist kein Thema für den heutigen Abend, für die jetzige Zeit...


    Als Ihr mir auf dem Feldzug erzählte, dass Ihr der Geschichtenerzähler eines Sultans ward - wieviel war davon im Vorfeld geplant und wieviel der Situation und dem Verlauf des Gespräches geschuldet?

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • "Ich danke euch für den Einblick. Wenn ich Angst vor Euch hätte, würde ich anders vor Euch knien. Ich handle aus Respekt und Ehrfurch, nicht aus Überlebenswillen und Furcht. Keine Angst zu haben bedeutet aber nicht, dass ich unklug bin und weiß sehr wohl wie schmal mancher Grat ist. Wer sein Ziel klar vor Augen sieht, findet Möglichkeiten dies zu verwirklichen." Er schaut hoch. "Auf dem Feldzug habe ich Euch von mir erzählt, weil ich verstanden werden wollte. Oft werden meine Worte von anderen missachtet oder für Worte des Zweifels angesehen. Den Tivar Khar'assil habe ich mehr als einmal deutlich gezeigt auf welcher Seite ich bin und sie haben es mittlerweile verstanden und ich darf außen an der Tafel sitzen. Geplant war das Gespräch nicht, doch empfand ich es richtig in dem Moment meine Motivation zu erklären und Euch von mir zu erzählen. Die Nacht war schlaflos und ich hätte mich fast verloren. Das Gespräch nur eine Folge der Ereignisse auf dem Feldzug. Die Klarheit kann quälend sein, aber zugleich reinigend..." Die letzten Worte waren ein wenig langsamer Gesprochen.

    "Mir ist nicht bekannt um wen es sich bei eurem Lehrmeister handelt, ich interessiere mich zwar für Euch, spioniere Euch aber nicht hinterher." Er lächelte freundlich.

  • "Der diesjährige Feldzug und auch die Zusammenkunft in Holzbrück haben mir gezeigt, dass Aspekte Aquas teilweise völlig willkürlich und immer nur 'wenn es gerade nützlich ist' verwendet bzw. angeführt werden. Ein Schlüsselereignis war, dass ein Archon sämtliche Aspekte unbeachtet gelassen hat und sogar vorsätzlich missachtet hat. Ebenso hatte Vorn zwar versucht zu vermitteln, ihm aber die Hände gebunden waren. Er hatte sich auf das Urteil des Archon in der Situation verlassen und wurde, so wie ich auch, enttäuscht. Ich fühlte mich hilflos und verraten." Jassirs züge wurden ein wenig zornig. "Diese gefühlte Ohnmacht führte dazu, dass meine Bemühungen der letzten Jahre, die Khane aus der Knechtschaft der Urzweifler zu befreien, zunichte gemacht wurden. Diese Ereignisse führten zu einer Klarheit meiner Gedanken und der Situation auf dem Feldzug." Die Gesichtszüge wandelten sich zu einem Ausdruck der Entschlossenheit "Diese Situation wird es so bald nicht mehr geben. Ich habe mich entschlossen den Archon Collin beim Rat der Tivar'Khar'assil anzuklagen und auch den Rat der Mitray'Kor darüber zu berichten. Ich wünsche mir, dass Archon Collin zurück zu Aqua findet und seine Position und Stellung überdenkt. Sollte er das nicht tun, werde ich ihn anzweifeln und sein Amt soll an einen anderen Streiter der Elemente gehen. Wir brauchen in jedem Siegel einen starken Archon, der alle Elemente in sich vereinigt." Der geübte Blick von Ka'Shalee verriet ihr, dass die Knöchel von Jassir weiß wurden. Er hielt kurz inne.

    "Eine andere Angelegenheit ist die Stellung und Legitimierung des Bannerrates. Es kann nicht angehen, dass die Entscheidungen des Bannerrates mit Füßen getreten werden. Hier muss dringend eine Legitimierung und vor allem Konsequenzen für Zuwiderhandlungen gefunden werden. Selbst die Anwesenheit eines Mitglieds des Bannerrates reichten nicht aus, dass Entscheidungen von allen Anwesenden getragen werden. Archonten und Eiserne tragen die Entscheidungen nicht und bringen wahllos Dienervölker um. Von den Geiern mal ganz abgesehen... wohin wird das führen?" Jassir hatte sich etwas in rage geredet und man erkannte die Entschlossenheit an der Situation etwas ändern zu wollen.

  • Dann werde ich Euch die andere Seite dieser Medaille aufzeigen, Jassir:

    Der Bannerrat hat alle nötigen Legitimationen. Aber er ist zu feige, um konsequent zu sein, um Exempel zu statuieren. Und deshalb wird niemand seinem Wort Folge leisten.

    Ich selbst habe vor dem Bannerrat die Geier angeklagt und es wurde damit abgetan, dass es keine Zeugen gäbe und man somit nichteinmal eine Anklage beginnen bräuchte.

    Eine Frau aus den Reihen des Chaos wurde von Sigmaringen angegriffen. Sie trug dies vor den Bannerrat und erhielt die Antwort, dass sie doch wüsste, welches Urteil der Bannerrat sprechen müsste, und ob sie denn nicht die Anklage zurückziehen könne und man das Problem nicht im Privaten besprechen könne.

    Ihre Stimme wurde härter

    Wenn ich einen Bannerrat habe und ein Kriegsrecht und der Bannerrat zu feige ist, selbiges zu nutze - wen interessiert dann sein Handeln. Wen interessiert ein Kriegsrecht, dass nicht zur Anwendung kommt und mit Füßen getreten wird?!

    Der jetzige Zustand KANN nur in Anarchie enden.


    Sie machte eine kurze Pause und trank einen Schluck.


    Was Euer anderes Problem angeht... Ich denke, Ihr überschätzt den Einfluss der Quihen Assil, der Tugenden und der Tugendhaftigkeit der Herrscher.

    Es gibt kein Gebot der Quihen Assil an die Herrscher nach ihren Tugenden zu leben.

    Vielleicht wird die ein oder andere Tugend bei den Prüfungen geprüft, ja. Aber in einem bedeutungslosen Ausmaß.

    Dafür kennen wir als Nyamen und Archonten den ungezügelten Hass der Elemente auf die zweite Schöpfung.

    Die Torea Edalphi mögen das eine sein, denn sie sind nicht durch Verfemte Energien erschaffen worden. In den Kahnen hingegen findet Ihr die Neun. Es ist damit eine sehr schmale Gradwanderung, ob man sie als vernichtenswert oder tollerierbar sieht. Und ein Archon, der für sich den Eisernen Weg gewählt hat, wird sie aus Prinzip nicht tollerieren, egal ob es auch eine andere Lösung gäbe.

    Was Euch vielleicht erschüttern wird, aber jeder Siedler ist den Quihen Assil egal, jedes Mitglied eines Dienervolkes ist ihnen egal. Sie sehen nur das große Ganze, sehen die Elementare Schöpfung, in der der Tod ein fester Bestandteil und nichts negatives ist, da die Energie der Wesen im Kreislauf Mitrasperas verbleibt.

    Ihre Worte klangen an dieser Stelle nicht so, als würde sie den Kreislauf Terras meinen, sondern eher als würde sie etwas hermetisches beschreiben.

    Tausende Ulahnen sind für die Erschaffung der weißen Portale geopfert worden, und es war egal. Das Volk der Lona wurde vernichtet und das einzige, was die Quihen Assil sagten, war, dass wir die Spiegelwelt zerstören sollen, kein Wort von Bedauern, kein Wort von Rache, nicht einmal von den Roten Jademsistern.


    Jassir, wenn Ihr auf der Ebene der Elemente argumentieren wollt, dann verabschiedet Euch von Euren Vorstellungen über Ethik und Moral.


    Und denkt nicht, dass die meisten Sterblichen die Tugenden der Elemente auch nur einen Moment länger ausleben werden, als sie ihnen zu pass sind.


    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • "Mir gefällt diese Sicht der Dinge" sagte er trocken. "Es spielt mir in die Karten. Auch ich verabscheue die zweite Schöpfung , jedoch sehe ich den Ursprung, welcher aus dem Unmut der ziellosen und handlungsunfähigen alten Herrscher folgte. Ein Herrscher, der ohne Ethik und Moral handelt ist ziellos und ohne klare Linie. Ein Herrscher ohne klare Linie wird früher oder später handlungsunfähig. Um zu handlungsfähig zu bleiben wird man kreativ. Kreativität formte den Zweifel. Wenn wenigstens Moral oder Ethik eingehalten wird passiert dies nicht, denn Handlungen ergeben sich aus Ethik und Moral..." Jassir dachte nach. "Ihr handelt ethisch, ich moralisch..." Jassir schwieg...

  • Sie war sichtlich überrascht darüber zu hören, dass Jassir diese Sicht der Dinge guthieß.

    Jassir konnte jedoch merken, dass es ihr mehr Konzentration als sonst abverlangte, seinen folgenden Ausführungen zu folgen.


    Ich bin mir bei Euren Ausführungen der causalen Verknüpfen von Handlungsunfähigkeit und Kreativität nicht ganz sicher. Stimme Euch sonst jedoch in Euren Ausführungen zu.

    Ich würde ergänzen, dass die einzige Maxime, die Mitraspera kennt, darin besteht, nichts außerhalb der ersten Schöpfung zu erschaffen, also mit Kräften zu arbeiten, die nicht elementarer Natur sind.


    Sie machte eine Pause und wägte sichtlich ab, ob sie die folgenden Worte sagen sollte.

    Ihr differenziert zwischen Ethik und Moral. Wie sind diese Begriffe für Euch definiert?

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • "Wir wissen warum und mit welchen Kräften die Quihen'Assil die alten Herrscher eingesetzt haben und welche von Ihnen zu Urzweiflern wurden. Würde man die Urzweifler noch befragen können, so würden sie sicher eine Art Ohnmacht gegenüber den Quihen'assil beschreiben. Sie waren es, die mit einem sogenannten 'obersten Gut' eingesetzt wurden. Dieses Gut umfasst ihre Herrschaft und der daraus folgenden Machtstellung und Machtanreicherung. Wäre dieses oberste Gut der Erhalt und die kulturelle Entwicklung gewesen, so hätten sie ethisch oder moralisch gehandelt und hätten das beste für Mitraspera gewollt. Diese Selbsterkenntnis hatten aber nur die alten Herrscher, die nicht dem Zweifel folgten und nur 'das Beste für das Land wollten'. Durch ihre Beschränkung der Macht aller alten Herrscher nach oben, sie sollten ja die Quihen'assil nicht überflügeln, wurden sie kreativ und zweifelten an der Grenze, denn sie wussten ja, dass jemand mächtiger ist als sie; ihre eigenen Erschaffer. Die 'nicht Zweifler' akzeptierten die Grenze. Durch ihr Verständnis der Welt und Ereignissen aus der Vergangenheit wussten sie auch, dass die Quihen'assil 'sterbliche' Entitäten sind, siehe Lyra und einige andere. So der Urgedanke des Zweifel mal theoretisch betrachtet." Jassir machte eine kurze Pause um die Gedanken zu ordnen. "Die Kreativität steht somit im direkten Zusammenhang zur Handlungsohnmacht. Hätte es keine Grenze gegeben, so hätten sich die alten Herrscher weiterentwickelt, vielleicht sogar über ihre Erschaffer hinaus und es hätte niemanden gestört, weil es ja so sein sollte. Im Falle Mitraspera ist nun aber so gekommen und deshalb handeln auch die Quihen'assil so, wie sie es nun gerade tun. Ihre eigene Schöpfung handelt nicht so wie sie es sich gedacht haben, weil sie Moral und Ethik 'vergessen' haben oder sich nicht bei allen alten Herrschern entwickelt hat. Pragmatisch wie die Quihen'assil sind, geben sie uns 'Befehle', wie wir handeln sollen; vernichtet die 2. Schöpfung etc. Diese Befehle sind logisch und aus der Situation heraus begründet und der Situation entsprechend, somit moralisch." Jassir schaute Ihre Exzellenz nun direkt an, aber nicht in die Augen.


    "Unter einer Moral versteht man ein Normensystem, dessen Gegenstand das richtige Handeln von vernunftbegabten Lebewesen ist und für sich das Anrecht auf Allgemeingültigkeit erhebt. Eine Handlung begründet sich aus der Situation heraus und soll einen Zustand herbeiführen, den eine Gesellschaft als Grundlage für koexistenz sieht. Man spricht auch von Handeln um der Tradition zu dienen. Da sich verschiedene Normensysteme erdenken lassen und erdenkt werden, existieren auch verschiedene Moralen. Verschiedene Situationen können unterschiedliche Moralentscheidungen haben, aber auch gleiche Situationen können unterschiedlich moralisch betrachtet werden und resultierende Handlungen haben. Die meisten vernunftbegabten Wesen handeln moralisch, somit Situationsbedingt." erklärte Jassir seine Sichtweise von Moral.


    "Die Ethik, von der ich gerade gesprochen habe, ist die Betrachtung aller moralischen Aspekte und einer übergeordneten Betrachtungsweise. Eine Handlungs basierend auf dieser ethischen Betrachtung ist aus anderen Motiven heraus begründet und die Handlung wird nicht der Situation angepasst, die Handlung wird bewusst gewählt um die Situation so zu verändern, wie es der ethischen Betrachtung der Situation/Person entspricht. Bewusste Entscheidungen werden getroffen aus eigener übergeordneter Überzeugung. Beispiele dieser Betrachtung wären: 1. Sind Siedler immer gegen Tötungen? Dies wäre eine de facto Ethik, sprich was vertreten Siedler gerade für ein Normensystem und handle ich genauso. 2. Ist Tötung immer falsch? Dies würde man sich fragen, wenn man nicht weiß welches der moralischen Normensystem man vertreten sollte. Herrscher fragen sich dies oft, wenn sie neuen Situationen gegenüberstehen. und 3. Ist ein Tötungsverbot überhaupt sinnvoll? Dies würde man sich fragen, wenn man überhaupt "besseres oder schlechteres" Handeln ausgewogen werden soll. Leider viel zu oft vergessen..."

  • Ihr habt die Grundlage der Idee des Zweifels so zusammengefasst, wie auch ich sie sehe.

    Kommentierte sie trocken.

    Ihr habt in Euren Ideen über Kreativität und Ohnmacht einen falschen Ansatz:

    Die Kreativität entsteht nach Eurem Beispiel nur, wenn keine Moral sie unterdrückt - das, was die nicht-Zweifler taten.


    Sie machte eine kurze Pause.


    Eine interessante Definition für die beiden Begriffe.

    Wenn ich Eure Ausführungen richtig verstehe, dann entspringt das, was Ihr bei mir als Ethik erachtet der Tatsache, dass die Moralvorstellungen meiner Heimat an der Oberfläche.... Sie überlegte kurz... Nicht angebracht für einen Herrscher sind und ich mir daher in der Vergangenheit viele Systeme von Moral angeschaut habe, was in der Summe offenbar eine Form der Ethik ergibt. Insbesondere auch, da ich dieser Linie treu bin und nur selten rein situationsbezogen entscheide.

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • "Und erneut ergänzen wir uns und finden gemeinsam eine Linie. Wenn mir etwas Angst machen würde, dann so eine Entwicklung." sagte Jassir in einem ironischem Tonfall. "Ich bin froh, dass wir uns auf eine hohe Abstraktionsebene begeben können und immer wieder in der selben Basis landen. Es ist in der Tat so, dass ich genau dies mit meinen Beispielen und Anmerkungen über Ethik gemeint habe. Wenn ihr nicht noch bei dem Thema verbleiben wollt, würde ich dies mit den Worten 'Führe mit Ethik, folge mit Moral' vorerst einmal beenden und zu einem anderen Thema wechseln." sagte er zufrieden. "Habt ihr schon mitbekommen, dass ich mir ein Haus in Paolos Trutz angemietet habe?"

  • Als er die Worte bezüglich Ethik und Moral gesagt hatte, nickte sie ihm mit einem Lächeln zu, so als hätte sie seine Worte als ein Kompliment verstanden.


    Der Grund, weshalb ich es schätze, mit Euch zu diskutieren... und nein, ich habe noch nict mitbekommen, dass Ihr Euer Domizil aus der Wolfsmark nach Paolos Trutz verlegt...

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • Jassir lächelte, als er merkte, dass seine Worte so angekommen zu sein, wie er es ausdrücken wollte. Sein Gesicht entspannte sich und er genoss die Gebäcke.


    "Nun, es ist nicht für die ganze Zeit im Jahr. Derzeit plane ich das Jahr in 3 Zeiteinheiten zu teilen. Den ersten und dritten Teil des Jahres verbringe ich in der Wolfsmark und bleibe auch erst einmal Bürger der Wolfsmark. Das zweite Drittel möchte ich aber gern in Paolos Trutz verbringen. Gegebenenfalls auch öfters, sollten sich weitere Dinge ergeben. Eine weitere Überlegung war des Jahr wie bisher zu teilen und die viertel zwei und drei hier zu verbringen." warf er ein. "Es gibt viel zu viele schöne Dinge in dieser Stadt, als dass ich sie nicht genießen sollte. Außerdem bietet mir Paolos Trutz einiges mehr Möglichkeiten und Entfaltungsspielraum, die mir in der Wolfsmark noch fehlen. Dies umfasst unter anderem auch Räumlichkeiten, Ressourcen, Personal und benötigte Waren für meine persönlichen Interessen. Die Abgeschiedenheit der Wolfsmark ist Segen und Fluch zugleich. In den kalten Monate arbeite ich gern an meinen Schriften und da wird sie mir eher nützen." Jassir legte den Kopf leicht zur Seite, so als ob er noch nicht ganz wüsste, wie er den folgenden Satz beenden sollte... "Ich bin auf der Suche nach fähigem Personal..." Die Tonart des Satzendes lies vermuten, dass Jassir zwar etwas sagen wollte, aber den Satz beendete er nicht.

  • Sie hörte seinen Ausführungen zu...


    Personal ... Sie schmunzelte

    Der Begriff, der wohl in jedem Siegel und jedem Protektorat etwas anderes bezüglich ... des Statusses der Personen bedeutet...

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • "Wenn man es genau definieren will, so benötige ich einen Verwalter, der mein Haus verwaltet, wenn ich nicht da bin und dafür sorgt, dass alles zu jederzeit Bereit steht. Ich brauche einen Koch und/oder Hausdiener/in für die alltäglichen Dinge im Haus. Ebenso brauche ich eine/n Assistenten/in mit Verstand und einem hohen Intellekt für diverse Themen, derzeit eher alchemistisch/magisch angehauchte Forschung. Später dann noch Freiheitsliebende Naldar oder vergleichbare Dienervölker." sagte er erstaunlich trocken. "Ich habe keine Lust, dass mit Igrainas Sklavennyame bald meine Freunde nimmt und sie in ihrer Schlachtreihe aufstellt. Wenn ich mich nicht damit beschäftige, werde ich noch wahnsinnig..."


    Er wartet einen Moment. "Ich denke, dass dies das vorrangigste Ziel sein sollte. Ich bezahle auch gern für gutes Personal. Meine Schülerinnen haben leider keine Begabung und Interesse an meiner Arbeit und ich habe sie ziehen lassen... Wisst ihr, wo ich meine Anfragen stellen kann oder meine Suche beginnen sollte? Die Akademie von Schmiedestadt?"

  • Schmiedestadt oder auch hier im Amt für Forschung - Vadania könntet ihr dafür mit Sicherheit ansprechen.

    Woher ihr einen Hausdiener oder Koch bekommen könnt, kann ich Euch nicht sagen, aber im Zweifelsfall kann ich Euch an die Personen in meiner Dienerschaft verweisen, die sich mit der Einstellung von Personal befassen.


    Naldar... Schwierig.

    Ich lege großen Wert auf jene, die mir hier im Palast zu Diensten sind, aber es gibt bestimmt den ein oder anderen, der in der Siedlung außerhalb der Stadt wohnt, den Ihr fragen könnt.

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • "Das würde mir schon weiter helfen. Vadania werde ich mal ansprechen, wobei sie selbst sagte, dass sie auch nicht wirklich viel im Amt für Forschung zu sagen hat, so ihre eigene Aussage. Ich warte seit fast 13 Monaten auf einen Termin mit dem Hochamt. Man lässt sich entschuldigen. Beschwerdebriefe hin oder her, bald werde ich andere Mittel und Wege finden müssen um meine Antworten zu bekommen. Fall ihr mir die Person in eurem Palast für die Hilfe zur Seite stellen könnt, wäre ich Euch sehr dankbar, da ich quasi ab heute jemanden gebrauchen könnte. Ich würde gleich ein kleines Profil zusammenschreiben, wenn unser Treffen vorüber ist. Wir haben wichtigere Dinge zu besprechen, als über Personal, denke ich." versuchte Jassir das Thema abzukürzen.

    "Ich weiß, es klingt vielleicht unhöflich noch einmal danach zu fragen, aber warum habt ihr mich hergeholt. Ich komme nicht davon ab und es kribbelt die ganze Zeit in meinen Fingern. Neugier..." das letzte Wort klang nach einer Entschuldigung oder so sollte es zumindest klingen... er nahm sich noch ein Stück Gebäck.

  • Ich bin mir sicher, Vadania wird Euch an die entsprechenden Personen weiterleiten können.

    Nun, was Zarim angeht: auch ich weiß nicht, was genau er gerade tut, sondern nur, dass ich ihn seit zu vielen Jahren nicht gesehen habe.

    In meiner Kultur behält man jemanden in einem Amt, bis sich ein besserer Nachfolger findet, um ihn zu ersetzen.

    In Arach Suliss geschieht dies in der Regel durch das Ableben der unfähigeren Person.

    Hier im Norden in der Regel durch eine Gespräch, bei dem jemand sich als fähiger und für das Amt passend zeigt.


    Sie machte eine Pause und schmunzelte.


    Warum ich Euch zu mir gerufen habe?

    Nun.... Weil ich den Geschichtenerzähler eines Sultans besser kennenzulernen wollte und weil ich wissen wollte, wie es Euch geht.

    Mit einem Schmunzeln griff auch sie erneut nach dem Gebäck.

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]