Klingen, die durch Kälte geformt...

  • Quote

    Wo: Am Orakel des Nordens
    Wann: Drei Wochen nach dem Auftauchen Valentins im Norden
    Wer: Cupa und Valentin
    Status: Geschlossen


    Der Faun hatte auf seiner Reise durch das Reich der Rosen zurück zum Orakel die Tunnel Terras genommen um, so sehr er die Tiefen der Erde auch verabscheute, schnell zurück zum Orakel zu kommen. Zu sehr sehnte er sich nach der Ruhe dieses Ortes und nach den Winden die dort auf der Klippe an im Rissen und Zogen. Er war zu lange nicht mehr hier gewesen und nun, nachdem der Winter und das Nan-Urr auf Mitraspera gewütet hatten, war es seine Aufgabe zu schauen wie es um das Orakel stand und wie es einem Bekannten ging.


    Und nun stand er wieder hier... vor dem Nebel, lauschte und ließ seinen Sinnen freien Lauf. Hier fühlte er sich frei, frei von allen Verpflichtungen, frei von Kummer und Leid. Er breitete seine Arme aus und ließ den Wind, der über die Klippen durch die alten Ruinen zog mit seiner Kleidung, seinem Fell und seinem Geist spielen.

    ~~Dies soll euch erinnern, warum ihr einst Angst vor der Dunkelheit hattet.~~

    ~~Ich? Ich hatte schon so viele Namen, alte Namen, die nur der Wind und die Wogen aussprechen können. Ich bin der Sturm und das Lied des Eises und des Schreckens Vorbote... Ich bin ... Die Wandel, der durch die Stürme treibt...~~

  • Valentin war erschöpft. Die lange Reise durch das verwüstete Land hatte Kraft und Geld gekostet, seine Reisekasse war stark in Mitleidenschaft genommen, seine Kleidung zum großteil schmutzig und das Pferd ermüdet.


    Trotzdem ging er aufrecht und mit wachen Augen den Weg entlang, das Pferd am Zügel führend. Es war nicht mehr weit. Er konnte das Meer schon riechen, bald würde dieser ewige Wald enden und der Blick auf das Meer frei werden. Und das Orakel.


    Seit drei Wochen stapfte er schon durch dieses Land, immer geschüttelt von Träumen die ihn kaum schlafen ließen aber stets mit einem Ziel vor Augen.


    Er erwachte aus seinen Gedanken, als ein Luftzug ihn darauf hinwies, dass der Wald lichter wurde. Mit einem grimmigen Lächeln auf den Lippen beschleunigte er seine Schritte.


    Nebel zog um ihn herum auf und gab dem Anblick der sich ihm bot etwas geheimnisvolles.
    Die Überreste einer alten Mauer wurden erkennbar, Überreste eines Gebäudes vielleicht, und dann Klippen. Und dort auf den Klippen stand eine Person, die Silhouette unverkennbar.


    Der Anwärter lächelte und streckte die müden Glieder aus. Er war am Ziel angekommen.

  • Der Wind trug den Geruch eines Menschen zur Nase des Fauns. Dieser allerdings änderte nichts an seiner Haltung und blieb weiter am Rande der Nebelwand stehen. Seine Sinne waren offen und deshalb hatte er den Anwärter der ewigen Schwerter erkennen können, ohne ihn zu sehen. Und auch auf anderen Wegen wusste er schon, das dieser ihn hier aufsuchen wollte.


    Der Wind bauschte die Kleidung des Fauns auf und Valentin konnte ein großes Aerissymbol umringt von Schrift erkennen, das über den Lendenschurz des Fauns gebunden war.


    Nichts schien den Faun in seiner Haltung zu stören und auch nichts wies drauf hin, dass er den ersten Schritt tun würde.

    ~~Dies soll euch erinnern, warum ihr einst Angst vor der Dunkelheit hattet.~~

    ~~Ich? Ich hatte schon so viele Namen, alte Namen, die nur der Wind und die Wogen aussprechen können. Ich bin der Sturm und das Lied des Eises und des Schreckens Vorbote... Ich bin ... Die Wandel, der durch die Stürme treibt...~~

  • Valentin beobachtete Cupa kurz. Entweder schien dieser nicht reagieren zu wollen, oder er hatte ihn nicht bemerkt. Letzteres hielt er für unwahrscheinlich.


    Er band die Zügel des Pferds an einen Ast, lang genug, dass es grasen konnte, hob die schweren Satteltaschen von dessen Rücken und legte sie an der Mauer ab. Schließlich nahm er seinen Speer aus der Halterung am Sattel und hielt ihn in der Hand. Das vertraute Gewicht der Waffe gab ihm Ruhe.


    Valentins Blick wanderte wieder zu Cupa an den Klippenrand. Er hatte seine Pose nicht verändert und Valentin wusste, dass er ihn auch noch länger warten lassen würde, wenn er nicht den ersten Schritt tat.


    Der Anwärter grinste amüsiert und trat wortlos neben den Faun an die Klippe. Der Ausblick war atemberaubend und so vergingen noch einige Momente, ehe Valentin sprach.
    "Weißt du was sinnvoll wäre? Ein Aerisportal direkt hier. Du glaubst garnicht wie man als anständig gekleideter Mensch im Norden angesehen wird."

  • "Du bist angekündigt worden, Schneeflocke.", war Cupas schlichte Antwort mit der er sich zu Valentin hindrehte und ihm den rechten Arm zum Gruße hinhielt. Die Augen des Fauns, zumindest das rechte Auge blitze in einem kalten hellen blau dem Anwärter entgegen, während das andere unverändert silbern spiegelte.

    ~~Dies soll euch erinnern, warum ihr einst Angst vor der Dunkelheit hattet.~~

    ~~Ich? Ich hatte schon so viele Namen, alte Namen, die nur der Wind und die Wogen aussprechen können. Ich bin der Sturm und das Lied des Eises und des Schreckens Vorbote... Ich bin ... Die Wandel, der durch die Stürme treibt...~~

  • Valentin griff den angebotenen Arm zum Kriegergruß und runzelte die Stirn.
    "Schneeflocke? Ich hoffe nicht, dass sich das einbürgert.", dann siegte die Neugier. "Wer hat mich denn angekündigt?"
    Trotz der Fassade aus frechen Worten konnte Cupa ehrliche Freude in seinen Augen sehen.

  • Nun das liegt ganz an dir... und dran ob ich es Elsa erzählen werde oder nicht., redete er weiter und beantwortete zumindest eine der beiden Fragen, während der die Hand fest um Valentins Unterarm schloss. Selbst durch den Stoff des Gewands konnte Valentin spüren wie kalt diese Hand war.


    Was führt dich von der Herzfeste in den hohen Norden, Valentin ?

    ~~Dies soll euch erinnern, warum ihr einst Angst vor der Dunkelheit hattet.~~

    ~~Ich? Ich hatte schon so viele Namen, alte Namen, die nur der Wind und die Wogen aussprechen können. Ich bin der Sturm und das Lied des Eises und des Schreckens Vorbote... Ich bin ... Die Wandel, der durch die Stürme treibt...~~

  • Valentin rollte mit den Augen. Elsa. Als hätte er nicht genug andere Probleme. Aber das war jetzt egal.


    Die Kälte die von Cupas Hand ausging wunderte ihn tatsächlich wenig, eher war er überrascht darüber, wie spürbar sie war.


    Auf Cupas Frage hin, ging er im Kopf die Liste an Themen durch, die sich seit dem Feldzug gesammelt hatten und die er seit Wochen mit sich herumschleppte. Der Faun konnte die Ringe unter seinen Augen erkennen und ihr sonst so strahlendes Blau schien durch Müdigkeit ein wenig getrübt.


    "Ich habe Fragen. Eine ganze Menge.", es hatte sich eine gewisse Ernsthaftigkeit in seine Stimme geschlichen.

  • Cupa nickte nur, drehte sich um und ging ein Stück von den Klippen weg auf die Mauerreste zu.


    Du solltest dich etwas setzen und ausruhen, Valentin. So fertig wie du aussiehst nützt du niemandem...

    ~~Dies soll euch erinnern, warum ihr einst Angst vor der Dunkelheit hattet.~~

    ~~Ich? Ich hatte schon so viele Namen, alte Namen, die nur der Wind und die Wogen aussprechen können. Ich bin der Sturm und das Lied des Eises und des Schreckens Vorbote... Ich bin ... Die Wandel, der durch die Stürme treibt...~~

  • Der Anwärter folgte ihm und setzte sich, in Ermangelung eines richtigen Sitzplatzes, kurzerhand auf die Mauer.


    "Würde ich ja gerne, wenn ich schlafen könnte.", griff er das Thema auf.
    "Das steht auf meiner Liste an Fragen."

  • Cupas Augenbraue erhob sich fragendWarum kannst du nicht schlafen ? , die Frage klang etwas alarmierender als der Faun wollte.


    Er ging ein Stück an der Mauer vorbei und griff nach etwas das auf dem Boden lag. Das etwas entpuppte sich als Cupas graue Tasche. Er griff hinein und zog eine Trinkflasche und einen kleinen Beutel raus. Die Flasche warf er kurzer Hand Valentin zu, während er den Beutel in der Hand behielt als er zurück kam und sich neben Valentin auf die Mauer setzte. Sein Blick ruhte sanft auf dem Nebel vor ihnen.

    ~~Dies soll euch erinnern, warum ihr einst Angst vor der Dunkelheit hattet.~~

    ~~Ich? Ich hatte schon so viele Namen, alte Namen, die nur der Wind und die Wogen aussprechen können. Ich bin der Sturm und das Lied des Eises und des Schreckens Vorbote... Ich bin ... Die Wandel, der durch die Stürme treibt...~~

  • Valentin nahm die Flasche, öffnete sie und roch kurz daran, bevor er einen Schluck nahm.


    "Das ist eine längere Geschichte. erinnerst du dich daran, was mit der Leere geschah, in der Spiegelwelt? Leomir wollte mehr darüber herausfinden. Er wollte eine Vision von Aeris erhalten und mich dabei mitnehmen. Etwas wahrlich kühnes um ihr Aufmerksamkeit auf uns zu ziehen."


    Er lachte kurz und nahm noch einen Schluck.

  • Cupas blaues Auge leuchtete kurz intensiv auf, ob es eine Einbildung ob des Schlafmangels war oder nicht, konnte Valentin nicht genau sagen und seine Hand schloss sich um den Knauf des Schwertes, als Valentin von der Leere sprach.


    Ja ich erinnere mich gut dran, Valentin., sprach der Faun kalt und finster. Ich erinnere mich gut an das Versagen, daran das der Frevel an Aeris nun wieder Kraft gewinnen wird...Die Knöchel der rechten Hand, die sich um den Knauf gelegt hatten traten weiß hervor.
    Ja das klingt wahrlich nach meinem Mitray'kor... er nimmt diesen Weg, wo es doch auch andere gibt. Sie sind vermutlich nur nicht kühn genug für das Greifenkind...

    ~~Dies soll euch erinnern, warum ihr einst Angst vor der Dunkelheit hattet.~~

    ~~Ich? Ich hatte schon so viele Namen, alte Namen, die nur der Wind und die Wogen aussprechen können. Ich bin der Sturm und das Lied des Eises und des Schreckens Vorbote... Ich bin ... Die Wandel, der durch die Stürme treibt...~~

  • Valentin musterte den Faun als er von der Leere sprach.
    "Nun, das kühnste was ihm einfiel, war sein Leben ganz in die Hände von Aeris zu legen. Wir sprangen von der Klippe in Kalderah. Ich versprach Aeris zwei Dinge, wenn mich die Kristallfürsten den Sturz überleben ließen, doch dazu später mehr.
    Das wichtige ist: es hat funktioniert. Wir haben irgendetwas gesehen, beide. Und da fangen die Probleme an.
    Leomir sagte mir ich solle nicht an das gesehene denken, weil mein Batodd Ruhe bräuchte um sich davon zu erholen und um die Vision zu entschlüsseln. Aber wie soll ich nicht an etwas denken, was mir buchstäblich das Hirn zermartert?"

    Wieder dieser müde Blick.
    "Er kommt damit besser klar, du vermutlich auch. Für mich ist das... neu. Und mein Geist hat schwer daran zu arbeiten. Ich trage etwas mit mir herum, was mich nicht ruhen lässt, was in wirren Träumen zurückkommt, die keinen Sinn ergeben und was ich nicht entziffern kann."
    Eine kurze Pause. Valentin nahm wieder einen Schluck aus der Flasche.
    "Einer der Gründe warum ich hier bin. Ich hoffte hier Antworten zu finden. Und wenn nicht das, dann zumindest eine Möglichkeit meinen Geist besser auf das vorzubereiten."

  • Cupa hörte sich genau an was Valentin zu sagen hatte und machte sich seine Gedanken zu dem gehörten.


    Ja da kann ich dir nur zustimmen und auch Leomir. Dein Batodd braucht Ruhe um das zu bearbeiten was es erlebt und gesehen hat. Auch ich brauchte nach meiner ersten Vision von den Ewigen Zeit um alles zu verstehen.


    Träume ergeben immer Sinn, denn sie sind so vieles von dem was dich ausmacht... nur weil man sie nicht versteht, heißt es nicht das sie einem Sinn folgen. Ich denke dort ist auch der einzige Punkt wo ich wirklich ansetzen kann um dir zu helfen... aber dafür ist gerade noch nicht die richtige Zeit, sagte er leicht schmunzelnd.
    Antworten kann man hier sehr gut finden, wenn man gewillt ist richtig zu fragen... und vor allem wenn man jede Antwort ertragen kann.
    Er schaute tief in den Nebel hinein. Ob alle Antworten in meiner Macht stehen, auch das wird die Zeit zeigen... Ich vermag es gerade nicht zu entscheiden, sprach er mehr in den Nebel als zu Valentin.

    ~~Dies soll euch erinnern, warum ihr einst Angst vor der Dunkelheit hattet.~~

    ~~Ich? Ich hatte schon so viele Namen, alte Namen, die nur der Wind und die Wogen aussprechen können. Ich bin der Sturm und das Lied des Eises und des Schreckens Vorbote... Ich bin ... Die Wandel, der durch die Stürme treibt...~~

  • "Ich erwarte keine Wunder von dir, Cupa. Allein, dass du willens bist mir zu helfen, ist schon eine Menge."
    Er blickte kurz ins Leere und fügte dann hinzu: "Mehr als andere zumindest.", dann schüttelte er den Kopf, wie um sich selber für den Gedanken zu strafen.


    Valentin richtete sich ein wenig auf und fixierte Cupa wieder. "Allerdings kannst du andere Sachen tun. Meinen Geist auf andere Dinge fixieren. Die Vision ist nur eine Sache von vielen die mich im Moment beschäftigt."

  • Er schaute kurz zur Klippe, dann drehte sich sein Gesicht zu Valentin.Dabei ist dies der richtige Ort für Wunder., sagte der Faun und ohne sich weiter zu erklären sprach er weiter.
    Auf diesem Kontinent, musst du lernen, dich selbst um Dinge zu kümmern... viele sind nicht Willens zu helfen oder haben nicht das Durchhaltevermögen einen Weg bis zum Ende zu begleiten. Wenn du allerdings solche hast, dann halte sie nah bei dir... Ein kleiner Satz, der aus dem Munde des Fauns bitter erklang.


    Nur zu... frei raus damit... Was willst du, Schneeflocke?!

    ~~Dies soll euch erinnern, warum ihr einst Angst vor der Dunkelheit hattet.~~

    ~~Ich? Ich hatte schon so viele Namen, alte Namen, die nur der Wind und die Wogen aussprechen können. Ich bin der Sturm und das Lied des Eises und des Schreckens Vorbote... Ich bin ... Die Wandel, der durch die Stürme treibt...~~

  • "Mir ist bewusst, dass ich meine Wege größtenteils alleine gehen muss. Aber eben nicht vollständig. Es gibt nicht viele, die ich um Hilfe bitten würde."


    Valentin stand auf. Herumsitzen lag ihm auch nicht, egal wie erschöpft er war. Er ging wieder den Rand der Klippe entlang und genoss die Winde, die an ihm rissen.
    Es sah aus als würde er nachdenken, das Gesicht konzentriert und auf den Boden vor ihn gerichtet, dann blickte er auf, ein waches Grinsen auf dem Gesicht.

    "Also gut, was willst du zuerst? Lehren, Schimpfen, Lachen oder... beim letzten bin ich mir nicht so sicher."

  • Cupa schaute den jungen Menschen an, wie er an der Klippen entlang ging. Die Winde rissen an ihm, aber nie so stark, das es eine Gefahr gab abzustürzen. Der Wind peitschte das Meer auf und jede Welle die gegen die Klippe brandete brachte mehr Salz in die Luft.
    Nichts was eine Fae genießen wurde und dennoch merkte Valentin, sollte er den Faun beobachten wie sehr er es genoss hier oben auf der Klippe zu sein. Es schien beinah als ob er hier Frei war und ohne den Schmerz und die Trauer die man so oft in den Augen Cupas sah.


    Der Faun ließ dem Anwärter der ewigen Schwerter Zeit seine Gedanken zusammeln, stand aber ebenfalls auf und stellte sich dem Wind, der über das Land fegte.


    Die Frage ist nicht was ich will... , war die leise Antwort, die durch den Wind zu ihm getragen wurde.

    ~~Dies soll euch erinnern, warum ihr einst Angst vor der Dunkelheit hattet.~~

    ~~Ich? Ich hatte schon so viele Namen, alte Namen, die nur der Wind und die Wogen aussprechen können. Ich bin der Sturm und das Lied des Eises und des Schreckens Vorbote... Ich bin ... Die Wandel, der durch die Stürme treibt...~~