Posts by Remigius der Gaukler

    Danke, danke, allerdings werde ich weiterhin nicht mehr aktiv das Gauklerleben betreiben. Was Malikah angeht, ja, ja der Rum, ähm meine Ruhm kann einen schon einschüchtern. Obwohl, sie soll ihren leuchtenden Stern nicht unter den Scheffel stellen. Schließlich hat sie uns auf die Idee gebracht. Malikas Möhrenspieße - ich denke ich werde ihren Dank später entgegennehmen. So nun muss ich aber selber einmal die Spieße probieren - Die süße der Möhre kombiniert mir Speck und einer Honigsenfmarinade - fein gegart auf dem Grill. Ich denke es sollte den Männern munden"


    Dann ging Remigius und gesellte sich unter die Männer. Der ein oder andere klopfte noch die Schulter des Gauklers, Remigius Aufspiel schien gefallen zu haben. Dies bestärkte ihn das Richtige getan zu haben. Die Schatten, die ob der anstehenden Schlacht auf den Gesichtern der Männer lag, hatte er zumindest für einen kurzen Moment vertreiben können.
    Doch tief im Inneren merkte er, dass seine Zeit als Gaukler hinter ihm lag. Er spürte jeden Knochen im Leib... er wünschte sich kurz zurück nach Pilenya, zur neuen Taverne "zum blutigen Schuh", dort war nun seine Heimat....

    Remigius wartete noch einen kurzen Moment, aber die Ankündigung von Honigbrandt und einer spektakulären Nummer hatte dem gemeinem Söldner Beine gemacht. Der Platz hatte sich bereits gut gefüllt.


    Pape verteilte indes bereits den ein oder anderen Schluck des drabig süßlichen Gesöffs und lehrte nebenbei die Kunst, wie man den “Lanzensaft“ - so nannte die Feldkych das Gebräu - gebührend trinkt. Da sah der Gaukler in den Augenwinkeln ,wie ein Vorhang zurückgezogen wurde und der Heerführer den Platz betrat. Gut so – dachte Remigius, da kommt ja schon mein Freiwilliger. Oh Moment, Graf Haradron hatte ja bereits einmal den „Hintern“ hingehalten für den “Flammenden Tod“.Gut dann musste Pape der Henker wieder ran!


    „Ehrenreiche Gäst – so werdet Zeuge einer unglaublichen Metamorphose, einer Verwandlung, wie es kein Magus, sondern nur die Feldkych vollbringen kann. Und wenn ich nun den Gegenstand, den es zu verwandeln gilt, hinter meinem Rücken hervor hole, erwarte ich ein erschrecktes Raunen, welches durch die Reihen peitscht. Doch den ein oder anderen wird es wirklich erschrecken. Eben jene Burschen, die zuhause ein gar gestrenges Weiblein sitzen haben, die darauf besteht neben dem Braten auch noch Gemüse zu essen.“
    Remigius wartete einen Moment, bis die Spannung zum greifen war. Die Feuerfackel in der rechten Hand,griff er behände mit der linken hinter seinen Rücken und holte eine Möhre hervor. Wie aus einer Kehle entwich den Söldner ein gellendes „OHHHHHH!!!!!“.


    Remigius schaute nickend in die Runde
    “Ja, ja edle Söldnerkameraden, bis zum heutigen Tage dachten auch die Mannen des House Feldkych, dass diese Art der Knollenfrüchte nur unnütze Beilag zum eigentlichen Schmaus darstellen würde. Aber weit gefehlt....Da musste erst unsere Heilerin an unser Feuer treten um uns das impertinente Brett der Unwissenheit vor unserem Kopfe wegzureißen. Oder hat sie uns nur impertinent ein Brett vor unseren Kopf geschlagen um uns zu belehren? Egal, denn nun wissen wir, dass wenn wir diesen Früchten des Erdleibes nicht ab und an frönen, Siechtum und Krankheit die Folgen seien werden. Ja sogar das Haar wird uns entfallen. Hätte das Sturmhart dies nur eher gewusst. Bitte schickt ihm eine Depesche.“


    Die Meute bog sich vor lachen, gerade der letzte Satz hatte gesessen, Schadenfreude war schon immer eine sichere Pointe. Remigius sprach trefflich in der Art der Gaukler, all die Erfahrung der Wanderschaft als Fahrender kamen nun zum Tragen. Beim großen Suppenspucker, dem Gott der Fahrenden, schade das Mailkah nicht unter den Zuschauern weilte. Sie würde doch unglaublich stolz auf den Gaukler sein. Remigius atmete noch einmal tief durch, bevor sich erneut seine Stimme erhob. Seine Worte durchdrangen das immer noch anhaltende Lachen der anwesenden Krieger.
    „Doch wir wären nicht die Feldkych, wenn wir einfach Möhrengemus reichen würden, oder gar nur den einfach Knollen . Wir sind Mannen und wir wollen nicht am Grashalm nuckeln....“


    „Genau!“... “Das wohl“....“Hört, hört!“ vereinzelte Stimmen des Zuspruchs drangen durch das Gebrabbel der Masse.


    Jetzt hatte Remigius die Meute im Sack, nun galt es ihn zu zumachen. „Genau Euer Mund spricht recht...und deshalb zeigen wir euch nun den Flammenden Tod, oder die Kunst Mama Malikahs Möhrenspieße zu bereiten. Pape beuge dich vor und öffne deinen Mund.“


    Pape beugte sich vor und Remigius schob ihm die Möhre in den Rachen „In die Röhre nun die Möhre.“ Remigius lachte verschmitzt und zwinkerte in die Menge. „Ja, so hatte ich mir das gedacht, da sehe ich doch lustvolles Blitzen in den Augen des ein oder anderen Lumpen hier – ja wir sind weit von zu Hause weg, aber trotzdem, schämt euch“ Pape hatte die Möhre vollständig verspeist, nur ein wenig Grüns hing noch aus seinem Munde. Remigius schaute in die Runde, eine gespannte Stille hatte sich eingestellt. Der Gaukler zauberte aus einem leeren Tuch, wie aus dem Nichts, eine Flasche Honigbrandt hervor. „Damit nun auch der Pansen lacht – füllen wir mit Lanzensaft!“


    Pape trank und trank, unter dem anfeuerndem Jubel seiner Söldnergesellen leerte der die ganze Flasche. „ Doch nun das wichtigste. Sir Snorry, reich er mir den den krossgebratenen Speck!“ Ganze vier Streifen Speck verschlang der Henker a.D. “Und nun, der flammende Kuss der Liebe einer Jungfrau.“ Remigius schaute sich um. „So ein Mist, da sieht es ja echt düster hier aus – außer dem ersten Heerführer ist keine Jungfrau anwesend.“ und wieder hatte Remigius die Lacher auf seiner Seite, zum Glück kannte er Haradron gut genug, um zu Wissen, dass dieser einen Spaß vertragen konnte.


    „Dann muss der Kuss des reinen Feuers unserer Speise den letzten Pfiff geben. Aber erst muss Pape tanzen, damit sich der Speck um die Möhre wickelt.“


    In diesem Moment begann Sir Snorry die Trommel zu schlagen, etwas stümperhaft. Eigentlich war das sonst die Aufgabe von Zweitakt Pape, wie man ihn auch nannte, aber er musst ja nun tanzen. Und Pape tanzte unter dem Handgeklapper der Anwesenden. Er schleuderte sein Bäuchlein rechts herum und dann links herum. Dabei sah der Henker einfach nur zum schießen aus.


    Die Stimmung war auf dem Zenit – Remigius entzündete eine neue Fackel und rief „Flammender Tod, es ist Zeit das Bäuchlein zu entlüften und die Speys dem Wams zu entlocken. Pape nun senke dein Haupt, aber Achtung, das du mit den Afterballen nicht gen unserer Freunde stehst.“
    Was nun kam spottete jeder Beschreibung – Pape bückte sich, sein Hinter stand seitlich zum Publikum. Remigius platzierte sich so hinter den Henker, dass man nur noch die Fackel am Hinterteil Papes sehen konnte. Dann geschah es – Remigius spuckte einen riesigen Feuerstoß aus. Für das Publikum sah es so aus, als würde ein riesiger, furzender Feuerball aus dem tiefsten Gedärm des Scharfrichters kommen. Ein Jubel ging durch die Reihen...


    Remigius trat hervor „Und nun ehrenreiche Gäst, sehen wir was unsere Metamorphose vorgebracht hat. Pape drück nun die Afterballen fest zusammen“ Mit einer geschickten Handbewegung griff Remigius an den Hintern von Pape und „zauberte“ einen …. in gebratenem Speck eingewickelten Möhrenspieß hervor. Das Volk tobte und schlug sich vor lachen auf die Schenkel...


    „Und da ist er – Mama Malikahs Möhrenhspieß. Vierfach in Speck gewickelt und mit einer Honigsenfmarinade bestrichen. Auf das der Gaumen sich Betöre ließe – Mama Malikahs Möhrenspieße. Und wie unser örtlicher Absinthhändler immer zusagen pflegt. Der erste ist umsonst....“


    Erst jetzt wurden dem anwesende Volk gewahr, dass die Luft herrlich erfüllt war von dem Geruch von gebratenem Speck. Sir Snorry hatte die angefeuert. Sofort bildetet sich eine Schlange.
    Remigius indes grinste zufrieden in sich hinein.... Hach, was würde Malikah nur sagen....

    Nun wertes Söldnervolk – so dachte die Feldkych immer, dass einzig wahre wäre Fleisch auf Feuer und Schnaps im Ranzen des Soldaten. Doch weit gefehlt! Unsere Heilerin, die fast ein jeden von uns schon nach der Schlacht zusammengeflickt hat, die Frau deren unser aller Wohl immer im Herzen verankert ist, ja eben jene Malikah, sie musste uns erst die Ougen öffnen. Wie müssen auch Gemüse essen!.... Wartet, wartet... so sehr ich die aufkommende Unruhe nachvollziehen kann, auch ich war zuerst skeptisch. Doch wir wären nicht die Feldkych, wenn wir nicht einen weg gefunden hätten, ein gar grazil Speyslein zu fertigen, was einem jedem Manne Munden wird, der Heilerin geällig ist... und anständig die Haare am Sack sprießen lässt. Remigius kleine Gauklerschule präsentiert – “Der flammende Tod!“ Oder, die Kunst wie man Mama Malikahs Möhrenspieße bereitet. Dazu brauche ich einen Freiwilligen. Sonst muss ich wieder Pape nehmen!“

    Auf einmal wurde die stille des Essens jäh unterbrochen. War das ein kurzer heller Schein draußen? War das ein etwa Feuerstoß? Da erschallte die Stimme von Remigius dem Gaukler, in bester Manier der Fahrenden.“Hört, hört zur Einführung einer neuen Speys der Feldkych wird Remigius, der Gaukler a.D. außer Dienst, der ewig im ersten Lehrjahr verbliebene Gaukler dritter Klasse, der Erfinder des professionellen Dilettantismus, seine berühmte Nummer der „Flammende Tod!“ ein letztes mal welturaufführen. Ja ehrenreiche Gäst, Euer Raunen schallt zurecht durch die Nacht. Strömt herbei, strömt herbei. Wie ihr seht hat Sir Snorry den Grill angefeuert und der Honigbrandt steht bereit.“ Remigius der Gaukler stieß erneut ein paar Flammen gen Himmel und wartete. mittlerweile hatten ein paar Söldner bereits einen kleinen Kreis gebildet...

    Gordianus - weil wir persönlich angesprochen wurden... -


    Eigentlich haben mir Elion und Naira aus dem Herz gesprochen. Für uns ist das COM - das einzige Rollenspielerlebnis für ein ganzes Jahr - trotzdem sind wir schon als Leibwächter für einen Dattelverkäufer durch die Lager gezogen. Damals für ein Silber. Der Sold war aber viel zu teuer im Vergleich zu den Einnahmen des Dattelverkäufers, das ergab aber auch schon eine schöne Spielszene....Wie soll ich nun für meine 20 Kinder sorgen, -Gott hat der das gut gespielt- ja und dann?, haben wir ihm Kupfer gegeben. Der arme, arme Mann. Mit der Feldkych verdienen wir eigentlich genug. Spieldauer max. 2 Stunden). Entscheidend war aber, dass wir früh klar hatten, dass die Chemie und die Auffassung der Spielart passte (kannten den Händler auch schon).


    Das ist der Punkt, es gibt auf deine Frage keine Antwort. Es mag Söldner geben, die kannst du nur mit Münzen kaufen. Uns kannst du nur mit einer guten Geschichte und der Aussicht auf ein Spiel locken, an dem wir Spaß haben, dabei ist die Verhandlung um die klingende Münze Teil des Söldnerspiels. Dann kommen all die IT-Dinge zum tragen, die bereits genannt wurden. Damit das IT passt, spielen wir Söldner a.D., die nun eine Feldkych betreiben.
    Zwischen diesen Extremen wirst du jede Abstufung finden.

    Hallo,
    obwohl wir im Söldnerlager mittlerweile einen anderen Schwerpunkt haben, würde ich gerne -als Ex-Söldner- den Beitrag ergänzen. In unserer Gruppe, ab und an nehmen wir auch noch Söldneraufträge an, fließt entscheidend in die Abwägung der Spielspass mit ein. Da ist zwar ein reines OT-Argument, aber entspricht der Realität. Unsere Truppe hat halt mittlerweile leider nur noch die Möglichkeit pro Jahr ein einziges mal an einem Con teilzunehmen. Daher ist für uns auch
    1. die Art des Anspiels
    2. der Inhalt des Auftrags
    entscheidend.
    Sechs Stunden Ritualwache, am besten noch ohne Interaktion, bei jemandem der mit den Worten: "Habt ihr Lust bei einer Ritualmagiesache mitzumachen. Wir zahlen jedem XX Münzen." an unser Feuer tritt, hat, unabhängig der Bezahlung, bei uns keine Chance.

    Sir Snorry hatte derweil die mobile Feldkyche aufbauen lassen, um die legendären Bratlanzen zu dem Brot zu reichen. Während Pape der Henker a.D. für Ordnung in der Warteschlange sorgte, tönte Remigius in der Art der Gaukler mit eigens für die Wurst entwickelten Parolen.


    „Bratlanzen, ja auch für die hohen Herren...


    Was füllt selbst des Advokats Ranzen nicht teuer -
    gar trefflich gegarte Bratlanzen auf Feuer


    Kommt ihr Söldner...


    Selbst Söldner mit klammen Finanzen trotz Heuer -
    genießen gegarte Bratlanzen auf Feuer


    Sogar der König begehrt die Wurst....


    Bei Monarchen steht in Bilanzen eigens ´ne Steuer -
    Der König braucht Geld zum Erwerb von Bratlanzen auf Feuer“



    Die meisten Söldner schätzten die Speisen der Feldkych und waren erfreut nach der langen Reise eine gewohnte Mahlzeit zu bekommen. Zum bedauern der Krieger hatte der erste Heerführer den Ausschank des Honigbrantds, dem Lanzensaft, streng geregelt. Dennoch reichte die Schlange als bald weit in die Gänge...