Posts by Landuin_Conchobair

    Landuin wendete seinen Blick zu Martinius hinüber.


    " Der Großteil kehrt zurück in die Wolfsmark. Der Herr Baron, der Hauptmann und ich werden uns unteranderem mit Glabius und Valarica ins Östliche Reich begeben. Das Ostturnier ist bald und sowohl seine Hochgeboren, als auch ich, sind als Teilnehmer zu diesem Turnier zu gegen. Mal sehen wie man uns empfangen wird." Entgegnete er in etwas abwartender Tonlage.

    " Aye...und schlagartig fallen mir genug Leute ein, die es auch genau so tun würden." Kommentierte der Albernier Sylvanas Aussage.


    " Es wird uns viel Zeit kosten, dass jetzt entstehende Chaos zu beseitigen." Wieder ein Schluck aus der Flasche.

    " Und ich suche immer noch einen Korken, der groß genug ist, um sie diesem Musiker in seine Zwergenposaune zu stopfen." Entgegnete der Ritter jetzt wieder leicht schmunzelt und nahm die Flasche wieder entgegen, um einen Schluck daraus zu trinken.

    " Gründe für Freudenfeuer und der Gleichen hätten wir, aber wir ziehen es momentan vor, uns daran zu erfreuen, dass wir noch am Leben sind." Kommentiere der Albernier etwas trocken und reichte Sylvana seine Flasche.


    " Wirklich feiern sollte man erst, wenn wir diesen Krieg endgültig gewonnen haben." Seine Gesichtszüge wurden ernst und kühler.

    Für einen Augenblick gab es keine Reaktion von Landuin, doch dann regte er sich doch.


    " Was nützt einem die Nähe, wenn das zu dem man sich hingezogen fühlt, wegstößt?" Fragte er leise die Edalphi.


    Ihre Worte hallten in seinem Kopf wieder.


    " Sie war es die die Leere in meinem Herzen vertrieben hat und meinem Leben endlich wieder einen Sinn gegeben hat, nach allen den Jahre die ich umher geirrt bin. Sie hat alles in Gang gesetzt. Alles was ich bisher tat für Aeris, die Kristallfürsten und die Naldar, das tat ich doch auch für sie. Ich wollte doch nur, dass sie glücklich ist und sie beeindrucken. Ihr zeigen das ich es wert bin." begann der Ritter zu klagen und schaute Satinka dabei an.


    " Mein Wille zum Kampf und die Bereitschaft zum Wandeln, dass ist doch erst durch sie beflügelt worden. Sie war der Antrieb der mich nicht weichen und verzagen ließ. Wenn ich an sie dachte, fühlte ich mich belebt und zu neuen, noch größeren Herausforderungen angespornt...doch jetzt...jetzt ist mein Wirbelwind fort...was bleibt ist die Kameradschaft." klagte er weiter, aber irgendwie wirkte es kühler. Es war so, als ob irgendetwas in ihm begann sehr langsam zu verschwinden, ja sogar vielleicht zu sterben.


    " Warst du schon einmal verliebt Satinka? ich meine so richtig verliebt, dass du an diese Person dein Herz verschenkt hast?" Fragte der junge Conchobair und wartet darauf, ob sie ihm eine Antwort geben könnte.


    " Noch hab ich ihren Ruf nicht vernommen, aber wer weiß ob sie nicht doch irgendwann zu mir sprechen wollen? Vielleicht bin ich dort ja besser aufgehoben? Kalt und hart wie ein Felsen, so wie Lares es ist. Ohne wirkliche Emotionen und Gefühle..." Seine Stimmung wandelte sich. Er wurde ernster als er die Worte sprach, ja sogar irgendwie verärgert.

    " Natürlich besitze ich die, aber schön das du es wenigstens einsiehst, das du doppelt so viele schlechte Angewohnheiten hast, wie ich." Grinste Landuin und drehte dann den Kopf etwas, als er Sylvanas Namen vernahm.

    " Nein...aber es lindert für eine gewisse Zeit den Schmerz...jedenfalls das trinken...glaube ich zumindest. Kam es weiterhin leise. Der Blick wanderte wieder zum Feuer hinüber.


    " Lange ist es her, dass ich so einen Schmerz empfunden habe. Sehr lang..." Der junge Conchobair wirkte jetzt für einen Moment gefasst, sein Blick schien sich aber in den Flammen des Feuers zu verlieren. Eine Betrübtheit schien sich wie ein Schatten um ihn zu legen.

    " Also ich weiß, was ich tue...ich gehe weiter meinen Aufgaben nach und schaue das ich nicht dauerhaft eine schlechte Angewohnheit mein Eigen nennen darf." Sagte der Leutnant lachend und nahm einen Schluck aus seiner Flasche. Sylvana bemerkte er vorerst nicht.

    " Glaub mir...es ist schlimmer als das was die Thorwaler saufen." Entgegnete Landuin schmunzelend Martinius und nahm die Flasche entgegen.


    " Das Geheimnis ist es, das Zeug nicht sofort runter zu schlucken..." Sagte der junge Conchobair und nahm einen knappen Schluck. Dann wartete er einen Moment und schluckt den Schnaps herunter. Er kniff leicht die Augen zusammen und schüttelte sich kurz. "...mindert das Problem aber nur minimal." keuchte der Albernier dann und reichte die Flasche ebenfalls weiter.

    Der Albernier schmunzelte kurz bei dem Kommentar des Horasiers.


    " Es kann nur einen geben...und das ist dieses Mal der Wind." Entgegnete er zuversichtlich und wendete seinen Blick nach hinten.


    " Für einen Halunken niemals...aber für einen Freund." Lächelte der Ritter und wendete sich wieder dem Feuer zu, um einen Schluck aus der Flasche zu trinken.


    " Ich wünsche euch eine erholsame Nacht und eine gute Reise. Kommt uns unbeschadet wieder zurück." Sagte er zu Cordovan und erhob zuprostend die Flasche, um einen weiteren Schluck zu trinken.

    Erneut vergingen einige Augenblicke, bevor der junge Conchobair antwortet. Sein Hand stützte die Stirn und sein Blick war gänzlich auf das Feuer fixiert. Es schien, als ob es ihn vollständig für sich eingenommen hätte. Dann schaffte er es seinen Blick doch davon zu lösen und auf die Edalphi zu richten.


    " Sie...sie hat mich verlassen." Kam es leise und niedergeschlagen von dem Ritter. Vor Satinka saß ein gebrochener Mann. So hatte sie ihn noch nie gesehen.

    Landuin nickt dem Senator zustimmend zu.


    " Danke für die Unterstützung. Wir werden unser Beste geben, dass diese Mal nicht das Feuer, sondern der Wind als Sieger von diesem Turnier geht." Entgegnete er schmunzelnd und nahm erneut einen Schluck aus der Flasche.


    " Und ihr? Kehrt ihr vorerst nach Winterfeld zurück?" Fragte der Ritter dann.

    Er griff nach ihrem Arm und wollte sie festhalten.


    " Nein...bitte bleibt...es tut mir leid." Kam es etwas leise bittend und etwas reumütig. Den Blick hatte er immer noch auf das Feuer gerichtet.


    " Ich habe es nicht so gemeint. Es reicht schon das mir weh getan worden ist, jetzt muss ich es nicht bei anderen tun."

    Der Albernier schaut auf, als Leonora ihn ansprach. " Natürlich setzt euch doch. Alleine trinkt es sich so schlecht." Sagte er und deutet auf eine der Bänke.


    Sein Blick wendete sich dem Hauptmann zu, als dieser sich bemerkbar machte. Er nickte knapp:


    " Aye...genug Gründe gibt es ja." Entgegnete der Leutnant, prostete dem Weidener zu und nahm einen Schluck aus der Flasche.

    " Ja stimmt auch wieder...es reicht ja schon eine rumhaltige Schokoladenfüllung, damit du angeheitert bist." Antwortete der Ritter trocken.


    Er folgte Satinka mit den Augen und schaute dann auf ihre immer noch fordernde Hand. Sie wollte die Flasche und sie sollte sie auch bekommen. Landuin setzte die Flasche an und leerte den Rest des Inhalts auf einen Zug. Ohne sie an zu gucken, drückte er ihr dann die leere Flasche in die Hand. " Hier...da hast du sie." kam es immer noch leicht patzig von ihm.

    Landuin schien nicht zu bemerken, dass jemand an das Feuer herangetreten war, so sehr war er wohl in seinen Gedanken versunken. Erst ein paar Augenblicke mussten vergehen, bevor er die Gestalt war nahm und dann auch noch erkannte. Es war mehr ein akzeptieren, als ein richtiges wahrnehmen. Man könnte meinen, dass es ihm recht gleichgültig war, wer dort stand. Erneut nahm er einen Schluck aus der Flasche und schien die Forderung der Edalphi nach der selbigen zu ignorieren. Kurz schaut er zu ihr noch einmal auf, eher er wieder dem Feuer zuwandte.


    " Hast du einen guten Grund sie zu wollen, weil du selber trinken willst oder willst du sie mir einfach nur wegnehmen, damit ich selber aufhöre zu trinken?" Gab der Albernier mit einem leicht patzigen Unterton zurück. Seine Stimmung war schlecht und sein Zustand bewegte sich in Richtung "Angetrunken", auch wenn er diese Schwelle noch nicht gänzlich erreicht hatte.

    Wann: Früher Abend bei Sonnenuntergang des ersten Tages, nach der Rückkehr aus der Spiegelwelt
    Wo: Lager des Nordes, eine der Feuerstelle der Wolfsmark
    Wer: Wolfsmärker, andere Bitte auf Anfrage
    ____________________________________________________________________________________________________


    Die Sonnen begann langsam über der Weltenschmiede unterzugehen und die ersten Feuer im Lager des Nordens wurden entzündet und man versammelte sich um diese. Die Soldaten begannen Geschichten von ihren Taten zu erzählen und es kreisten die Flaschen und Becher. Lieder wurden gesungen, in unzähligen Sprachen und man scherzte, lachte, aber man trauerte auch zum Teil um die gefallenden Kameraden.


    Landuin hatte auf einer Bank Platz genommen, in der Hand eine noch ungeöffnete Flasche Met. Er ließ den Blick schweifen und schaut dann auf das Feuer. Langsam fraß es sich seinen Weg über die aufgetürmten Holzscheite und wurde sichtlich immer größer und brachte so Licht in die anbrechende Dunkelheit. Etwas gleichgültig öffnete der Albernier die Flasche und warf den Korken dann ins Feuer. Ungeleert würde diese Flasche heute nicht bleiben. Er nahm einen Schluck und schaut dann etwas stumpf ins Feuer. Für ihn hatte es irgendwie etwas beruhigendes. Der Ritter begann in Gedanken zu versinken.

    Wann: Die Nacht, nach der Rückkehr aus der Spiegelwelt
    Wo: Lager des Nordes, eine der Feuerstelle der Wolfsmark
    Wer: Landuin, Satinka, andere Bitte auf Anfrage
    ____________________________________________________________________________________________________


    Nach längere Zeit zeigten sich endlich wieder die Sterne am Himmel. Sie waren so zahlreich an diesem, wie die Sandkörner am Meer. Es war ein wunderschöner Anblick. Doch es schien, dass einige wenige von ihnen nicht mehr an ihrem Platz waren. So als ob ihr Licht für immer verloschen schien.


    Der Albernier saß auf einer Bank an eine der unzähligen Feuerstellen des Nordens und blickte stumpf in das knisternde Feuer. Vor seinen Füßen lag eine leere Glasflasche. Ein zweite, volle Flasche, hielt er in der Hand und trank immer wieder einen Schluck davon. Er wirkte nachdenklich, wie so oft, aber dieses Mal schien es sehr intensiv zu sein. Außer ihm saß niemand mehr am Feuer. Alle anderen hatten sich schon zu Bett begeben.


    Warum trank der junge Conchobair? Weil sie "siegreich" waren und den vermeidlichen Untergang abgewendet hatte oder um vielleicht etwas bestimmtes zu vergessen? Viel war passiert, dass genug Anlässe gab um zu trinken. Sowohl gute, als auch schlechte Gründe.


    Gedankenversunken und stumpft betrachtete er das Feuer, dass ihm Wärme in dieser kühlen Nacht schenkte. Sein Blick war irgendwie leer und sinnsuchend.


    Ihr habt Ehre, eure Freunde nicht...Für Windbringer und Aeris!...Morgen werde ich ausziehen um diesem feigen Mörder den Kopf abzuschlagen...Jetzt zeig ich dir, wie wir das in den Gassen von Winhall klären...Steh auf! Ich kämpfe nicht gegen jemanden, der am Boden liegt!...Pass auf dich auf...du auch auf dich...Einigkeit, Stärke, Zusammenhalt!...Du wirst mich nie wiedersehen...Weil ihr es wert seid, denn ihr erinnert mich so sehr an meine Heimat...Lass mich, ich mach ihn fertig!...unsere Völker sind einfach zu verschieden...Urikan los stell dich mir in einem ehrenvollen Zweikampf!...Ich bringe euch den Sand der Kälte, für die Axt des Orphaliot...Wer mit dem Feind paktiert, der wird gezeichnet!...ich bin so froh das ich dich habe...Wir weichen nicht, wir zweifeln nicht, wir kämpfen!...So lautet nicht der Plan!...Verschwinde sonst schlag ich dir deine Fresse ein!...Trag es du Hund, sonst bin ich schwerst beleidigt...läufst du mir immer noch hinterher wie ein Hündchen?...Du verstehst es einfach nicht!...Zermalmt die Schwachen!...Silas hätte es für eine gute Idee gehalten...Wir sind die Wölfe, hört unseren Ruf!...darf ich euch etwas fragen? was haltet ihr von mir?...Ihr seid ein Streiter Aeris und ich mag euch...nennt die Namen der Gefallenden, für die wir streiten...Marîen Stürmisches Herz, der Kristallthron...Dieses ist meine Welt und meine Gesetze!...Verschwindet!...ich liebe dich und ich kann es nicht ändern...ihr müsst euch nicht entschuldigen, den ich war nicht ich selbst...alles andere wäre einfach nicht fair dir gegenüber...


    Sein Kopf war voll von den Erlebnissen des Feldzuges und immer wieder zogen Erinnerungsfetzen an seinem geistigen Auge vorbei. Wieder nahm er einen Schluck aus der Flasche und betrachtete dann das silberne Kettchen in seiner anderen Hand. An ihm hingen kleine silberne Feder- und Vögelchen, sowie ein silbernes Aeriszeichen. Sein Blick ging wieder auf das Feuer. Der Arm ging nach oben und er machte Anzeichen das Kettchen ins Feuer werfen zu wollen. Für einen kurzen Augenblick verharrte der Arm in der Position und es passierte nichts, dann schüttelte Landuin leicht den Kopf.


    Nein...das wäre nicht fair... Der Arm ging wieder hinunter und der Ritter nahm einen tiefen Schluck aus der Flasche.