Von Briefen und Botschaftern

  • Zeitpunkt: Nach dem Treffen im Reich der Rosen (WinterRosen)
    Wer: Ka'Shalee, Adam, Satinka
    Status: geschlossen (nur auf Anfrage)



    Satinka war schon einmal im Palast zu Besuch gewesen. Allerdings war sie zu diesem Zeitpunkt noch Botschafterin für das südliche Siegel gewesen und auch der Grund ihres Aufenthalts war damals ein anderer. Daher besah sich die Edalphi nun die Räumlichkeiten, durch die sie geführt wurden, mit unverhohlener Neugier. Außerdem viel auf, dass sie nun recht schweigsam geworden war. Woran das genau lag, war erstmal nicht ersichtlich. Von ihrer Eile, mit der die Botschafterin zum Palast gekommen war, war ebenfalls nichts mehr zu spüren. Es schien ihr erstmal nichts auszumachen, dass die nun folgenden Abläufe ihr ganz eigenes Tempo hatten. Aufmerksam beobachtete sie Adam, der sie begleitet hatte und was um sie herum geschah.

  • Man hatte die Edalphi zuerst bis zum kommenden Tag warten lassen wollen, da Ihre Exzellenz im Moment schlecht zu erreichen war. Als diese jedoch die Dringlichkeit ihrer Botschaft betonte und auch im Hinblick auf die Anwesenheit des Protektos, hatte die Wache es organisieren können, dass sie und der Protektor nur etwa zwei bis drei Stunden hatten warten müssen.
    Nachdem beide am Tor des Palastes ihre Waffen abgegeben hatten, führte man sie zunächst in den Warteraum, den beide bereits kannten. Hier war wie immer eine Dienerin zur Stelle, die die beiden mit Getränken und Kleinigkeiten zu Essen versorgte, sofern es gewünscht wurde.
    Nachdem die Zeit verstrichen war, erschien eine Wache an der Tür des Raumes, die die beiden durch die Gänge des Palastes zum Audienzraum führte.
    Der Palast als solches hatte sich in der vergangenen Zeit, auch nach der Krönung des Archons, noch nicht verändert.


    Auf dem Thron in der Mitte des großen Saales saß ihre Exzellenz, der Thron daneben war frei.
    Zu Ihren Füßen kniete eine Dienerin, am Eingang des Saales standen zwei Wachen und verrichteten ihren Dienst.

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • Tatsächlich musste Satinka einen Moment in ihrer Tasche kramen, um ihren Dolch heraus zu holen und der Wache abgeben zu können. Ansonsten führte sie keine weiteren Waffen bei sich.


    Dies war die erste Audienz im Palast für die Edalphi und sie war, trotz der nach außen getragenen Gelassenheit, froh jemanden an ihrer Seite zu wissen, der sich mit den ganzen Regeln hier auskannte. Als sie im Warteraum angekommen waren und die Stunden verstrichen, fiel es der Edalphi immer schwerer still zu sitzen, weshalb sie dann doch anfing, langsam im Raum auf und ab zu gehen. Das weiß-goldene Gewand mit dem breiten grünen Gürtel raschelte dabei leise.
    Als dann endlich die Wache kam, um sie abzuholen, atmete Satinka einmal tief durch und lies sich in den Audienzsaal führen.


    Dort angekommen hielt sie den gesiegelten Brief schon in Händen und nachdem sie auf die gleiche Entfernung wie der Protektor herangetreten war, wartete sie mit gesenktem Blick darauf angesprochen zu werden.

  • Für Adam war die Prozedur nichts neues. Aus unerfindlichen Gründen genoss er dieses Ritual mittlerweile sogar ein wenig. Waffen abgeben, sich in den Warteräumen von hübschen Mädchen bedienen lassen. Es gab wirklich unangenehmere Situationen. Allerdings hatte er nicht damit gerechnet, sobald wieder hier zu sein. Zumindest bis vor einigen Tagen nicht.


    Im Audienzsaal angekommen trat Adam an der Seite von Satinka mit gesenktem Blick vor die Nyame. Er sank auf ein Knie und wartete. Durch die vielen Besuche im Palast, hatte Adam es sich mittlerweile angewöhnt, auf die Sklavinnen zu schauen, welche in den meisten Fällen, zu Füßen der Nyame saßen.
    Mmmh... hübsches Ding. dachte er sich.
    Er deutete Satinka mit einer einladenden Handbewegung es ihm gleich zu tun und zu knien.

    Diplomatie ist, mit dem Schwein freundlich aber zielorientiert über die Notwendigkeit des Sonntagsbratens zu verhandeln.

  • Der Geste des Protektors folgend, raffte Satinka ein wenig das Gewand und kniete sich dann in einer fließenden Bewegung ebenfalls hin.
    Allerdings war das grüne Unterkleid, dass sie unter dem weiß-goldenen Kaftan trug nicht dafür gedacht und folglich zu eng,
    um sich nur auf einem Knie niederzulassen. Daher ging die Edalphi kurzer Hand auf beide Knie runter, setzte sich aber nicht auf ihre Füße.
    Sie achtete sehr darauf, dass der Brief in ihrer Hand bei der ganzen Prozedur nicht beschädigt wurde
    und fasste ihn, nachdem sie noch kurz den Stoff des Überkleides glatt gestrichen hatte, nun mit beiden Händen.

  • Unter den Dienern im Palast waren bisher keine Frauen gewesen, die Adam als häßlich betrachtet hätte. Offenbar ging es der Nyame bei der Auswahl des Personals, was in den sichtbaren Bereichen des Palastes agierte, nicht nur um Fähigkeiten, sondern auch um Ästhetik, wenngleich man auch sah, dass die einfachen weißen, unverzierten Leinenkleider der Dienerschaft wohl etwas wie eine Uniformierung oder Tradition darstellte...


    Die Nyame betrachtete die beiden und war sich offenbar noch nicht ganz sicher, wie sie auf diese "Zusammenstellung" eines Protektors und einer Angehörgen eines Dienervolkes reagieren sollte.


    Adam, Ihr könnt Euch erheben.
    Sprecht.

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • Adam erhob sich mit gesenktem Blick.
    Danke, euer Exzellenz. erwiderte er knapp, um sich anschließend die Kleidung zu richten.


    Satinka lief mir auf dem Markt in die Arme. Nach einem kurzen Gespräch, stellte sich heraus, dass sie wohl eine dringende Nachricht an ihre Exzellenz zu überbringen hat. Da ich selbst ebenfalls noch um eine Audienz bitten wollte, habe ich beschlossen, die Edalphi mit Hilfe meiner Männer direkt zu euch zu geleiten. Ich hoffe dies war in eurem Interesse, euer Exzellenz. Wobei sich die Frage der Dringlichkeit bisher noch nicht klären ließ. Adam sah erwartungsvoll auf die noch kniende Satinka herab.


    Was mein Anliegen angeht, wäre ich dieses gerne im Anschluss daran erörtern. Dabei geht es um die angesprochenen Aufgaben im Ostreich, zu denen wir langsam aufbrechen sollten. In sofern ihre Exzellenz eine bestimmte Neuigkeit in Erfahrung bringen konnte.
    Adam wollte keinen Zweifel aufkommen lassen, das er dieses Thema mit äußerster Diskretion behandeln wollte.

    Diplomatie ist, mit dem Schwein freundlich aber zielorientiert über die Notwendigkeit des Sonntagsbratens zu verhandeln.

  • Die Edalphi blieb wo sie war, hielt den Blick weiter gesenkt und wartete darauf angesprochen zu werden.
    Einzig ein leichtes Nicken zu den ersten Sätzen von Adam, um diese wohl zu bestätigen, war zu erkennen.

  • Wie ihr wünscht. begann die Edalphi in ruhigem Tonfall, den Blick weiterhin gesenkt haltend und ohne sich zu erheben.


    Dann machte sie eine leichte Verbeugung und legte die Hände zum Kelch.
    E'Saíd. sprach sie dabei die typische Edalphi - Begrüßung.
    Ich habe auf dem Treffen im Reich der Rosen erfahren, dass ihr beabsichtigen sollt,
    dem Reich der Rosen Truppen zur Unterstützung zu schicken. Ich habe dort auch erfahren,
    dass geplant war, diese Truppen ohne Umschweife zur Unterstützung mit ins Ostreich zu nehmen.
    Ich konnte Amir davon überzeugen, dass er euch über diese Absicht zuerst unterrichten sollte,
    bevor er einfach über eure Truppen verfügt. Daher hat er euch diesen Brief geschrieben
    und ich bin damit so schnell es ging zu euch gekommen.
    berichtete Satinka knapp
    und hielt den Brief hoch, damit er ihr abgenommen werden konnte.
    Das Wachssiegel des Thul'Heens des Reichs der Rosen darauf war gut zu erkennen.


    Danach wartete die Botschafterin erstmal auf mögliche Rückfragen oder Reaktionen.

  • Etwas verwirrt ging der Blick Adams zwischen der knienden Satinka und der Nyame hin und her.
    Aha? gab er fragend von sich.
    Nach das kann ja jetzt interessant werden. dachte hier sich der Protektor überrascht und wartete nun gespannt auf die Reaktion der Exzellenz.

    Diplomatie ist, mit dem Schwein freundlich aber zielorientiert über die Notwendigkeit des Sonntagsbratens zu verhandeln.

  • Er wollte was?! entglitt es der Nyame, wenn auch in einem recht ruhigen Tonfall.


    Auf ein Zeichen hin stand die Sklavin auf und nahm den Brief, um ihn ihrer Herrin zu übergeben.


    Die Nyame brach das Siegel und las die Zeilen.


    Dann blickte sie hoch und schaute Satinka an.


    Ich freue mich, dass Ihr offenbar mit mehr Weisheit gesegnet seit als Amir.
    Ja, ich wollte Nord-Truppen in das Reich der Rosen schicken, jedoch für die dortigen Probleme. Und ich habe keine Ahnung, was dieser Naldar
    - sie spie das Wort ein wenig heraus sich herausnehmen will, die Truppen des Nordens ohne eine Rücksprache zu seinen Zwecken zu benutzen.


    Wenn der Norden dem Osten in diesem Krieg, den er selbst verursacht hat, hilft, dann weil jemand aus dem Norden Truppen dorthin schickt und nicht der Thul'Heen der Rosen.


    Amir wird eine schriftliche Antwort von mir dazu erhalten!

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • Adam trat einen Schritt zurück. Die Reaktion der Nyame war mehr als eindeutig und zu keiner Zeit falsch zu deuten.
    Oha. Da hat sich aber jemand gewaltig aus dem Fenster gelehnt. dachte Adam.


    Abwarten wie es weiter geht. Und vor allem,wer Ihnen dort Truppen zugesagt hat...?

    Diplomatie ist, mit dem Schwein freundlich aber zielorientiert über die Notwendigkeit des Sonntagsbratens zu verhandeln.

  • Satinka war von der Reaktion weniger überrascht, als man hätte meinen können.
    Sie hatte sich, bis die Nyame fertig war mit dem Lesen des Schreibens, auf die Unterlippe gebissen.
    Nachdem ihre Exzellenz dann das Wort an die Edalphi richtete, nickte diese kurz zur Bestätigung, dass sie verstanden hatte.


    Nach einem kurzen Moment des Zögerns fragte sie dann:
    Möchtet ihr, dass ich kurz zusammenfasse, was ich auf dem Treffen sonst noch gehört habe?
    Es könnte allerdings sein, dass ihr diese Informationen schon kennt.

  • Die Truppen Esthaers marschieren wohl zur Siegelpyamide des Ostens.
    Das Reich der Rosen hat vor, den Osten zu unterstützen, gleich nachdem sie Tinderos befreit haben.
    Die Feuertänzerinnen der Khal'Hatra Truppen haben mit einem Zauber die Bevölkerung von Enaldaburg dazu gebracht,
    sich gegenseitig auszulöschen, obwohl diese sich vorher freiwillig ergeben hatte.
    Es wurden die Mündel des Ritters Eichentrutz getötet.


    Wie schon beim ersten Mal, als Satinka diese Dinge aufzählte, wirkte sie recht nüchtern dabei.
    Bevor sie jedoch den letzten Satz aussprach, war da ein kurzes Zögern.
    Johanna, die Lo'Shar der Edalphi, wird mit Had'Car das Ostreich unterstützen.

  • Die Nyame nickt knapp bei den Ausführungen. Bis auf das letzte hatte sie alles bereits gehört gehabt.

    Ist bekannt, wo sich Esthaer persönlich aufhällt?


    Und was ist Had'Car ?

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • Es gibt wohl Gerüchte, sie sei auf Akata-Gebiet.
    Sicher ist bisher nur, dass sie nicht bei den Truppen im östlichen Siegel oder denen im Reich der Rosen ist.

    Satinkas Stimme machte deutlich was sie von Gerüchten hielt, was nicht viel zu sein schien.


    Die Had'Car ist die Kriegerkaste der Edalphi. erklärte sie dann knapp.


    Den Blick immer noch gesenkt haltend verlagerte sie leicht das Gewicht von beiden Knien mehr auf das Linke.

  • Habt Ihr eine Idee, wo man bessere Informationen darüber erhalten könnte, wo sich Esthaer derzeit befindet?

    Hakte die Nyame nach, offenbar schien dies ihr wichtig zu sein.

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • Satinka überlegte kurz, was sich dadurch zeigte, dass sie den Kopf leicht schief legte.

    Dann schlug sie vor: Ihr könntet ihren Archon fragen. Die Beiden sind immer noch miteinander verbunden.

    Vielleicht weiß auch ihre Neches'Re, wo genau sie sich gerade aufhält.