Wind und Freiheit....

  • Von hier kommend: <!-- l -->viewtopic.php?f=47&t=2617&p=48576#p48576<!-- l -->
    ----------------------------------------


    Alexij hatte die Tür etwas schwungvoller geöffnet als vielleicht nötig gewesen wäre. Es tat gut als sich seine Lungen mit der kalten Luft füllten. Er konnte nicht stillstehen, er ging weiter. Das Ulrich ihm ebenfalls aus der Taverne gefolgt war hatte er gar nicht mehr mitbekommen.
    Der Vodgode griff sich mehr oder weniger bewusst an den Hals, wie um sicher zu gehen das sie da nicht wirklich ihre Hand hatte. Jedesmal wenn er die Augen schloss sah er ihr Gesicht, das Grinsen, dieses triumphale Grinsen.
    Wohin ihn seine Füße führten hatte er zuerst gar nicht wirklich wahr genommen, noch immer hörte er die Worte welche die Laird gesprochen hatte. Diese verfluchte Formel....
    Es war wie ein Alptraum welchen Alexij gerade erneut durchlebte. Er fühlte sich eingeengt, brauchte Freiraum.
    Inzwischen war er auf der weiten Wiese, wo sie nach Thereses Bruder gesucht hatten. Ein weites Ebenes Feld und der Wind wehte stark, als er mitten in dem Feld stand riss er den Zweihänder aus der Scheide.
    Alexij hatte das Großschwert in der Hand und donnerte es mindestens einen Fuß weit in den Boden und brüllte den Schmerz und die Wut aus sich heraus.
    Endlich war der Tagtraum, diese Erinnerung vorbei, es sackte auf die Knie und lehnte leicht mit der Stirn gegen den Parier des Schwertes
    "Hoffnung, Kraft, Mut, Stärke.....Verzweifle nicht Alexij" sagte er sich selbst und küsste vorsichtig die Klinge von Narenkas Schwert
    Er verharrte eine ganze Weile dort auf der Wiese, noch immer wehte der Wind um ihn rum. Doch es war ein gutes Gefühl....

    &quot;Ich bin nicht so gut mit Worten...ich sehe mich eher als ausführenden Arm der goldenen Herrin&quot;

  • Ulrich war ihm gefolgt. Auch er stand auf der Wiese. Er sah, das was Alexij tat. Er wartete einen Moment und ließ ihm etwas Frieden. Doch dann schritt er hinter ihn. So das er ihn hören konnte mit einem leisen Geräusch löste sich Ulrichs Klinge aus der Schwertscheide. Er setzte zu einem langsamen Schlag auf Alexijs linkes Bein an.

    Zieh Knappe!

  • Nach einer weile öffnete er wieder die Augen und atmete tief durch, in diesem Moment wurde er Ulrichs Stimme gewahr.
    Wo genau sich der Ritter befand wusste Alexij nicht, aber er musste irgendwo hinter ihm sein. Mit einem Satz sprang der junge Vodgode auf die Beine und sofort nach vorne, er würde so dem Hibe von Ulrich definitiv ausweichen. Auch wenn es nicht beabsichtig war.
    Anschließend drehte er sich um, pakte Narenkas Schwert mit Beiden Händen an dem großen Griff und zog es aus der Erde.
    Es kostete ihn sichtlich einige Mühe, doch Terra lies die Klinge frei sodas sie wieder in Alexijs Händen war, er drehte das Großschwert einmal in der Luft.
    Ein singen war zu hören.
    "Hälst du das für eine gute Idee Ulrich..." die Frage war sowohl ernst, wie auch wie weit sollte das ganze gehen und auch etwas provozierend gemeint.

    &quot;Ich bin nicht so gut mit Worten...ich sehe mich eher als ausführenden Arm der goldenen Herrin&quot;

  • Es dauerte eine kleine Weile dann tauchte die Silhouette der Uruk auf und gesellte sich mit gebührendem Abstand zu den beiden Männern.
    Beobachtete sie.
    Mahrukkaa wußte genau, in welche Wunden sie geschlagen hatte mit den Worten über Assansol - bei Alexij, bei Eric und auch bei Ulrich.
    Sie alle brannten deshalb, das warten war grausam auf den Moment, wo es vielleicht eine Möglichkeit gab, endlich aus den Klauen des Untodes zu reißen wofür Aysa so lange gekämpft hatte.
    Das Gesicht der toten Nyame trat vor ihr inneres Auge und wurde von diesem fahlen Geist verdrängt...alles eine Lüge!!!
    Klirrend wie brechendes Glas zerbarst das Bild und Mahrukkaa schüttelte sich.


    Richtete ihr Augenmerk auf Ulrich und Alexij und ihren Tanz mit Schwert und Wind.
    Runde 1 war eröffnet.

  • Ulrich lächelte Alexij an. Er setzte den rechten Fuß leicht nach vorne. Dabei drehte er den Fuß leicht nach innen. Er gab mit dem Mund einen langsamen Trommelrythmus vor jede seiner Bewegungen war ein Trommelschlag. Er griff sein Schwert mit beiden Händen und machte gleichzeitig einen Ausfallschritt mit dem er Alexij halb umrundete. Dabei schlug er langsam von rechts in Richtung Alexijs Bauch.


    Das denke ich nicht, aber ich glaube, dass es hilft.

  • Alexij erwiderte das lächeln und als er sah wie Ulrich zuschlug wusste er das es vielmehr ein Tanz werden sollte anstatt eines echten Kampfes.
    Der Knappe parierte den Hieb des Ritters frühzeitig. Seine Beinarbeit passte sich der von Ulrich an. Als der Stahl der beiden klingen aufeinander traf zog Alexij beide Hände nach oben sodas die Klinge des Gegenübers auf die parierstange des Vodgoden rutschte. Alexij riss die Schwerter hoch und trat dann einen Schritt zurück.
    Dann ging er direkt in den angriff über und zielte auf Ulrichs linke Schulter....

    &quot;Ich bin nicht so gut mit Worten...ich sehe mich eher als ausführenden Arm der goldenen Herrin&quot;

  • Ulrich machte weiter den Monotonen Rythmus. Dabei drehte er sich etwas weiter in Alexijs Richtung. Der Rythmus blieb zur Zeit noch in der langsamen Geschwindigkeit. In dieser hob er langsam sein Schwert um damit Alexijs Waffe zu parrieren. Dabei ließ er die Waffe abgleiten und drehte sich um die eigene Achse und somit um Alexij's Schwert. Danach hob er das schwert über den Kopf und führte einen langsamen Schlag von oben auf Alexijs Schädelmitte.

  • Kaum hatte Ulrich den Hieb pariert und Alexijs Schwert glitt nach unten ab, stoppte der Magor den schlag und bereitete sich auf das parieren seiner Seits vor.
    Nachdem sich Ulrich gedrehte hatte und erneut ausholte zielte er auf den Kopf des jungen Vodgoden, Alexij parierte weit über seinem Schädel. Er lies Ulrichs Klinge ebenfalls abgleiten und drückte die Schwerter leicht nach rechts. Noch während Ulrichs Klinge an Narenkas Schwert hing, machte Alexij einen Ausfallschritt nach vorne.
    Würde er Ulrich wirklich den Schwertknauf ins Gesicht schlagen...

    &quot;Ich bin nicht so gut mit Worten...ich sehe mich eher als ausführenden Arm der goldenen Herrin&quot;

  • Kurz vor Ulrichs Stirn, stoppte Alexij und grinste ihn frech an.
    Dann nahm er das Schwert runter und ging drei Schritte nach hinten.

    &quot;Ich bin nicht so gut mit Worten...ich sehe mich eher als ausführenden Arm der goldenen Herrin&quot;

  • Ulrich lies das Schwert wieder in die Scheide gleiten. Er machte drei Schritte nach vorne und umarmte Alexij.


    Wir gehen alle unseren Weg Alexij, egal wo hin er uns führt. Auch wenn er Rückschläge beinhaltet. Weißt du warum wir fallen?

  • Alexij wirkte sichtlich irretiert. Dann lies auch er die Klinge zu Boden sinken. Nach kurzen zögern erwiderte er die Umarmung von Ulrich.
    Er wusste grad nicht so wirklich was mit der Frage anzufangen, anstatt zu antworten schien er noch kurz nachzudenken.

    &quot;Ich bin nicht so gut mit Worten...ich sehe mich eher als ausführenden Arm der goldenen Herrin&quot;

  • Die Stimme der Orkin kam auf, ihr Gesicht hatte ein schmales Lächeln im Gesicht.
    Ulrichs Frage war gut
    "Wir fallen...damit wir umso stärker wieder aufstehen, geschmiedet aus dem was wir erlebten.Nicht vergessend was es bedeutet am Boden zu sein. Als Welpen lernen wir hinfallen und aufstehen, unserem Weg zu folgen......eine Kluge Frage , Ulrich!"
    Sie kam langsam näher heran zu den beiden Männern.

  • Ulrich drehte sich zu Mahrukkaa um. Sein Gesicht war der Spiegel einer leichten Verärgerung. Er schüttelte kurz den Kopf.


    Danke für deine Antwort Mahrukkaa, aber seit wann heißt du Alexij? Ob das eine kluge Frage ist kann ich nicht entscheiden. Das muss Alexij für sich entscheiden. Allerdings ist es eine Frage die vielleicht ein bisschen zu viel Teatralik in sich birgt. Sie ist etwas hoch gestochen aber sie schien mir für den Augenblick richtig.


    Er sah den jungen Vodgoden an und seine Gesichtszüge entspannten sich zu einem kleinen Lächeln


    Wie siehst du das Alexij? Es ist eigendlich keine Frage des aufstehens. Es ist die Frage wieviel Schmerz unsere Seele verkraftet biss sie an der Last des Schmerzes und der Bürden zerbricht.

  • Noch bevor er etwas sagen konnte ergriff die Grüne bereits das Wort. Alexij lauschte kurz dem was Ulrich sagte. Nach einigen weiteren Momenten des Nachdenkens ergriff der Vodgode das Wort. "Es bedeutete Weitermachen, gleich was sich einem in den Weg stellt...man darf nicht aufgeben und die Hoffnung verlieren. Ebenso ermöglicht jeder Fall auch neue..ja Möglichkeiten oder Perspektiven...eine neue Chance sozusagen, auf die eine oder andere weise."
    Der Knappe war sich nciht wirklich sicher ob das Sinn ergab, doch belies er es ersteinmal dabei und schob das Großschwert ebenfalls zurück in die Scheide.

    &quot;Ich bin nicht so gut mit Worten...ich sehe mich eher als ausführenden Arm der goldenen Herrin&quot;

  • Das Lächeln wurde zu einem breiten Grinsen.
    Doch sie wartete die Antwort Alexijs ab, bevor sie Ulrich antwortete.


    "Keine Theatralik, Ulrich - es ist die in ungenügende Worte gepackte Erfahrung , die mich so denken läßt....und verzeih, es war nicht meine Absicht, dich zu verärgern.!" sie machte eine entsprechende, entschuldigende Klauenbewegung.


    Dann trat sie so nah heran, das beide Männer auf Armeslänge waren.
    "Ihr beide tragt große Verantwortung auf euren Schultern und seid bereit noch mehr zu stemmen, lauft nicht weg. Ihr seid beide schon gestrauchelt und gefallen und trotzdem steht ihr auf beiden Füßen auf diesem Boden. Egal was andere über Euch denken mögen, ihr vielleicht über eure Leistungen nicht zufrieden seid - ihr habt vieles erreicht. Und damit gerät man in den Blickwinkel des Feindes und von anderen....aber ich glaube weglaufen und verstecken ist etwas, dass nicht euer beider Wesen ist."


    "Ich bin stolz darauf Wesen wie euch zu kennen und sie Freunde nennen zu dürfen!" und es schwang ein leiser Unterton in diesem Worten mit.

  • Ulrich begann zu lachen. Es schien so als hätte Mahru einen guten Witz gemacht.


    In den Fokus des Feindes und von Anderen? Das ist herrlich Mahrukkaa. Auf Alexij trift das zu. Doch was mich angeht, weder der Feind noch viele Verbündete wissen wer ich bin. Den meisten Leuten die es wissen ist es egal. Das ist wirklich gut... Hach wunderbar.


    Ulrich schien sich garnicht mehr einzukriegen.

  • Kaum hatte Alexij geendet ergriff ie Grüne bereits wieder das Wort. Während Mahru näher kam und zu Ulrich und Alexij sprach fixierte der junge Vodgode die Orkin mit den Augen und hielt den Blickkontakt aufrecht. Nachdem Mahru geendet hatte schüttelte Alexij leicht den Kopf, er musste an die Zeilen denken.
    "Bei Assansol, sind wir weggelaufen...." sagte er murmelnd und laut denkend, dann legte er der Grünen einen Arm auf die Schulter. Alexij hoffte das die Geste ausreichte, mit Worten hätte er diesen Moment vielleicht noch weiter ruiniert als er es mit der Aussage eben vermutlich bereits getan hatte.
    Doch dann gröllte Ulrich auch schon los. Noch während Ulrich sprach hob Alexij bereits eine Augenbraue und sah ihn skeptisch an. Langsam entfernte Alexij seine Hand von Mahrus Schulter. Ulrich kriegte sich gar nicht mehr ein und irgendwie machte das den Knappen gerade wütend. So viele verschiedenen Emotionen und Gefühle im Moment....
    Der junge Krieger packte den Ritter an beiden Schultern die Rüstungsteile klapperten. "Ich wüsste nicht das Mahrukkaa einen Witz gemach hat Ulrich." Alexij klang ungewohnt ernst, selbst für seine Verhältnisse. "Sei froh das du nicht im Fokus des Feindes stehst und beschwer dich nicht darüber! Ich war und bin Narr genug um das zu tun...und es mir mit Igraina regelrecht zu meiner Aufgabe zu machen, weil ich glaube das sie genau das ist! Doch hat es nichts ruhmreiches das der Feind dich kennt, ganz im Gegenteil...sie nutzen jede deiner Schwächen, greifen nicht nach dir sondern nach jenen, welche dir nahe stehen. Um dich zu brechen!" Noch immer hielt er Ulrich an beiden Schultern gepackt. "Sei froh und dankbar das sie nicht wissen WER du bist....denn dies schützt dich auf eine gewisse Art und Weise vor ihnen..." nocheinmal rüttelte er an Ulrich dann erst lies er den Ritter los.
    Dann atmete er kurz durch schloss die Augen und wirkte wieder ruhiger. "Ich hoffe aus ganzen Herzen...auch für dich....das dies nicht der Grund ist, das du dich den Prüfungen für das Zepter Magicas stellen willst....um deinen Grad an Bekanntheit zu erhöhen." Alexij hob gleich die Hand um Ulrich am sprechen zu hinder, der Krieger war noch nicht fertig. "Ich bin dein Freund und ich kenne dich lang genug Ulrich. Ich glaube es nicht das du es aus diesen Motiven heraus machst....dennoch möchte ich es gesagt haben, hör in dich hinein und stell dir selber diese Frage. Es ist nicht das erste mal das du dieses Thema in den vergangenen Tagen angeschnitten hast." erinnerte ihn der junge Vodgode und musterte ihn genau.

    &quot;Ich bin nicht so gut mit Worten...ich sehe mich eher als ausführenden Arm der goldenen Herrin&quot;

  • Ulrich verschluckte sich fast beim lachen. Er hustete laut und richtete sich wieder gerade auf. Ein lächeln zeichnete immer noch sein Gesicht.


    Entschuldige Alexij, es stört mich halt, dass nur wer sich in den Vordergrund drängt beachtet wird. Ich kann dir nur sagen, dass du recht hast. Ich macht es nicht weil ich Bekanntheit und Anerkennung will. Ich mache es auch nicht weil ich mich durch die Elemente dazu berufen fühle. Ich mache es, weil ich es für das richtige halte. Ich mache es weil ich meine Tatkraft und mein Wissen weiter in den Dienst des Landes stellen. Ich möchte meinen Beitrag für Mythodea weiter leisten. Außerdem fühle ich mich der Herausforderung gewachsen und hoffe so eine größere Akzeptanz für unsere Theorie über Mythodea zu schaffen.

  • "Nicht alle die im Vordergrund sind....drängen sich dort hin." erwiderte er rasch dann lauschte er dem was Ulrich sagte. Fürs erste sagte er nichts, schien er doch darüber nachzudenken was Ulrich da gerade gesagt hatte. Kurz blickte er zu Mahru ob die Grüne etwas sagen wollte...

    &quot;Ich bin nicht so gut mit Worten...ich sehe mich eher als ausführenden Arm der goldenen Herrin&quot;