Posts by Kahina

    Die Gestalt der Halbelfe trat an die drei vertrauten Wesen heran.
    Kahina trug ihr schwarzes, langes Kleid mit der bordeauxfarbenen Lederrüstung darüber.
    Ein paar Spuren von getrocknetem Blut, augenscheinlich nicht dem ihren,
    fanden sich an dem Kleid und an ihren Händen. Ebenso Schlieren im Gesicht.
    Doch irgendwie wirkte sie trotzdem zufrieden.


    "Ich glaube nicht, dass es eine Kette gibt, die stark genug wäre.",
    kommentierte sie Alexijs Scherz mit einem Lächeln und trat dann zu den beiden anderen hinüber.
    Während sie mit Kimberley und Alexij zurückkehrt war, hatte sie Mahrukkaa seit
    der Academia nicht mehr gesehen. Sie musterte alle Anwesenden kritisch aus
    ihren dunklen Augen, suchte nach Anzeichen von Wunden. Alexij hatte sie kurz nach der Schlacht bereits versorgt.
    Ihr Blick ging zu Mahrukkaa, dann ging sie auf die Orkin zu, um sie zu begrüßen.

    Die Halbelfe biss sich einen Moment auf die Unterlippe, wirkte
    einen Moment betreten, ehe sie Kimberley anblickte.
    "Na wo soll ich denn sonst sein?", meinte sie mit einem Lächeln und trat dann
    auf Kimberley zu. Erleichtert sie zu sehen, umarmte sie die Frau vor sich.
    "Ich wollte dich nur nicht unterbrechen.", sagte sie und drückte Kim einmal fest.
    "Aber ich bin froch dich... euch zu sehen. Lebend zu sehen."
    Dann ließ sie die Kriegern los und wandte sich an die kleine Gestalt ihres Schützlings.
    "Amelie." Sie umarmte ebenso die junge Heilerin und auch
    Carni. Sie alle lebten. Sie waren erschöpft, das konnte man sehen. Aber sie waren am Leben.

    In der Umarmung wurde sich Kahina erst wieder der Wachen bewusst,
    die Kimberley, Alexij und Carni begleiteten. Ihr Gefühlsimpuls war einmal mehr stärker gewesen,
    als die Vernunft und eine rationale Einschätzung der Situation.
    "Entschuldige.", murmelte sie etwas betreten zu Alexij und ließ ihn los, blickte aus den braunen Augen zu Kimberley.
    Ein Lächeln, gleichzeitig entschuldigend und doch erleichtert sie zu sehen. Sie beherrschte sich nicht auch noch ihr um
    den Hals zu fallen, wartete stattdessen ab. Es tat ihr Leid, dass sie das Geschehen so unterbrochen zu haben schien.

    Kahina hatte die letzten Nächte wie bereits zuvor unruhig geschlafen.
    Bereits früh war sie aufgestanden und zielos im Lager herumgelaufen.
    Die Unruhe kroch durch jede Faser ihres Körpers. Die braunen Augen suchten immer wieder den Weg
    in Richtung der Stadt. Dann, kamen die vertrauten Banner in ihren Blick.
    Konnte es sein? Die Halbelfe beschleunigte ihre Schritte und ging der Gruppe und den
    Bannern entgegen, suchte den Weg zum Zelt von Haradron, da sie annahm, dass wer auch immer aus
    Paolos Trutz hier war, dorthin gehen würden. Sie trat näher an die ihr vertrauten Gestalten heran.
    Geduldig blieb sie in kurzem Abstand zu der Gruppe, wartete am Zelt von Haradron. Kahina erkannte die
    Menschen, die mit dem Söldnerkommandanten gingen augenblicklich.Ein Lächeln huschte über ihre Lippen, während die Halbelfe aufmerksam die Anwesenden musterte.Man konnte ihnen die Kämpfe deutlich ansehen. Ein kurzer Schatten huschte über ihr Gesicht,
    doch das kleine, erleichterte Lächeln ließ sich davon nciht vertreiben. Sie ging mit diesem leichten Lächeln näher.
    Dann obsiegte der Impuls über die höfliche Zurückhaltung. Eigentlich hatte sie das Gespräch nicht unterbrechen wollen,
    doch als sie Alexij schweigend stehen sah, beschleunigte sie ihre letzten Schritte und fiel ihm erleichtert um den Hals.

    Die braunen Augen der Halbelfe schienen sich aus einem Ort weit entfernt
    zu lösen. Die Heilerin nickte Haradron zu und nahm dann auf dem ihr nächst stehenden Stuhl Platz.
    Sie schenkte der Frau, die man Malikah nannte ein kurzes Lächeln und blickte zur Suppe.
    Kahina hatte nicht wirklich Hunger, doch unhöflich wollte sie auch nicht sein.
    "Ich kann im Augenblick nicht so viel essen.", sagte sie. "Wäre es möglich, wenn ihr mir nur
    eine kleine Portion von eurem Essen geben könntet. Das würde mir schon reichen."

    Kahina hatte noch einen Moment beide Hände auf die Schultern des Boten gelegt.


    "Mögen die Engel und die Elemente dich beschützen.", sagte sie und ließ ihn dann los.


    Als der junge Bote das Zelt verlassen hatte, stand die Halbelfe still in dem Zelt, die
    Hand um den Engelsanhänger an ihren Hals gelegt. Einen Moment spielte ihre Finger
    mit der Figur, dann widmete sie sich wieder dem Geschehen um sie herum.

    „Ich danke euch für die freundliche Einladung“, sagte sie und nickte.
    „So wie euer … ist er ein Gott? ... über euch wacht, so wird er euch mit Sicherheit die Weisheit geben, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Und er wird euch mit Sicherheit Kraft geben, um euren Weg zu gehen und vor allem eure Männer zu führen. Dessen bin ich mir sicher.“
    Die Halbelfe schenkte ihm ein zustimmendes Lächeln und nickte dann.
    „Jeder Krieg bringt Opfer, doch ich habe gelernt, dass in diesem Land bestimmte Opfer wohl gebracht werden müssen. Ob es uns gefällt oder schmerzt, spielt dabei keine Rolle. Ich denke wir beide haben schon viele Menschen, auch jene, die uns nahe stehen, sterben sehen.“
    Sie atmete einen Moment tief ein.
    „Aber hier habt Recht. Es ist nicht gut in trüben Gedanken zu versinken. Auch wenn die Situation einen zu leicht dazu verleiten kann. Feiern möchte ich am liebsten mit den Menschen, die mir am Herzen liegen. In diesem Fall habt ihr es besser als ich. Ich bin fernab der Menschen, die ich liebe. Ihr habt bestimmt Freunde bei euch oder nicht? Mit denen ihr feiern könnt.“

    Das laute Rufen von Blut und Gold dröhnte unwahrscheinlich laut in ihren Ohren. Laute, welche die Halbelfe nicht erwartet hatte und auch nicht gewohnt war. Erschrocken schloss sie die Augen und versuchte die lauten Geräusche so gut sie konnte zu übergehen. Ihre Hand krallte sich eine Sekunde in die Schulter von Theodor, auf der sie noch immer lag. Wenn schon das laute Rufen in den Köpfen der Menschen gedröhnte hatte, wie laut war das für sie, die beinah doppelt so gut hörte, wie ein Mensch. Einmal durchatmend leere Kahina den Becher in einem Zug.
    „Ich stimme euch zu, dass Zweifel uns im Kampf sicher nicht gestärkt hätten, Arnulf. Es… ich denke es ist die Sorge, die mich nervös macht und für solche Missverständnisse sorgt.“, meinte die Halbelfe auf die Worte von Arnulf und seufzte einen Moment leise, vernahm dann die Antwort des Boten.
    „Verstehe. So wie sie es schon in anderen Bereich vorgegangen sind.“

    „Ich glaube, weder Theodor noch ich noch irgendwer hier in diesem Zelt zweifeln an dem Geschick oder der Kampfesstärke eurer Männer. Doch ihr selbst wissen, wie zäh das Schwarze Eis ist, besonders wenn sie sich wieder und wieder aus der Essenz erheben und gegen unsere Truppen anstürmen.“, fügte Kahina hinzu und strich mit der Hand über die Schulter des jungen Boten, um ihn gleichsam zu beruhigen und ihm Zuversicht zu spenden. Sie nickte Theodor zu.
    „Jeder Ankerpunkt der fällt ist schon ein kleiner Sieg. Wie kamen sie in die Stadt, weißt du das?“, erkundigte sie sich und wandte sich dann an Arnulf.
    „Arnulf, eure Worte klingen, als würdet ihr davon ausgehen, das Eis zu bekämpfen und den Golem zu besiegen sei eine Leichtigkeit, eine Sportart.“, murrte Kahina in Richtung des Mannes. Einen Moment war ihr Griff um den Becher wieder fester geworden und sie nahm einen Schluck Wasser, um sich wieder zu beruhigen.
    „Verzeiht, wenn ich eure Worte falsch gedeutet habe.“, meinte sie dann.

    Die Halbelfe hatte die Arme wieder vor dem Körper verschränkt und lauschte einen Augenblick dem Flüstern der Winde, ehe sie die Worte von Haradron vernahm. Mit einem freundlichen Lächeln wandte sie sich zu dem Anführer der Söldner um.
    „Die Engel und die Elemente zum Gruße, Haradron. Ja ich bin wieder daheim. Beinah zumindest.“ Sie blickte ihn aus den braunen Augen direkt an.
    „Ich werde auf jeden Fall mit euch nach Paolos Trutz ziehen. Ich möchte wissen wie sich dort die Lage verhält. Auch wenn zwei Monate vielleicht nur gering anmuten, ich habe große Sorge, um die Menschen, die mir nahe stehen.“
    Sie sah einen Moment an ihm vorbei, ehe sie sich wieder Haradron zuwandte.
    „Ich bete für die euren, dass viele wieder nach Hause zurückkehren werden, auch wenn ich glaube, dass dieser Krieg, wie alle Kriege in diesem Land, schwere Verluste mit sich bringt.“ Die Halbelfe seufzte leise und strich sich die einzig rote Strähne in ihrem braunen Haar zurück, die ihrem Zopf entkommen war.

    Kahina hatte den Botenreiter nicht aus den Augen gelassen und die Anspannung kroch bis in ihre Fingerspitzen hinauf. Ihre braunen Augen legten sich auf den Zelteingang in dem nach kurzer Zeit Haradron auftauchte und sie gemeinsam mit den anderen draußen stehenden hinein bat. Sie nickte dem Anführer der Söldner dankbar zu und folgte den Männern in das Zelt hinein. Ruhig trat sie neben den Boten und lauschte seinen Worten aufmerksam, legte dann beruhigend eine Hand auf den Arm des jungen Mannes. Ihre Hände waren erstaunlich warm, er konnte es durch den Stoff fühlen. Jedoch nicht unangenehm. Sie nahm dankend einen Becher entgegen und blickte dann auf die Karte.
    „Ich weiß nicht in wie weit ihr Erfahrungen mit dererlei Golem habt. Mir ergab sich auf dem Sommerfeldzug bedauerlicherweise die Gelegenheit mit einem dieser Wesen zu tun zu haben. Ich konnte beobachten, wie es sich selbst mit Archonten messen konnte.“ Ihre Hand legte sich fester um den Kelch, ehe sie Haradron anblickte.
    „700 Rakhs, das ist eine ganze Menge.“, stellte sie fest und wandte sich an den Boten.
    „Haben sie bereits begonnen neue Ankerpunkte für die Essenz zu schaffen, weiß man da etwas?“
    Ignis glomm in ihrem Inneren auf, nährte sich an der Wut, die sie über da Eis empfand. Dass Alexij, Ulric und Ullrich mitten im Kampfgeschehen waren, das war für sie zu erwarten gewesen. Doch zu wissen, dass sie sich versuchten mit dem Golem zu messen, weckte in ihr große Sorge.

    Kahina war froh gewesen das Schiff verlassen zu können, endlich festen Boden unter den Füßen zu haben. Sie waren im Norden angekommen. Endlich war sie auf dem Weg nach Hause. Zurück zu dem was sie kannte und was ihr so vertraut war. Die Halbelfe stand in der Nähe der Feldküche und hatte die Arme vor dem Körper verschränkt. Sie war dankbar, dass sie so problemlos mit den Söldnern hatte reisen können. Sie war stets freundlich und höflich mit den sie umgebenden Menschen umgegangen. Die Heilerin ging einige langsame Schritte, strich mit der Hand über den bordeauxroten Wimpel, über das Engelswappen und das Zeichen des Nordens. Einen Moment umfasste sie es, dann griff sie in ihre Gürteltasche und zog etwas heraus, das wie dünnes Brot wirkte. Sie biss davon zwei Stück ab und kaute darauf herum. Es war nicht so, dass Kahina das Essen der Söldner ablehnte. Im Moment konnte sie aber nur wenig essen und das Reisebrot, das sie noch hatte stillte mit nur wenigen Bissen den Hunger.

    Paolos Trutz. Endlich war die Stadt in Sichtweite gekommen. Kahina fuhr sich mit der Hand über ihr Gesicht und genoss einen Moment den Wind auf ihrer Haut. Sie war beinah wieder Zuhause. Allein der Anblick von Paolos Trutz tat ihr gut. Obwohl sie gerade einmal 2 Monate unterwegs gewesen war, so sehr hatte sie sich nach dem gesehnt was dort und auch in ihrem zweiten Zuhause auf sie wartete. Die Menschen, die sie liebte. Sie hatte auf dem Weg bis hier hin immer nur Gerüchte von der Stadt vernommen. Wie sehr war das, was auf der Akademie im Westen besprochen worden war Wirklichkeit geworden? Die Halbelfe hatte die Arme vor der Brust verschränkt und sah auf die entfernte Stadt, die Kapuze ihres bordeauxroten Mantels über den Kopf gezogen. Ihre braunen Augen lagen noch einen Moment auf der Stadt, dann wandte sie sich um. Langsam begab sie sich auf den Weg zu Haradron, um möglicherweise von ihm ein paar Neuigkeiten zur Situation der Stadt und dem Gefecht zu bekommen.

    Da reduziert man sich schon auf ein Minimum an Cons und kann sie doch nicht alle bezahlen -.-
    Kommen würde ich sehr, sehr gerne. Mal sehen, ob es noch Karten gibt, wenn ich Geld habe.
    Was haut ihr die auch so eng hinter einander raus :(