Posts by Jassir ben Aman

    "Ich lasse den Tisch reparieren. Zur Erklärung, mein Freund Brogârr, ich bin, wie man in diesen Landen sagt, mit der Gabe Magicas gesegnet. Es ist eine Art Runen Magie, die dir bekannt sein sollte. Sogenannte Zauberzeichen. Es ist der Schwur, der sie ausgelöst hat. " Jassir nickte Martinius zu und setzte sich wieder hin. Das Lamm hatte er anscheinend vergessen. "Ich sollte wohl erst mal etwas essen."

    Jassir beobachtete Landuin eine Weile und schwieg vorerst zu den offenen Fragen von Landuin. Er unterhielt sich mich den neuen Gästen und bestellte noch einen Tee. Dann kniff er die Augen leicht zusammen und schmunzelte..."Landuin, ich stelle eine weitere Behauptung in den Raum, bevor ich meine Schlussfolgerung der Runde Preisgebe. Ihr fragtet mich, worauf ich hinaus will - nun, ich versuche eure Götter und euren Glauben zu ergründen und wie gefestigt er ist. Wenn es sich bei Chrysir um eine, wie ihr sagt, Mischung aus Rondra, Efferd und dem Götterboten Aves handelt, so stelle ich in den Raum, dass es sich bei Chrysir um ein Götterkind handelt." Jassir wartete auf eine Reaktion von Landuin, dann fügte er an. "Ich denke, dass Kelriothar für jeden eine Herausforderung ist, um so wichtiger ist ein gefestigter Glaube! Ich bin ehrlich zu euch. Ich beobachte fast jeden Bürger der Wolfsmark und besonders die Soldaten, Offiziere und Mächtigen. Dies mache ich, zum Schutz der Mark und des Protektors, so wie ihr es mit dem Schwerte tut. Meine Methoden unterscheiden sich nur von euren. Mir ist ein gefestigter Glaube, wie der von Cordovan oder Nandala, ebenso wichtig wie Pflichtgefühl, Ehre und eine gesunde Demut. Ein aufbrausendes Talent kann in Schlachten tödlich, ebenso in der Diplomatie zerstörerisch sein und am Hofe den Kopf kosten. Allerdings sind gelenkte und geschickt eingesetzte Talente können Gegner vernichten, in der Diplomatie einschüchtern und am Hofe den Thron sichern... Wie man solche Talente einsetzt, versuche ich unserem Protektor immer wieder beratend an die Hand zu geben" Jassir legt eine kleine Pause ein, um seinen Worten die Notwendige Wichtigkeit zu verleihen. Dann setzte er fort. "Landuin, ihr seid ein Werkzeug und eine Waffe zugleich, richtig eingesetzt könnt ihr 'schaffen' oder 'vernichten'. Zu eurem Ruf kann ich nur sagen, dass er 'schneller als der Wind ist'" Jassir lächelte kurz. "Und ja, ich weiß, dass ihr ein sehr geselliger Mensch seid, was euch angreifbar macht. Einen Ruf zu haben kann förderlich oder schädlich sein, dies möchte ich euch zu bedenken geben, als Freund. Zieht daraus eure eigenen Schlussfolgerungen. Mich mag man als arrogant, eingebildet, unverschämt und manchmal auch als Schwätzer tituliert haben, doch habe auch ich einen Ruf und der ist weniger gesellig." Jassir schaute mit leicht zugedrückten Augen in die Runde. Ein jeder hätte sein Schwert ziehen können angesichts dieser versteckten Drohung, doch bevor dieser Gedanke aufkommt setzte Jassir fort. "Vertrauen ist das, was wir gebrauchen können" wiederholte er laut die Worte von Landuin. "Ich sage euch als Freund, dass jeder, der der Wolfsmark und seinen Bewohnern, dem Protektor oder dem Land etwas antut, so schwöre ich zu meinen Göttern, meinen Zorn spüren wird und ich ihn auch im Jenseits jagen und vernichten werde." Jassir brodelte bei diesem Schwur zu seinen Göttern und vor den anwesenden Freunden. Seine Handflächen leuchteten kurz auf und als der die Hände auf den Tisch knalle, brannten sich die Handabrücke in den Tisch ein. "Ihr habt meinen Schwur gehört und mögen eure oder meine Götter meine Richter sein, wenn dieser Schwur gebrochen wird. Mögen eure Schwerter mich richten, wenn ich diesen Schwur breche." Jassir schaute hastig in die Runde. "Meine Herren, ich denke, dass es Zeit für mich ist. Meine Gesellschaft ist nicht mehr zuträglich.Landuin, ich danke für euer Angebot, ich werde morgen zu euch kommen und die Bücher abholen." sagte er zackig, aber bestimmend. "Ich muss noch einiges lernen und mich für wichtige Gespräche vorbereiten. Und ob ihr ein Haldgott seid klären wir nach meiner Reise!" Jassir stand auf und griff nach seinem Beutel und der Holzkiste. An seinem Platz blieben 2 eingebrannte Handflächen zurück.


    [Sollte Jassir niemand aufhalten, so würde er jetzt gehen]

    Ein wenig erleichtert nickte Jassir kurz dem Baron zu und trank seinen Tee aus. Schweigend, aber dennoch genau beobachtend lauschte er den weiteren Gesprächen am Tisch.
    Seine Gedanken kreisten und dann suchte er noch einmal Augenkontakt zu Adam. "Ich treffe bereits Vorbereitungen für den nächsten Feldzug. Ich habe nicht viel Zeit für das, was ich vorhabe. Nächstes mal werde ich ihn tö..." Jassir brach den Satz ab, rief Wirt und bestellte eine Lammkeule. "Du hast recht, zuerst muss ich zu den Ouai, Vorbereitung ist alles." sagte er, ohne auf eine Antwort oder Reaktion von Adam zu warten.
    Niemand am Tisch, außer dem Baron, schien den Gedanken und Worten von Jassir folgen zu können. Der Ausritt war dringend notwendig. Danach schwieg Jassir.

    Jassir ergänzt den Ruf ebenfalls mit einem "...hört unser'n Ruf!" und wendet sich wieder Landuin zu. "Ich frage deshalb nach den Falken, da Chrysir der Gott der Stürme, der Luft und der Gebieter über das Wetter ist. Seine Strafe erteilt er durch Blitze und sein Donnergrollen ist am Himmel zu hören. Er ist auf dem Kontinent Myranor, der ja ein anderer Kontinent eurer Heimat ist, ein wohl mächtiger Gott. Er gilt als als launisch, undiszipliniert und leicht aufbrausend und soll schon viele sterbliche Liebhaberinnen genommen haben. Als seine Boten gelten Seevögel, vor allem Möwen, oder im Binnenland Falken. Das launische und undisziplinierte kann ich allerdings nicht in euch sehen. Bitte verzeiht mir meine Worte, wenn ich euch damit Beleidige, ich versuche die Kultur eurer Herkunft zu verstehen und mir stehen leider nicht viele Schriften zur Verfügung. Die Conchiobairs sollen ein Talent im Umgang mit Frauen bzw. Naldar haben, welches nun ebenfalls für Chrysir spricht, so meine Theorie. Könnt ihr dies Bestätigen?"
    Während Jassir diese Worte spricht, achtet er genau auf die Reaktionen von Landuin um seine Reaktionen bei den kritischen Aussagen bzw. Theorien zu beobachten.


    "Ich möchte mich aber nicht wiedereinmal um Kopf und Kragen reden - mein Protektor, ich muss später mich euch über sehr wichtige Angelegenheiten sprechen."


    Jassir wirkte sehr 'verspannt', keinesfalls so freudig wie die anderen am Tisch und auch seine Fragen und Behauptungen wirkten eher beleidigend, auch wenn er es nicht so meint. Zu viele Gedanken scheinen ihn zu plagen und zu viele Dinge sind wohl in der Spiegelwelt passiert, als dass man sie einfach mit Schnaps ersaufen könnte... Er fühlt sich gerade deplatziert und etwas unwohl, auch wenn er die Gesellschaft zu genießen scheint.

    Jassir legt den Kopf leicht nach links und nickt erneut und sagt in Richtung Landuin: "Danke, ich habe mich über eure Götter aufklären lassen, wäre es nicht Chrysir, dem ihr zugeneigt seid, oder war dies nur eine Begrüßung für die Gastfreundschaft von Hauptmann Aiden? Oder ist es gar auch euer Tisch, als Hauptmann der Leibgarde? Ich finde mich noch nicht ganz zurecht hier und möchte niemandem zu nahe treten." Bei den Worten mustert Jassir Landuin eingehend. "Ich lerne derzeit noch die Umgangsformen und Götter und ich bitte meine Behauptungen und Schlussfolgerungen als Anregung zu verstehen."


    Jassir trank einen Schluck Tee...


    "Mögt ihr Falken, Landuin?"

    Als der Wirt zu Jassir ging, blickte Jassir kurz und fast unmerklich auf und legte sofort ein leeres Blatt auf den Brief und schaute den Wirt an: "Ich hab es gehört, danke!" Dann packte Jassir die losen Papiere ein und rollte den angefangen Brief zusammen und steckte ihn in die Holzschachtel. Beim verschließen der Holzschachtel leuchteten weiße und schwarze Symbole in einem unwirklichem Licht auf, gleiche Symbole waren auf dem Handrücken von Jassir kurz zu sehen.
    Jassir stand auf, nahm seinen Tragebeutel und stecke alle Bücher hinein. Die Holzschachtel steckte er in eine Tasche an seinem Gürtel direkt neben seinen Krummdolch und ging dann mit dem Teeglas zum Tisch der Garde.


    "Hauptmann Aiden, ich danke für die Einladung. Mein Protektor, meine werten Herren Conchiobair und Balboa..." Jassir verbeugte sich vor Aiden und dem Protektor und nickte jedem anderem am Tisch kurz zu. Jassir schien das *nicken* ebenfalls dazu zu nutzen, sich gewisse Details bei den genannten Personen einzuprägen, ein Muster war nicht zu erkennen.


    "Ihr habt mich an den Tisch gebeten, mein Protektor?" sagte Jassir mit einem leichten, wissendem Lächeln in seinem rechten Mundwinkel.

    Jassir sah den Baron in den Märkischen Fasskeller gehen. Unter seinem Arm klemmten einige Bücher, ein Bündel Papier und ein Holzkästchen. Eigentlich wollte er seinen Bericht und einen schriftlichen Gesuch einreichen, aber da der Baron eh nicht in seinem Amtssitz ist, konnte Jassir auch einfach sein Gesuch persönlich im Fasskeller übergeben.


    Am Fasskeller angekommen klopfte Jassir seine Schuhe ab und strich den Kaftan glatt. Er öffnete die Tür und der Geruch von Bier, deftigem Essen und Männerschweiß stieß ihm entgegen. Er rümpfte kurz die Nase und betrat den Fasskeller und sucht sich einen freien Tisch in einer Nische.


    Jassir winkte den Wirt herbei und bestellte einen schwarzen Tee mit einem Schuss Mandelsirup und Ziegenmilch, ein Getränk, was der Wirt wohl extra für ihn in sein Angebot aufgenommen hat.


    "Danke" sagte Jassir und legte das Silberstück in die Hand des Wirtes und schloss die Hand "Für die Mühe, die Zutaten zu beschaffen"


    Jassir schaute sich um und erblickte einige bekannte Gesichter, sagte nix, öffnete das Holzkästchen und fing an zu schreiben. "An Ihre Exellenz, Ka'shalee Zress - Nyame des nördlichen Siegels..."

    Auf dem Exerzierplatz konnte man die Umrisse eines Mannes in einer schwarzen Pluderhose und einer kurzen Weste erkennen. Er hatte einen, ebenfalls schwarzen Turban auf dem Kopf und sein Gesicht war vermummt. Er hatte einen kleinen Dolch in der Hand und stach und schnitt gezielt in die aufgestellte Strohpuppe.


    Er blickte kurz auf, als er einige Almadaner in den Stall rennen sah und machte dann mit seinen Übungen weiter. Zwischendurch blätterte er einige Seiten eines Buches um und stach dann gezielt in andere Stellen der Strohpuppe.


    Als eine Gruppe Personen über den Platz liefen, stellte er seine Übungen ein, nahm das Turbanende vor seinem Gesicht weg und sah den Baron an. Er verbeugte sich sehr tief und ging wortlos in ein Haus am Platz.