Bewahren

  • "Oh bei den Kalten Tiefen!", stöhnte das Spitzohr bei diesem Anblick nun doch auf.


    Sie hatte normalerweise einen festen Magen und der Hunger, den sie die größte Zeit ihres Lebens begleitet hatte, hatte sie alle möglichen Arten von Nahrung gelehrt.
    In der Tat war es weniger als zwei Sommer her, dass sie das letzte Mal Drowfleisch hatte verspeisen müssen... ein Umstand, den sie natürlich zu verschweigen wusste.
    So wie vieles Andere, das sie "in den Schatten", also: heimlich, hatte tun müssen, um bis hierher zu gelangen...


    Aber der plattgedrückte, halb angetrocknete Rattenbalg, an dem überdies noch gelbliche Flusen von Kreafs (jeder Beschreibung spottender) "Bekleidung" hingen, war zuviel für sie!
    Sie spürte mit einem Mal Salz auf ihrer Zunge, gefolgt von einer warmen Welle, die aus ihrem Leib aufstieg...


    Das Spitzohr schaffte es noch aufzuspringen und zur Seite der Veranda zu stürzen - dann war es aber vorbei.
    Sie erbrach sich vornüber gebeugt in einen Busch, selbst völlig überrascht.

  • Kaa-Ash trat einen Schritt näher an Kreaf heran.
    Die Ruhe und fast Dreistigkeit des Goblins suchte seinesgleichen.


    "Vai sieht hier keinerlei..Abzeichen des Rates der Schamanen an diesen Kleidungsfetzen und wenn na wirklich ein Mitglied der Djschhabuk Maah ist , dann sollte na auch wissen, welches die Regeln sind ...und welche na grade übertreten hat!"
    Es chien Kaa-Ash nicht im geringsten zu stören das ein "Schamane" vor ihr stand....ein grollen lag in ihrer Kehle und sie blickte nicht mal auf, als Naira sich das Frühstück noch mal geräuschvoll durch den Kopf gehen ließ.
    Statt dessen griff sie sich die angemoderte Ratte aus der Klaue Kreafs und riss kraftvoll ein Stück von dem Schuhleder ab.


    "Soso...höchster Schamane von sah´tubaah....dann würdestr na nicht so eine Schuhsohle fressen, wenn man Zugriff auf..Grauglanzkäfer und gute Grubenwürmer hat!" kaute sie vor.

  • Uhlakk schaute sich das Schauspiel an und empfand den Goblin recht frech. Schon dass dieser dahergelaufene, anscheinend zu nichts taugende Atani seine Klaue ausgeschlagen hatte, erzürnte ihn. Er hätte es noch auf sich beruhen lassen. Auch dass er schlichtweg ignoriert wurde gefiel ihm nicht. Uhlakk mochte in seinem weißen Gewand nicht wie ein Krieger aussehen, aber sein inneres kochte gerade. Die Hilfe suchenden Blicke von Naira und die Lippenbewegungen Kaa-Ash's veranlassten ihn etwas zu tun, was er sonst nie gegen einen Atani getan hätte.


    Ohne Vorankündigung schlug er mit bloßer Faust und voller Wucht dem Gobbo auf den Kopf. Mit den Worten "DAS IST BESSER ALS PILZE!" schickte er diesen zu Boden.


    Kreaf blieb erst mal ohne Bewusstsein liegen.


    Uhlakk schaute die Anderen an und fragte "Was ? Er hat es verdient" dann schaute er auf den bewegungslosen Kreaf am Boden "Respektlos und Vorlaut..... ganz Goblin!"

    „Auk iglaach navaak!“ Möge das Blut unsrer Feinde in Strömen fließen!

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  • Das Spitzohr hatte die guten Grubenwürmer und das feine Fleisch mittlerweile in den Busch gespuckt.
    Uhlakks laute Ansprache ließ sie herumfahren, sichtlich noch leicht zitternd durch die unerwartete und aufreibende Erfahrung des Erbrechens.


    Sie erblickte Kreaf am Boden liegen und Uhlakk in seinem weißen Gewand, mit nackten Beinen breit über ihm stehend, die Faust langsam lösend.


    Ihre Miene erheiterte sich - sie strahlte geradezu, süffisant und ebenso belustigt.
    "Dabru", nickte sie und schritt langsam wieder zu ihrem Platz hinüber. "Respektlos ist er und größenwahnsinnig dazu, vor allem aber ist er wirklich gefährlich! Gefährlich, weil er auf nichts und niemanden hören will und Dinge tut, die Anderen schaden - egal wer es ist! So sind nicht alle Goblins - aber der! Und darum- "


    Sie legte sich wieder vorsichtig in ihren Sessel, so als versuche sie sich selbst zu schonen - eine Haltung, die man noch nie von ihr gesehen hatte.
    Die Lethi atmete einmal tief ein und aus.
    "-- darum bitte ich euch ganz besonders, für den Feldzug im Sommer und für jeden Moment, bis womöglich tatsächlich ein Welpe an die Oberfläche Sah´tubaahs steigen wird -- bewahrt mich! Nicht zuletzt vor den Machenschaften derjenigen, die mit Magie hantieren und in Nairas Blut herumpfuschen wollen..."


    Hierbei sah sie erneut Uhlakk bedeutsam an, bevor sie Kaa-Ash einen warmen Blick schenkte.

  • Uhlakk nickte der Lethi zu. Sicher würde diese Made gleich wieder aufstehen. Uhlakk machte ein besorgtes Gesicht.
    "Vai's Kräfte sind noch nicht ganz hergestellt. Der Weg des Ashdaimo sagt "stärke deinen Körper" also wird vai ihn wieder stärken und stählen. Wenn ihr erlaubt?"
    Er schlug sich mit der Faust auf die Brust und machte eine Andeutung einer Verbeugung.


    Uhlakk ahnte was auf ihn zukommen würde und wollte dafür bereit sein. Ein Warkhari war er und er wird bald wieder einer sein.

    „Auk iglaach navaak!“ Möge das Blut unsrer Feinde in Strömen fließen!

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  • Die Atani nickte anerkennend.
    Sie hatte noch nie einen Krieger des Stammes näher kennengelernt.
    Seitdem Trach'kar sie als Atani und Teil von Sah'tubaah anerkannt hatte, fühlte sie sich sicherer - aber dies galt nur innerhalb der Uruk-Lager.
    Wenn es keine Krieger mehr waren, die sie misshandeln und verspeisen wollten, so blieben noch genug Hexer, Schamanen und Magier - sowie ganz generell die Eisernen, die üblicherweise nichts verstanden aber alles bestrafen wollten - um eine ernsthafte Bedrohung für die Lethi darzustellen.


    Sie konnte nicht mehr auf Schonung hoffen; das Welpendasein war vorüber!
    Gleichwohl hatte sie keinen Gefährten und würde immer ein weißes Spitzohr - ein Snuruk - für alle bleiben. ..
    Und nun begann sie sich nach Schutz zu sehnen, der ganz anders war, als ihn ein Welpe von Vater und Mutter erhielt.
    Es war ihr nach Wärme, weichen Fellen und Nahrung. ... das Gegenteil von dem, was die Krieger bevorzugten!

  • Uhlakk wollte schon den Tisch in Richtung Unterkunft verlassen, als er sich nochmals umdrehte "Keine Arus essen, richtig?" Der Grüne wartete nicht auf die Antwort, er erinnerte sich das dies verboten war. So setzte er seinen Gang fort und entledigte sich seiner Robe. Er wird sie auf das Lager legen auf welchem er genesen war. Uhlakk suchte nach seinem Dolch...

  • Zum zweiten mal an diesem Tag erwachte Kreaf im gütigen Schein der Morgensonne.
    Die Kopfschmerzen waren wieder die Alten. Das war er gewohnt er lebte also noch. Das war er auch gewohnt.
    " Hey Großer eigentlich hatte ich ja nicht gegen dich aber es gibt Dinge die ich mir nicht gefallen lassen kann!"
    "Kur-Sash-gabara-VAI", murmelte er während er nach seinem Ohr griff welches an seinem Hals baumelte.
    Ein kräftiger Wind ging von Kreaf in Richtung Uhlakk. [Wie stark möchte ich jetzt den Mitspielern überlassen]
    "Nichts ist besser als meine Pilze! Und nur weil ich etwas Gutes essen kann muss ich lange nichts verschmähen.
    Was war das eigentlich für ein Volk lies einfach Essen verkommen?
    "Ja ich trage kaum Abzeichen! Wozu auch? Es ist für euch besser wenn ihr mich gut behandelt. Dann kann ich auch für euch nützlich sein."
    Er zögerte kurz dann sprach er weiter:
    "Aber Naira du bist doch sonst nicht so empfindlich, haben wir etwa bald noch mehr von deinem Schlage?"
    Ein interessanter Gedanke wenn Naira werfen würde könnt man bestimmt lustige Dinge mit der Brut anrichten
    zum Beispiel sie die Pfade des Blutes lehren oder aber sie einfach den Ahnen opfern die mochten sowas.

  • Uhlakk war gerade wieder aus der Behausung getreten, nur in seinen zerfetzen Hosen und Fellstiefel. Er schritt Richtung Tisch wo sich gerade ein Gobbo wieder aufrichtete und etwas murmelte. Kurz darauf erfasste Uhlakk ein Windstoß der ihn vom Boden hob und rücklings auf den selben fallen ließ. Es pollterte kurz und da lag er. Verdutzt schaute Uhlakk nach dem Gobbo, der sich hämisch die Hände rieb.


    "Das hast du jetzt davon dummer Ork" dachte er bei sich, stand auf und ging auf die Gruppe weiter zu.
    Den Gobbo erst mal ignorierend fragte er die Lethi und Kaa-ash "Habt afal meinen Dolch gesehen? Ich kann ihn nicht finden..."

    „Auk iglaach navaak!“ Möge das Blut unsrer Feinde in Strömen fließen!

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  • "Das hier ist MEIN Land und es ist heiliges Land. Terra spendet Leben und Ruhe! Terra schützt das Blut und die Gesundheit der Wesen, die hierher kommen. Das gilt für Uruks, Goblins und Lethi! Also setzt euch und nehmt euch von der Nahrung, die WIR hier mit Terras Segen erzeugt haben. Auch du, Kreaf! Es sei denn, du möchtest weiter darüber diskutieren, ob ich Tochter der Mahrukkaa und für alle Dschabukmaah - auch dich! - Maah und Atani bin."


    Sie hatte fest und ruhig gesprochen. Der Sturm hatte sich auf ungewohnte Weise Raum gemacht und sie konnte sich wieder der Entspannung widmen. ..
    Zu Uhlakk gewandt sagte sie: "Deine Waffe liegt in der Truhe neben der Liege. Aber sicher wird Kaa- Ash wissen, wie du dich weiter rüsten kannst. "
    Sie blickte an dem nur spärlich bekleideten Uruk unwillkürlich herauf und herab..

  • "Nein Naira! Ich kann ohne Sorge damit leben das du zu meinem Stamm gehörst. Ich könnte damit leben wenn du von meinem Blute wärst. Von mir aus kannst hier alles sein und bedeuten was auch immer du willst. Du kannst nach jeder Macht streben und dir von jedem einen Bluteid schwören lassen. Aber du wirst niemals meine Atani sein."
    Diese Worte sprach er ruhig und bestimmt aus, so hoffte er zumindest. Welch ein Glück das er momenatn wohl sogar den Geruch seiner eigenen Nervosität überdeckte. Er war nun sicher nicht mutig aber wenn er jetzt und hier versagt wäre das sein Ende. Dann könnte es sich auch von einer Klippe stürzen das würde die Sache nur schneller und angenehmer gestalten. Ausserdem konnte er nicht zulassen das die Elfe hier den Schamanen spielt. Wenn es nach ihm ginge könnte sie Ränke schmieden soviel sie wollte aber es gab Dinge die so nicht sein dürfen.

  • "Was meinst du damit - `deine´ Atani?", fragte die Lethi ruhig. Sie waren an einen wichtigen Punkt geraten, oh ja.
    Es kam ihr in den Sinn, dass Kreaf noch nie mit den Lethi zu tun gehabt hatte. Er konnte nicht wissen, was sie war und was mit ihr geschehen würde.
    Doch der Frühstückstisch war kein geeigneter Ort, um ihm das zu zeigen...


    "Heißt das, dass du dich von mir nicht heilen lassen würdest? Oder meine Tränke gegen den Feind einsetzen? Heißt das, dass du meinem Rat nicht folgen würdest - da es sein könnte, dass ich mein Wissen nicht von irgendWEM gesammelt, sondern von meinen `Ahnen´ erhalten habe? Oder hast du Zweifel daran, mit mir zusammenzuarbeiten, weil deine Ahnen Geister sind, aber meine `Ahnen´... magische Wesen sind, für die es einerlei ist, ob sie in einem lebendigen Körper weilen oder in der Dunkelheit mitten unter den Sternen sind?! Müssen wir dieselben Kräfte anrufen, um beide Atani der Uruks zu sein?"


    Sie atmete länger und konzentrierte sich auf ihn, während sie ihn ansah. Ihre dunklen Augen schienen noch tiefer zu werden.
    "Ihr Uruk habt mich `Atani´genannt, die Rotte `magisches Wesen´, der Kristallthron nennt es `Nachfahre der Quihen Assil´. Es ist mir EINERLEI, ob du mich als dasselbe ansiehst wie dich selbst! Ich BIN, was ich bin, und ich werde TUN, wofür ich meinen Körper erhielt - ich bin ein Wesen der Tiefe, in der Dunkelheit der Mittellande geboren und wiedervereint mit der Dunkelheit Mythodeas, und ich bin gewillt, mich Terra hinzugeben, die mein Volk im ewigen Fels bewahren kann und mich gleichzeitig zurück in den Kreis führen - mich Saaba sein lassen wird und meinem Blut neue Körper schenkt. Der neue Weg der Lethi kommt aus Terra und dem, der ihre Finsternis bewahrt - dem unsterblichen Wesen, das mich ihre Pfade lehrt. Also wenn du irgendwelche Diskussionen über Atani oder Nicht-Atani führen willst, dann frag besser ihn, der mit der Macht der Finsternis wirkt - ICH aber bin Naira und tue das, was ich tue. Nenn es, wie du magst!"

  • "Dabru, dann sei es so Goblin. Vai kann damit leben. Aber die in Freundschaft gereichte Klaue eines Kriegers sollte man nicht ignorieren. Sonst könnte es enden wie eben. Vai denkt heute haben wir beide etwas gelernt." sagte er an Kreaf gewand. Legte ihm eine freundschaftliche Klaue auf die Schulter und drückte mit Kraft zu.


    Dann richtete sich sein Blick auf Naira die ihn von oben bis unten ansah..... er fühlte sich extrem beobachtet.... obwohl es nicht so war.
    Etwas verlegen sagte er zu der Lethi "Dann wird sich vai in den Wald begeben um seinen Körper zu stärken. Hab Dank, wie man bei den Najori so sagt." Er lauschte noch den folgenden Worten Nairas...

  • Kreaf begann zu kichern. Er versuchte es halbherzig es zu unterdrücken. Er wurde nervös wegen dieser Elfe? Sie schien nicht zu verstehen worum es ging und er hatte sich Sorgen gemacht das sie zu einer Gefahr werden könnte. Als Schamane musste man das Volk führen. Es durch die Dinge leiten die andere nicht sehen. Meistens sah es selbst der geführte Stamm nicht un mitunter wussten sie auch nicht das sie geführt wurden.
    "Ach Naira wenn es dir darum geht da sei was auch immer du sein willst. Ich werde dir nicht hinderlich sein."
    Dann nahm es sich etwas vom Essen und grinste fröhlich in sich hinein.

  • Zuerst antwortete sie Uhlakk freundlich und wohlwollend:
    "Dabru, Uhlakk, stärke dich! Wir werden uns später im Wald wiedersehen. Ich werde prüfen, wie deine Genesung vorangeht."


    Dann aber fuhr sie herum und sah Kreaf scharf an.
    "Naira ist die Stimme der Lethi; sie ist eins mit der Finsternis, sie wird mit dem Willen Terras Saaba und sie geht den Weg zur Hohen Atani!", unterstrich sie knurrend.
    "Murach Doloch, Mahrukkaa, Ryzzil und meine Finsternis - und der... Duschaku haben darüber zu bestimmen! Friss DU nur weiter deine Pilze und träum von dem Tag, an dem dich die Ahnen zum obersten Schamanen des ganzen Nordens einsetzen! Es würde mich nicht stören, aber erwarte nicht, dass ich dann noch hier bin!"
    Sie schnaubte belustigt.
    "Bis dahin - mach dich wenigstens ein bisschen nützlich! Kaa-Ash und Uhlakk haben schon versprochen, mich zu beschützen auf dem Sommerfeldzug. Denk an das erste Gebot unseres Stammes - ich erwarte auch von dir, SOGAR von dir, dass du dich daran hältst!"
    Es lag eine mehr als angedeutete Drohung in ihrem letzten Satz. Jeder, der Naira schon einmal mit ihren Arus gesehen hatte, wusste, dass sie es tödlich ernst meinte...

  • Uhlakk nickte und kehrte zur Unterkunft zurück um seinen Dolch zu holen. Dann machte er sich auf den Weg in den Wald.

  • Es kam Kreaf in den Sinn das er sich irgendwann mal um diese Gebote kümmern müsste von denen immer alle reden.
    Mitunter schien es wohl doch praktisch zu sein Lesen und Schreiben zu können. Doch dann nahm er sich den nächsten Pilz und begann durch den Ort zu schlendern. Mal sehen was die Ahnen für ihn bereit hielten.

  • Naira blickte Uhlakk nach und grübelte. Es würde vielleicht schwierig werden für den anscheinend recht aufrichtigen Krieger, mit der Horde an Goblins und Trollen zurechtzukommen, die in jüngster Zeit die Reihen der Dschabukmaah "verstärkt" hatten... er konnte schließlich nicht jedem und ständig auf den Kopf hauen.


    Es hatte ihr gefallen, wie er die Angelegenheit mit Kreaf geklärt hatte. Ein Schlag - und Ruhe! Ohne viel Aufhebens oder Lärm...
    Leider gestattete man es ihr meistens nicht, die Dinge auf diese Weise zu regeln.
    Aber sie hatte Kaa-Ashs andeutendes Zucken durchaus gesehen...
    Es war ein schmaler Grat, auf dem sie sich bewegte. Alle, die sie etwas gelehrt hatten, hatten sie zum Gewaltverzicht ermahnt. Dennoch hatte sie nur überlebt und alles, was sie vollbracht hatte, nur deswegen geschafft, weil sie "in den Schatten ging" - und bisweilen auch Leute "stillgemacht" hatte...


    Ihre Augen verloren sich einen Moment im Anblick des Waldes, dann schweiften sie zur Gestalt des abgerissenen Schamanen, der begann zwischen den Trockenschnüren der Hütten herumzustreunen.
    Ein Impuls sagte ihr, dass sie ihm hinterhergehen und ihm für jede angefingerte Flasche und jedes angenagte Stück Pflanze auf den Kopf hauen sollte!
    Aber sie war einfach zu... träge. Ja, es fühlte sich angenehm träge an, auf dem Fell zu liegen und Fleisch zu kauen...
    Der Gedanke kam ihr, dass sich so wohl die Najorim öfter fühlen mussten, die ja bekanntlich sehr viel langsamer und fauler mit ihrem kurzen Leben umgingen.


    Die Augen ein wenig gegen das heller werdende Licht verengend, gähnte sie herzhaft.
    Wie eine Katze auf ihrem Sitz eingerollt, blickte sie Kaa-Ash an, die alles schweigend registriert hatte.
    Es war dem Spitzohr nicht ganz klar, wie die Holunderbeerfarbige zu all dem stand, was Naira gesagt und gefordert hatte. Aber sie war sich sicher, dass sie auf die Tuva zählen konnte.

  • Halblaut knurrte die Uruk:
    "Entweder Kreaf wird sich unterwerfen .... oder aber er wird versuchen Naira zu stürzen...und das ohne einen Offenen Kampf oder eine Herausforderung. Na ist für ihn gefährlich...für das Streben des Goblins nach Macht...und - viele neigen dazu diese zerlumpte Gestalt zu unterschätzen...Entweder ist er einfach unglaublich dämlich, hat in seinem Leben zu viele Pilze gefressen oder beides. "


    Auch ihr Blick folgte dem des Goblins, doch sie brauchte ihm nicht zu folgen. Das taten bereits zwei bräunliche Schemen, welche ihren orangenen Blick auf dem Goblin haften ließen.
    Kaa-Ash lachte lautlos und bleckte leicht die Hauer.


    "Naira sollte immer daran denken, dass in den Brustkörben der Uruks zwei Dämonen sitzen - jener der nichts als Kampf und Töten bedeutet - überleben. Und der andere, derjenige der dafür sorgt das unsere Brustkörbe Mitgefühl und anderes empfinden, der uns Beschützen läßt -... die Uruk ließ offen, welchen Preis letzteres bedeuten würde.

  • Das Spitzohr sinnierte eine Weile, die Augen immer noch schläfrig halb geöffnet.


    "Irgendwann wird ihm jemand die Frage stellen, wofür er diese ganze Macht einsetzen möchte...", sagte sie plötzlich mit harter, kalter Stimme.
    "Oder will er einfach drauf hocken wie ein Drache auf seinem Schatz?! Nein, er wird sie letztlich doch für etwas gebrauchen wollen... und wann immer jemand auf diesem Kontinent Macht beginnt einzusetzen, kommen andere auf die Idee, ihn auf ihre Seite zu holen..."


    Sie betrachtete ihren liegenden Körper. Ihre Worte wurden sanfter.
    "Die Macht, die er mir neidet... besteht darin, dass andere zu mir kommen könnten, wenn sie Rat und Macht suchen, anstatt dass sie auf ihn allein angewiesen sind. Er ist eifersüchtig. Er ist so mit seiner Einzigartigkeit beschäftigt, dass er die Gemeinschaft aus den Augen verliert..."


    Ihre Augen richteten sich wieder auf die Kulisse des Waldes. Erneut war ihre Stimme hart:
    "Sollte er mit dem Kämpfen und Töten beginnen wollen, werden wir eine Antwort für ihn haben. Er hat keine Ahnung, mit was er sich anlegt!"
    Ihre Hand fuhr unter ihren Mantel unf förderte eine silberne Münze zutage. Sie barg sie in ihren Handflächen, so als wolle sie sie erwärmen - oder sich daran wärmen.