[Exilia] Ankunft der Söldner [23.01.-24.01.]

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    Wann: Ende Spielzug 5, IT-Zeitraum [23.01.-24.01.]
    Wer: Söldnerheer der Freyenmark, Exilanten
    Wo: Hafenstadt Exilia [103-AN], In den Höhlen unterhalb der Siedlung (Söldnerquartier)
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    Stürmischer Wind peitschte über die Wellen der aufgewühlten See. Woge um Woge warf sich gegen die Steilküste des Nordens, an dessen Spitze die Hafenstadt Exilia thronte.
    Auch ohne die winterlichen Stürme war es ein todbringendes Wagnis hier landen zu wollen, denn trügerische Riffe und - so munkelte man - noch zahlreiche andere Gefahren, lagen unter der Wasseroberfläche verborgen. Um den, in einer großen Höhle gelegenen, Hafen zu erreichen bedurfte es der Führung kleinerer Lotsenboote Exilias.


    Nun lagen die Schiffe der mitrasperanischen Hanse vertäut im Hafen, geschützt von den Wellen, die draußen gegen die Felswand schlugen. 800 Krieger, das erste von zwei Söldnerheeren aus der Freyenmark, strömten aus den hölzernen Bäuchen. Ein Gewirr verschiedener Stimmen schallte durch die großen Höhlen und Gänge unterhalb der Stadt.
    Die Exilanten hatten den Fremden vorsorglich ein provisorisches Lager bereitet: In einigen weitreichenden Höhlen waren Schlaf- und Lagerplätze errichtet worden. An den Wänden hingen merkwürdige Apparaturen, die die unterirdischen Hallen mit einem matten grünlich-gelbem Licht erleuchteten.
    Die Führer des Söldnerheeres wurden von einer Delegation in grün und weiß gekleideter Exilanten empfangen. Bei sich trugen sie ein grünes Banner auf dem die exilantische Schildkröte zu erkennen war. In offenen Fuhrwerken ging es, durch sich schier endlos windene, beleuchtete Tunnel, hinauf zur Oberfläche. Der Himmel war unverändert grau und dunkelte zunehmend, da die, sich hinter der Wolkendecke versteckt haltende, Sonne langsam unter ging. Zwischen steinernden Häuserwändern ließ sich ein Markplatz erkennen. In einiger Entfernung stach eine breite Ringmauer aus den Gassen hervor, weiter unten lag eine weitere. Der Karren ratterte die gepflasterte Straße hinauf zu der Großen Halle, die am höchsten Punkt der Stadt ruhte, dort, wo die Küste Steil hinab ins Meer fiel. Der steinernde Kuppelbau überragte die Stadtmauern und war noch meilenweit guthin sichtbar. Zu Füßen des Prachtbaus hielt der Wagen und die Gäste wurden ins Innere geführt. An den Seiten der Basilika hingen überall grüne Banner, geziert von der exilantischen Schildkröte. Am Kopfende war eine noch unvollendete Büste aufgestellt worden: Sie zeigte das Gesicht eines recht jungen Mannes.
    Nach einiger Zeit bat man die Gäste in die Amtsräume des desgnierten Protektors. Dort empfing sie Galwine Camdagnir in persona. Gemeinsam besprachen sie das weitere Vorgehen: Die Söldner wurden willkommen geheißen, zu ihren Plänen befragt und erhielten schließlich eine Durchmarscherlaubnis gen Paolos Trutz. Anschließend speiste man zusammen: Es gab frisch zubereiteten Fisch, Wildbret aus Silvarode (einer kleineren exilantischen Siedlung), Rothfleisch und das wohl beste Brot der ganzen Welt.
    Als das Licht des Tages vollends hinter dem Horizont erloschen war, entzündete man mehr von den merkwürdigen Lampen. Der designierte Protektor Galwine Camdagnir zog sich zurück und überließ es der exilantischen Delegation die Führer des Söldnerheeres wieder hinab zu ihren Truppen zu begleiten.


    Zur gleichen Zeit wurde das Söldnerheer, in den Höhlen unter der Stadt, mit exilantischem Brot - welches wirklich und wahrhaftig ganz außergewöhnlich gut schmeckte - versorgt. Dazu gab es geräucherten Fisch und klares Wasser. Unter die Fremden mischten sich vereinzelt auch einheimische Exilanten, meist einfache Fischer und Hafenarbeiter. Man saß beisammen, aß und trank, vetrieb sich die Zeit mit Gesprächen über den kommenden Feldzug oder spielte Würfelspiele.

    ††† II. Protektor Exilias †††<br />

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  • Haradron war schier überwältigt, welch ein Bauwerk die Menschen von Exilia hier unter der Erde geschaffen hatten.
    Nach wochenlanger Seefahrt an der Küste des Kontinents entlang gen Norden war er froh, endlich wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren. Und auch die Übelkeit, welche ihn auf der bisherigen Reise geplagt hatte, war kurz nach dem Anlegen verschwunden, so sehr war er von dem Anblick des unterirdischen Hafens gebannt.


    Am Morgen noch hatten die Truppen in den Höhlen Quartier bezogen und Haradron wurde vom Protektor der Stadt willkommen geheißen. Bei Speiß und Trank wurden neue Bekanntschaften gemacht und die Pläne des Heerzugs erörtert.
    Noch nachgrübelnd über das soeben besprochene wurde Haradron von einem Führer der Stadt wieder zu den in den Tiefen lagernden Truppen geführt, wo er zielstrebig zu seinem Platz am Kommandostab schritt.


    Dort angekommen traf er auf die Männer und Frauen seines Ordens, u.A. auf Hainrich, welcher ihm schon entgegen winkte, Bobo, Professritter Pilenyas, die Männer der Feldkyche, Arnulf, sein Verbindungsoffizier der schweren Infanterie und seine neuen Gefolgsleute der Provinz Scient in Haradrons Grafschaft Pilenya. Neben diesen waren noch weitere Personen anwesend. Söldner, alte Freunde, aber, so wie es schien, auch Bewohner der Stadt Exilia, welche die Truppen des Heeres versorgten und sich zum Speisen zu diesen gesellten.


    Na Männer, ich hoffe es schmeckt? Das Brot ist wahrlich großartig!


    Ein leichtes Grinsen lag auf seinem Gesicht, als er in dieser großen Runde seinen Platz einnahm...

    Graf von Pilenýa der Freyenmark<br />1. Heerführer des geeinten Söldnerheers Mythodeas<br /><br />Für Freiheit und Wahrheit!

  • Xilef freute sich, dass er sechs Mondzyklen nach verlassen seiner Heimat wieder dort war. Es war alles so wie früher, kalter Wind zog über die Klippen, es duftete ein bisschen nach Gebäck und man fühlte sich sicher zwischen der Klippe und den übergroßen Mauern.


    Geschafft durch die Fahrt suchte er sich in den Quatieren ein schönen Platz, gefolgt von seinem Theonar Wedos und von deren Gefolge, die abgesannten Scients. Xilef freute sich über Fisch und das beste Brot der Welt und fing dabei an ein Buch über die geheimnise des Schwarzen Eises zu lesen.


    Als er Haradron Amurak sah ging er zu ihm und sprach ihn an.


    Es ist mir eine freude euch persöhnlich zu treffen ich bin Xilef Danben angehöriger des Rates von Scient wir wurden einander zwar noch nicht persöhnlich vorgestellt aber ich hörte schon viel von euch...

  • Auch mir ist es eine Freude! Leider habe ich es aufgrund der Ereignisse hier im Norden und unserer kurzfristigen Truppenaushebung noch nicht geschafft, persönlich nach Scient zu reiten. Dabei ist es ja fast nur einen Steinwurf entfernt.
    Aber es freut mich, dass Ihr mit den Euren dem Aufruf gefolgt seit, sich dem Heer anzuschließen.


    Er räusperte sich einen kurzen Moment und neigte den Kopf etwas in Richtung Xilef's und sagte mit einem Grinsen:


    Ich hoffe doch, Ihr habt nur Gutes gehört?

    Graf von Pilenýa der Freyenmark<br />1. Heerführer des geeinten Söldnerheers Mythodeas<br /><br />Für Freiheit und Wahrheit!

  • Seraph hatte von den Ereignissen unten im Hafen viel mitbekommen, doch war er bisher zu beschäftigt gewesen, einmal nach zu sehen, was dort unter der Stadt errichtet wurde.
    Er schnappte immer wieder Gerüchte auf, das unzählige Fremde bald eintreffen würden und ihnen in den Höhlen Lager aufgebaut werden würden.
    Heute, es war wiedereinmal ein grauer kalter Tag, hatte er in seiner Apotheke nur wenig zu tun und deshalb machte er sich auf, einmal selber nach zu schauen.
    Auf dem Weg dorthin, sah er weiter Oben, kurz vor der Großen Halle einen Karren fahren, gefolgt von gerüsteten und offenbar recht noblen fremden Herren.
    Es dauerte noch eine Weile, bis er die Höhlen erreicht hatte. Seine Tasche mit einigen Salben und Verbänden, baumelte erwarungsvoll an seiner Seite.
    Als er die Höhlen, die zu dem Hafen führten betrat, sah er viele, gerade erst aufgehängte Pilzleuchten, die die Wände in mystisches Licht tauchten... er mochte diese Stimmung, die die Leuchten verbreiteten garnicht! Immer musste er an die Totenwacht von Valentin, des Protektors von Exilia denken, der im letzten Sommerfeldzug ums Leben kam. Erdolcht von dreckigen Mördern, die ihn feige und hinterlistig überfielen.
    Seraph kniff die augen zusamme und versuchte das Bild aus seinem Kopf zu verwischen, als er stimmen hörte.
    Es wahren viele Stimmen. Fremde und vorallem tiefe stimmen. Offenbar hatte sich eine große Anzahl Männer vdrsammelt.
    Mit jedem Schritt wurden diese Stimmen lauter und zahlreicher. Er konnte noch keine Wörter heraus hören, aber er wusste, das es nicht normal war, dass sich SO viele Leute hier unten versammelten.
    als Seraph um die letzte Kurve bog, erblickten seine Augen ein gewalltiges Bild!
    Hunderte, ja vielleicht sogar Tausende Männer und Frauen, wuselten oder saßen herum und redeten, speisten und würfelten.
    eine hand voll Leute kannte er flüchtig aus seinem Laden. Aber der Rest war ihm völlig fremd!
    Und gerade die Tatsache, das die meisten gerüstet waren, verwunderte ihn ein wenig.
    Er ging durch die Gassen, die sich zwischen den Lagernden Gruppen gebilddt hatten und bat einigen die er sah an, ihre kleineren Wunden oder, die vom Taue einholen, wunden Hände zu salben.
    was ihn sehr freute, war das er von allen ein paar Kupfer bekam.
    dies war etwas besonderes, da in Exilia in der Regel ohne Geld gehandelt wird. Oder man tauscht eben Leistung gegen Leistung.
    er zog noch eine Weile durch die Gassen da sah er in einiger entfernung eine Art geschmückten Befehlsstand.
    dort standen einige Männer, die offenbar eine höhere Position hatten, aßen etwas Brot und unterhielten sich.
    einer dieser Leute kahm ihm sehr bekannt vor.
    Es war ein Magier, den er länger nicht gesehen hatte.
    Er war gerade in ein Gespräch verwickelt, deswegen wollte Seraph nicht dazwischen gehen.
    Aber er blieb in der nähe.

  • Gewiss, außerdem habe ich jetzt auch einen persönlichen guten Eindruck von ihnen. Da Ihr uns nicht abgewiesen habt als wir in der Freyenmark nach einem neuen Land zum Siedeln gesucht haben, habe ich mir das schon fast gedacht.
    Xilef lächelte und dachte an den bevorstehenden Krieg.
    Ich denke wir haben gute Möglichkeiten um diese Schlacht zu gewinnen! Ich hoffe für euch das ihr gut schlafen könnt, es werden anstrengende Wochen.
    Er log, denn er glaubte nicht daran, dass sie gewinnen könnten ohne den Ursprung der schwarzen Essence gestoppt zu haben. Xilef schaute sich um und erkannte ein ihm bekanntes Gesicht, Seraph, es war ein freundlicher Heiler aus Exilia der auch immer auf dem Sommerfeldzug dabei war, als Xilef noch in Exilia lebte, hatte er viel mit ihm zu tun. Außerdem war es zeit Asimara zu huldigen. Er verabschiedete sich freundlich von Haradron.
    Ich wünsche euch noch guten hunger und es war mir eine Ehre euch zu treffen aber fürs erst muss ich weiter. Ich hoffe wir werden uns auch noch nach der Schlacht sehen!
    ......


    Er ging ein paar Schritte weiter weg zu der Person von der er glaubte das sie Seraph war.
    Seraph ?

  • Mich ehren Eure Worte. Eins sei gewiss: Ein jeder, der nach einer neuen Heimat strebt, wird sie in der Freyenmark finden. Dass es Euch zu mir verschlagen hat, freut mich besonders. Ihr seid ein wackerer Haufen, wie mir der erste Eindruck scheint. Und keine Sorgesagte er mit einem freundlichen Lächeln, dennoch bestimmt wir werden uns nach der Schlacht noch sehen! Gebt auf euch Acht


    Haradron bemerkte, dass ein junger Mann - er schien Heiler zu sein - in der Nähe stand und in seine Richtung sah.


    Nun denn, ich glaube Ihr werdet gebraucht. Ich wollte eh nochmal zu den Männern sehen. Euch eine genehme Nacht! Morgen brechen wir auf!


    Mit einem leichten Nicken verabschiedete sich Haradron und machte sich auf zu den Lagerstätten seiner Männer. Rund 800 waren ihm hierher gefolgt. Auch wenn er vermutlich nicht mit jeden wieder mit dem Schiff in die Heimat segeln wird...

    Graf von Pilenýa der Freyenmark<br />1. Heerführer des geeinten Söldnerheers Mythodeas<br /><br />Für Freiheit und Wahrheit!

  • Sir Snorry hatte derweil die mobile Feldkyche aufbauen lassen, um die legendären Bratlanzen zu dem Brot zu reichen. Während Pape der Henker a.D. für Ordnung in der Warteschlange sorgte, tönte Remigius in der Art der Gaukler mit eigens für die Wurst entwickelten Parolen.


    „Bratlanzen, ja auch für die hohen Herren...


    Was füllt selbst des Advokats Ranzen nicht teuer -
    gar trefflich gegarte Bratlanzen auf Feuer


    Kommt ihr Söldner...


    Selbst Söldner mit klammen Finanzen trotz Heuer -
    genießen gegarte Bratlanzen auf Feuer


    Sogar der König begehrt die Wurst....


    Bei Monarchen steht in Bilanzen eigens ´ne Steuer -
    Der König braucht Geld zum Erwerb von Bratlanzen auf Feuer“



    Die meisten Söldner schätzten die Speisen der Feldkych und waren erfreut nach der langen Reise eine gewohnte Mahlzeit zu bekommen. Zum bedauern der Krieger hatte der erste Heerführer den Ausschank des Honigbrantds, dem Lanzensaft, streng geregelt. Dennoch reichte die Schlange als bald weit in die Gänge...

  • Haradron war unterwegs von Lager zu Lager um sich mit den Truppen zu unterhalten. Das war eine seiner Arten, die er seit vielen Jahren im Heer pflegte. Er wollte nah bei den Männer und Frauen sein, nicht weil es nur die Moral stärkte. Auch einfach aus dem banalen Grund, weil er sich dort am wohlsten fühlte. Er war ein Söldner der ersten Stunde, er kam aus den Reihen dieser Männer und wird immer ein Teil von ihnen sein. Befehlskette hin oder her. Es waren seine Freunde, seine Brüdern und Schwestern, für die er bereitwillig jederzeit im Feld sein Leben geben würde - so, wie sie es auch für ihn tun würden.... bzw. haben...


    Mit diesem traurigen Gedanken im Kopf kam er an der Feldkyche vorbei. Erstaunlich war, dass sich in der Reihe auch Exilianer befanden. Scheinbar hatten sie von dem köstlichen Lanzensaft gehört, der dort ausgeschenkt wurde, was Haradron zum schmunzeln brachte.
    Auch wenn Pape der Henker a.D. Haradron direkt nach vorne lotsen wollte, so bestand er doch darauf, sich wie alle anderen in der Reihe anzustellen. Und auch er würde nur die kleine Ration an Lanzensaft genießen, welche von ihm selbst streng kontingentiert wurde.
    Es würden Zeiten kommen, in denen die Männer das köstliche Gesüff noch dringender brauchen würden als hier in den geschützten Hallen unterhalb Exilias...


    Morgen schon, einen Tag nach Ihrer Ankunft würden sie weiter nach Paolos Trutz ziehen...

    Graf von Pilenýa der Freyenmark<br />1. Heerführer des geeinten Söldnerheers Mythodeas<br /><br />Für Freiheit und Wahrheit!

  • Arnulf war sichtbar gut gelaunt, Gründe dafür garb es mehrere. Zum einen hatte er wieder festen Boden unter den Füßen und viele bekannte Gesichter um sich, auch wenn ihm leider keiner seiner Gefährten hier hin folgen konnte. Und dann wäre da noch das schmackhafte Essen, von dem er wie vor jeder größeren Schlacht recht viel vertilgte, auch ein paar Bradlanzen vielen seinem Hunger zum Opfer.


    Nachdem er gegessen hatte und sich mit Freunden, sowie einigen netten Einheimischen unterhalten hatte, machte er eine Runde durch die Reihen. Hin und wieder blieb er stehen um kleine Gespräch zu führen ging dann aber meist recht bald zügig weiter. Als er sich am Ende seiner Runde einen Überblick über die Schwere Infanterie hatte ging er zufrieden schlafen, die nächsten Wochen würden auch so schwer genug werden.

  • Kahina war froh gewesen das Schiff verlassen zu können, endlich festen Boden unter den Füßen zu haben. Sie waren im Norden angekommen. Endlich war sie auf dem Weg nach Hause. Zurück zu dem was sie kannte und was ihr so vertraut war. Die Halbelfe stand in der Nähe der Feldküche und hatte die Arme vor dem Körper verschränkt. Sie war dankbar, dass sie so problemlos mit den Söldnern hatte reisen können. Sie war stets freundlich und höflich mit den sie umgebenden Menschen umgegangen. Die Heilerin ging einige langsame Schritte, strich mit der Hand über den bordeauxroten Wimpel, über das Engelswappen und das Zeichen des Nordens. Einen Moment umfasste sie es, dann griff sie in ihre Gürteltasche und zog etwas heraus, das wie dünnes Brot wirkte. Sie biss davon zwei Stück ab und kaute darauf herum. Es war nicht so, dass Kahina das Essen der Söldner ablehnte. Im Moment konnte sie aber nur wenig essen und das Reisebrot, das sie noch hatte stillte mit nur wenigen Bissen den Hunger.

    Wir brauchen nicht noch mehr Bestrafung, sondern Hoffnung und Vergebung.<br /><br />&quot;Is there anything you would not do for your family?&quot;

  • Als Haradron an der Reihe war, erhielt er dankend eine Bratlanze und ein Gläschen vom Lanzensaft. Die Männer der Feldkyche konnten es sich scheinbar nicht nehmen lassen, selbst mit dem Grafen anzustoßen...


    Was bin ich froh, dass Ihr bei uns seid! Ihr bringt den Männern oft viel mehr Moral als die Dirnen im Tross, ohne jetzt abfällig über diese sprechen zu wollen. Ein jedem sein Handwerk, nicht wahr?


    Nach einem lauten Lachen fuhr er fort: Und Ihr macht Euer Handwerk prächtig! Weiter so, Männer!


    Mit der Bratlanze in der Hand ging Haradron weiter. In nur kurzer Entfernung sah er eine Dame in bordeauxrotem Gewand stehen. Kahina! Sie war mit in die Freyenmark gereist, um dort das Heer der Söldner und Freyen anzuwerben. Und so kam es, dass sie die letzten Wochen zusammen mit dem Heer auf dem Schiff gen Norden gereist war.


    Ereldios zum Gruße, werte Kahina! Jetzt habt ihr Euer Ziel erreicht. sagte er mit einem freundlichen Lächeln auf dem Gesicht. Ihr seid wieder zu Hause - wir dafür fern der Heimat. Wo verschlägt es euch denn nun hin? Bleibt ihr hier in Exilia oder zieht ihr mit uns gen Paolos Trutz?

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  • Die Halbelfe hatte die Arme wieder vor dem Körper verschränkt und lauschte einen Augenblick dem Flüstern der Winde, ehe sie die Worte von Haradron vernahm. Mit einem freundlichen Lächeln wandte sie sich zu dem Anführer der Söldner um.
    „Die Engel und die Elemente zum Gruße, Haradron. Ja ich bin wieder daheim. Beinah zumindest.“ Sie blickte ihn aus den braunen Augen direkt an.
    „Ich werde auf jeden Fall mit euch nach Paolos Trutz ziehen. Ich möchte wissen wie sich dort die Lage verhält. Auch wenn zwei Monate vielleicht nur gering anmuten, ich habe große Sorge, um die Menschen, die mir nahe stehen.“
    Sie sah einen Moment an ihm vorbei, ehe sie sich wieder Haradron zuwandte.
    „Ich bete für die euren, dass viele wieder nach Hause zurückkehren werden, auch wenn ich glaube, dass dieser Krieg, wie alle Kriege in diesem Land, schwere Verluste mit sich bringt.“ Die Halbelfe seufzte leise und strich sich die einzig rote Strähne in ihrem braunen Haar zurück, die ihrem Zopf entkommen war.

    Wir brauchen nicht noch mehr Bestrafung, sondern Hoffnung und Vergebung.<br /><br />&quot;Is there anything you would not do for your family?&quot;

  • So werden wir Euch sicher nach Paolos Trutz geleiten. Falls sich dort unsere Wege trennen, so sollt ihr wissen, dass Ihr jederzeit in Pilenýa willkommen seid.
    Mit leicht gesenkter Stimme fuhr er fort:
    Ich danke Euch für Eure Gebete. Als ein Mann des Glaubens weiß ich dies durchaus zu schätzen! An jedem Tag flehe ich Ereldios und die Heiligen an, mir Kraft und Stärke zu geben, damit ich meine Aufgabe bestmöglichs erfüllen kann. Selbst in diesem vom Elementglauben überzeugten Land hat mich mein eigener Glauben nie im Stich gelassen.
    Ich hoffe und bete, dass ich auch in diesem Krieg die richtigen Entscheidungen treffen werde, denn 800 Leben liegen in meiner Hand. Aber ihr habt recht. Auf dem Heimweg wird es vermutlich viel Platz auf unserem Schiff geben.


    Nach einer kurzen Pause sagte er: Aber hinfort mit den triesten Gedanken. Sie betrüben unsere Sinne und lähmen unsere Gedanken! Wir sollten fröhlich jeden Moment genießen, den wir noch friedlich verbringen können. In einer Woche erwartet uns bereits der Krieg...

    Graf von Pilenýa der Freyenmark<br />1. Heerführer des geeinten Söldnerheers Mythodeas<br /><br />Für Freiheit und Wahrheit!

  • „Ich danke euch für die freundliche Einladung“, sagte sie und nickte.
    „So wie euer … ist er ein Gott? ... über euch wacht, so wird er euch mit Sicherheit die Weisheit geben, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Und er wird euch mit Sicherheit Kraft geben, um euren Weg zu gehen und vor allem eure Männer zu führen. Dessen bin ich mir sicher.“
    Die Halbelfe schenkte ihm ein zustimmendes Lächeln und nickte dann.
    „Jeder Krieg bringt Opfer, doch ich habe gelernt, dass in diesem Land bestimmte Opfer wohl gebracht werden müssen. Ob es uns gefällt oder schmerzt, spielt dabei keine Rolle. Ich denke wir beide haben schon viele Menschen, auch jene, die uns nahe stehen, sterben sehen.“
    Sie atmete einen Moment tief ein.
    „Aber hier habt Recht. Es ist nicht gut in trüben Gedanken zu versinken. Auch wenn die Situation einen zu leicht dazu verleiten kann. Feiern möchte ich am liebsten mit den Menschen, die mir am Herzen liegen. In diesem Fall habt ihr es besser als ich. Ich bin fernab der Menschen, die ich liebe. Ihr habt bestimmt Freunde bei euch oder nicht? Mit denen ihr feiern könnt.“

    Wir brauchen nicht noch mehr Bestrafung, sondern Hoffnung und Vergebung.<br /><br />&quot;Is there anything you would not do for your family?&quot;

  • Ich hörte bereits von den Kriegen im Norden und den zahlreichen Verlusten. Ich werde mein Bestes tun unsere Verluste möglichst gering zu halten, jedoch alles daran setzen, diesen Krieg für uns zu entscheiden. Die Männer hier sind wirklich die besten, die man weit und breit findet. Seit Jahren kämpfe ich mit Ihnen Seite an Seite...


    Haradron atmete tief durch...


    weshalb es mich umso mehr schmerzt, für jeden Gefallenen unter Ihnen. Es gibt hier kaum jemanden, den ich nicht meinen Freund nennen würde. Aber auch die Menschen, die ich liebe sind bei mir. Es ist mein Orden des astalonischen Banners, dem auch Hainrich angehört. Falls ihr also hier einen Blau-Schwarzen Wappenrock seht, es ist nicht der Feind. fügte er mit einem Lächeln hinzu.
    Wird sind fast gleich einer Art Familie und stehen uns sehr nahe. Und auch Nessa, die Frau an meiner Seite ist mit uns gezogen. Ich hoffe für Euch, dass auch Ihr Eure Lieben bald wieder in die Arme schließen könnt!

    Graf von Pilenýa der Freyenmark<br />1. Heerführer des geeinten Söldnerheers Mythodeas<br /><br />Für Freiheit und Wahrheit!

  • Vallas, der auf der BEREMON nach dem Rechten gesehen hatte, waren die Schiffe und ihre Passagiere schon im Hafen aufgefallen. Jetzt auf dem Weg nach oben in die Stadt, kam er an dem raum vorbei, in dem die Söldner einquartiert waren. "Grüsse!" rief er hinein und blieb neugierig stehen.