Gedanken nach dem Sturm

  • Wann: Wenige Tage nach der Rückkehr nach Êrengard
    Wer: Jeder der vor Ort ist
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    Es waren einige Tage vergangen, nachdem die Schar aus der Spiegelwelt zurückgekehrt war. Seid der Anreise war nicht viel vom Gelehrten zu sehen. Nur ab und zu ließ es sich etwas zu Essen und zu Trinken in seine Kammer bringen. Die Magd, welche einen Blick in die Kammer erhaschen konnte, war verwirrt. Überall lagen Zettel rum, gemischt mit einige Klamotten. Doch die Türe wurde immer wieder schnell verschlossen. Schnell machte das Gerücht die Runde, dass der Gelehrte in der Spiegelwelt verrückt geworden sei.


    Das Wetter hatte sich kaum verändert. Es war immernoch angenehm warm, als sich die Tür der Kammer öffnete. Tovak ging die Treppe hinunter und erwischte Edeltraud im Schankraum.


    "Du kannst im Zimmer jetzt etwas für Ordnung sorgen, aber pass auf, das von den Zetteln nichts durcheinander kommt." sagte er zu ihr. Ihr Blick war erstaunt, denn damit hatte sie nicht gerechnet.


    Nachdem der Gelehrte noch einmal kurz in seiner Kammer war, verließ er die Taverne mit einem Buch und einen Stapel loser Zettel unter dem Arm das Gebäude und suchte sich einen Platz im Schatten eines Baumes.

    Eine Stimme, Eine Kraft, dein Licht wird mich leiten.....<br /><br />Ich bin nur verantwortlich, für das was ich schreibe. Nicht für das was andere daraus lesen.

  • Kaum hatte Tovak die Taverne verlassen hörte eine vertraute Stimme.
    "Guten Morgen Tovak." rief Alexij über den kleinen Platz.
    Der Ritter musterte den Gelehrten, Tovak war mit Buch und diversen Zetteln bewaffnet.
    "Geht es ans auswerten..." fragte der Vodgode und gesellte sich an die Seite des Gelehrten

    &quot;Ich bin nicht so gut mit Worten...ich sehe mich eher als ausführenden Arm der goldenen Herrin&quot;

  • Tovak war in Gedanken, als er durch eine vertraute Stimme aufgeweckt wurde.


    Er schaute sich um und konnte Alexij sehen. "Ähm ... naja, erstmal geht es ans verstehen. Danach kann man übers Auswerten nachdenken." Sein Weg führt ihn weiter in den Schatten einer großen Eiche.


    "Es ist so viel passiert, das ich das meiste erstmal nur aufschreiben konnte. Jetzt muss ich einmal schaun, was mir so alles entgangen ist."

    Eine Stimme, Eine Kraft, dein Licht wird mich leiten.....<br /><br />Ich bin nur verantwortlich, für das was ich schreibe. Nicht für das was andere daraus lesen.

  • "Ich möchte noch gar nicht wissen was mir alles entgangen ist" sagte Alexij sarkastisch.
    "Ich bin sehr gespannt was du alles zusammen trägts oder besser gesagt was die Gelehrten alles zusammen tragen...es ist so viel passiert"
    Alexij machte eine kurze Pause "Stört es dich wenn ich dich begleite? Wusstest du was man über dich sagt...der Gelehrte sei verrückt geworden und das es in deinem Zimmer aussieht als wäre eine Horde Kobolde durchgefegt." sagte Alexij leicht amüsiert "habe ich gestern Abend in der Taverne aufgeschnappt."

    &quot;Ich bin nicht so gut mit Worten...ich sehe mich eher als ausführenden Arm der goldenen Herrin&quot;

  • "Ach, lass sie doch reden. Manchmal geht es nicht anders. Zu viele Informationen auf zu wenig Raum. Kommt halt vor." Tovak zuckte mit den Schultern. Ändern konnte er die Gerüchte nicht, aber er gab auch nicht viel auf das Geschwätz.


    Als Alexij fragte, ob er ihn begleiten kann, sagte er: "Klar, wieso nicht. Ich wollte jetzt die ersten Sachen mir in Ruhe einmal anschaun, nachdem ich es soweit sortiert hab"


    Damit setzte er seinen Weg weiter fort.

    Eine Stimme, Eine Kraft, dein Licht wird mich leiten.....<br /><br />Ich bin nur verantwortlich, für das was ich schreibe. Nicht für das was andere daraus lesen.

  • Alexij nickte und ging mit ihm mit.
    "Ich habe ihnen auch gesagt das dies durchaus normal sei...und das du nicht verrückt bist. Es wird sich auch nicht lange halten und selbst wenn...wie du sagst, lass sie reden, es gibt schlimmeres."
    Nachdem sie ein paar Schritte gegangen sind fragte Alexij "Schon ne Idee für einen Ort wo du hinmöchtest?"

    &quot;Ich bin nicht so gut mit Worten...ich sehe mich eher als ausführenden Arm der goldenen Herrin&quot;

  • "In den Schatten eines der Bäume hier." Tovak hatte ein der alten am Wegesrand im Blick.


    "Die Wärme der Sonne wieder spüren und die Bewegungen des Windes. Im Endeffekt alles genießen, was uns da drüben gefehlt hat." der Gelehrten versank einen Moment in Gedanken. "Du weiß dich. Man merkt es, wie wichtig einem es etwas ist, wenn man es nicht mehr hat." Diesen Worten folgte ein tiefer Seufzer.

    Eine Stimme, Eine Kraft, dein Licht wird mich leiten.....<br /><br />Ich bin nur verantwortlich, für das was ich schreibe. Nicht für das was andere daraus lesen.

  • Alexij nickte und folgte Tovak, als sie an dem erspähten und ausgewählten ankamen setzte sich der Ritter und lehnte sich an den Baum. "Ja da sagst du etwas...es tut so unendlich gut wieder hier zu sein...also generell auf Mythodea...und wie gut ein Bad tut, das bewirkt wunder und man fühlt sich wie neu geboren...und das Essen...und dann die Dinge die du bereits nanntest...der leichte Hauch des Windes, die frische Luft, der Boden unter uns, die Wärme der Sonne... sprach Alexij locker und leicht.
    "und ja genauso ist es wie du gerade sagst...es sind die kleinen Dinge." sprach der Ritter und verschränkte die Arme hinter dem Kopf

    &quot;Ich bin nicht so gut mit Worten...ich sehe mich eher als ausführenden Arm der goldenen Herrin&quot;

  • Am Baum angekommen, setzt sich Tovak in seinen. "Ähm, Bad." fing er leicht an rumzustottern. "Da war ja noch etwas. Später.."


    Er macht es sich auf dem Boden bequem und legte das Buch in die Zettel neben sich.


    "Es ändert aber nichts daran, das wir eine Aufgabe haben." antwortete er dem Ritter. "Wir haben uns entschieden, dieses Siegel zu öffnen, also müssen wir nun die Aufgabe Zuende bringen. Was würde denn passieren, wenn wir jetzt einfach aufgeben ?"

    Eine Stimme, Eine Kraft, dein Licht wird mich leiten.....<br /><br />Ich bin nur verantwortlich, für das was ich schreibe. Nicht für das was andere daraus lesen.

  • Alexij blickte Tovak etwas irritiert an "Sag jetzt nicht du hast noch nicht gebadet seit wir zurück sind..."
    Bei Tovaks Worten nickte der Krieger "Da hast du natürlich recht, dies steht außer Frage...auch wenn ich wahrlich nicht erfreut bin da in einem Jahr wieder hin zu müssen...was wird es eigentlich für Auswirkungen haben das da nun ein Stückchen Erde permanent Mythodea Boden ist...oder wie auch immer man das nennen will. Ist das eigentlich klug gewesen...warum machte man das?" fragte Alexij "Weißt du da mehr drüber..."

    &quot;Ich bin nicht so gut mit Worten...ich sehe mich eher als ausführenden Arm der goldenen Herrin&quot;

  • Auf die erste Frage erhielt Alexij nur ein kurzes "Doch,doch".


    Als er die zweite Frage ihm stellte, war Tovak erst einmal verwirrt. "Du meinst das mit dem Weltenrat?"

    Eine Stimme, Eine Kraft, dein Licht wird mich leiten.....<br /><br />Ich bin nur verantwortlich, für das was ich schreibe. Nicht für das was andere daraus lesen.

  • Tovak wurde nachdenklich.


    "Ich weiß nicht, ob es so ein kluger Schachzug war, dort eine Ouai zurückzulassen. Gut, sie brauchen kein Essen und kein Trinken. Aber was passiert, wenn sie den Einflüsterungen der Ratio verfällt?...." Den Rest konnte sich sicher Alexij selber denken.


    "Und zum Weltenrat. Ich weiß mittlerweile nicht mehr, was ich von ihm halten soll. Er drängt sich sehr in den Vordergrund, und es soll irgendwann den Punkt geben, wo wir uns entscheiden müssen. Weltenrat oder Quihen'Assil." Der Gelehrte schaute Alexij in die Augen "Und du weißt, was solche Entscheidungen unter den Siedlern hervorrufen."


    Tovak legte sein Buch zur Seite und stand auf. Die folgenden Worte musste ja nun nicht jeder mitbekommen.


    "Der Weltenrat. Ein Eingeständnis der Quihen'Assil, das sie nicht allmächtig sind und uns nicht weiter trauen, als sie uns sehen."

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  • Alexij nickte "Ich hielt das von Anfang an für keine gute Idee...wenn der Punkt, egal durch welche Umstände an den Feind fällt...haben sie eine wunderbare Energieversorgung bekommen...die wir ihnen auch noch hingezaubert haben...und selbst wenn nicht, wofür ist der Punkt gut. Ziehen wir nächstes Jahr dort wieder hin? Ermöglicht uns der Punkt das Überleben dort drüben so das es uns alle weniger Kraft kostet...ich frage mich immer noch nach dem warum?" sprach Alexij und blickte fragend zu Tovak.
    "Ich hielt von Anfang an nicht sonderlich viel von ihm...und es wird nicht besser...auch wenn der Weltenrat momentan mit dem was er tut im Sinne der Quihen Assil handelt...wer weiß wie lange das so weiter geht. Von dieser Prophezeiung habe ich auch gehört. Ich habe bereits Zarim geschrieben und um mehr Informationen gebeten."
    Alexij hielt dem Blick stand "Diese Frage sollte sich eigentlich nicht stellen oder...aber ich weiß genau was du meinst...wenn der Punkt kommt, könnte es hässlich werden."
    Auf den letzten Satz musste Alexij sarkastisch Grinsen. "Das ist ja fast schon blasphemisch." scherzte er "Aber ja so könnte man es sehen...wären sie allmächtig, müssten wir uns nicht mit den Verfemten rumschlagen, wären sie allmächtig würde glaube ich einiges anders laufen, wie kann ich dir nicht sagen...und das sie uns nicht trauen kann ich auch gut verstehen...wir sind die Erben der Alten Zeit, jener die damals diese Welt schon an den Abgrund gebracht haben...und was lernte man daraus, nicht viel...dieselben Wege werden eingeschlagen, die selben Schwächen...es wiederholt sich...ich würde uns auch nicht aus den Augen lassen an ihrer Stelle."
    Nach einer kurzen Pause fuhr er fort "Auch wenn sie uns beobachten, kontrollieren durch den Weltenrat ist es gleichzeitig ein...wie nenne ich es...ein Mittel, ein Werkzeug, eine Hilfe für uns in dieser verfluchten Kelriothar...allerdings vergessen einige, so kommt es mir vor, das es die Elemente, die Quihen Assil sind die uns diese Hilfe zur Verfügung stellen...und es nicht nur dem Weltenrat zu verdanken ist." der Ritter hoffte das Tovak verstand was er meinte.

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  • "Ich glaube es weiß keiner, ob die Idee gut oder schlecht war. Wir werden es im nächsten Jahr sehen. Schau dir doch das Sache um Logan an. Hatten wir einen Vorteil, das er in der Kelriothar blieb ? Die Frage werden wir uns schuldig bleiben."


    Tovak schaute sich um. Obwohl Êrengard noch relativ jung war, herrschte doch reger Betrieb auf der Strasse.


    "Für solche Worte, Alexij, hat der Ort zu viele Ohren. Du weißt, das es als Ketzerei angesehen werden kann, wenn wir jetzt weiter reden?"

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  • "Na das kann ja heiter werden..." sagte Alexij dazu nur noch.
    "Ja du hast vielleicht recht...lass uns ein andermal darüber reden...ist denke ich besser."

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  • "Ja. Noch ist alles zu wage. Nichts ist bewiesen und alles sind Vermutungen..." doch irgendwann würde die Wahrheit ans Licht kommen. Wenn es der richtige Zeitpunkt und der richtige Ort sei.


    "Lass uns erst einmal die Kelriothar vernichten und dann, wenn wir dann noch am Leben sind, können wir weiter zu solchen Themen sprechen."

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  • "Ja...da hast du recht, warten wir ab wie sich das mit den Vermutungen und Theorien noch alles ändert...es werden neue dazu kommen, andere werden sich als Falsch erweisen und so weiter...ich bin sehr gespannt was alles noch ans Licht kommen wird und was wir diesen Feldzug wirklich alles heraus gefunden haben. Wird es wieder ein Vademecum geben?" fragte Alexij interessiert "Ich freue mich ja schon wieder ein wenig darauf auf gemeinsame Diskussionen mit dir Tovak." sprach der Ritter.
    Dann musste er auflachen "Oh ja...das ist ein Plan...ich hoffe das wir beide das Ende der Kelriothar erleben...und dann sehen wir mal was wir dann tun...leicht wird es allerdings sicher nicht..." dabei blickte Alexij zum Horizont.
    "Es gibt ja diverse Möglichkeiten diese Welt zu vernichten...zumindest habe ich da was aufgeschnappt, das es wohl mehr Möglichkeiten geben könnte...in welchem Zusammenhang stehen denn dann die Schwerter der Macht."

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  • "Ein neues Vademecum? Sicher wird es eines geben. Viele sagen, das es ein Beitrag zum Sieg dieses Jahr gewesen ist." erwiderte Tovak kurz, da er wusste, das es wieder viel Arbeit bedeutete.


    Auf die Frage nach den Schwertern der Macht sagte er nur: "Was soll damit sein. Sie wurden uns von den Quihen'Assil geben um sie in der Spiegelwelt zu nutzen. Dieses wurde wohl auch schon dieses Jahr gemacht."


    Dann schwieg er einen Moment, holte tief Luft und sprach weiter :"Mich beschäftigen eher die Gerüchte um den Almahandir und die Tivars. Das wird einen größeren Einschnitt in Mythodea bedeuten, als es die Spiegelwelt je könnte."

    Eine Stimme, Eine Kraft, dein Licht wird mich leiten.....<br /><br />Ich bin nur verantwortlich, für das was ich schreibe. Nicht für das was andere daraus lesen.

  • "Sehr gut...wenn ich irgendwie helfen kann lass es mich wissen...auch wenn es vermutlich nicht viel sein wird was ich tun kann." schlug Alexij vor. "Ja ich bin auch der Meinung das es auf jedenfall mitverantwortlich ist für die Erfolge die auf dem vergangenen Feldzug erreicht wurden."
    Auf die Antwort Tovaks bezüglich der Schwerter erwiderte Alexij "Ja das weiß ich...doch hieß es nicht das wir die Schwertr explizit für die Zerstörung brauchen? So als finale Attacke bei dem die Schwertträger alles verlieren...oder haben wir das falsch verstanden und sollten das ganze eher metaphorisch sehen...so das die Schwerter ihren Beitrag im Kampf liefern und ähnliches?" fragte der Vodgode gezielter nach.
    Alexij wurde ebenfalls leiser, fast schon im Flüsterton "Vor allem sollten sich diese Gerüchte bewahrheiten...der Almahandir ist auch so ein Sache für sich...ein zwei Hiebe für einen ganzen Schwarm...ich habe bisher nie solche Macht im Kampf gesehen...selbst Archonten scheinen im Vergleich ein Witz zu sein...ich habe sie gesehen...oder ihn wie auch immer...alles jubelte als er den Schwarm zerfetzte...ich hatte...ich weiß nicht ob Angst das richtige Wort ist...auf jedenfall hatte ich kein gutes Gefühl..."

    &quot;Ich bin nicht so gut mit Worten...ich sehe mich eher als ausführenden Arm der goldenen Herrin&quot;