Posts by Nathae

    Als Cupa von Flucht sprach, legte sich Nathae Augen für einige Wimpernschläge lang, weg vom Feuer, zu dem Faun hin.
    Sofort kehrte ihr Blick dann wieder in das Feuer, sie wollte keine Aufmerksamkeit erregen.
    Die Worte der Männer die so gegensätzliche Elemente in sich trugen, beruhigten die Faern,
    aus wenn der Inhalt nicht beruhigender Natur war. Vorn war etwas von ihrer Vergangenheit und die Magierin fragte sich,
    ob Cupa etwas vo ihrer Zukuft war. Nathae würde die beiden Herren nicht unterbrechen ...

    "Ich grüße auch dich Dalhar de' su'aco!" antwortete sie Cupa leise. Ein unsterbliches Wesen als Kind des Windes zu bezeichnen ... dachte sich die Faern kopfschüttelnd, sie war einfach völlig abwesend, aber schlussendlich waren eigentlich alle nur Kinder.
    Zügig kippte sie die brennende Flüssigkeit hinunter, ohne sie zu prüfen und erfreute sich kurz an dem Feuer das sich in ihr ausbreitete.


    Gedankenversunken lauschte Nathae den Worten beider Männer und starrte dabei schweigend ins Feuer. Erst Vorns letzte Worte veranlassten die Magierin den Blick zu heben. Die Wahrheit seiner Worte ließen die Faern frösteln. Sie war nicht mehr die selbe die diesen Kontinent vor drei Jahren betreten hatte.

    Leicht nickte sie Vorn zu. "Jabbuk!"Dann wandte ihr Blick sich an Katharina und sie nickte ihr ebenfalls höflich zu.
    Das obligatorische Lächeln blieb allerdings weg, was für Nathaes Verhältnisse seltsam wirkte.
    "Jedur ich grüße ebenfalls ... ich bin auf den Beinen wir man sieht ... und ja ich würde gerne etwas von dem "Gebranntem! nehmen!"antwortete sie ruhig.


    Damit ging sie langsam zu dem Dunkelzwerg und streckte ihre Hand aus. Vielleicht würde dies ihr wieder Wärme verleihen. Ihr Blick fiel nun direkt ins Feue rund sie trat einen Schritt näher heran.

    Die Kälte im Innern wollte nicht schwinden, selbst als die Faern durch das Tor schritt und wieder zurück in ihrer Heimat war … Heimat, war es schon weit, war sie noch da? Tief atme Nathae ein, blähte ihre Nasenflügel und sog gierig die Luft in ihre Lungen. Besser …


    Ohne viele Worte entließ sie ihre menschlichen Begleiter, oder wie sie sie nannte ihre Demütigung. Unsicher sah sie sich um, sie wollte aus der Menge hinaus, irgendwohin wo es ruhig war. Ohne bestimmte Richtung ließ sie los, sie schlenderte fast schon sorglos durch die Gegend, als ihre Ohren erneut Stimmen war nahmen. Neugierig versuchte die Magierin die Richtung zu bestimmen, als sie den Flackerschein eines Feuers durch die Bäume sah.
    Vorsichtig und langsam näherte sich die Magierin der kleinen Gruppe.


    „Vendui meine Herren und Katharina!“ begrüße Nathae sie leise.

    Nathae seufzte schwer, Tal´Shalee hatte keine Ahnung was auf sie zukommen würde.
    Mit einem weiteren Nicken ihrerseits, holte der Sargtlin weit aus und ein Zischen zerteilte die Luft.

    Nathae wartete ab bis Tal'Shalee zu Ende gegessen hatte und wurde dabei argwöhnisch von den beiden Sargtlinnen beäugt. Erst dann nickte sie den beiden Männer zu. Tal'Shalee wurde unsanft an den Handgelenken in Ketten gelegt und an die Wand gezogen. Jeder Bewegung, die Ketten an den Handgelenken hinterließen ein unbekanntes schmerzendes Gefühl auf Tal'Shalee Haut.
    "Auf meine Anweisung hin gaben euch die Sargtlin, ein Stimulanzmittel, welche eure Nerven empfindlicher macht ...!" begann Nathae leise.
    "Jede leichte Berührung alleine ...reicht schon aus um euch Schmerzen zuzufügen ...! Über das Wasser habe ich euch ein weiteres Mittel zugefügt ...es wird verhindern daß ihr dem Schmerz entfliehen könnt!" Die Stimme der Faern war völlig monoton und leise. "Auch wenn ihr glaubt zu sterben ...Tal'Shalee ihr werdet es nicht ...!"
    Langsam setzte sich die Magierin auf den mitgebrachten Stuhl und nickte erneut den Wachen zu. Mit einem süffisanten Grinsen im Gesicht und einem Lederriemen in der Hand begab er sich hinter Tal'Shalees.

    "Das ist gut Tal'Shalee ...!" antwortete sie immer noch sanft.
    "Esst ihr werdet die Kraft brauchen!" fügte Nathae noch ruhig hinzu und wies die Wachen an einzutreten.
    "Was glaubt ihr haben die Männer euch in der ganzen Zeit verabreicht?" fragte sie dann mit einem Hauch Neugier in der Stimme und blickte auf die junge Ilythirri.

    Damit ging Nathae wieder zurück zu dem Tisch um die Beutel mit den getrockneten Leckereien zu holen.
    "Leider muss ich euch wiedersprechen Tal'Shalee ...ihr beugt euch nicht meiner Führung und das ist ein Problem!" antwortete die Faern ruhig und überreichte Tal'Shalee das himmlisch duftende Fleisch und das mit Honig glassierte Obst.
    "Leider bringt ihr mich in die unschöne Situation euch dafür strafen zu müssen Tal'Shalee ...es ist nichts persönliches!"

    Langsam stand Nathae auf, nahm den Kelch mit dem Wasser, welches eine leichte fruchtige Note hatte und ging zu Tal'Shalee. Sie überreichte ihn der erschöpften Frau.
    "Ich weiß wie hart es für euch sein muss Tal'Shalee ...aber nimmt die Dinge nun an so wie sie sind und macht es euch nicht unnötig schwer!"


    Nathae Worte waren ruhig und sanft, ungewohnt sie so zu hören.

    Nathae war nicht alleine gekommen, einer der beiden Wächter stand außerhalb der Zelle, der andere Zeit gerade einen Stuhl und dann einen kleinen Tisch in die Zelle. Aus ihrer Tasche zog Nathae ein Bündel getrockneter Früchte und Trockenfleisch. Dann nahm sie von dem Wächter einen Becher entgegen und fühlte diesen mit klarem Wasser. Erst dann wittmete die ihre Aufmerksamkeit Tal'Shalee.


    "Hungrig?" fragte die Magierin beiläufig und blickte auf die geschwächte Drow.

    Zeit war eine unbekannte Konstante für Tal'Shalee geworden. Wasser und Nahrung brachte man ihr selten und in völlig unregelmäßigen Abständen und immer wieder kamen die beiden Krieger vorbei und verabreichten ihr den Tank. Mittlerweile glaubten die Wachen sie immer öfter vom Boden des Verlies auf um ihr die Viole einzuflösen.
    Dann nach Tagen ...oder Wochen ...Tal'Shalee konnte es nicht mehr unterscheiden, öffnete sich erneut die Zellentür. Leise Schritten hallten ruhig durch den Kerker.


    "Vendui Tal'Shalee verzeiht das es etwas länger gedauert hat, aber nun können wir ja anfangen!" sprach Nathae mit sanfter Stimme.

    Es war seltsam zum einen brannte Tal'Shalees gesamter Körper, als würden all ihre Nervenenden in Flammen stehen. Zum anderen fühlte sie sich wieder etwas kräftiger, der Hunger hatte nachgelassen und es kehrte wieder etwas mehr Kraft in ihren Körper.
    Auf die Drohung der Kriegerin reagierte keine der beiden Wachen. Nach ein paar Minuten hörten die Schmerzen auf. Anscheinend zufrieden gingen die beiden Wächter wortlos aus der kleinen Zelle.

    "Braves Mädchen!" sagte der Krieger welcher den Trichter hielt und sie unverschämt angrinste. Sofort bekam er einen wütenden Blick seines Kameraden ab. Anscheinend hatte Nathae wirklich angegeben das niemand mit ihr reden sollte.
    Tal'Shalee bemerkte das ihr plötzlich warm wurde, ihr Körper begann zu Kribbeln und ihr wurde schlecht. Kalter Schweiß drückte sich durch jeds ihrer Poren und ihr Herz raste als würde es explodieren. Die Männer schienen weiterhin abzuwarten.

    Manchmal wenn Tal'Shalee gerade tief eingeschlafen war, kam der Krieger und kippte ihr eisig kaltes Wasser über den Körper um dann wortlos wieder zu gehen. Die junge Frau hatte keine Ahnung mehr wieviel Zeit vergangen war, als erneut die Zelle aufging und zwei Sargtlinnen hinein traten. Einer von beiden hielt eine kleine Viole in Händen, der andere einen kleinen Trichter.
    "Trinken!" war alles was er sagte und hielt ihr die Viole hin.

    Nathae hatte Tage damit verbracht, an die Oberfläche zu reisen und Informationen zu sammeln. Endlich nach drei Tagen wusste sie endlich wo sich die Person befand, welche sie so gierig gesucht hatte. Nun musste sie Xun'lay nur eine plausible Erklärung geben, warum sie nun für kurze Zeit verreisen musste. Dies würde schon unangenehm genug werden, aber ihr nun herausgefundenes Reiseziel war noch schlimmer.
    Egal ...sie würde selbst bis in den Abyss Reisen, wenn ihr dies helfen würde. Tal'Shalee konntr warten, sie hatte exakte Anweisungen gegeben, so das sie nicht sterben würde, aber schon am Ende ihrer Kraft sein würde.

    Nathae lächelte nun Tal´Shalee an, kein Triump lag darin oder Spaß sondern Trauer, einfach tiefe Trauer.
    Oh wie sehr sie sich nun wünschte nicht zu wissen wie man jemand brach ...
    "Bringt sie weg!" sagte sie leise und die Wachen zerrten die junge Kriegerin aus dem Baderaum.

    Nathae trat vor Tal´Shalee und blickten sie kalt an.


    "Habt ihr wirklich geglaubt eurer Verhalten hätte keine Konsequenzen, ich hatte euch gewarnt ... und nun erlebt die Konsequenzen, ich werde mir Zeit nehmen!"


    Dann schoss ihr Kopf nach vorne mit ihrem Mund an Tal´Shalees Ohr. "Überlegt euch gut eure nächsten Worte!"


    Dann zog sie den Kopf zurück. "Bringt sie weg, entkeiden und entwaffnen!"

    Einige Minuten war es im Bad völlig still gewesen, kein Laut drang aus der rauchigen Blase.
    Plötzlich verflog der Rauch und hinterließ eine stehende Nathae und eine am Boden sitzten Tal´Shalee.
    Von weitem konnte man nun schnelle Schritte hören die sich dem Bad näherten.


    "Überlegt gut, ob ihr euch mir nun anschließt, dafür werdet ihr genug Zeit zum nachdenken haben Tal'Shalee!"


    Zwei Sargtlinen und die Sklavin die Nathae weggeschickt hatte, betraten nun das Badegewölbe!"


    "Sperrt Tal'Shalee in den Kerker wegen Befehsverweigerung!"kam nun der laute Befehl von Nathae.


    Kurz standen die beiden Krieger verwirrt herum. "JETZT!" schrie Nathae lauter und die beiden Männer begannen langsam auf Tal´Shalee zuzugehen.