Nach dem Gespräch mit Shalima

  • Ich versuche mein Bestes, aber mehr als eine ordentliche Naht werde ich nicht setzen können.

    Betäubungsmittel darf ich Euch weiterhin nicht geben, erst Recht nichts, was Euren eigenen Vorräten entstammt.

    Wobei selbiges bei den Schrapnellen im Torso sein muss... Aber da wird hoffentlich eine der Heilkundigen etwas dabei haben...


    Ich kann Euch leider nur eine Bandage zum Draufbeißen anbieten...

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • Behutsam gab sie ihm die Bandage.

    Sie hätte auch Euren Tod anordnen können.

    Dass sie Euch nun leiden lässt würde ich an Eurer Stelle als das kleinere Übel betrachten. Auch wenn Ihr weiterhin betont, dass es ein Unfall war...


    Sie begann zu schneiden.

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • "Aus der Sicht einer Sklavin mag das zutreffen. Der respektvolle Umgang miteinander ist leider zerstört. Die Wahrheit herauszufinden ist manchmal genauso zerstörerisch wie eine Bombe selbst. Ich hoffe, dass sie irgendwann erkennt, was ich wirklich bin." Jassir schwieg und biss auf die Bandage als sie begann zu schneiden. Seine Worte machten irgendwie keinen richtigen Sinn oder doch?

  • Sie schnitt ein wenig langsamer, hielt sogar kurz inne und konzentrierte sich offenbar auch auf seine Worte, analysierte diese.


    Wenn Ihr beim Sava... was dem menschlichen Schach ähnelt, in der Mitte der Partie eine Figur verliert. Ist dies das Resultat der Summe der vorangegangenen Züge.


    Es liegt an Euch, ob Ihr nun über diesen Verlust klagen wollt, oder seht, dass einige Eurer Züge vielleicht nicht so schlau waren, wie sie für Euch aussahen. Weil Euer Gegenüber einen anderen Stil des Spieles spielt, als Ihr denkt.

    Es liegt an Euch, ob Ihr über den Verlust der Figur wehklagt und die Partie abbrecht, oder ob Ihr die Partie weiter bis zum Ende spielen werdet...


    Sie hatte den Schnitt um das Schrapnell herum soweit geöffnet, dass sie die kristalline Struktur erkennen konnte und war nun dabei, sie in einem Abstand von knapp einen halben Centimeter herauszuschneiden.

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • Sie holte die letzten wenigen Schrapnelle aus dem Bein und vernähte die Wunden danach, jedoch mit normalem Faden. Die Nähte waren nicht perfekt, aber in Ordnung und man merkte, dass sie sich Mühe gab.

    Den Druckverband kontrollierte sie kurz, aber ließ ihn am Bein.


    Sie legte die Werkzeuge zur Seite, außerhalb seiner Reichweite.


    Möchtet Ihr eine kurze Pause, oder soll ich direkt mit den Armen fortfahren?

    Sie holte aus ihrer Tasche zwei Zangen heraus .

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]

  • Gut.


    Sie nahm die Zangen und das Werkzeug und setzte sich so auf das Bett, dass sie problemlos an dem Arm arbeiten konnte.

    Letzteres legte sie hinter sich auf die Fensterbank, so dass es für sie, nicht jedoch für Jassir in Reichweite war.


    Sie öffnete mit den Zangen von oben nach unten den Ärmel des Kettenhemdes, so dass sie an alle Stellen, an denen sie Blut sah, heran kam.

    Sie versuchte dabei so wenig Druck wie möglich auf die Verletzungen auszuüben.


    Dann begann sie auch die Schrapnelle im Arm heraus zu holen.

    [...]die Nyame ist eine sehr verständnisvolle Person... Mit einem Gespühr für Schwächen wie ein Bluthund. [...]