Nach dem Gespräch mit Shalima

  • Nuarim holte Jassir mit den Worten, dass Ihre Exzellenz ihn sprechen wollte.

    Der Vorraum und das Zimmer waren leer bis auf Saria, die neben einem Stuhl stand, der gegenüber ihrer Exzellenz am Tisch stand.

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • Als Nuarim bei Jassir ankam, saß er mit einem Buch am Lagerfeuer und wärmte seine Füße. Als sie ihm sagte, dass Ihre Exzellenz ihn sehen will, legte er das Buch zur Seite und packte seine Komponenten und Dolche in eine Tasche und gab diese an Nuarim. "Da ich glaube zu wissen worum es geht, würdet ihr dies temporär an Euch nehmen?" "Natürlich" "Vielen Dank" er stand auf und folgte ihr. Nachdem Nuarim im Zimmer Ihrer Exzellenz angekommen ist und berichtete, dass Jassir jetzt da ist, wurde er hereingebenten. Er trat ein und kniete sich vor den Tisch Ihrer Exzellenz, senkte den Kopf und wartet. "Ihr habt nach nach mir geschickt!?"

  • Saria begrüßte ihn mit dem für sie typischen, herzlichen Lächeln.

    Jedoch konnte man wahrnehmen, dass ihre Hand sich stets in der Nähe des VU-Dolches befand.


    Die Nyame betrachtete Jassir eine längere Zeit, wartete, schwieg, schien abzuwägen.


    Setzt Euch.


    Ich habe Euch drei Aufgaben gegeben.


    Wieviele davon denkt Ihr zu meiner Zufriedenheit erfüllt zu haben?

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • Jassir setzte sich hin und begann "Ihr habt mir sogar mehr Aufgaben gegeben. Eine Aufgabe ist obsolet. Eine Aufgabe habe ich erledigt, denke aber, dass sie nicht zu Eurer Zufriedenheit beiträgt, aber erfüllt ist. Kopfzerbrechen bereitet mir meine Bindung, die ich durch vielfältige Art und Weise durchführen könnte, aber jede bisher ausgeklügelte Variante würde als inakzeptabel erachtet werden. Im moment erachte ich eine Kombination aus klarem Aufgabenbereich, festgelegte Befugnisse und einer rituellen Bindung an eine Aufgabe und nicht direkt an Eure Person am sinnvollsten. Dies mag im ersten Moment unlogisch klingen, doch ist es schwer eine Aufgabe zu hintergehen, wenn ihr versteht, was ich damit ausdrücken möchte. Ergänzend zu der Verknüpfung an eine Aufgabe wäre ein Blutschwur ähnlich dem Protektorenschwur für eure persönliche Sicherheit die beste Lösung. Wenn dieser noch an einen ausformulierten Katalog geknüpft wird und entsprechende Auslöser Konsequenzen haben, so wird es quasi unmöglich dies zu umgehen. Eine Sicherung durch Eure Magie, kann ich den Zauber auch nicht umgehen. Eine weltliche Überwachung meiner Tätigkeiten wäre durch Personal machbar, jedoch aufwändig. Deshalb würde ich empfehlen, dass ein Bericht am Ende jeder Woche, mit gleichzeitiger Analyse des Wesens durch einen Magier die praktikable Lösung werden. So erhaltet ihr auch gleichzeitig Informationen höchster Güte und Berichte nur Euch. Damit ihr weiter erkennt, ob und wann mein Wesen ggf. Beeinflusst wird, sollten wird regelmäßig Gespräche führen. In diesen Gesprächen werden wir das Band jedes Mal weiter verknüpfen um ein Geflecht zu gestalten, also mit jedem male weiter ausbauen. Nach kurzer Zeit ist es unmöglich für mich das Geflecht zu lösen, da es einen simplen Gedanken erfordert die Bindung zu prüfen. Zusammengefasst, mehrere kleine Knoten sorgen für mehr Bindung, als ein großes, allumfassende Ritual. Ich möchte auf die Dynamik und Anpassbarkeit hinweisen. Der letzt Punkt ist mein Doran, dadurch hättet ihr die meiste, direkte Macht über mich und wüsstet auch immer wo ich bin. "

  • Sie hörte seinen Ausführungen zu.


    Eine Aufgabe, die nicht zu meiner Zufriedenheit erfüllt ist, erachte ich nicht als eine erfüllte Aufgabe, Jassir.


    Für eine Aufgabe habt Ihr einen interessanten Lösungsansatz.

    Eine Aufgabe ist obsolet.

    Eine Aufgabe ist unerfüllt und dabei gab ich Euch sogar noch Zeit, bei Ihrer Erfüllung nachzusteuern.


    Meint Ihr, dass dies ein akzeptabler Schnitt ist?


    Ihre Stimme war kühl und emotionslos, wie auch bei dem vorhergehenden Gespräch unter vier Augen, dass sie am vorherigen Abend geführt hatten.

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • "Euer Exzellenz, für den Inhalt der Geschichte kann ich nichts. Auch nicht dafür, dass meine Interpretation Euch nicht gefallen wird. Dennoch habe ich Eure Aufgabe hierzu erfüllt, sobald ich Euch meine Meinung zu der Geschichte gesagt habe.

    Eine obsolete Aufgabe kann nicht wirklich abgeschlossen werden, dennoch arbeite ich weiter daran. Außerdem waren nicht alle Personen der Zeugenliste anwesend. Ihr habe mich in Eurer Nähe gehalten, das macht die Reise in das Reich der Rosen schwierig. Ich habe aber einen Brief geschrieben.

    Ja, ich finde diesen Schnitt akzeptabel. Ich wäre aber nicht Jassir, wenn ich nicht schon weitere Dinge in Arbeit hätte. Sobald es mir moglich ist, werde ich zur Kalifa reisen und anschließend mit dem letzten Zeugen sprechen. Ich habe auch Recherchen gemacht über die Geschichte und herausgefunden, dass es eine leicht abgewandelte Form einer klassischen Geschichte ist. Diese wurde durch die Kalifa oder einer ihrer Schreiber abgeändert."

  • "Bei solch unwichtigen Personen und Dienervolk kann man gut drauf verzichten. Es reicht aus, wenn sie mich nicht mehr behelligen und meine Sicht der Dinge verstanden haben, beziehungsweise gehört haben. Sie sind besser dran einen Ruf von mir zu kennen, der sie dazu veranlasst in Zukunft nicht mehr wagen so zu handeln. Nennen wir es Korrektur des Rufes. "

  • Ihr benennt andere als dumm, weil sie Eure Intentionen nicht verstehen.

    Heute ist es an mir, Euch als dumm zu benennen, da ihr die meinen Intentionen wahlweise nicht versteht, oder nicht verstehen wollt.

    Beides disqualifiziert Euch als Berater an meiner Seite.

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • Sie schaute Jassir an und man sah ein Funkeln in ihren Augen, dass eigentlich nichts Gutes verheißen könnte.


    Sie schaute ihn einfach nur an, schweigend.


    Sie atmete, betont langsam.


    Ich werde es Euch jetzt einfach zu Gute halten, dass Ihr von Leere erfüllt seid und sie sich offenbar in Eurem Inneren einfach weiter und weiter ausbreitet.

    Ein Jammer für Euren Geist.


    Ihr werdet Euch in die Wolfsmark begeben.

    Ihr werdet dort unter Hausarrest stehen.

    Ihr werdet Euch dem nicht widersetzen.


    Ihr werdet dort die Tugenden Terras ausleben und über Terras Tugenden meditieren.

    Warum? Weil Ich Euch strafen will und weiß, wie schwer Euch dies fällt? Vielleicht.


    Aber viel wesentlicher: Terra hat das natürliche Bestreben, die Leere zu verdrängen und ich hoffe einfach, dass dies zum Einen der Leere in Euch Einhalt gebieten wird und zum anderen, dass sich an den Rändern der Löcher in Euch Terra Essenz ablagern wird, so dass ich eine Möglichkeit habe, diese zu erkennen und rituell zu entfernen.


    Ich werde Euch Sianna mitgeben, die Euer Handeln überwacht und im Zweifelsfall Euren Mangel an Vernunft ausgleichen wird.

    Ich werde ihr volle Verfügungsgewalt bezüglich der Situation einräumen.


    Solltet Ihr auch nur einen der Punkte nicht zu meiner Zufriedenheit erfüllen, werde ich Euch exekutieren lassen.


    Ich hoffe, die in Euch verbliebene Klarheit versteht meine Worte.


    Dass einzige, was ich Euch zugestehe, was ihr dort an Forschung betreiben werdet, sind Forschungen dazu, wie Ihr die Leere in Euch eindämmen könnt.

    Alle weitere Zeit, werdet Ihr Euch und Euer Handeln Terra widmen.

    Und auch wenn Ihr Forschungen durchgeführt, werdet Ihr den Großteil Eurer Zeit Terra widmen.


    Keine Waffen, keine Magie. Außer wenn ihr letztere bei den Forschungen benötigt.


    Habt Ihr mich verstanden?

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • "Ja, ich habe Euch verstanden. Die Klarheit und Weisheit in Euren Worten übertrifft die meine, jedoch habe ich bereits ein Verfahren erarbeitet, welches für Euch weniger aufwändig ist. Ich möchte Euch nicht weiter zur Last mit meinen Problemen fallen. Ich benötige dafür Eure Erlaubnis, Mitraspera kurzfristig verlassen zu dürfen. Ich muss außerhalb von Mitraspera einen Zauber wirken und der Navigator kann direkt danach wieder umkehren. Mit dem passendem Schiff bin ich in 4 Wochen in Paolos Trutz. Ein Schiff hätte ich bereits. Gestattet ihr dies oder soll ich mich in die Wolfsmark begeben?"

  • Habe ich jemals zu Euch gesagt, dass es mein Wunsch wäre, dass Ihr Mythodea verlasst? Und habe ich in meinen vorhergehenden Worten irgendwo angedeutet, dass ich an Eurem Rat oder Eurer Meinung interessiert wäre?

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • "Ich wollte Euch nicht weiter zur Last fallen. Es wäre besser, wenn ich nun gehen dürfte und in die Wolfsmark reisen kann. Ich verschwende ungern Zeit, egal ob Eure oder meine und Ihr habt sicher besseres zu tun, als Euch mit mir herumzuschlagen. Ich bitte inständig darum gehen zu dürfen." er senkte sich auf ein Knie ab und grub seine Hände in die Erde. Es roch leicht nach warmer Erde.

  • Setzt Euch!


    Die Worte waren recht unmissverständlich formuliert, der Tonfall zwar leise, aber so dass ein geneigter Beobachter sich nicht gewundert hätte, wenn auch die beiden Naldar sich gesetzt hätten...


    Saria hatte die Hand nicht mehr in der Nähe des Dolches, sondern hatte ihn gezogen.

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]