Auf dem Rücken der Pferde...

  • "Ich habe gewonnen, weil ich mehr gewagt habe als du, Kind des Feuers." Konterte er schmunzelnd. Egal was Elsa jetzt weiter dazu sagen würde, Landuin würde es immer so sehen, dass er gewonnen hat. Der Wind begann zu wehen und er genoss ihn trotz der Kälte in vollen Zügen. Die kalte Luft brannte etwas in seiner Nase, aber es tat ihm seltsamer Weise gut. "Ich komme hier her, wann immer ich mit Aeris alleine sein will oder ich jemanden ihre Herrlichkeit an diesem Ort zeigen will." Sagte der Ritter stolz und lenkte sein Pferde zu der Anwärterin herüber. "Gefällt er dir?" Fragte er sie dann.

    Wir sind die Wölfe, hört unseren Ruf!


    Wo das Wort versagt, spricht das Schwert !


    Mors certa, hora incerta.


    Hast du das Glück Albernier zu sein, hast du tatsächlich Glück.

  • Elsa verdrehte die Augen. Der Klügere gibt schließlich doch nach.

    Sie ließ die Zügel los und rieb sich die Hände. Ja, es gefiel ihr. Sie nickte sanft. Eine Träne ob des kalten Windes lief ihr über die Wange.

    Rings schliefen Streiter, leis wie der Tod

    Im Zelt zechten Offiziere

    Mich freute die Flamme, so glühend rot

    Ich ließ ihnen allen das ihre

  • Landuin stieg von seinem Pferd ab und führt es zur Eiche, um es dort festzumachen. Dann ließ er die Finger leicht durch das Windspiel fahren, das wieder ein Klang erzeugt wurde. Zufrieden stützte sich das Aeriskind an dem Baum ab und ließ den Blick über das Meer schweifen. "Es ist wunderschön nicht wahr?" Fragte er seinen Gast, ohne sie dabei anzusehen. Das Meer und der aufkommende Wind, hatten seinen Blick ganz für sich gebannt.

    Wir sind die Wölfe, hört unseren Ruf!


    Wo das Wort versagt, spricht das Schwert !


    Mors certa, hora incerta.


    Hast du das Glück Albernier zu sein, hast du tatsächlich Glück.

  • Elsa glitt ebenfalls herunter und band Andrahasis daneben an. Sie schlenderte an den Rand der Klippe. Wie es wohl wahr zu fallen? Gänsehaut überzog ihre Arme. "Ja. Es ist schön."

    Ihr Herz pochte schneller. Es konnte so einfach sein. Einfach die Arme ausbreiten und nach vorne fallen. Und dann zerschellst du an den Klippen. Eine leise Stimme in ihrem Kopf hatte sich zu Wort gemeldet. Interessanterweise klang sie wie Answin.

    Rings schliefen Streiter, leis wie der Tod

    Im Zelt zechten Offiziere

    Mich freute die Flamme, so glühend rot

    Ich ließ ihnen allen das ihre

  • Immer noch von Wind und Meer ganz gebannt, atmete der Ritter zufrieden einmal tief ein und aus. Dann wirkte er nachdenklich. "Ich habe deine Ordensschwester Runia unrecht getan, aber ich denke das weißt du bereit." Wechselte der Albernier urplötzlich das Thema. Seine Worte klangen einsichtig und ernst.

    Wir sind die Wölfe, hört unseren Ruf!


    Wo das Wort versagt, spricht das Schwert !


    Mors certa, hora incerta.


    Hast du das Glück Albernier zu sein, hast du tatsächlich Glück.

  • Elsa hob die Augenbrauen. "Sie hat es erwähnt, ja. Aber ich bin gespannt auf deine Version der Geschichte. Vor allem wenn du es bereust." Sie war ruhig geblieben. Landuin hatte denn Eisernen Weg, den Eid, beleidigt. Sie spürte leichte Wut. Aber nur unterschwellig. Er wusste es nicht besser.

    Rings schliefen Streiter, leis wie der Tod

    Im Zelt zechten Offiziere

    Mich freute die Flamme, so glühend rot

    Ich ließ ihnen allen das ihre

  • "Ich weiß nicht warum ich das getan habe...etwas hat mich dazu angetrieben es zu tun. Es war so, als ob Aeris wollte, dass ich diese Worte sage. Um herauszufinden, ob ich jemanden zur Weißglut treiben kann. Wie als ob es ein Zeitvertreib gewesen wäre. Ein unglaublich seltsames Gefühl darüber keine Kontrolle zu haben. Die Worte waren nicht in Ordnung und ich bereue sie." Sagte er und wirkte sehr nachdenklich dabei. Der junge Conchobair fühlte sich bei den Rückblick etwas unwohl. Die Gedanken an das vergangene Gesagte brachten wirklich Reue hervor. Die Ansichten mochten verschieden sein, aber die Worte die Landuin dafür verwendet hatte, waren falsch und verletzend gewesen.

    Wir sind die Wölfe, hört unseren Ruf!


    Wo das Wort versagt, spricht das Schwert !


    Mors certa, hora incerta.


    Hast du das Glück Albernier zu sein, hast du tatsächlich Glück.

  • Elsas Züge verhärteten sich. "Nutzt du gerade deinen Wandel hin zu Aeris als Ausrede für deine Taten?"
    Nichts dafür können. Jemanden zum Zeitvertreib in die Wut treiben. Die Eiserne presste die Zähne aufeinander, abwartend, was er sagen würde.

    Rings schliefen Streiter, leis wie der Tod

    Im Zelt zechten Offiziere

    Mich freute die Flamme, so glühend rot

    Ich ließ ihnen allen das ihre

  • "Nein das ist keine Ausrede, dass ist eine Tatsache." Antwortete der Wolfsmärker ernst und seine Züge verhärteten sich ebenfalls. "Niemand hat gesagt, dass der Wandel nur etwas positiv hervorbringt, aber keiner spricht darüber, jedem ist sich dieser Sache aber bewusst." Sagte er etwas verbittert. "Es ist gut, dass sie mich wandelt, auch wenn dabei nicht alles gut für andere ist. Ich akzeptiere und begrüße es, was Aeris aus mir mach und stehe für alle meinen Taten ein. Sowohl die Guten, als auch die Schlechten. Die gesagten Worte kann ich nicht mehr zurücknehmen. Sie sind Vergangenheit und somit nicht mehr von belangen. Sie sind Teil der Geschichte dieses Kontinents und damit in den Besitz Terras übergegangen. Meine zukünftigen Worten werden diese Worte nicht mehr beinhalten, denn sie waren falsch. Ich spreche dabei für mich, nicht für mein Element. Wenn Sie es will, dann wird Sie es tun und ich werde mich dem nicht widersetzen." Sprach das Aeriskind kühl und angespannt. Dennoch waren seine Wort aufrichtig sowie ehrlich und beinhalteten auch einen Hauch von Stolz. "Gerade du solltest wissen, was das Ganze bedeutet und was das für ein Gefühl ist." Der Ritter schaut sie an und war gespannt wie sie darauf reagieren würde.

    Wir sind die Wölfe, hört unseren Ruf!


    Wo das Wort versagt, spricht das Schwert !


    Mors certa, hora incerta.


    Hast du das Glück Albernier zu sein, hast du tatsächlich Glück.

  • "Wenn sie nicht mehr von Belang sind, warum entschuldigst du dich dann? Du bist ein Mann voller Widersprüche!" Elsa hatte die Augen verdreht und schritt auf die Klippe zu. Der Wind wehte und sie musste lauter sprechen, um gehört zu werden. "Du weißt doch gar nicht, was du willst. Du entschuldigst dich im einen Moment, dann sagst du es nicht von Belang und dann berufst du dich wieder auf Aeris' Willen. Du erkennst den Willen der Kristallfürsten nicht einmal. Du bist eine Feder im Wind ohne Kurs. Aeris spielt mit dir, so lange bis sie die Lust daran verlieren. Du bist erschlagen von den Möglichkeiten, die die Welt dir bietet. Also ja, ich kenne das Gefühl." Das Igniskind war wütend und besorgt zugleich. Wie lange hatte sie für ihren Weg gebraucht. Und es brauchte einen weiteren Stoß ihres Ordensführers, ehe sie sich wahrlich wohl fühlte. Ihr Weg als Ewiges Schwert, Kriegspredigerin, Priesterin und Feuertänzerin war gesetzt. Und es war langwierig, wirr und schmerzhaft gewesen.

    Rings schliefen Streiter, leis wie der Tod

    Im Zelt zechten Offiziere

    Mich freute die Flamme, so glühend rot

    Ich ließ ihnen allen das ihre

  • "Weil mein Gewissen noch nicht vollkommen stumpf und kalt geworden ist!" Rief er gegen den Wind an und lehnte sich mit dem Rücken an die große Eiche. Die Augen geschlossen, ließ sich der Ritter den Wind um die Nase wehen und genoss die kalte Luft. Hatte Elsa überhaupt ein Recht mit ihm so zu reden? - Durchaus? Hatte sie mit ihren Worten recht? - Möglich? War es ihm egal? - Vielleicht? "Wir alle sind Figuren in einem großen Spiel der Elemente. Diesen Beweis haben wir doch beim letzten Kriegszug in die Hohld erfahren!" War Landuin der Anwärterin entgegen. "Ich bin mir durchaus bewusst, das es genug Personen auf diesem Kontinent gibt, die nicht viel bis gar nichts von mir halten. Die nur mit den Augen rollen, so bald mein Name ausgesprochen wird! Warum bist du anders als sie? Warum interessierst du dich im Gegensatz zu ihnen, für meine Vergangenheit und meine Intentionen!? Ist es die pure Neugier oder hat es einen tieferen Grund!?" Rief er neugierig herüber.

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    Hast du das Glück Albernier zu sein, hast du tatsächlich Glück.

  • Elsa verzog das Gesicht und rieb sich mit beiden Händen über die Nase. Kopfschüttelnd kehrte sie ihm den Rücken zu und blickte über das Meer. Aqua und Aeris in einer gewaltigen Schönheit. Ihre Gedanken wanderten zum Anor'tho. Der Brutstätte der Akata. Ein riesiger Fels, in dem das Feuer brannte, wie an keinem anderen Ort. Sie sehnte sich dorthin zurück. Es war so heiß gewesen. So unvergleichlich atemberaubend. Und so zeigten sich die Bündnisse zwischen Aqua und Aeris und ebenfalls das zwischen Ignis und Terra. Wenn es rein nach den äußeren vier ging, dann müsste sie gegen Landuin sein. Ihm beim Scheitern zusehen. Doch die Antwort, warum nicht, war sehr simpel und gleichzeitig schwerwiegend.

    "Tivar Khar'assil - Zum Schutze der Weltenkinder. Du bist ein Kind dieser Welt. Und ich sehe, dass du die Möglichkeiten hast, etwas aus dir zu machen. Ich hasse es, wenn jemand hinter seinen Möglichkeiten bleibt. Zudem glaube ich daran, dass du im Kampf gegen die Verfemten hilfreich sein wirst. Und dies ist mein oberstes Ziel: Die Vernichtung der Zweiten Schöpfung. Und ich kämpfe lieber mit jemandem an meiner Seite, dessen Fähigkeiten ich kenne und einschätzen kann, als jemandem, bei dem es nicht so ist." Elsa trat näher an ihn heran. "Du, Landuin, wirst entweder zerrissen von all dem was um dich herum passiert oder du wächst daran. Ich bin daran gewachsen und es täte mir sehr leid, wenn du zerbrichst."

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    Ich ließ ihnen allen das ihre

  • Landuin hatte immer noch die Augen geschlossen. Er dachte sich an einen fernen Ort. Auf ein Schiff, dass sich auf den tosenden Welle vom Wind treiben ließ. Ganz oben auf dem Ausguck stand der Ritter und ließ sich den Wind und das Wasser durchs Gesicht peitschen. Mit vollkommender Begeisterung und Glück rief er seine Freude dem Wind entgegen. Die Gedanken daran ließen sein Herz schneller schlagen und er begann entspannt zu schmunzeln. Früher betrat der Albernier nur in Ausnahmefällen ein Schiff. Die Schifffahrt war ihm immer zuwider. Das Schaukeln, das Wanken und die Gewissheit mit beiden Beinen nicht mehr so schnell auf festen Grund und Boden zu stehen, missfiel ihm. Doch das gehörte nun der Vergangenheit und somit Terra an. Die Hinwendung zu Aeris hatte ihn dabei grundlegend verändert. Jetzt machte ihn jeder Moment auf einem Schiff glücklich. Je tosender und stürmischer die Fahrt war, um so glücklicher war er.


    Als Elsa mit ihm sprach, wurde der Wolfsmärker aus seinen Gedanken gerissen und er öffnete wieder die Augen. "Inken Elsa...Versprich mir, dass du nie so viel Energie in mich verschwendest, dass du selber daran zerbrichst." Bat der junge Conchobair die Anwärterin und griff dann in seine Umhängetasche. Er zog eine kleine Feder hervor, die durch die Tasche etwas lädiert war. Das Aeriskind präsentierte dem Igniskind die Feder auf seiner Handfläche. "Jede Feder findet irgend wann einen Kurs. Auch ich..." Sagte Landuin überzeugt und der Wind wehte die Feder fort und trug sie durch die Lüfte.

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  • "Das werde ich dir nicht versprechen.", antwortete sie. "Wenn du es nicht wert bist, lasse ich dich fallen." Nachdenklich betrachtete Elsa die Feder. Offenbar scheint jedes Aeriskind immer und ständig irgendwo eine dabei zu haben. "Ich weiß.", meinte sie nach einem kurzen Schweigen. "Und wenn nicht - nunja. Du wirst es merken." Ihre Augen hatten wieder einen warmen Ausdruck angenommen. Nachdenklich ging sie zu Adrahanis und knotete ihn los. Elsa brauchte Raum in ihrem Kopf. Sie ärgerte sich gerade sehr, dass ihre gesamten Feuertanzutensilien in Winterfeld lagen. Aber zurück wollte sie auch nicht. Blieb also nur die Flucht nach vorne. Sie schwang sich auf den Apfelschimmel und ritt los.

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    Ich ließ ihnen allen das ihre

  • "Dann tue das, was du für richtig hältst." Sagte er und schaute ihr nach, als sie davon ritt. Kein Kommentar oder anderen Versuch sie aufzuhalten. Es war deutlich, dass sie jetzt in diesem Moment Platz brauchte. Ein kurzer Seufzer entfuhr dem Ritter. "Und so ist die Frage: Wer trägt die Bürde? Einer oder Beide?" Sagte Landuin zu sicher selber und ging zu seinem Pferd herüber, um es loszubinden und Elsa langsam und mit Abstand hinterher zu reiten.

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    Mors certa, hora incerta.


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