Ein Bote aus Paolos Trutz

  • Schon von weiten hörte man das Donnern der Hufe als vier schwer gepanzerte Reiter mit einem leicht gerüsteten Boten in der Mitte die weite Straße entlang ritten.
    Die schwer gepanzerten Reiter sahen so aus, als ob sie jedes Zeit vom Pferd sprängen, um sich durch die Scharen angreifender Feinde zu mähen. Die Wahrscheinlichkeit überhaupt in einem befriedeten Gebiet wie Yunalesc auf irgendeine Art von Räubern oder Truppen Verfehmter zu treffen, tendierte wohl gleich gegen Null, aber man hatte das Gefühl, dass man sie nicht nach dem Weg fragen konnte, ohne gleich niedergemetzelt zu werden. Der Bote selbst trug schon vom weitem erkennbar einen achtstrahligen Stern, der mit dem Symbol Magicas verschmolzen war und in der Mitte befand sich ein weit geöffnetes Buch.
    Im schnellen Galopp ritten sie Richtung Engelsweg.

  • Die Gardisten am Tor hatten die Reiter bereits auf weiter Entfernung gesehen.
    Ihre Geschwindigkeit sorgte für verstärkte Aufmerksamkeit am Tor.
    Erst als die Wachen das Symbol erkannten, beruhigten sie sich ein wenig.


    Der wachhabende Waibel stellte sich in das Tormusterte die Reiter mit kühlem Blick.

    What if I far from home? Oh Brother I will hear you call.

    What if I lose it all? Oh Sister I will help you out!

    Ooooh if the sky comes falling down, for you, there is nothing in this world I wouldn't do.

  • Die Reiter drosselten nicht die Geschwindigkeit. Erst direkt vor dem Tor bremsten die Pferde auf einen kurzen Befehl ab und blieben Staub aufwirbelnd stehen. Die hinteren Pferde bäumten sich auf und wendeten im Stand.
    Es folgten sieben Sekunden ernstes Schweigen bevor der Bote immernoch in der Mitte zu sprechen begann.
    "Ich übersende Grüße aus der Haupstadt Paolos Trutz. Ich bin ein Bote der Academia forma itineris oder auch Academia contri ulu l'videnn.
    Auch in diesem Jahr wird, wie in jedem Jahr eine Congregation des ungeteilten Chaos in dieses Protektorat reisen.
    Man beauftragte mich, Agrion von Rekenstadt, dafür Sorge zu tragen, dass noch gewisse Vorbereitungen getroffen werden, die sich noch in letzter Zeit ergeben haben.
    ".

  • Die Gardisten tauschten unsichere Blicke aus. Sie schienen mit den Akademien nicht viel anfangen zu können.


    "Den Elementen zum Gruße."


    Sprach der Waibel und nickte knapp.


    "Ihr hab also Vorbereiungen zu treffen, die sich ergeben haben?"


    Er blickte etwas ungläubig.


    "Welche Art von Vorbereitungen wären das?"

    What if I far from home? Oh Brother I will hear you call.

    What if I lose it all? Oh Sister I will help you out!

    Ooooh if the sky comes falling down, for you, there is nothing in this world I wouldn't do.

  • Der Bote hob die Hand und auch die erste Reihe der schwer bewaffneten Reiter schwenkte um und sie ritten die Straße zurück.
    Der Bote lächelte, rutschte von Pferd und ging auf die Gardisten zu.
    "Gut, gut. Ich habe nichts anderes erwartet, doch hätte mich der Champion des Ungeteilten Chaos, Lord Urquart, sicher in tausend Stücke gerissen und an die Hunde verfüttert, wäre ich hier nicht angekommen." "Ich bin leider nicht autorisiert diese Angelegenheiten am Tor zu klären, mit Verlaub. Ich müsste schon mit dem Majordomus reden, oder jemanden der sich um die Empfangsplanung kümmert."
    Dann blieb er stehen.
    "Ach, und noch eine Frage. Ist ein gewisser Ernst von Wallendorf zugegen?"

  • "Natürlich."


    Der Waibel nickte und grinste zufrieden.


    "Meine Brüder werden euch zum Protektor geleiten.
    Wenn, dann wird er euch weiterhelfen können.
    Wenn es eure Gefährten wünschen, können sie sich vorerst im Gasthaus ausruhen."


    Vor den reitern stellten sich einige Gardisten auf.
    zwei würden Agrion zum Protektor bringen.
    Die Anderen würden sich um die Reittiere und doe Gefährten des Boten kümmern.

    What if I far from home? Oh Brother I will hear you call.

    What if I lose it all? Oh Sister I will help you out!

    Ooooh if the sky comes falling down, for you, there is nothing in this world I wouldn't do.

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  • Die Gardisten brachten den Agrion auf direkten Weg zum Protektoratenbüro.
    Dort kündigten sie das Erscheinen des Botens an.
    Wenig später wurde Agrion bereits eingelassen.


    Das Büro war schlicht eingerichtet und zählte nur wenig Möbel.
    Hinter einem reich mit Pergamenten beladenen Tisch saß Murdo.
    Als Agrion eintrat erhob er sich.


    "Den Elementen zum Gruße.
    Ich bin Murdo Kilian, der Protektor von Yunalesc."

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  • Agrion verneigte sich.
    Die Elemente mit Euch Protektor,
    mein Name ist Agrion von Rekenstadt und bin ein Bote der Academia forma itineris, oder auch Academia contri ulu l´videnn, die dem Konzil der wahren Magie unterstellt wurde und von Lord Urquart persönlich gegründet wurde
    . "
    "Ich übermittle zunächst Grüße meiner Lehrer aus Paolos Trutz und wurde hierher gesandt um gewisse Vorkehrungen zu treffen, wobei wir auf Eure Hilfe hoffentlich zählen können.“

  • "Natürlich. Seid bedankt."


    Er deutte auf einen Stuhl, der sich vor dem Tisch befand.


    "Bitte, setzt euch doch.
    Und dann berichtet mir von den Vorkehrungen, die ihr zu treffen wünscht."


    Murdo sprach offen und setzte sich selbst. Doch die ganze zeit über musterte er Agrion akriebisch.


    "Kann ich euch etwas zu trinken anbieten?"

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  • "Entscheidet Ihr für mich. Ich bin nicht sehr wählerisch momentan."
    Dann setzte sich Agrion.
    "So wie es aussieht wird auch dieses Jahr der Champion des Ungeteilten Chaos in dieses Gebiet reisen und sein früherer Lehrmeister Melekh Blacksoul wird Ihn begleiten, sowie eine Vielzahl seines Gefolges. Die letzten Zählungen ergaben glaube ich fünfzehn Personen, wenn wir die Sklaven natürlich nicht mitzählen."
    "Doch ergab sich hier auch ein weiteres Problem, warum man mich beauftragt hat in Euer Protektorat zu reisen."
    "Ich weiß nicht in wieweit Ihr informiert wurdet über den Wandel der Akademie in Paolos Trutz, doch seit der Gründung und deren Primärziel die Feste Doerchgardt zu sprengen, ich will mich nicht auf den durchschlagenden Erfolg hierbei berufen, hat sich die Forschung in andere Richtungen verlagert. Leider sind wir deshalb aber auch nicht in der Lage persönlich Alchimisten mitzuentsenden."
    "Wir hatten gehofft, dass Eure fähigen Alchimisten hier aushilfe leisten könnten.
    "

  • Murdo nickte und goß etwas Wasser in zwei Becher, wovon er einen zu Agrion herüber schob.

    "Aushilfe wobei?
    Ih müsst mir verzeiehn, ich bin nicht über die Akademie informiert.
    Was ist denn ihr neues Ziel, seit der Zerstörung Doerchgardt's?"

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  • "Nun ich bin zwar nicht berechtigt Einblicke in alle Bereiche der Forschung zu geben. Doch ist es immer schon eine Triebkraft des Chaos gewesen den Wandel dorthin zu bringen, wo vorher trister Stillstand war. Im stetigen Kampf gegen die Verfehmten gelang und dieses Jahr ein signifikanter Durchbruch, indem wir ihnen das entrissen, was sie für ewig zu zerstören suchten.
    Ich denke Ihr könnt durch unserem Champion Lord Urquart, den Gepeinigten mehr darüber erfahren, denn ich habe hierzu nicht die gegebenen Befugnisse.
    Doch trotzdem ist es von großer Wichtigkeit, dass wärend des diesjährigen Aufenthalts einige der geladenen Gäste einen ständigen Vorrat einer gewissen Substanz brauchen, die wir durch unsere Unpässlichkeit leider momentan nicht liefern könnten. Und unsere Leiter machen sich diesbezüglich Sorgen, denn es sind nicht nur Anhänger des Chaos die wärend der Zusammenkunft auf diese Substanz angewiesen wären.
    "

  • Murdo runzelte die Stirn.
    "Ich verstehe."


    Er nahm einen Schluck und dachte kurz über die gesprochenen Worte nach.

    "Nun, ihr könnt euch sicher vorstellen, dass ich dem nur zustimmen kann,
    wenn ich weiss um welche Art Substanz es sich dabei handelt.
    Ohne dieses gesuch abschlagen zu wollen, jedoch muss ich wissen, mit was sich unsere Allchemisten da befassen müssten."

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  • "Nun das wiederum darf ich durchaus sagen. Es handelt sich hierbei um reine konzentrierte Energie. Es mag sich für Außenstehende merkwürdig anhören, dass das Chaos Wert auf diese Vorsilbe legt, doch ist dieses nicht wirklich ungewöhnlich. Zudem würde uns natürlich auch ein Erlass erfreuen, der beinhalten würde, Personen jagen und ausbluten zu dürfen, welche solche Substanzen in irgend einer Form verunreinigen würden, vierteilen und den Kopf auf eine Lanze aufzupflanzen zur Abschreckung wäre jedoch genauso akzeptabel."

  • Murdo räusperte sich bedenklich.


    "Nun... Ich denke was die Herrstellung dieser Substanz angeht, können wir euch sicher unterstützen.
    Dazu werde ich jedoch direkt mit unseren Apothekarie unterhalten.
    Was das Ausbluten und Pfählen angeht... Nein. Soetwas werde ich in Yunalesc nicht genehmigen.
    Habt ihr einige Schriftstücke oder ähnliches, was ich unseren Apothekarie aushändigen kann?
    Damit sie wissen, worum es sich handelt."

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  • Agrion versuchte nicht seine Enttäuschung zu verbergen, denn es machte ihn Spaß Verräter an der Sache zu jagen.
    Doch dann lächelte er wieder.
    "Es waren auch nur Vorschläge, nichts liegt uns ferner, als Eure herrvorragende Rechtssprechung in Frage zu stellen, aber man geht ja mit der Zeit. Jedes Land hat effektive Methoden entwickelt Täter zu bestrafen. Kláh Obscore hat zum Beispiel eine ganz andere Auslegung von Strafe als Paolos Trutz oder die Rechtssprechung in Yunalesc. Ich hatte erst kürzlich in Erfahrung gebracht, dass der Champion des Chaos, Lord Urquart eine sehr inovative und kreative Linie verfolgt, indem er jedes Todesurteil in einer anderen Form ausführt. Eine solche Abschreckung wirkt durchaus, da kein Deliquent weiß wie lange er leiden muss, bis ihn die Todesstrafe ereilt und in welcher Form.
    Was das Rezept angeht würde ich einen Abgleich vorschlagen, da jede Region durchaus gewisse unterschiedlichen Variationen in der Reagenzienwahl trifft. So können wir gewisse Fehler ausschließen, denn Ihr wünscht sicher nicht, dass ein Gehilfe eine Kommastelle verwechselt und das ganze Labor, vielleicht sogar mit samt Turm in die Luft fliegt. Ich schlage daher vor, wenn Eure Alchimisten vielleicht schon jahrelange Erfahrung in der Herstellung der Substanz besitzen, sollte man eher diese nehmen, als die Formel welche wir bereitstellen würden. Wichtig ist nur, dass keine Verunreinigung im Produkt selber vorliegt, denn das könnte durchaus zu einem diplomatischen Disaster führen, wenn die geladenen Gäste glauben, dass gewisse verfehmte Kräfte versuchen würden diese friedliche Region zu unterwandern.
    "

  • "Es ist nur verständlich, das solche Art Prozesse in den jeweiligen Protektoraten anders gehandhabt werden."


    Erst jetz begriff Murdo um welche Substanz es sich handelte, von der Agrion sprach.
    "Da habt ihr sicherlich recht.
    Ich werde unsere Apothekarie verordnen eine gewisse Menge herzustellen.
    Wieviele Personen werden denn darauf angewiesen sein?
    Damit wir wissen wieviel wir herstellen müssen."


    Murdo zog ein Pergament hervor und begann etwas darauf zu notieren.

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  • "Ich denke das zwei Dutzend, wohl ausreichend während um die Zeit zu überbrücken. Doch fehlen mir die genauen Angaben welche Gäste anreisen werden. Das ungeteilte Chaos, für sich betrachtet bedarf davon schätzungsweise nur die Hälfte.""

  • Murdo nickte.

    "Zwei Dutzend...
    Gut, ich denke, dies liegt im Bereich des Möglichen."


    Er beendete seine Notiz und wandte sich wieder an seinen Gast.


    "Gibt es sonst noch etwas?"

    What if I far from home? Oh Brother I will hear you call.

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