Vorn schmunzelte, ihm gefiel es das die Mutter Konfessor sich nicht einfach so abspeisen ließ: "Überleben ist ein wichtige Voraussetzung aber längst nicht alles worum es Vorn geht. Es ist wüschenswert das Notwendigkeiten und Ziele einhergehen. Was mich angeht so ist es eine einfache Rechnung. Kann ich in die alte Welt zurückkehren? Die Antwort ist nein, oder prezieser will ich es überhaupt, da Mythodea mir so viel mehr zu bieten hat? Dann währe die zweite Frage will ich in Mythodea so leben wie ich es in Arach Suliss getan haben. Auch hier kann die Antwort eigentlich nur nein sein. Dann währe die Frage wie will ich Leben oder wie denke ich das die Drow in Zukunft leben sollten und ist das überhaupt umzusetzen."
Flammen und Stein
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Sylvana nickte und lächelte etwas.
"Und ich vermute, dass dies unter anderem Fragen sind über die du dir den Kopf zerbrichst. Natürlich neben all den anderen verästelten Plänen die deinen Verstand schwer machen. Was dich schlussendlich auch an unser Feuer geführt hat."
Es war nicht sicher ob sie scherzte oder das ernst meinte, aber ihre Stimme blieb ruhig und bewegte sich auf einem weiterhin eher freundlichem Niveau.
"Und wieder wird mir bewusst wie ähnlich sich unsere Schicksale sind, obgleich wir vermutlich verschiedener kaum sein könnten."
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Er Grinste: "Erwartet nicht das ihr gleich alles erfahrt, einen Teil werdet ihr verstehen wenn ihr meine Aufgabe erfüllt habt. Ich gebe zu das ich mir darum gedanken mache was aus den Drow in Mythodea werden soll. Aber viele dieser Fragen sind von den Entwicklungen abhängig und werde ich erst in der Zukunft beantworten können. Ein Schritt war den Posten des Stellvertreters zu erhalten."
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"Ich glaube viele Fragen beantworten sich durch die gemeinsame Zeit. Durch das was ich sehe und verstehe. Nicht alles muss mit Worten gesagt werden um erkennbar zu sein. Ich erwarte von dir soviel wie du bereit bist zu geben, das sagte ich auch schon zu Beginn unseres Gesprächs."
Kurz schwieg sie und suchte seinen Blick um ihre Worte zu bekräftigen.
"Das mag sich vielleicht naiv anhören, aber ich bin ganz zufrieden damit, dass du den Posten behalten hast. Das ist es vielleichta uch, was die Zusammenarbeit unserer beiden Parteien einen guten Anfang nehmen ließ."
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"Nicht wirklich, diese zusammenarbeit hat viele Vorteile besonders für die unter uns die in Mythodea bleiben wollen. Ich bin da sehr eigennützig, den dadurch das Walays Archon geworden ist wird für die Drow um Ka´Shalee vieles leichter. Aber ich glaube euren Worten zu entnehmen das für euch der Übergang und diese Entscheidung nicht ohne schwerwiegende Folgen geblieben ist."
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"Worauf genau willst du hinaus?"
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"Euer Orden, wie es unter den Drow ist haben wir gesehen. Aber ihr habt von der Inquisition gesprochen, ich kenne keine Inquistion die sich die Argumente der Angeklagten einfach nur anhört, meistens gehen sie sehr viel weiter. Und was ist mit dem Teil eures Orden die nicht eurer Ansicht ist, den die eure ist doch sehr Aufgeklärt wenn nicht Liberal."
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Sylvanas Gesicht wurde wieder zu der Maske die sie zeigte, wenn sie unter Fremden war, oder wenn sie nicht zeigen wollte wie sie fühlte, ob sie fühlte oder was sie dachte.
In jenem Moment wirkte sie zwar routiniert in ihrer Maskerade aber auch ein wenig steif. Kurz nur dauerte der Zustand, dann besann sie sich und atmete tief durch. Man merkte, dass er ein Thema mit schalem Beigeschmack angeschnitten hatte, doch ihrer Ruhe die sie ausstrahlte, tat dies keinen Abbruch."Wir sind uns ähnlich uneins wie dein Volk. Es gibt jene die lesen was in den Schriften steht, aber nicht verstehen wollen was man uns damit sagen möchte. Schon im letzten Jahr wurden die Unruhen laut aufgrund des Vorhabens Archon des Nordens zu werden. Man warf uns das Paktieren mit den Kindern Balachiels vor, meine eigene Schwester beschimpfte mich der Ketzerei und kaum einer, ausgenommen Walays und mir und ganz wenige enge Vertraute, standen hinter uns. Es war viel Aufwand nötig, um jetzt so viele Brüder und Schwestern aufweisen zu können. Dein Volk ist eines der wenigen, dass explizit in unseren Schriften genannt wird. Walays und ich mussten viele Audienzen, Briefe und Reden über usn ergehen lassen in denen wir Samar deutlich machen wollten, was uns bewegt diesen Weg zu gehen. Einige haben ihn verstanden, jene sind hier, andere weigern sich... diese sind fort."
Ihr Blick wurde ein wenig kühl.
"An dem Abend nach dem Attentat auf Ka'Shalee begegnete ich meiner Schwester wieder. Wir glaubten sie seid einem Feldzug in den Mittellanden für verschollen. Es war kein freudiges Wiedersehen. Ka'Shalee und andere Drow im Seraphim Lager... ich bin froh, dass man ihr die Waffen abgenommen hatte. Sie war hysterisch. Ich hatte große Mühe sie von euch allen fern zu halten. Ich weiß, dass sie euch keine wirkliche GEfahr gewesen wäre, aber dennoch... Ganz gleich was ihr geschehen sein mochte... es hadnelte sich bei ihren Häschern nicht um Drow des Hauses Zress. Ich schickte sie fort."
Sie blickte ind ie Flamme eienr Kerze, dann wieder zu ihm auf.
"Und so haben wir es auch mit all jenen getan, die sich weigern dem neuen Weg zu folgen. Sie sind zurück nach Samar und es ist ihnen verboten nach Mythodea zurück zu kehren. Sie sind ein zu großes Risiko. Es gibt Walays und mich, wir begegnen euch sehr offen, doch unser Schlag ist klein. Alle anderen die hier sind und nter denen ihr euch frei bewegen könnt, vertrauen Walays und mir, folgen uns und versuchen den neuen Weg zu verstehen, auch wenn sie sich davor fürchten oder skeptisch sind."
Sie blickte auf eine feine Narbe in ihrer Handinnenfläche und ihr Mundwinkel zuckte kurz.
"Das was die Inquisitoren getan haben, um uns zu befragen, kann ich vermutlich nicht in Worte fassen, ich könnte es dir zeigen, aber ich bin mir nicht sicher ob ein Drow in die Erinnerung eines Menschen eintauchen will."
Sie suchte wieder sienen Blick, ruhig, fast kühl.
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Vorn schüttelte den Kopf: "Ich kenne diese Art des Vorgehens zu genüge und Schmerzen sind mir nicht unbekannt. Ich befürcht das ich genau weiß wo von ihr sprecht. Wir sind uns in dieser Hinsicht sehr ähnlich, da gebe ich euch recht. Wir kommen nur von zwei verschiedenen Seiten der Münze." Er Lächelte: "Es ist aber genau das was eurer Schwester geschehen ist, was immer wieder passieren wird. Andere Drow handeln wie sie es gelernt haben und es wird immer mit auf uns zurückfallen. Vorallem weil wir alle in der Vergangenheit so gehandelt haben"
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"Das ist das, was Walays und mich von vielen zu unterscheiden scheint. Wir legen wert auf das, was jetzt ist und reagieren auf das was geschieht.
Auch ich habe schon gegen Drow gestritten und ich rechne damit es wieder tun zu müssen. Allerdings sehe ich mehr als weißes Haar, schwarze Haut und schnelle Klingen. Ich sehe auch den Charakter, oder besser die Person, dahinter und gebe ihm, wenn auch unter Vorsicht, eine Chance. Chancen die meines Erachtens nach jedes Wesen verdient, ganz gleich wie grausam seine Kultur sein mag. Ihr seid ein Volk, aber ihr seid nicht alle gänzlich gleich. Egal wie sehr einige es versuchen zu verbergen."Sie strich sich über die geschundenen Handgelenke.
"Was mich angeht, die Inquisitoren dürfen keine Hand an mich legen, aber man muss einen nicht berühren, um ihn leiden zu lassen."
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Von war einen Moment sehr still als die Worte in ihm wiederhall fanden: *Chancen die meines Erachtens jedes Wesen verdient.* Genau die Chance die man einem Teil der Dunkelelfen verwehrt hatte. Dunkelheit für ein ganzes Volk für ein Verbrechen an dem nicht alle Beteiligt gewesen waren, er wollte gern daran glauben das es die Chance gab.
"Es gibt Schmerzen die über das Fleisch hinausgehen und diese sind meistens die schlimmsten. Auch wenn wir es selbst nie zugeben werden, so sind wir doch Elfen oder waren es einmal." Er schaute auf: "Was steht über uns in euren Schriften?" -
Sylvana zitierte:
"So sei es denn Bruder, dass du, der das Exil gewählt, in der Dunkelheit wandeln wirst bis das Licht zurückkehrt in dein Innerstes und dir den Weg zeigen wird zurück in eine Welt ohne Zorn und Neid. Allein mit deiner Gier, wird deine Macht in Ketten liegen. Denn während die Kinder des Lichtes wandeln werden, am Tag und in der Nacht, so werden die Kinder der Dunkelheit sofern sie das Erbe deines Zornes tragen gefangen sein in den Schatten deiner Flügel. Und Schmerz wird ihnen sein, unser geliebtes Licht. Bis sich einst die Vernunft in deinen Geist zurückfinden mag, oder sich unsere Klingen das letzte Mal kreuzen werden. Dies ist mein Urteil."
Sie wartete einen Augenblick, dann fuhr sie fort:
"Es war die Nacht in der die Völker geboren wurden, die den Reihen des Lichtes in den Weg treten würden und dies über viele Äonen hinweg.
In den dunklen Hallen unter den Bergen, tief und verborgen in gewundenen Tunneln aus Stein, lebten die Kinder Balachiels, denen sich das Chaos stets in Form einer Spinne zeigte. Hass, Gier und Listigkeit war das Erbe an die elfengleichen Wesen mit der nachtschwarzen Haut."Sie wartete auf eine Reaktion und ließ ihre Worte im Raum verklingen.
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Vorn hörte interessiert zu: "So ähnlich und dann doch wieder so verschieden, dann glaubt ihr das Lolth niemand anderes ist als Balachiel?"
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"Die Meinungen gehen da auseinander. Wenn ich deine Ausführungen richtig verstanden habe, dann hat Lloth euch aufgefangen als ihr niemanden mehr hattet, sie ist es also nicht diejenige die die Drow so wie sie jetzt sind geschaffen hat, sie hat nur ihren Teil dazu beigetragen. Sie ist aber ein Teil von euch, so wie es der andere elfische Gott in gewisser Weise noch sein mag. Das Nichts, also unser Chaos, wäre nach der Logik unserer Gelehrten ein Teil von euch. Das Chaos könnte als Lloth verstanden werden, so wie der andere Gott auf einer ähnlichen Ebene wie Balachiel stehen würde. Aber wie gesagt, die Meinungen gehen dabei auseinander..."
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"Es ist immer das Problem mit Geschichten das sie je weiter sie zurückreichen sich ihr Inhalt immer mehr verändern. Ich weiß über dieses Thema mehr als es einem Männchen eigendlich zusteht und habe mich mehr damit befasst als ich sollte. Lolth oder Araushnee, war ein Teil der Elfischen Götter, sogar die Geliebte von Corellon Larethian, dem höchsten aller Elfen Götter. Wir waren so wie es heißt, wie sie geschaffen, mit dunkler Haut und ebenso dunklen Haaren. Nicht so wie wir heute erscheinen. Lolth betrog ihren Geliebten weil sie seine Macht begehrte und wurde dafür verbannt. Wie weit sie ihre Hände im Spiel hatte als das Volk der Ilythiiri in die Verbannung ging, kann ich nicht sagen. Nur soviel weiß ich mit Sicherheit, sie war da als mein Volk kurz davor war zu sterben und ich weiß das sie für unser Überleben einen hohen Preis gefordert hat."
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"Sie hat gehandelt wie unser Nichts handeln würde... Dennoch. Dein Volk wollte überleben. In der Verzweiflung oder der Einsamkeit greift man nach der Rettung die sich einem bietet. Wenn die Ausgangssituation unausweichlich scheint, dann kann man deinen Ahnen nichtmal einen Vorwurf daraus machen, dass sie das Seil ergriffen haben. Nur wenige entscheiden sich, wenn sie die Wahl haben, für den Tod und meist bleibt von jenen nicht viel außer eine weitere Leiche in einer Welt der Kriege. Ob es vielleicht andere Wege für dein Volk gegeben hätte weiß man nicht, wir müssen mit dem arbeiten was wir haben. Mit dem Heute, nicht mit dem Gestern."
Sie hatte bemerkt, dass er über ihre vorangegangenen Worte nachgedacht haben musste, zumindest glaubte sie dies in seinen Zügen gelesen zu haben.
"Ich kämpfe für diese Chance. Denn auch Sedekiel, unser oberster Engel bietet Balachiel die Wahl. Entweder er ergreift die Chance zur Rückkehr, oder er wird mit seinem Bruder die Klingen kreuzen, bis die letzte Schlacht der Welt alles entscheiden wird. Die Worte in den Schriften dazu sind eindeutig, doch viele lesen nur das darin was sie glauben und lesen wollen. Die Inquisitoren mussten einsehen, dass in dem was ich tue keine Falschheit liegt, dass ich nicht lüge und auch nicht gegen die Schrift verstoße. Jetzt bin ich hier und lebe und ergreife für mich die Chance, dir und den anderen die folgen diese für viele so absurde Möglichkeit zu bieten. Mein persönlicher Wunsch dahingehend wird sich entweder erfüllen, oder nicht. Es ändert nichts an dem Ziel, dass Walays und ich für uns gesetzt haben."
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Vorn schüttelte den Kopf: "Ich will nicht zu viel verraten, ihr sollt die drei Geschichten aus einem anderen Mund als meinem gehört haben. Ich bin schon zu sehr darin verstrickt und weiß zu viel über das was war, ich kann schon lange nicht mehr neutral Urteilen.
Aber ich fordere diese Chance ein ob man sie mir gewähren will oder nicht, denn uns wurde neben der Schuld die wir auf uns genommen haben auch unrecht angetan. Ich wie so viele vor mir hatte nie die Wahl, noch durfte ich mich entscheiden ob es dieser Weg war den ich für richtig hielt. Das wenigste was uns die Geschichte schuldet ist das Recht einmal die Herren über unser eigenes Schicksal zu sein. Eine Entscheidung zu treffen ohne das eine Göttin oder Gott, die Fäden in der Hand hält. Ich bitte nicht um eine Chance sonder ich nehme sie mir, hier in Mythodea jeden Tag aufs neue." Die Augen hatten wieder angefangen rot zu glimmen, wie so oft wenn den Dunkelelfen etwas bewegte. -
"Ich habe mit keinem Wort erwähnt, dass du oder dein Volk darum bitten muss. Ihr müsst nur den richtigen Weg finden sie zu ergreifen."
Sie musterte ihn einen Moment, dann hob sie eine Augenbraue, lehnte sich zurück und wirkte, als hätte sie etwas verstanden.
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"Das war auch eher als allgemeine Aussage gemeint." Er schüttelte den Kopf: "Wie oft treffe ich auf einen Menschen oder noch mehr Elfen der genau das verlangt. Wende dich ab von dem was du bist, du hast kein recht auf eine Chance, wegen dem was dein Volk getan hat oder tut." Er holte tief Luft: "Dieser Vorwurf geht nicht an euch, denn ihr seit offener als so mancher den ich bis jetzt getroffen habe. Aber den Elfen sage ich eines, ich werde mich nicht für das entschuldigen was ich bin. Niemals, sie haben bereits einmal ein Urteil über uns gefällt, gerecht oder ungerecht, das bewerte ich hier nicht. Wir sind zum dunklen Spiegel geworden, zum finsteren Abbild dessen was die Elfen sind. Aber sie haben uns in die Dunkelheit verbannt, zu dem was wir wurden haben sie uns gemacht. Wir sind die Konsequenz ihrer Handlung und sie hassen uns weil unsere Existenz ihnen jeden Tag auf neue, die finsternis ihrer eigenen Seelen vor Augen führt. Allein deshalb würden sie uns diese Chance verwehren."
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"Die Welt besteht nicht ausschließlich aus Elfen."
Sie beobachtete ihn jetzt ein wenig genauer, fast als wäre sie hinter die Lösung eines Rätsels gekommen.
"Elfen können ebenso grausame Kriege führen wenn es ihnen dienlich ist. Die meisten Elfen die ich kenne glänzen mit Arroganz, verstecken sich hinter ihrer Mauer aus Abgeschiedenheit und existieren meist ohne wirklich zu leben. Doch auch unter den Elfen gibt es Ausnahmen."