Blut und Seide

  • Milan blickt zu Sianna und hört aufmerksam zu 《Was hat er sich denn bitte dabei gedacht und warum trägt er so was hier mit sich rum?》sie schüttelte leicht mit dem Kopf.


    Liadan die vier anderen müssen raus. Schnell! Wenn ich mir das Ding anschaue wird die Pfeilsonde nicht gehen. Wir schneiden die raus, auch wenn die Muskeln dann länger zum heilen brauchen. Nicht frei präparieren. In ihrer Stimme liegt eine gewisse Bestimmtheit, allerdings ist es kein Befehlston.


    Sie schaut nochmal zu Sianna. Was hat er zu den kleineren Splittern gesagt?


    Während sie auf die Antwort wartet setzt sie den Schnitt, an der Stelle Links unterhalb des Bauchnabels, und arbeitet sich durch die Muskeln. Schneller aber bedacht.

    Die Magie und die Medizin haben so manches gemeinsam, wenn man Sie nicht richtig beherrscht geht es schief.

  • Den kleineren Splittern?


    Es ist quasi ein Pottpourie aus verschiedensten Dingen.


    Es gibt zwei Sorten mit Klingen, eine davon enthält Gift.


    Es gibt sehr feine dünne Nadeln aus vermutlich Glas oder Kristall, die ein Schmerzgift freisetzen.


    Es gibt ganz gewöhnliche Schrapnelle.


    Einfache mit Gift.


    Und Hohlkörper, die irgendeinen seltsamen Parasiten enthalten, der im Laufe seiner Entwicklung den Körper paralysiert.

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • Nandala hört die Ausführungen.

    Es wäre dann gut auch schnell zu erfahren, was die anderen eingewachsenen Schrapnelle sind. Ist jemand Alchemiekundig und kann die Angaben oder das Gegenmittel testen?

    In dem kurzen Moment, da sie die Aufmerksamkeit nach außen gerichtet hat, merkt sie, wie das Gefühl für die Vorgänge sich dämpft. Also konzentriert sie sich danach wieder zurück auf ihre Aufgabe.

    Mache jeden Tag eine neue Erfahrung, sei ewiger Student, der Tag dein Lehrmeister.

  • Liadan nickt Milan ohne zu zögern zu. Das war auch ihr Gedanke. Sie nimmt Ihr eigenes Skalpell zur Hand und will gerade einen Schnitt auf der gegenüber liegenden Seite setzten als Sianna antwortet. SIe hält kurz inne und schaut Sie mit hochgezogenen Augenbrauen an als diese die unterschiedlichen Dinger aufzählt.


    Dann spricht sie direkt Milan an. Kannst du sie dir magisch anschauen, damit wir vorher wissen was wir da wo raus schneiden?

    Sie hatte diese Vorgehensweise bei diversen magisch begabten erlebt und wurde so schon häufiger blind durch Operationen geführt.

  • Ja das wäre durchaus möglich. Allerdings wissen wir durch die Aufzählung was wir haben und wo sehen wir durch die Verkrustungen und die Fasern. Um kein Risiko einzugehen schneiden wir alle Dinge so eng wie möglich raus. Analysieren können wir wenn die draußen sind.


    Sie ist an der Stelle angekommen an der einer dieser Spitter sitzt angekommen. Durch die Gifte und die Parasiten können wir nicht noch mehr Zeit verlieren.


    Sie schneidet um diesen Splitter her rum, ohne diesen in einer Form zu berühren, und nimmt mit der Zange das Fleisch mit samt Inhalt heraus.


    Wenn wir denken wir haben alle werde ich magisch Suchen um zu schauen ob wir alles entfernt haben.

    Die Magie und die Medizin haben so manches gemeinsam, wenn man Sie nicht richtig beherrscht geht es schief.

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  • Jassir meinte, alle metallenen Splitter seien magisch.

    Vielleicht könnt Ihr das noch nutzen, um zu schauen, ob ihr alle habt, ohne dass ihr ritualisieren müsst.


    Ich denke nicht, dass die Splitter mit dem Schmerzgift in der Lage gewesen wären, das Korsett zu durchschlagen. Sie sind ziemlich fragil.

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • Dann also drum herum schneiden ohne Druck auszuüben. murmelt sie eher zu sich. Gut dann sammeln wir sie zunächst, zählen durch und dann kannst du nochmal magisch nachschauen.


    Sie tastet und schneidet so tief wie nötig und holt das nächste Schrapnell ebenfalls inklusive Muskelfleisch und Stofffasern vorsichtig mit einer Zange heraus.


    So arbeitet sie sich auf der rechten Seite weiter von Loch zu Loch, bis in ihrer Schale fünf Stück liegen.

  • Sie reinigt und vernäht die Stelle sorgfälltig. <<Wenn wir hier fertig sind wird das weitere Vorgehen noch interessant. Ich hoffe Liadan kennt sich mit Allchemie aus.>>


    Zeitgleich mit Ihr arbeitet Sie sich auf der Linken Seite weiter von Einstichstelle zu Einstichstelle. Sie arbeitet sich durch die Muskulatur und schneidet die letzten drei Schrapnelle so eng wie möglich heraus und legt diese zu den anderen in die Schale.

    Jede Wunde wird gründlich von Faseren und allem anderen was sich darin befindet gereinigt und sorgsam vernäht.


    Als Sie fertig ist schaut Sie zu Liadan Ich habe hier fünf Schrapnelle inklsivie dem aus der Leber. Wie sieht es bei dir aus?

    Die Magie und die Medizin haben so manches gemeinsam, wenn man Sie nicht richtig beherrscht geht es schief.

  • Die kugelartigen Schrapnelle waren in eine weitaus geringere Tiefe des Gewebes eingedrungen, als jene mit Klingen.

    Um letztere heraus zu präparieren musste Milan recht tief in das Gewebe schneiden.


    Als die Nyame hörte, was als Vorgehen geplant war, bewegte sie den Kopf etwas, um zu schauen, ob es Ihr doch irgendwie möglich war, Aiden oder Glabius zu sehen.


    Mit einiger Mühe konnte sie Aiden sehen, den sie von nun an mit ihrem Blick fokussierte...


    Sianna schaute etwas unschlüssig in die Runde und wartete bis sie das Gefühl hatte, das irgendwer seine Aufmerksamkeit auf sie lenkte...

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • Als die beiden anfangen die verbleibenden schrapnelle zu entfernen , ist sich Aiden jedes schnittes bewusst. Die Schmerzen die er fühlt kennt er zum Teil aus eigener Erfahrung . Wie offt wurde er verwundet und wieder zusammengeflickt? Er greift sich an sein Knie, dieses hatten die Heiler nicht wieder voll in Ordnung bringen können..... Er schüttelt den Kopf.... nicht ablenken lassen. Das Beißholz hat er mittlerweile ausgespuckt, der Geruch nach Blut und verbrantem Fleisch ist allgegenwärtig. Als die Nyane ihn fixiert dreht er den Kopf in ihre Richtung, auch mit Augenbinden merkt er das sie ihn beobachtet. Zwischen zusammengebissenen Zähnen knurrt er. "Ihr seit in den besten Händen".

    "Ich bin ihr Götter seid mein Zeug, blutend aber Ungebeugt"


    "Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen."

  • Ich denke schon. Ich kann keine weiteren Eintrittswunden erkennen. Kannst du die Dinger analysieren, vielleicht kann Sianna dir helfen, ich suche nochmal.

    Sie reicht Liadan ihre Schale und beginnt mit der Suche.


    Ignis, dein Licht leite mich. Aeris, dein Wind kläre meine Sicht. Terra, dein Weg führe mich zum Ziel. Lasst mich finden, was ich suche. Milan legt ihre Hände, in etwas fünf Zentimetern Abstand, über den Körper der Exzellenz. Eine auf Höhe der Brust die andere auf Höhe der Hüfte.


    Wir haben insgesamt zehn Projektiele entfernt, fünf mit Klingen und fünf in Kugelform. Ich kann keine weiteren Projektiele sehen.


    Die Magie und die Medizin haben so manches gemeinsam, wenn man Sie nicht richtig beherrscht geht es schief.

  • Ob es etwas schlimmeres gab als Schmerzen zu haben obwohl man keine Schmerzen hat würde er nochmal auf den Pürfstand stellen.

    Vielmehr die Erfahrung nicht das an sich zu sehen was der Nyame gerade wiederfuhr sorgte für vielerlei Streiche die sein Unterbewusstsein ihm spielte.

    Der Geruch von verbrannter Fleisch wurde durch einen kleinwüchsigen Mann dargestellt welcher irre grinsend ihn mit einer geflühenden Schürrharken bearbeitete.

    Abgelöst wurde selbiger durch eine Frau in silber grünen Gewändern mit einer Leopardenkralle statt einer hand welche sich dort zugang zu seinen innereien verschaffte wo seine Leber war.

    Grotesk war eigentlich die Umgebung. Seine Prüfer die ihn mit Fragen löcherten während er selber diese beantwortete und das als ein jüngeres Ich seiner selbst.

    Hinzu kamen Flötenspieler die Colmacius Symphonie der Schöpfung spielten. Ein fröhliches Lied, welches das Leben als solches preist.


    Jede Schmerzwelle löste andere Erinnerungen aus.


    Den kleinwüchsigen Mistkerl hatte er wegen Mordes an einen Freund der Familie erfolgreich vor Gericht gezerrt. Und die Frau war eine erfolgreiche Trickbetrügerin, welche er auf die Schliche gekommen war und sich durch Flucht dem Gericht entzog.


    Offenbar versuchte sein Verstand diese neue Erfahrung an Schmerzen in passende Bilder umzusetzen wenn auch in Grotesker Art und Weise.

  • Liadan nimmt von Milan die Schale entgegen. Sie schaut sich die Schrapnelle kurz an und runzelt besorgt die Stirn. Dann schaut sie sich suchend im Raum um.

    Sie sieht Sianna die ebenfalls den Raum absucht bis sich Ihre Blicke treffen.


    Liadan nickt ihr erwartungsvoll zu.


    Kannst du bitte zu mir kommen Sianna?

    Nandala würdest du sie bitte zu uns in den Kreis lassen.

  • Nandala nickt. Sie nimmt die Hand von der Schulter der Exzellenz und verharrt kurz, der Verbindung nachspürend. Soweit so gut.

    Sie nimmt Ihren Ritualdolch, tritt vorsichtig an den Männern vorbei, dabei darauf achtend nicht den Kreis zu verwischen. Sie tritt auf Sianna zu. Während Sie mit dem Dolch eine Art Türöffnung in die Barriere schneidet betet Sie zu den Fünf, die den Kreis halten.


    Ihr Elemente, Aeris, Ignis, Terra, Aqua und Magica, ihr die Ihr diesen Schutz haltet, öffnet diese Tür, damit ich einlassen kann, ohne die im inneren ohne Schutz zu lassen.


    Sie hält Sianna Ihre Hand hin, um Sie in den Kreis zu holen. Lass negatives abfallen, komm in den kreis und bring nur Gutes mit. Was schadet bleibt an der Barriere, was rein kommt, ist hilfreich.



    Mache jeden Tag eine neue Erfahrung, sei ewiger Student, der Tag dein Lehrmeister.

  • Natürlich.


    Als Nandala an den Kreis heran tritt, tut auch sie es. Einen kurzen Moment scheint sie irritiert von den gesprochenen Worten zu sein, schaut dann jedoch wieder neutral und freundlich.


    Sie nimmt die Ihr dargebotene Hand an und tritt in den Kreis.


    Sie tritt neben Liadan. Wie kann ich Euch helfen?

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • 'Euch...' Liadan schüttelte kurz den Kopf. Sie war weder eine adlige noch eine höher gestellte Persönlichkeit, die erwartete dass man sie mit Euch ansprach. Bei den Kelten war dies sogar eine Beleidigung, doch woher sollte Sianna das wissen. Deshalb sagte sie nur kurz

    Mein Name ist Liadan und sag bitte einfach du, denn das werde ich auch tun. Und nun zu deiner Frage: kannst du mir helfen diese Dinger zu analysieren? Wenn ich dich vorhin richtig verstanden habe hast du aus Jasir vergleichbare entfernt. Können wir diese abgleichen um zu schauen womit wir es hier zu tun haben?


    Erwartungsvoll schaute sie Sianna direkt in die Augen.

  • Mein Name ist Sianna. Sie nickt Ihr freundlich zu.


    Ich habe ein paar Schrapnelle mit Klingen und Gift aus ihm herausgeholt.

    Und eines von den kristallinen.


    Wobei die vergifteten, die ich gefunden habe, noch etwas ungefährlicher aussahen, als diese hier.


    Ich sah es als wichtiger an, über die Dinge zu informieren, als weiter an ihm zu ... arbeiten.


    Ich denke, dass es sich bei den hier auch um das Lähmungsgift handelt, das er beschrieben hat. Die Farbe der Reste sieht ähnlich aus.

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]