Die Vergangenheit für Terra und die Zukunft für Aeris

  • "Entweder hast du wirklich nichts gesagt oder ich habe es schlichtweg einfach vergessen." Sagte der Ritter und überlegte kurz. "Nein der Name sagt mir nichts. Vielleicht habe ich sie mal gesehen. Keine Ahnung" Zuckte er mit den Schultern. "Aber du stellst jetzt nicht irgendetwas an oder?" Fragte er dann mit einem leicht skeptischen Blick und misstrauischen Unterton hinterher. Und selbst wenn doch, sollte ihn das soweit eigentlich nicht angehen.


    "Das war natürlich. Welche Mutter will nicht ihre Kinder vor Leid beschützen?" So war es immerhin seine Ansicht. Die Kastanie wollte er zurück die Tasche wandern lassen, aber dann betrachtete er sich noch einmal. "Du warst lange genug da drin. Genieß deine Freiheit." Sagte der Wolfsmärker in gewisser Weise gleichgültig, den es war ja nur eine Kastanie. Er holte einmal aus und warf sie über das ehemalige Schlachtfeld in die Dunkelheit hinein. Das er eventuell irgendjemanden oder vielleicht sogar irgendetwas treffen könnte, dass war ihm in diesem Moment recht egal. Es war wie gesagt nur eine Kastanie. Was könnte die schon anrichten?


    Als sie davon sprach vielleicht nicht mehr alt genug für ein weiteres Kind zu werden, schüttelte der Albernier leicht den Kopf. Sie hatten über den Edalphifluch gesprochen gehabt und Yael kannte seine Ansicht dazu. Er wollte das Thema jetzt nicht wieder aufwärmen und nickte daher nur zustimmend. Dann fiel ihm wieder etwas ein und das Aeriskind kramte erneut in seiner Umhängetasche. "Ich habe da noch etwas für dich. Das wollte ich dir eigentlich schon vorhin schon geben, bevor wir losgegangen sind."

    Wir sind die Wölfe, hört unseren Ruf!


    Wo das Wort versagt, spricht das Schwert !


    Mors certa, hora incerta.


    Hast du das Glück Albernier zu sein, hast du tatsächlich Glück.

  • "Na ja, irgendwas anstellen. Puh, doch, ich schätze, das trifft es ziemlich gut. Isavelle hat mir ein Geschenk gemacht, als ich noch durch Aminaah gefangen war, sie hat ein Lied geschrieben für mich...über mich. Und das hat mir ziemlich viel geholfen und mich sehr sehr stolz gemacht, weil es gleichzeitig schön und schmeichelnd, als auch kraftgebend ist. Klingt sonderbar, aber Musik beeinflusst mich einfach auf eine besondere Art und Weise und Isavelle hat da ein großes Talent. Weil sie aber selbst noch nicht den letzten Schritt gegangen ist, um endlich hier anzukommen, will ich es ihr leichter machen. Auch wenn ich glaube, dass das nur hier an der Weltenschmiede möglich ist, muss das dieser Tage noch passieren und deshalb haben wir uns für heute nacht hier verabredet. Ich hab ein Gift für sie, und wenn ich alles richtig bedacht habe, dann wird sie dadurch viele Erkenntnisse bekommen und ich einen Dienst an einem Quihen´Assil an sie weitergeben können. Das ist zumindest meine Hoffnung." kommentierte sie.


    Als er die Kastanie wegwarf musste sie unwillkürlich schmunzeln. Wieso hob man sowas auf? Aber gut, vielleicht wuchs dann hier irgendwann ein Kastanienbaum, sie würde es wohl nicht mehr erleben. "Oh, was hast du denn noch für mich?" fragte sie dann neugierig. Sie hatte ja schon einiges für ihn in Verwahrung genommen, umso interessanter, wenn das nun für sie war.

  • "Aha...und du willst dich damit bei ihr mit Gift bedanken?" Fragte Landuin verwundert und mit hochgezogener Augenbraue. Er verstand zwar, dass sich die Edalphi für die Unterstützung bei der Frau bedanken wollte, aber mit so etwas? "Na ja...die Sache geht mich soweit nichts an. Von daher gehe ich davon aus, das du weißt was du tust." Sagte er zu Yael und zuckte erneut mit den Schultern.


    Der Wolfsmärker zog einen kleinen, gefalteten und gesiegelten Brief aus der Tasche. "Hier dieser Brief ist für dich. Wann immer du in die Wolfsmark kommst und dich die Gardisten oder andere Vertreter des Protektorats aufhalten sollten, zeige ihnen diesen Brief und man wird dich gut behandeln und zu mir in die Stadt geleiten bzw. dich weiterreisen lassen, falls du nur auf der Durchreise bist." Der Ritter hielt ihr den Brief hin, damit sie ihn nehmen und einstecken konnte. Sein Blick ging erneut auf die Weltenschmiede. Eine gewisse Ehrfurcht durchfuhr ihn, als er diesen Ort betrachtete. "Und nun? Jetzt sind wir hier und was passiert jetzt?" Fragte er dann neugierig die Edalphi, die ihn letztendlich hierher geführt hatte.

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  • "Ma, das hatte ich vor" antwortete sie auf die Frage mit dem Gift. "Es soll ihr helfen, wird ihr weniger schaden als nützen, so hoffe ich zumindest" quittierte sie knapp. "Oh, danke, so was gibt es für die Edalphi nicht. Aber ich werde eh nicht mehr in die goldene Stadt reisen- da wartet ja Sim Galiadh. Aber...hmmm. Nein, ich kann dir wohl keine ähnlich geartete Einladung aussprechen." irgendwie wirkte sie verlegen, hätte wohl gerne etwas Gleichwertiges zurückgegeben, aber dafür fehlte ihr der Ort, an dem sie wirklich lebte.


    Schließlich blickte sie verwundert und sagte: "Na ja, ich dachte, wir laufen halt ein wenig. Es schien mir so unpassend, einfach sitzen zu bleiben und dem Stillstand nachzukommen nach deinem Opfer. Und später werde ich ja hier Isavelle treffen und ich dachte, da laufen wir lieber als sitzen zu bleiben. Einen Plan hatte ich eigentlich nicht..." So lebte sie ja auch oft in ihren Tag hinein- einfach ohne wirklich zu wissen, wo es wie weitergehen würde. Schließlich schaute sie ihn an und zuckte mit den Schultern - schien ein wenig ratlos, nicht darauf vorbereitet, ihn irgendwohin zu führen oder dort zu bestimmen, was passieren würde.

  • "Verwahre ihn gut. Er ist wertvoll, denn ich bürge für dich damit." Erklärte der Albernier. "Du schuldest mir nichts dafür. Im Gegenteil müsste ich dir noch mehr schulden, bei dem was du bisher für mich getan hast." Sagte er mit einem warmen Lächeln zu der Edalphi und wendete dann seinen Blick auf die Weltenschmiede. "Sie ist wunderschön, nicht wahr?" Bemerkte der Wolfsmärker irgendwie beiläufig, als er den Nabel der Welt betrachtete. Sein Blick blieb aber nicht lang auf der Weltenschmiede hängen, sondern wollte sich wieder etwas schönerem zuwenden. "Aber falls du unbedingt dein Gewissen beruhigen und einen nicht mehr ganz so jungen Mann glücklich machen willst, dann begleite ihn doch auf dem nächsten Konvent der Elemente auf eine weitere Hochzeit." Fuhr der Ritter fort und schaute Yael wieder an. Hier wollten seine Augen länger verweilen. Ein kurzes verschmitztes Grinsen konnte er sich dabei aber nicht verkneifen.


    "Oh...dann verzeih. Ich glaubte es hätte eine besondere Absicht dahinter gestanden, dass wir hierher gehen. Aber alles gut. Laufen ist nie verkehrt." Sprach er entschuldigend zu ihr und schaute sich wieder etwas um. "Schade das wir keine Musik hier haben, dann würde ich jetzt mit dir tanzen." Bemerkte Landuin dann vollkommen zusammenhangslos und musterte die Frau kurz. "Ich wette mit dir, dass du sicherlich sehr gut tanzen kannst?" Worauf wollte der Kerl jetzt wieder hinaus?

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  • "Ma, das mache ich" sagte sie im Bezug auf das Schriftstück. Sie hatte eines, welches ihr Leomirs Bürgschaft und sein Erbe anvertraute, sollte ihm etwas zustoßen. Sie betete innständig, dass ihr Vater ewig leben möge und sie niemals in diese Situation kommen würde, das zu nutzen. Außerdem würden die Menschen aus dem Osten eh nichts darauf geben, bei all ihrer Ehrhaftigkeit waren sie zu engstirning, um die edalphischen Sitten und ein Kind der Freiheit zugleich akzeptieren zu können. "Eine Hochzeit? Wer heiratet denn? Ich, ähm, ich war schon auf Hochzeiten, wie du weißt. Muss ich was wissen dafür? Etwas vorbereiten? Ein Kleid, ein Gastgeschenk? Irgendwelche sonderbaren Sitten lernen?" Sie schien schnell für diese Zeitverschwendung zu begeistern zu sein, wusste aber natürlich nicht, welche tausend unterschiedlichen Sitten und Anforderungen da auf sie zukommen konnten.



    "Ob ich tanzen kann? Na ja, also ich kenne ein paar Tänze der Ostmenschen. Aber ich tanze sie zu schnell und auch nicht mit dem nötigen Ernst, habe ich mir sagen lassen." Sie lachte, dachte an das Turnier von Feuer und Phönix zurück, als sie mit Kilian wirklich eine schöne Zeit gehabt hatte, aber wohl die meisten ernsthaften Tänzer gestört hatte: "Ich tanze auch mit, wenn ich die Tänze nicht kenne und schaue, wie lang ich brauche, um es zu lernen. Früher haben wir ja sehr schnell gelernt, jetzt ist es etwas langsamer, aber immer noch ganz ordentlich. Und ma, es macht mir sehr viel Freude. Aber oft ist es mir zu langsam." Sie lachte erneut, dachte an den amüsierten, wenn auch leicht scheltenden Tanzmeister. "Ich glaube, hier wäre das Tanzen schwer, bei der Dunkelheit und ohne Musik und mit dem vielen nassen Gras. Du musst als Ritter bestimmt tanzen können, oder?"

  • "Unser Gardehauptmann und unsere Heilerin. Der sture Bock hat endlich nachgegeben und um ihre Hand angehalten." Schmunzelte der Wolfsmärker. "Auf dem Konvent der Elemente wird die Hochzeit stattfinden. Es ist also noch genug Zeit falls du etwas vorbereiten möchtest. Falls du möchtest, können wir ja über ein gemeinsames Geschenk nachdenken. Ich jedenfalls werde mir für diesen Anlass ein Satz neue Kleidung anfertigen lassen. Bisher steht außer der Zeitpunkt noch nichts fest. Sobald ich mehr weiß, werde ich es dir mitteilen." Entgegnete er der Edalphi. Der Ritter freute sich, dass sich Yael für die Sache begeistern ließ und wurde von ihrer Begeisterung angesteckt. "Ich glaube "sonderbar" liegt hier im Auge des Betrachters was die Sitten angeht. Das eine oder andere gibt es aber sicherlich zu lernen. Darüber reden wir aber dann, wenn es an der Zeit ist." Sagte Landuin gut gelaunt.


    "Ja ich weiß wie du tanzt. Ich habe es auf dem Turnier im letzten Jahr gesehen. Bei dem einen oder anderen Tanz standen wir uns kurzzeitig, soweit ich mich erinnern kann, sogar gegenüber. Dein Vater hat beim Training seine Tanzschritte immer weiter beschleunigt und mich damit so angesteckt, dass der ganze Tanz vollkommen aus der Form geriet." Schmunzelte er wieder und konnte sich selber ein Lachen nicht verkneifen bei der Erinnerung daran. "Die langsamen Tänze sind soweit auch nicht mein Fall. Da lobe ich mir die aus meiner alten Heimat. Sie würden dir gefallen, denn sie sind schnell, ausgelassen und frei." Ein kurzer Anflug von Sehnsucht zeichnete sich in seinem Gesicht ab, verschwand aber sehr schnell wieder. Als sie von den Schwierigkeiten eines momentanen Tanzes sprach, begann der Albernier leicht zu grinsen: "Sicherlich dann eine Herausforderung für uns beide oder?" Er legte es nicht bewusst darauf an, denn sie hatte recht mit dem was sie gesagt hatte. Es wäre hier schwer und gewiss auch nicht ungefährlich. "Ja das ist ein Teil meiner Ausbildung gewesen. Jeder Ritter muss das beherrschen." Beantwortete er Yael´s Frage auf seine Profession. "Ich bin ja mal gespannt, ob es auf dem nächsten Konvent wieder einen Ball gibt?" Fragte sich der Aerisstreiter lächelnd. "Es wäre wirklich wieder einmal schön in illustre Gesellschaft zu tanzen."

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