Zufall einer Begegnung

  • Wann: Nach dem Treffen im Reich der Rosen
    Wer: Adam, Satinka (andere auf Anfrage)


    So schnell es möglich gewesen war hatte Satinka sich wieder aufgemacht in den Norden.
    Das Treffen im Reich der Rosen war kurz, aber schön gewesen, doch es hatte auch eine Aufgabe für die Botschafterin mit sich gebracht.
    Die Edalphi wollte so bald als möglich den Brief, den sie von Amir erhalten hatte, an Archon und Nyame des Nördlichen Reiches überbringen.
    Doch dafür musste sie jetzt erst einmal vom Gasthaus durch das Gewühl der Stadt bis zum Palasthügel kommen.
    Es war ihr anzusehen, dass sie sich gerade überhaupt nicht wohl fühlte und es eigentlich eilig hatte.
    Die Ärmel ihres weiß-goldenen Gewands, mit dem grünen Unterkleid darunter und dem breiten, grünen Gürtel,
    lugten aus dem grünen Umhang hervor und wurden energisch vor und zurück geschlagen beim Laufen.
    In Gedanken versunken wollte Satinka gerade scharf um eine Ecke biegen.

  • Die Vorbereitungen für die kommenden Strapazen waren in vollem Gange. Pferde mussten gekauft werden, Lebensmittel und alles was man auf so einer Reise mit sich führen musste. Die Männer und die Frauen waren angewiesen, nur das Nötigste mit sich zu führen und stillschweigen darüber zu wahren, was ihnen in naher Zukunft bevorstand.
    Seit Tagen suchten sie die noch fehlende Ausrüstung zusammen. Noch hatten sie Zeit, bis die Exzellenzen ihrerseits die nötigen Vorbereitungen abgeschlossen hatten.
    Adam wartete auf die Order den Norden zu verlassen. Nur das Ziel fehlte ihm noch. Aber darum würde sich die Nyame kümmern.
    Während nun Adam an einem dieser Tage in den Straßen von Paolos Trutz unterwegs war und mit einigen seiner Leute Besorgungen tätigte, lief er gedankenverloren mitten in die heranstürmende Edalphi. Kurz blieb ihm die Luft weg. Seine Männer hatten kaum Zeit zu reagieren, merkten aber schnell, dass es sich bei dem vermeintlichen Anschlag, wohl nur um ein Versehen handelte.
    Hallo, hallo, hallo.... Wohin so eilig, Weib?
    Adam stutzte kurz, als er realisieren konnte, wer dort ebenfalls außer Atem vor ihm stand.
    Satinka? Du, hier? Ich dachte... Adam überlegte kurz.
    Sollte die Edalphi nicht eigentlich ganz woanders sein?


    Was tust du hier in Paolos Trutz? Und warum bringst du mich dabei fast um? frozelte Adam scherzhaft und deutete seinen Leuten zu entspannen. Von dieser Frau ging nun wahrlich keine Gefahr aus. Zumindest nicht für Sie.

    Diplomatie ist, mit dem Schwein freundlich aber zielorientiert über die Notwendigkeit des Sonntagsbratens zu verhandeln.

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  • Huch! Adam... Entfuhr es der Edalphi vor ihm.
    Leicht verdattert war sie schnell wieder einen Schritt zurück getreten und sah den Botschafter verdutzt an.


    Der Verwirrung ob des unerwarteten Zusammenstoßes geschuldet, reagierte die sie ganz automatisch
    und beantwortete, typisch Edalphi, in knappen Worten seine Fragen:
    Ja, ich bin's. Ich bin auf dem Weg zum Palast. Entschuldige, ich war so sehr in Gedanken und hatte es eilig. Ich wollte dich ganz sicher nicht umbringen.
    Sie klang aufgekratzt und war tatsächlich leicht außer Atem, außerdem war ihr der Scherz in seinen Worten wohl entgangen, denn sie sah ihn nun entschuldigend an.

  • Ein kurzes Lachen überkam Adam auf Grund der doch recht ernst klingenden Entschuldigung der Edalphi.
    Es scheint wichtig zu sein... Dann komm! Ich begleite dich. Ich muss ebenfalls noch zum Palast. Ich erwarte eine Schreiben der Exzellenzen. Und auf dem WEG kannst du mir vielleicht mehr berichten.
    Adam schob Satinka leicht zwischen seinen Männern hervor und deutete Ihnen, sie sollen Platz machen damit sie schneller voran kämen.
    Also? Was gibt es neues? Warum so außer Atem?

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  • Sein Lachen führte wieder zu einem verwirrten Gesichtsausdruck bei Satinka.
    Der Gedanke, dass ihr da wohl etwas entgangen war, war deutlich in ihrem Antlitz zu lesen.
    Allerdings ging sie da jetzt nicht näher drauf ein, zumal er sie nun gerade anschob und somit leicht aus dem Konzept brachte.


    Uh, ähm, ja. Es gibt einiges zu Berichten, glaube ich.
    Die Truppen Esthaers marschieren wohl zur Siegelpyamide des Ostens.
    Das Reich der Rosen hat vor, den Osten zu unterstützen, gleich nachdem sie Tinderos befreit haben.
    Die Feuertänzerinnen der Khal'Hatra Truppen haben mit einem Zauber die Bevölkerung von Enaldaburg dazu gebracht,
    sich gegenseitig auszulöschen, obwohl diese sich vorher freiwillig ergeben hatte.
    Es wurden auch andernorts im Ostreich weitere unschuldige Kinder getötet.

    zählte sie recht nüchtern auf und setzte sich dabei nun von selbst wieder in Bewegung.


    Zügig lief sie neben Adam her, während sie erzählte, achtete aber jetzt noch weniger darauf, ob das denn die richtige Richtung war.
    Außerdem haben Tovak, Cupa, Noravelle, Arya, ich und ein paar andere versucht, ein wenig die Unternehmung zur Rettung von Tiara Lea zu planen.
    Und jetzt gerade bin ich leicht außer Atem gewesen, weil ich dringend einen Brief bei Ka'Shalee und Kop Tar abgeben muss, wenn möglich persönlich.

  • Damit hatte Adam nicht gerechnet. Er schob sie noch etwas schneller an. Es galt nun keine Zeit mehr zu verlieren. Scheinbar war die Lage noch ernster als erwartet. Das Schreiben der Regentin des Ostens schien nicht annähernd so detaillierte Informationen zu überbringen als Satinka es gerade tat.
    Sputet euch Männer. Wir müssen sofort zu Palast!
    Adam stockte Miene berfinsterte sich beim laufen. Seine Gedanken gingen ihren eigenen Weg.
    Hoffentlich konnte die Exzellenz bereits etwas erreichen. Und das hoffentlich war es für Adam noch nicht zu spät.

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  • Sein finsteres Gesicht und das erneute Anschieben bewirkten zunächst tatsächlich das, was er beabsichtigt hatte.
    Doch Satinka hielt den angeschlagenen Stechschritt nicht lange durch.


    Adam, warte kurz. Oder lass uns einfach wieder ein wenig langsamer gehen. bat die Edalphi, nun wieder außer Atem.


    Was an meinen Worten veranlasst dich denn jetzt dazu, es selbst so eilig zu haben? wollte sie dann von ihm wissen.

  • Adam verlangsamte seinen Schritt und sprach sehr ruhig.
    Wir dachten, wir hätten noch mehr Zeit. antwortete er knapp.
    Aus Calor erreichte uns vor wenigen Tagen ein Brief der Regentin, in dem sie um Hilfe ersuchte. Kop und ihre Exzellenz beratschlagen seit dem, wie der Norden scheitern vorgeht, sollte.... der Protektor stockte in seinen Ausführungen.
    Wir treffen Vorbereitungen für alle Fälle. Dennoch hat sich seit dem Schreiben und deinen Ausführungen die Lage scheinbar noch verschlimmert. Abgesehen davon bin ich unangenehm überrascht. Wann haben sich diese Leute über Tiara beratschlagen können?

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  • Über das nun langsamere Tempo, kam die Edalphi wieder mehr zu Atem.
    Im Gegensatz zu Adam klang sie jedoch immer noch leicht aufgekratzt.


    Ich komme direkt von dem Treffen im Reich der Rosen, zu dem die Emissärin eingeladen hatte.
    Wenn der Brief von Ain erst vor wenigen Tagen bei euch ankam, denke ich,
    dass die Regentin den Brief bestimmt direkt von diesem Treffen abgeschickt hat.
    Sie war nämlich dort zugegen und hat mit Karl und weiteren Führungspersonen besprochen, was sie tun werden.
    Und daher müssten meine Informationen genauso alt sein, wie die aus dem Brief.
    Auch der Brief, den ich überbringen soll ist auf dem Treffen geschrieben worden.
    Er ist von Amir, dem Thul’Heen des Reichs der Rosen.
    erklärte Satinka
    und sah Adam kurz von der Seite her an, um zu sehen, was seine Reaktion auf das eben gesagte war.


    Die Antwort auf seine Frage war hingegen schnell gegeben.
    Dort auf dem Treffen war es auch, dass wir Zeit gefunden haben, eine mögliche Rettung von Tiara zu besprechen.
    Tovak, Noravelle und Cupa hatten neue Informationen und Ideen dazu.

    Sie grinste verschmitzt, besonders bei dem Wort ‚Ideen‘.

  • Ideen?! Soso... Ich hoffe unsere Kenntnisse über die Situation in Barhan sind auf dem selben stand.Cupa weiß also auch Bescheid? Gut, gut. Wenigstens einen, den ich kontaktieren kann. Die Pfeffertopf kann ich momentan wohl nicht erwischen. sinnierte Adam vor sich hin.
    Man konnte erahnen das sich in Adams Kopf bereits Szenarien abspielen. Unter anderem eine der dauernden blitzartig auftretenden schrecklichen Erinnerungen an das was Tiara Lea gerade durchmachen musste. Und er erinnerte sich an Schmerzen. Unsägliche Schmerzen.
    Wie aus einem Traum gerissen grinste Adam mit verzerrtem Gesicht zurück.
    Hallo... Ja Ideen. Verstehe.

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  • Satinka runzelte kritisch die Stirn.
    Ich habe keine Ahnung, ob deine und meine Informationen über Barhan dieselben sind.
    Aber das sollten wir nicht gerade auf offener Straße besprechen, finde ich.
    Trotzdem würde mich interessieren, was du meinst aus meinen Worten verstanden zu haben.

    Sie klang ein bisschen skeptisch und nach einer kurzen Pause hackte sie noch nach:
    Adam, was ist los? Dein Verhalten gibt mir Rätsel auf.
    Der Protektor musste der Edalphi nicht ins Gesicht sehen, um das Fragezeichen aus ihren Worten heraus zuhören.

  • Alles in Ordnung. Ich war nur in Gedanken. entgegnete er Satinka beschwichtigend.
    Wenn er es irgendwann einmal selbst verstand, dann konnte man sich darüber weiter unterhalten. Und dann schon gar nicht vor seinen Männern.


    Macht dir keine Sorgen. Wir haben jetzt besseres zu tun. Meinst du nicht?
    Etwas war merkwürdig an Adams Stimmlage. Es hörte sich so an, als wolle er diesen Teil des Gespräches unter keinen Umständen zum jetzigen Zeitpunkt fortsetzen.

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  • Für einen kurzen Moment herrschte Schweigen.
    Lediglich die Schritte der Beiden und der Männer um sie herum waren deutlich zu hören.


    Dann atmete Satinka einmal tief ein und aus, ehe sie antwortete: Wie du wünschst!
    Ihr Tonfall hatte etwas angespanntes, allerdings machte er auch klar, dass sie dieses Thema nicht einfach so vergessen würde.


    Also kommst du mit zu Ka'Shalee, oder begleitest du mich nur bis zum Palast?
    wechselte sie dann wieder zurück auf das Thema vom Anfang.

  • Adam sah kurz an sich herunter. Für eine Audienz trug er wohl kaum die richtige Kleidung. Aber heute musste es reichen.
    Natürlich.


    Immer wieder ertappte er sich selbst bei diesen Eitelkeiten. Es war ekelhaft. Irgendwann musste er diesen Ballast loswerden.

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  • Satinka rollte kurz mit den Augen, sagte aber nicht warum.


    Statt dessen besah sie sich kurz im Laufen die Umgebung außerhalb des Ringes, den Adams Männer um sie herum gebildet hatten.
    Dabei wechselte ihr Gesichtsausdruck zu deutlichem Unwohlsein.
    Doch dann konzentrierte sie ihre Aufmerksamkeit wieder zurück auf den Mann neben sich und ihre Gesichtszüge wurden weicher.


    Ich deute das richtig, dass das heißt, dass du mitkommst? Das freut mich. sagte sie aufrichtig.

  • Ja Satinka. Ich werde dich begleiten.
    entgegnete er Satinka.


    Während die Gruppe langsam auf die Hauptstraße zusteuerte, welche hinauf zum Palast führte, wurden Adams Schritte immer gleichmäßiger. Sein Herzschlag ging immer gleichmäßiger. Obwohl die anstrengenden Meter den Hügel hinauf wirklich nicht ohne waren.
    Irgendetwas zog ihn förmlich den Hügel hinauf.


    Satinka. Wenn es die Zeit zulässt,würde ich mich als bald mit dir unterhalten. Unter vier Augen. Über unser Gespräch unlängst. Ich denke ich habe nun verstanden, was du mir sagen wolltest. Und ich bin bereit mich darauf einzulassen.

    Diplomatie ist, mit dem Schwein freundlich aber zielorientiert über die Notwendigkeit des Sonntagsbratens zu verhandeln.

  • Landuin bog um die Ecke. Nur noch eine kleine Querstraße trennte ihn von der Hauptstraße zum Palast.


    Wenn du es nicht rechtzeitig zum Treffpunkt schaffst, dann komm sofort zum Palast... Hatte der Baron gesagt. Wer konnte den ahnen, dass es so viel Zeit in Anspruch nehmen würde, die vom Protektor gewünschten Dinge, zu organisieren.


    In seinen Mantel gehüllt schritt er schnellen Schrittes die Straße entlang. Endlich wieder "frei", auch wenn es nur für eine geraume Zeit wäre. Der Albernier genoss die Freiheit und kostete jeden Moment dieser Zeit aus. Ein kurzer Griff an den Turban...alles sitzt. Er wirkte trotz der Lage, sehr zufrieden.

    Alleine stark, gemeinsam unbesiegbar!


    Wir sind die Wölfe, hört unseren Ruf!


    Wo das Wort versagt, spricht das Schwert !


    Mors certa, hora incerta.


    Hast du das Glück Albernier zu sein, hast du tatsächlich Glück.

  • Die Ruhe, die der Protektor begann auszustrahlen, blieb der Empathin neben ihm nicht verborgen.
    Musternd sah sie Adam von der Seite her an, während er sprach.


    Das können wir gerne tun. Sag mir einfach Bescheid. Ich nehme mir gerne die Zeit dafür. antwortete sie ruhig.
    Ein kleines, aufmunterndes Lächeln hatte sich in ihre Mundwinkel geschlichen.
    Meine Pläne für die nächste Zeit sind noch nicht zeitlich festgelegt.


    Im Gegensatz zum Botschafter, machte der Edalphi die Steigung des Hügels wohl doch etwas aus.
    Sie versuchte sich das zwar nicht anmerken zu lassen, aber sie schaffte es einfach nicht das Tempo weiterhin zu halten.
    Da nahm sie aus dem Augenwinkel das Aufblitzen von weißem Stoff wahr und wendete den Blick dort hin.
    Fast wäre sie sogar stehen geblieben, lief dann aber doch weiter, denn sie konnte erstmal nicht wirklich viel davon erkennen,
    wer sich da noch durch die Straßen bewegte. Es waren einfach zu viele Menschen um sie herum, die sich hier durch schoben.

  • Im gewohnten schnellen Schritt bog der Ritter um die Ecke und fand sich nun auf der Hauptstraße zum Palast wieder. Es war viel Betrieb auf der Straße, so das Landuin immer wieder die eine oder andere ausweichende Bewegung machen musste, um nicht andere Personen anzurempeln. Sein Blick war dabei immer wieder auf den Palast gerichtet. In der Ferne sah er eine Gruppe blau-gelber gerüsteter Personen. Als er genauer hinschaute, erkannte er sie als mehrere seiner Gardisten und den Baron selber.


    Glück gehabt. Da ist sind sie ja. Aber Moment mal...ein grüner Umhang? Dachte er, als er seine Schritte beschleunigte und einen grünen Umhang in der Menge kurz aufblitzen sah. Wer das wohl sein mag?

    Alleine stark, gemeinsam unbesiegbar!


    Wir sind die Wölfe, hört unseren Ruf!


    Wo das Wort versagt, spricht das Schwert !


    Mors certa, hora incerta.


    Hast du das Glück Albernier zu sein, hast du tatsächlich Glück.