Der Weg in die Dunkeheit

  • Teilnehmer: Imala, Melekh


    Die größte Festung des Nordens war schon vor langer Zeit am Horizont aufgetaucht.
    Hölzerne Spieße waren entlang der Straße aufgestellt worden und die Frau hatte irgendwann aufgehört sie zu zählen.


    Die Rudel wilder Hunde, größer und aggressiver als anderswo, folgten noch immer ihrer Spur, fielen jedoch immer weiter zurück, je näher die hohen Mauern rückten.


    Die Sonne brannte auf die einsame Reiterin herab, während sie ihr Pferd langsam in Richtung der mächtigen Tore lenkte.

  • Die Wächter auf den Zinnen hatten Sie bereits seit langem entdeckt. Noch zeigte sich aber niemand, der sie abfangen sollte. Ungehindert erreichte sie die hohen Portale mit den Mannpforten.


    Erst hier zeigte sich ein erstes Anzeichen für Leben, als gepanzerte Wachen aus Nischen traten und sich ihr in den Weg stellten.


    "Halt", rief einer von ihnen die Reiterin an. "Euer Name und euer Begehr."

  • Mein Name ist Şeytan und ich will zum Herrn Melekh um zu lernen.*Ich steige von Erebos ab und schlender zu einem der Wachen hin. Kurz vor ihm lass ich ihn für einen Augenblick mein Gesicht unter der Kapuze sehen und zwinker ihm zu.*

  • Die Kiefern der Wache pressen sich aufeinander. Trotzdem tritt der Mann zurück und lässt die Frau eintreten.


    Die Pforte öffnet sich für das Pferd und die Reiterin, und erst jetzt zeigt sich, dass die riesige Festung keineswegs verlassen ist.
    Der Weg führt durch das Tor auf einen riesigen Innenhof auf dem es vor Leben wimmelt. Geschäftig sind Arbeiter dabei Mauern auszubessern, der Rauch von Schmieden weht durch die Luft.


    Krieger und Adepten eilen vorbei, während Bauern und einfaches Volk Waren entladen oder feilbieten.

  • *Flink steige ich wieder auf Erebos auf und suche mir einen Weg durch die Menschenmasse. Nach einer Weile halte ich einen der Adepten am Arm um ihn anzuhalten.* Seid gegrüßt könnt ihr mir sagen wie ich zum großen Magus Melekh komme?*dabei streichel ich sanft seinen Arm und lächel ihn an.*

  • Der Mann schaut auf die Hand die ihn am Arm ergriffen hat. Eine Augenbraue zieht sich nach oben.


    Er entzieht sich der Dame, die ihn da angesprochen hat, antwortet jedoch höflich.


    "Der Erzhexer befindet sich natürlich in der Akademie." Er weist auf einen großen Bau aus Marmor, zu dessen Türen eine breite Treppe emporsteigt, auf der Kultisten und Adepten auf und absteigen.
    Auch bei diesen Temperaturen brennen die Feuerschalen an den Seiten der Treppe in blauem Licht.


    "Wenn ihr in jedoch zu sprechen wünscht, dann müsst ihr dort drinnen um ein Gespräch bitten. Man wird euch dann sicherlich weiterhelfen."


    Die Augen des Mannes wandern während seiner Worte über Ihren Körper, er lässt sich jedoch nicht anmerken, was er denkt.

  • Der Mann hat Schwierigkeiten wieder ihr Gesicht zu finden, fasst sich dann jedoch.


    "Natürlich", sagt er.
    Zögernd schaut er sich um, als ob er jemanden suche, der ihm aus dieser Lage wieder heraus helfen würde, dann rafft er sich jedoch auf.


    "Folgt mir bitte. Ich bringe euch zu den Stallungen, wo ihr euer Pferd unterstellen könnt."


    Er führt sie über den Hof und um einige Wohngebäude herum. Bald schon sind die Stallungen zu erkennen. In kleinere Zwingern entlang der Mauer bellen und kläffen Hunde, und Wesen, bei denen es sich entweder um grausame Züchtungen oder um dämonischen Einschlag handelt. Ein großes langgezogenes Gebäude scheint Ställe für Pferde zu enthalten, was weniger verstörend wäre, wenn Stallburschen nicht Fuhren von rohem Fleisch, augenscheinlich als Futter gedacht, in die warme Dunkelheit fahren würden.


    Schließlich führt der Mann Şeytan doch noch zu einem Stall in dem bereits weitere normale Pferde untergebracht sind. Auf einen Wink nimmt ein dicker Stallbursche die Zügel des Hengstes entgegen.


    "Wir werden in abtrocknen und er bekommt Futter und Wasser, wenn es euch recht ist." Er verbeugt sich vor den beiden und führt das Pferd weg.

  • *grinsend schüttel ich meinen Kopf, setze die Kapuze wieder auf und mache mich auf den Weg die Treppen zu ersteigen. Als ich oben ankomme und durch das Portal getreten bin sehe ich mich in der gigantischen Eingangshalle um. Ich gehe zu einem älter aussehenden Magus in meiner Nähe und tippe ihm sacht auf die Schulter. Als er sich umdreht neige ich kurz meinen Kopf und frage* Seid gegrüßt Herr Magus mein Name ist Şeytan. Ich bin auf der Suche nach dem Erzhexer Melekh. Könntet ihr mich bitte zu ihm führen? Ohne einen Führer ist man hier hoffnungslos verlohren...*sage ich mit verzweifelter Stimme und blicke ihm von unten in seine Augen.*

  • Der alte Mann lächelt und bietet ihr seinen Arm an. Gemeinsam schlendern sie durch die hohen Hallen, vorbei an Regalen voller Bücher und Schriftrollen.


    Nach einiger Zeit stößt der Diener wieder zu ihnen. Der Erzhexer lässt bitten.


    Şeytans Begleiter tätschelt ihren Arm, nickt ihr aufmunternd zu, dann führt der Diener sie weg.


    Ihr Weg führt durch die langen Gänge der Akademie, Treppen hinauf und hinab, bis zu einer Tür aus dunklem Holz.
    Dort klopf ihr Führer, öffnet und lässt sie eintreten.


    Der Raum ist langgezogen mit einer ausladenden Balustrade auf einer Seite. An seinem Ende steht ein breiter Schreibtisch, hinter dem die Gestalt des Hexers, über Bücher gebeugt, zu erkennen ist.