Posts by Melekh Blacksoul

    Er blickt ungerührt zurück.


    "Und mit Führer ist man das hier auch, Kind des dunklen Prinzen."


    Er winkt einen jungen Diener heran und flüstert ihm einige Sätze zu.
    Der Junge verschwindet im Gewühl.


    "Nun weiß er, dass ihr hier seid und mit ihm sprechen möchtet. Es heißt nun für euch zu warten. Aber bitte, schaut euch doch um. Ihr scheint das erste mal hier bei uns zu sein."

    Freunde... das ungewohnte Wort.


    Er lächelt sie an. "So vieles, so vieles beschäftigt mich. Du weißt noch was auf dem Konvent geschah und mit wem ich mich da unterhielt. Und nun die Geschehnisse bei dem Ritual von Tiara und in der Spiegelwelt. Wie soll mich da nichts beschäftigen."


    Er wendet sich vom Fenster ab und tritt wieder tiefer in den Raum. "Dieser Ort ist sehr gefährlich, das weißt du. Und doch ist er für Fae und dich vielleicht der sicherste Ort im Augenblick."

    Der Mann gerät sichtlich ins stocken.


    "A.. Arsul, mein Name ist Arsul. Aber ich muss jetzt weiter. Ihr wisst wo ihr den Erzhexer findet."


    Schnell dreht er sich um und schreitet mit lagen Schritten davon. In einiger Entfernung wirft er einen kurze Blick über seine Schulter zurück, bevor er in einer Gruppe Menschen verschwindet.

    "Weil ich ihre Abschirmung oft genug gespürt habe. Sie versuche dich zu schützen, wo Gefahren doch von außen und innern lauern."


    Sein Blick gleitet über die Mauern. "Wir können froh sein, sie zu haben. Auch für Fae."

    Der Mann hat Schwierigkeiten wieder ihr Gesicht zu finden, fasst sich dann jedoch.


    "Natürlich", sagt er.
    Zögernd schaut er sich um, als ob er jemanden suche, der ihm aus dieser Lage wieder heraus helfen würde, dann rafft er sich jedoch auf.


    "Folgt mir bitte. Ich bringe euch zu den Stallungen, wo ihr euer Pferd unterstellen könnt."


    Er führt sie über den Hof und um einige Wohngebäude herum. Bald schon sind die Stallungen zu erkennen. In kleinere Zwingern entlang der Mauer bellen und kläffen Hunde, und Wesen, bei denen es sich entweder um grausame Züchtungen oder um dämonischen Einschlag handelt. Ein großes langgezogenes Gebäude scheint Ställe für Pferde zu enthalten, was weniger verstörend wäre, wenn Stallburschen nicht Fuhren von rohem Fleisch, augenscheinlich als Futter gedacht, in die warme Dunkelheit fahren würden.


    Schließlich führt der Mann Şeytan doch noch zu einem Stall in dem bereits weitere normale Pferde untergebracht sind. Auf einen Wink nimmt ein dicker Stallbursche die Zügel des Hengstes entgegen.


    "Wir werden in abtrocknen und er bekommt Futter und Wasser, wenn es euch recht ist." Er verbeugt sich vor den beiden und führt das Pferd weg.

    Der Hexer trat an die Seite seiner Frau und blickte neben ihr aus dem Fenster hinaus.


    Auch seine Gedanken hingen noch an dem Erlebten, ... und an dem was noch kommen mochte.


    "Cupa und Ravi sind sehr um dich bemüht, nicht wahr?"

    Der Mann schaut auf die Hand die ihn am Arm ergriffen hat. Eine Augenbraue zieht sich nach oben.


    Er entzieht sich der Dame, die ihn da angesprochen hat, antwortet jedoch höflich.


    "Der Erzhexer befindet sich natürlich in der Akademie." Er weist auf einen großen Bau aus Marmor, zu dessen Türen eine breite Treppe emporsteigt, auf der Kultisten und Adepten auf und absteigen.
    Auch bei diesen Temperaturen brennen die Feuerschalen an den Seiten der Treppe in blauem Licht.


    "Wenn ihr in jedoch zu sprechen wünscht, dann müsst ihr dort drinnen um ein Gespräch bitten. Man wird euch dann sicherlich weiterhelfen."


    Die Augen des Mannes wandern während seiner Worte über Ihren Körper, er lässt sich jedoch nicht anmerken, was er denkt.

    Die Kiefern der Wache pressen sich aufeinander. Trotzdem tritt der Mann zurück und lässt die Frau eintreten.


    Die Pforte öffnet sich für das Pferd und die Reiterin, und erst jetzt zeigt sich, dass die riesige Festung keineswegs verlassen ist.
    Der Weg führt durch das Tor auf einen riesigen Innenhof auf dem es vor Leben wimmelt. Geschäftig sind Arbeiter dabei Mauern auszubessern, der Rauch von Schmieden weht durch die Luft.


    Krieger und Adepten eilen vorbei, während Bauern und einfaches Volk Waren entladen oder feilbieten.

    Die Wächter auf den Zinnen hatten Sie bereits seit langem entdeckt. Noch zeigte sich aber niemand, der sie abfangen sollte. Ungehindert erreichte sie die hohen Portale mit den Mannpforten.


    Erst hier zeigte sich ein erstes Anzeichen für Leben, als gepanzerte Wachen aus Nischen traten und sich ihr in den Weg stellten.


    "Halt", rief einer von ihnen die Reiterin an. "Euer Name und euer Begehr."

    Teilnehmer: Imala, Melekh


    Die größte Festung des Nordens war schon vor langer Zeit am Horizont aufgetaucht.
    Hölzerne Spieße waren entlang der Straße aufgestellt worden und die Frau hatte irgendwann aufgehört sie zu zählen.


    Die Rudel wilder Hunde, größer und aggressiver als anderswo, folgten noch immer ihrer Spur, fielen jedoch immer weiter zurück, je näher die hohen Mauern rückten.


    Die Sonne brannte auf die einsame Reiterin herab, während sie ihr Pferd langsam in Richtung der mächtigen Tore lenkte.

    Teilnehmer: Sylvana, Melekh, weitere auf Anfrage.


    Woche waren seit dem Feldzug in die Spiegelwelt vergangen. Der Rückmarsch der Truppen in den Norden hatte sich hingezogen. An jedem hatte dieser Feldzug Narben hinterlassen.


    Sylvana und Melekh waren von Paolos Trutz aus nach Vherlok Barethek aufgebrochen. So vieles war passiert, sowohl vor als auch während des Feldzuges. Noch nie waren die Gefahren größer gewesen. Für Leib und Seele.

    Melekh war ruhig durch das Portal getreten. Erst jetzt spürte er wie sehr die Abwesenheit der Elemente auch auf ihn gewirkt hatte. Er presste seine Kiefer fest aufeinander. Die Elemente... Sein Blick glitt hinunter zu dem Schwert an seiner Seite. Unwillkürlich fuhr seine Hand hinab auf den lederumwickelten Griff. Es war ein Ruf, eine Einladung die er nicht ablehnen konnte. Nicht ablehnen durfte.


    Er spürte Sylvanas Hand in seiner, hörte ihr Flüstern an seinem Ohr. Seine Gedanken kehrten ins Hier und Jetzt zurück. Er lächelte sie an und sein Blick wanderte über die vielen Siedler, die sie begleiteten. Über Cupa, mit dem er weniger Worte hatte wechseln können, als es vielleicht bedurft hätte. An Theyben, der ihm Einblicke in das Wesen der Gestaltwandler gewährt hatte. Dann blieb sein Blick an Magon hängen. Die Art des Magiers die Magie zu wirken hatte ihn fasziniert. Das Potential das er mitbrachte war erstaunlich. Er hoffte, dass Magon Sylvana und ihn in die Feste begleiten würde.


    Die Feste. Da waren wieder die Gedanken, die in seit dem Abend nicht mehr losgelassen hatten. Er würde Mythodea bald verlassen müssen, das wusste er. Er hoffte, dass diese Angelegenheit nicht länger als zwei oder drei Monde dauern würde, aber wer konnte das schon sagen. Aber bei seiner Rückkehr würde er dann zumindest Gewissheit haben.


    Er straffte sich. Noch war es nicht soweit. Zunächst galt es die Feste zu erreichen, gemeinsam. Und dann war da noch die Sache mit Sylvana. Dies duldete keinen weiteren Aufschub.

    Melekh musste an Urquart und Kláh Verden Avendre denken. Das Chaos hatte bereits Fuß gefasst seit Elkantar den Weg gebahnt hatte. Und auch Urquart würde nicht abweichen von seinem Pfad.


    Sein Blick glitt kurz zu Sylvana und Fae. Und doch war es nicht die alte Welt.


    "Theyben vom Blutmond, ich bin Melekh. Auch ich bin hier um zu lernen."

    "Selbstverständlich, Cupa. Ich danke dir, und es ist mir eine Ehre eingeladen worden zu sein."


    Er drückte die Hand von Sylvana und warf ihr ein Lächeln zu, ehe er einen Blick in die Runde warf.
    Sylvana, Ravi, Assiah,... mit ihnen hatte er gerechnet, und es freute ihn, sie zu sehen. Leider sah er weder Maya noch Zerahl, was ihm tatsächlich einen kleinen Stich versetzte, waren sie ihm doch mittlerweile wichtig geworden.


    Dann viel sein Blick auf den Begleiter von Assiah. Er war ihm bisher nicht aufgefallen, doch spürte er dessen Abneigung. Er musterte ihn etwas genauer.