Posts by Kimberley von Falkenhöh

    Zeit:Zwischen der Rückkehr aus dem Westen und den Chroniken
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    Es wurde offiziell. Walays hatte Kimberley aus dem Amt des Befehlshabers und aus dem Dienst der Palastgarde auf ihre Bitte hin entlassen. Ihr Stellvertreter, der sich in den letzten Monaten mehr als bewiesen hatte, erhielt ihren Posten und wählte seinen Vertreter aus den erfahrenen Offizieren.


    Kimberley zog aus den Räumlichkeiten des Befehlshabers aus. Ihr Hab und Gut brachte Alarik in das kleine Haus, das ihr zur Verfügung stand. Sie sah noch einmal aus dem großen Fenster hinaus. Der Raum war nun bis auf ein paar Möbelstücke leer.


    ...ich kann nicht beides sein. Entweder ich bin an deiner Seite und lasse den Palast im Stich oder ich bin im Palast und kann nicht für dich da sein. So werde ich niemandem gerecht. Ich bitte dich daher, enthebe mich aus meinen Pflichten, so dass ich nur noch für das, was von meiner Familie übriggeblieben ist, da sein kann...
    Es war nicht das erste Mal gewesen, dass sie den Posten hatte niederlegen wollen, doch dieses Mal willigte er ein.


    Es war ein komisches Gefühl, nun da es soweit war. Ein kleines Bisschen fühlte es sich leer an. Sich nun aber voll und ganz auf eine Aufgabe konzentrieren zu können, war die richtige Entscheidung, sie hörte auf ihr Herz.

    Die Tür war hinter Slaiga und den anderen zugegangen. Während Walays sprach, hielt sie innerlich den Atem an. Nur hin und wieder ging ihr Blick von ihm zu den anderen, doch groß rühren tat sie sich nicht. Nur ihre Augen regten sich.


    Als die Aufforderung zum Gehen kam, verneigte sie sich kurz zum Abschied. Sie nahm wahr, dass auch Alexij ging.
    Draußen vor der Tür nickte sie Slaiga kurz zu.

    Während des ganzen Geschehens hatte sie ruhig beobachtet. Als die Nyame eintrat ging sie auf das Knie nieder und senkte den Blick, wie es üblich war und erhob sich, als es erlaubt wurde.


    Sie beobachtete während Sylvana nicht nur das Ersuch zur Befehlsgewalt vorlegte sondern zue einer Entscheidung drengte, immer mal wieder den Befehlshaber der Stadtwache. Nein, das hier war in ihren Augen kein guter Augenblick. Für niemanden.


    Als Vorn den Vorschlag machte die, die kurz vor dem Riss waren zu töten, zog sie leicht die Luft ein. Alexijs Blick und der ihre trafen sich kurz. Ein Lächeln stand in ihren Augen und sie nickte kurz, doch dieses Lächeln war verschwunden, als sie sprach.


    Ich stimme Alexij und der Neshes Re zu. Eine solche Entscheidung würde vermutlich ein riesen Durcheinander auslösen und uns noch mehr schwächen. Allerdings... sie sah zu Vorn die Idee des Thul Heen sollte vielleicht nicht vollkommen bei Seite gelegt werden. Denn wenn sie beginnen gezielt Personen mit Wissen und Ämtern zu holen, haben wir ein Problem. Wir haben keine zweite Chance, um das Wissen zu bewahren - zumindest nach aktuellem stand unserer Kenntnisse. Sie haben es dann und genug Zeit um es sich einzuverleiben und in wie weit kann es passieren, dass sie sie ähnlich wie die Verfehmten es tun, sie wieder in unsere Reihen schicken ohne, dass wir es merken? sie atmete tief durch und sah in die Runde


    Ein Vorschlag, sollten wir nicht erst einmal weiter die Informationen die wir haben zusammen tragen oder jene die wichtig sind zusammen tragen lassen, wenn sie jetzt noch nicht vorliegen? Welche Personen wurden entführt, gibt es eine feste Zeit, die der Riss offen steht, die uns und ihnen zur Verfügung stehen damit wir handeln können, den Magier ausschalten oder den Riss analysieren? Was sind die Details bei den Standorten? Und sicher noch einige andere Dinge. Vielleicht kommen wir dann noch auf eine dritte Idee außer sie die Gefangenen mit rüber nehmen lassen oder sie töten.
    Wer dann wie eingesetzt wird, welche Ergebnisse für die Bevölkerung daraus gezogen werden, kann dann präziser vorgeschlagen werden.

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    (Mag jemand eine Beschreibung zu dem, was da auf der Karte zu sehen ist abgeben. Oder hab ich diese überlesen? Danke!)

    Kimberley hörte eine ganze Weile schweigend zu. Hier und da machte sie sich kurz ein paar Stichpunkte,
    Als die Wachen zur sprachen kamen hob sie kurz eine Augenbraue während sie schrieb. Dann fiel ihr ein, dass der Hauptmann der Stadtwache ebenso hier war. Vermutlich meinte sie diese Wache. Bei der der Palastgarde war keine solche Anregung bei den zuständigen Positionen eingereicht worden, soweit ihr bekannt war.


    In einem kurzen Moment, in dem eine kleine Pause einsetzte fragte sie:
    Es ist nicht der erste Riss. Gibt es Informationen über die Dauer? Wenn sie auf Energie angewiesen sind wie angenommen werden könnte, vielleicht steht ihnen dann ebenso nur ein gewisses Zeitfenster zur Verfügung um zu handeln. Wenn es auch da Übereinstimmungen gibt, weiß das Militär und andere Verteidiger, wie lange sie standhalten müssen und wie lange sie sich auf den Beinen halten müssen. Es könnte die Moral stärken und die Kräfte der Truppen können besser angewendet werden.
    Wurde der Riss bewacht von ihnen oder schienen sie keine Angst davor zu haben, dass man sich ihm nähert? Und bleibt es bisher bei einem durchgehenden Trupp oder rücken nach einer Weile weitere Kämpfer zur Verstärkung hindurch und sorgen für zusätzliche Erschwernis?


    Sie Strich sich mit der Hand, die noch die Brandnarbe von der Expedition aufwies, eine Haarsträhne hinter das Ohr und besah sich die Karte und die Linie genauer, die gezogen wurde.
    Nur als Anregung, wenn die Informationen über die Standpunkte der Risse angefordert werden... sie überlegte kurz sollte diejenigen genau sein. Was befindet sich an dem Punkt? Ist es ein Markplatz, auf dem sich viele Menschen aufhalten oder eine leere Seitengasse, befindet sich etwas wichtiges dort.... vielleicht gibt es auch im Detail irgendwelche Anhaltspunkte, die wir auf einer großen Karte nicht sehen können.

    Mit Walays und Alexij trat auch Kimberley in den Raum. Die Ereignisse auf den Straßen sah man ihrer Kleidung und dem Kettenhemd an.
    Ein kurzes Neigen des Kopfes in die Richtung, in der die bereits Anwesenden standen, musste genügen, da bereits gesprochen wurde. Sie suchte sich ebenso einen Platz am Tisch. Im Stehen ging ihr Blick über die Unterlagen die dort lagen.

    Mit aller Kraft richteten sie gerade mit mehreren Helfern einen Karren auf, der umgefallen war, ein weiterer griff nach dem jungen Mann, der darunter gelegen hatte und zog ihn mit einem Ruck darunter heraus. Seine Schmerzensschreie mischten sich in die der anderen Verletzten. Sie ließen den Karren wieder herab. Kimberleys Blick ging über das Geschehen in ihm Umfeld, das Spannen der Brandnarbe auf ihrem Handrücken merkte sie kaum. So schloss sie gerade wieder zu Walays auf, als der Bote eintraf und ihr die Nachricht überbrachte. Gut, sie würde dann mit Walays zurückgehen. Bis es soweit war, konnte man weiter helfen.

    Wie gut, dass sie sich zur Zeit rausgehalten hatte. Die Wachen am Palast hatten an Ort und Stelle gestanden, alamiert, durch die Schreie aus der Stadt. Sie waren bereit - soweit sie das sein konnten. Magier und Kleriker waren ebenso auf den Beinen. Das Durcheinander in der Stadt dürfte hier nicht dafür sorgen, dass man unvorsichtig wurde. Wer wusste schon, wie schnell ein neuer Angriff gestartet werden konnte.


    Sie war direkt hinter Walays. Während er sich kümmerte, achtete sie in dem Durcheinander auf die Umgebung, besonders in seinem Rücken, so gut es möglich war. Verbände aus ihrer Tasche und die Wasserflasche fanden den Weg in die Hände jener, die sie benötigten. Wo eine helfende Hand benötigt wurde, packte sie mit an.


    Ein Riss, so schnell, so plötzlich... Ihre Hand ballte sich zur Faust. Wenn sie doch nur ebenso schnell agieren könnten. Die Gesichter der Bewohner huschten an ihr vorbei. Hier und da ein flüchtig bekanntes Gesicht. Keine Zeit für Sorgen.... Handeln! Ihm kann nicht's passieren.. sagte sie sich immer wieder in Gedanken. Das erste Mal erleichtert darüber, dass er nicht hier war.

    Leicht legte Kimberley den Kopf schief, als sie zu überlegen schien, nickte dann aber.
    Gut, dann treffen wir uns gleich dort


    Als der Ritter sich abwandte fragte sie Murdo
    Brauchst du Hilfe?
    Etwas lenkte sie kurz ab und so ließ sie den Blick schweifen. Er traf den von Cupa. Kurz blinzelte sie, dann umspielte ein Lächeln ihre Lippen für einen kurzen Moment.


    Wenn Murdo ihre Begleitung wollte, würde sie mitgehen, ansonsten wandte sie sich langsam zum Gehen in Richtung des Hauses, in dem sie sein Büro wusste.

    Nach 'Trubel' eher weniger. Mir steht der Sinn aber in erster Linie nach vertrauten Gesichtern. Ich denke, das erfüllt sich bei jeder der Möglichkeiten Sie lächelte kurz in die kleine Runde und ihr Blick blieb bei Murdo hängen.
    Dein Büro wäre sicherlich ruhig aber auch schwer zugänglich vom Gefühl her für jene, die dich aufsuchen möchten, oder? gab sie zu bedenken, auch wenn sie sich nicht sicher war, ob dem so war.

    Als Corvin sie als 'Ritterschwester' ansprach, hob sie die Augenbrauen. Doch das würde sie nicht hier draußen mit ihm ausdiskutieren. Auch die folgenden Worte waren irritierend.


    Sie bemerkte Murdos Blick und ein leichtes Kopfschütteln folgte und ein beruhigendes lächeln.
    Nein, wäre walays an der Front, wäre sie nicht hier gewesen.


    da sind wir schon zwei... antwortete sie murdo zum Thema Trubel.

    Leicht nickte sie zu Kahinas Worten.
    Das Lächeln des Ritters weckte etwas: Erinnerungen... Ein Schiff - die letzte Reise nach Samar? - damals noch als Schwertnovizin mit ihrem Ritter und Corvin.
    Die einladende Geste als er ihr die Hand entgegen hielt, verunsicherte sie kurz. Sie entschuldigte sich bei Kahina und Xalur für einen Moment und ging dann zu ihm hinüber. Seinen Arm ergreifend, wie es üblich war, konnte er die Veränderung aus der Nähe sehen. Sie wirkte erschöpft?... Es schien aber keine zu sein, die man nur von ein paar kurzen Nächten hatte. Die positive Einstellung, die er kannte, wirkte getrübt, doch die Freude ihn zu sehen war da.
    Ja, das ist wohl wahr... antwortete sie kurz, um das Gespräch von ihm und Murdo nicht unnötig lange zu unterbrechen.

    Als die Person bei Murdo die Kaputze zurück schlug, wurde ihre Aufmerksamkeit für einen Moment in diese Richtung gelenkt. Konnte es sein... die Stimme hörte sie nicht, von dort aus, wo sie stand. Er drehte sich um und sie erkannte den Ritter. Sollten sich ihre Blicke treffen, so erwiderte sie die verneigung respektvoll.

    Tief atmete sie durch. Eins, zwei, drei... Wie immer kamen ihr nun so viele Gedanken in den Kopf zu dem, was gerade passiert war. Und wie bei der letzten Kerze auch, die sie von jemanden auf dem Feldzug erhalten hatte, war auch diese so wandelbar in ihrer Bedeutung. Dann bemerkte sie, wie Cupa ebenfalls ging. Mit ihm würde sie zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal reden, wenn es ihr Aufenthalt zu ließ. Grübelnd drehte sie das Licht in ihrer Hand zwischen den Fingern.
    Langsam drehte sich ihr Kopf in Xalurs Richtung und sie tauschte mit ihm einen Blick aus, sah dann zu Murdo hinüber und bemerkte, dass eine ihr anscheinend unbekannte Gestalt auf ihn zugetreten war. Sie sah sich kurz noch einmal um und entdeckte Kahina. Auf ihren Zügen zeigte sich ein kleines Lächeln.

    Ihr Herz war hin und her gerissen als die Lichter verteilt wurden. Zwei Orte brannten in diesem, an die sie ein Licht bringen wollte. Aber als Kimberley, ziemlich zu Beginn, die kleine Flamme in den Händen hielt, wusste sie, wohin sie sie bringen wollte. Langsam führten sie ihre Schritte von der Kapelle weg an dem Ordenshaus vorbei, in dem sie sonst bei ihren Aufenthalten genächtigt hatte. An der Türe vorbei nach hinten. Hier war es es still. Hier war keine Menschenseele zu erblicken. Es dauerte einen Moment, in dem sie in sich gekehrt war, eine Bitte ans Licht in Gedanken formte und kurz ihren Blick schweifen ließ. Etwas in ihr rechnete damit, hoffte fast einen Schatten hervor treten zu sehen. Wehmütig lächelte sie, wischte sich eine Träne fort und erhob sich wieder um zur Kapelle zurück zu kehren. Nein, der lautere Teil in ihr wusste, dass das ein Wunschdenken war.


    Als sie an den Platz zurück kehrte, aber ein wenig abseits, wurden noch ein paar Lichter verteilt. Sie hing ihren Erinnerungen nach. Erinnerungen an vergangene Tage, vergangene Zeiten. Dabei traf ihr Blick Phi und nach und nach erschienen die Lichter. Oder waren sie schon dagewesen und sie hatte sie nur nicht registriert?... Es war schon eine gefühlte Ewigkeit her, dass sie sich gesehen hatten. Wie schön...


    Dann merkte sie, wie eine kleine Gruppe auf sie zutrat. Leicht verspannte sie sich unter dem Mantel und sie wandte sich in die Richtung. Kurz funkelte da etwas wie Überraschung, als Sylvana auf sie zutrat. Sie erkannte Salim, Ravi und... nein, die andere Frau kannte sie nicht. Flüchtig huschte ihr Blick nach hinten zu Murdo, doch war er sofort wieder zurück.
    Sie hörte ihre Worte, sah die Kerze, die ihr gereicht wurde.... und nicht nur Cupa sah man die Überraschung an, sondern auch ihr. Kimberley neigte den Kopf und senkte den Blick, als sich ihre Finger, für Sylvana, die ihr so nah stand sichtbar, leicht zitternd zur Kerze hoben.
    ..und sie in dieser Nacht für uns ein wenig heller sein mag. erwiderte sie. Es war nicht sehr laut, doch sie war froh darüber, dass ihre Stimme wenigstens nicht brach. Hab Dank............

    Keine Sorge, übel nehme ich es ihm nicht
    antwortete sie Murdo und ihr Blick ging wieder zu ihm. Nein, sie hatte soetwas in irgendeiner Form erwartet, dennoch, so konnten die beiden Freunde erkennen, war ihre Haltung ein wenig angespannter.
    Murdo sprach weiter. Ein Zimmer? So weit waren ihre Gedanken gar nicht gegangen, obwohl es durchaus sinnvoll war. Sie waren immer nur um das Fest an sich gekreist
    Danke dir.
    Als er ging unterhielt sie sich noch einen kurzen Moment mit Xalur und nickte dabei anderen aus der Entfernung zu, wenn sich ihre Blicke trafen.


    Nun, wo der Ritus begann, konnte sie ein wenig mehr Gesichter entdecken, die anwesend waren. Es waren doch einige, die sie kannte. Doch nun galt es den Gefallenen die Ehre zu erweisen. Sie wartete bis die meisten ihre Zeichen niedergelegt hatten, um ihnen die Ruhe zu geben die sie brauchten. Als sie nicht mehr überblicken konnte, ob noch jemand fehlte, trat sie an das Holz heran. Sie legte fünf Umschläge auf das Feuer, die alle etwas schwerer waren, damit der Wind sie nicht davon nahm. Kendrik, Korlic, Ronen, Feroniel und für die vielen Toten, die im Nördlichen Siegel.
    Tief atmete sie durch und trat dann zurück an ihren Platz.