• Die Höhle, die einst noch so still und düster in den Tiefen der Erde geschlummert hatte, war nun seit Monaten schon erfüllt von den Klängen hunderter Ilythiiri, die gewillt waren, eine neue Stadt in Mythodea zu errichten. Umsäumt von einer noch tristen Barackenstadt, erhob sich der atemberaubende und gewaltige Prunkbau des Qu´ellar Amfei´n über die Stadt.


    Zu keiner Zeit herrschte absolute Ruhe in der gigantischen Höhle, unermüdlich arbeiteten Handwerker, Arbeiter, Sklaven und Architekten daran, die Stadt weiter zu dem zu formen, was sie bald werden sollte, eine neue Heimat. Und obwohl die Stadt noch in ihren Anfängen steckte, plante die Obrigkeit bereits, unter der Führung von Yathallar Xun´ley Amfei´n, dem Faeruk Shar´ree´tar Amfei´n und dem Sut’rinos Izz’ica Amfei’n ein großes Fest zu halten. Dieses sollte die Exzellenzen für das Geschenk, welches das Haus erhalten hatte, ehren, zudem die Elemente und die große Göttin der Illythirii, Lolth.


    Zwei Tage und zwei Nächte sollte das Fest der Sel´Delmah, der großen Höhle, andauern. Geladen waren viele Gäste, darunter etliche Co'nbluth, etwas, was in der alten Welt fast unmöglich schien. Die Tage vor dem Fest glich die Stadt einem Insektenhort, überall herrschte reges Treiben, der Hauptweg bis zum Anwesen, welches auf einer Klippe an einem gigantischen See lag, führte durch die Barackenstadt und sollte fertig gebaut und mit leuchtendem Moos am Rand bepflanzt sein.


    Dann kam der Tag des Festes, nun war es wieder ungewöhnlich still. Truppen des Qu´ellar Amfei´n marschierten durch die dunklen Gassen der Stadt und sorgten für Ordnung, das Fest konnte beginnen.

    „Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“

  • Vorn war Neugierig als er die große Höhle betrat, das Qu´ellar Amfei´n hatte bis vor nicht all zu langer Zeit noch in Shalzad gelebt. Er war gespannt wie die neue Heimat des Qu´ellar aussah. Von Shalzad war es kein weiter Weg und die Tunnel waren gut ausgebaut und bewacht, was Handel und Versorgung ermöglichten. In den letzten Jahren hatte sich auch der Underdark im Norden stark verändert, es gab große Tunnel die befestig die großen Städte verbanden und aus denen man die Wildnis fast verband hatte. Dies war eine beachtliche Leistung die kaum eine Stadt der Dunkelelfen in der alten Welt jemals geschafft hatten. Nun hatte aber auch niemals eine Dunkelelfe über eine Reich geherrscht was dem Norden auch nur ansatzweise ähnelte.

  • Der Trupp des Qu'ellar Arrd'uis war klein im Verhältnis zu der eigentlichen Größe, die die Handelskarawane des Hauses sonst aufwies. Nur ein ausgewählter Personenkreis hatte die Val'Sharess, Chez'ahe Arrd'uis, Hausvorständin des ersten Handelshauses im neuen Ched Nasad nach Mitraspera begleiten dürfen. Zum Fest, auf das sie als Verbündete des Qu'ellar Amfei'n geladen worden waren. Die Überfahrt aus der alten Welt wäre beinahe erneut daran gescheitert, dass sich kaum jemand finden ließ, der auch nur einen einzigen Angehörigen des Volkes der Ilythiiri an Bord seines Schiffes wissen wollte. Mit dem nötigen Kleingeld und diplomatischem Geschick war die Reise dann doch noch auf den letzten Augenblick geglückt.


    Chez'ahe spielte schon länger mit dem Gedanken ein Schiff zu kaufen. Oder besser noch, eines bauen zu lassen. Der Warenaustausch, vor allem jener zwischen den Kontinenten, ließe sich so künftig sicherlich beiläufiger und einfacher erledigen. Unter dem Trupp und den Händlern war die Begeisterung darüber mäßig ausgefallen, wenn auch alle Beteiligten sich Mühe gaben das zu verstecken. Der Großteil der Dunkelelfen, die Teil der Handelskarawane waren, hatten sich nach den beinahe zwei Jahren, seit das Haus Arrd'uis den Handel mit der Oberfläche aufgenommen hatte nicht an die Gegebenheiten der Oberfläche gewöhnt. Regen, Wind, die unfassbare Unendlichkeit des Himmels und der Ebenen, das Meer, das alles waren immer wieder ungewohnte Sinneseinflüsse, die die Nerven aller anspannten. Nur Wenige erkannten darin eine Herausforderung und verspürten Neugierde auf das Unbekannte, viel mehr sahen sie es als eine Notwendigkeit an, lästige Umstände auf dem Weg ihr Haus und die Heimatstadt aus dem Schutt und der Asche zu neuem Glanz und neuer Macht zu verhelfen. Ein Schiff mit einer Mannschaft, die für das Haus Arrd'uis arbeiteten jedenfalls, würde auch die Überfahrt nach Mitraspera erleichtern. Zumindest in naher Zukunft sah die Val'Sharess sich und ihren Trupp mindestens für diplomatische Handlungen und Unterfangen Amfei'n gegenüber öfter in die neue Welt reisen. Das Problem mit der Lieferung einiger Reitechsen, mit deren Zucht sich das Haus Arrd'uis in Ched Nasad ebenfalls befasste würde sich damit auf jeden Fall beheben lassen.


    Die Val'Sharess ließ die Eindrücke der großen Höhle auf sich wirken. Amfei'n hatte in den letzten Zyklen eine beachtliche Arbeit geleistet. Die riesige, leere Höhle beheimatete nun ein beeindruckendes Gebilde aus Bauten, die die neue Stadt und das Protektorat Sel'Velkyn bildeten. Obwohl die Arbeiten noch lange nicht abgeschlossen waren und sein würden, war für das Fest prunkvoll geschmückt worden. Das Fest schien zumindest begonnen, wenn nicht sogar im vollen Gange zu sein, als der Trupp Arrd'uis die mit leuchtendem Moos ausgeschmückten Wege passierte.

    Sie trugen einige Gastgeschenke mit sich. Pilzwein und Düsterschnaps aus Ched Nasad, erlesene Tropfen aus den aktuellen Erträgen der Stadt. Geschliffene Edelsteine aus den Mienen, die den äußeren Gürtel Ched Nasads säumten und kunstvolle Skulpturen, Geschmeide und Malereien, gewobene Teppiche und Stoffbahnen, die die Elemente ehrten, nicht zu vergessen und vor allem Lloth, die Spinnenkönigin. Arbeiten, die nicht zuletzt auch von den Fähigkeiten der Arbeiter und Schmiede des neuen Ched Nasads zeugen sollte.


    Ein ganz besonderes Geschenk, eine der neueren Errungenschaften der Alchemisten und Magier Ched Nasads, hatte das Oberhaupt des Rates, der Vaterpatron Alad'an Teh'Kinrelliz der Hausvorständin höchst persönlich zur Übergabe aufgetragen. Chez'ahe war bemüht bei dem Gedanken an den Monarchen nicht dazu Gesicht zu verziehen. Auf einer Bahre schwebte das kostbare Kleinod hinter ihr her, als der Trupp aus etwa zwanzig Ilythiiri samt Bediensteter sich den Weg zu ihrem Zielort bahnten. Der Niederlassung und dem Anwesen des Qu'ellar Amfei'n. Noch lag eine Ruhe über der großen Höhle, die nicht annehmen ließ, dass das Fest bereits begonnen hatte. Aber Chez'ahe kannte diesen Zustand. Für gewöhnlich die Ruhe vor dem Sturm.

  • Jerdur Sohn Utnars traf mit verspätung in Sel'Velkyn ein, da sein weg ihn nach der Rückkehr auf den Kontinent zuerst nach Paolos Trutz in das Anwesen Faerzress geführt um von dort ohne große Rast weiter zum Quellar Amfei´n zu reisen. Auf dem Rücken seiner eigenen Echse liesen ihn das erlebte in der alten Welt nicht wirklich los als sein weg ihn durch die Tunnel gen Süden führte. Es wahr so viel vertrautes in Glarstuck und seiner reise nach Drik Hargunen die Runenstadt und doch wahr noch mehr fremd oder eher .. alt ihm vorgekommen. Nachdenklich kratze er sich abwesend am Bart als die gedangen des Duergar zu demging was vor ihm und anderen noch liegen mochte. Doch erstmal hies bekannte Gesichter sehen und sich auf kosten der Spinenküsser es gut gehen lassen.

    Seh ich wie einer dieser verrückten weltverbessernden Helden aus die dauernt ihr Leben für Gott und die Welt riskieren??!<br />-Jerdur (Duergar Feldscher)-Kaadash (Ork Wald-/Wiesengeher)<br />Youtube-Video

  • Vorn hielt sich für den Anfang noch in den Schatten, auch wenn kein Verrat zu erwarten war, so war diese doch ein Fest welches von seinem Volk ausgerichtet wurde. Es war gut möglich das dieses Fest nur eine Fassade war welche genutzt wurde um ganz andere Pläne in die Tat umzusetzen. Wenn ja würde es interessant werden das was hier geschah zu beobachten. Vorn ließ seinen Blick schweifen, Soldaten gab es genug die für Sicherheit sorgen. Aber Soldaten taugten nicht als Beobachter, wer also wurde Genutzt um die Gäste zu belauschen und zu beobachten.

  • Die Tore des eleganten Prunkbaus waren weit geöffnet worden, davor standen zwei Hände voll Männer und Frauen und bewachten den Eingang. Gegen ein Siegel das an einem zugestellten Brief prangte, bekamen die Gäste Zugang zum Fest. Wer mit Echsen anreiste bekam eine Münze mit einem speziellen Zeichen und das Tier wurde zu den Ställen gebracht.


    Mehr oder minder höflich, wurde nach Waffen abgetastet um dann mit einem Lächeln die Gäste in den riesigen Innenhof des Anwesens zu geleiten.

    Eine Schar von Dienern, Ilythiiri wie auch Rivvin standen bereit um die Leute zu ihren jeweiligen Plätzen zu begleiten, da es eine strenge Platzordnung gab.

    Umso näher man dem Innengebäude kam, umso wichtiger schienen die Plätze zu sein.


    Hinter einer Art geöffneten Veranda, die über eine breite Treppe zu erreichen war, wehten leise dunkelgrüne Seidenvorhänge und zeigten den Hauch von Silhouetten die dahinter lagen.


    In ihre Festtagsgewandung gehüllt, stand Nathae am Fuße der Treppe und massierte sich die schmerzenden Schläfen. Warum zum Abyss musste sie Teil des Empfangskomitees sein? Das Fest hatte gerade erstmal begonnen und sie war schon völlig entnervt.


    Ihr Blick schweifte über die etlichen Tische in grün und grau, passend zu den drapierten Vorhängen die von der, mit Stoffen bespannten, Decke hingen.

    „Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“

  • Na daraus würde ich mir persönlich keine Gewandung anfertigen lassen! erklang eine Stimme in Nathaes Rücken.

    Adam stand fast am Fuß der Treppe in der Nähe zu Nathae und wedelte verspielt mit der Einladung und lächelte dabei.

    Ist ja fast durchsichtig! Aber das Grün gefällt mir.

    Der Protektor der Wolfsmark hatte sein Pferd einem der Diener, oder Sklaven, oder was immer dieser Kerl gerade war, übergeben und ging den restlichen Weg mit bewundernden Blicken bis zur Treppe an der er Nathae sah.

    Es war schon beeindruckend was die 'Schwarzfüße' in der Kurzen Zeit gebaut hatten.


    Gut siehst du aus. Entgegnete er ihr. Das Festtagsgewand beeindruckte ihn noch mehr als die Architektur der Höhlenlandschaft.


    Eigentlich wollte Adam nie mehr in das Underdark gehen. Jedenfalls niemals mehr freiwillig. Vor Zwei Jahren hatte er bei den Kampfhandlungen gegen das schwarze Eis nach Tagen fast sein Leben verloren. Wenn einer der Ilythiiri ihn nicht an die Oberfläche getragen hätte, hätte er wohl das selbe Schicksal erlitten wie die übrigen 25 Männer und Frauen. Damals hatten sie ihr Leben gelassen um den Obelisken des schwarzen Eises zu sprengen, welcher im Underdark entdeckt werden konnte.


    Adams Augen gewöhnten sich nur langsam an die Dunkelheit. Zu Beginn der Reise ins Underdark verspürte er ein Gefühl des erstickens. Erst als Adam die große Höhle betrat, klomm dieses Gefühl langsam ab.


    Diplomatie ist, mit dem Schwein freundlich aber zielorientiert über die Notwendigkeit des Sonntagsbratens zu verhandeln.