Flammen und Stein

  • " Wir kommen hier zu einem sehr wichtigen Punkt. Auch wenn ihr Bedauern über den Verlust in meiner Stimme hört, so nur weil es ein Ort von besonderer Schönheit war. Das sollte euch nicht darüber hinwegtäuschen das ich meine Großmutter oder Mutter oder dem rest was ich einmal Familie nannte auch nur ein Träne nach weine. Um es deutlich zu sagen ich hoffe das Nedylene Zinath in den tiefen des Abyss schmort." Seine Augen leuchteten rot im Licht des Feuers: "Sie hat mir mehr genommen als jedes anderes Wesen, mir mehr Leid zugefügt als jede andere Priesterin der Spinnenkönigin und doch war das Haus Zinath und die Stadt Ched Nasad meine Heimat. Die Schönheit unserer Städte ist trügerisch. Viele sehen sie und lassen sich von dem täuschen was hinter dieser Schönheit liegt. Intriegen, Mord die Gier nach Macht sind es die dort das Leben bestimmen. Ich bin und war ein Teil dieser Welt. Nur das die Position des Sklaven die Sichtweise verändert. Der Kampf um zu überleben ist ein anderer als der eines Adligen." Er gab ein abfälliges Lachen von sich: "Aber es bleibt immer ein Kampf ob ich jeden Tag auf neue Beweisen muss wie nützlich ich bin oder ob ich auf meinen Rücken achten muss um nicht von einem Mitglied meiner Familie umgebracht zu werden, das sich durch meinen Tot einen Aufstieg erhofft. So groß ist der Unterschied nicht."

  • "Du wirst es mir vielleicht nicht glauben, aber ich denke ich kann dein Denken und Empfinden nachvollziehen."


    Sie nickte leicht und ließ es vorerst dabei bewenden. Eigentlich war sie sich fast sicher, dass er ihr das nicht abnehmen würde, aber er konnte ja dann nachfragen. Sie heuchelte kein Verständnis, ließ sich nicht anmerken ob sie wie so viele Menschen Mitgefühl oder Abscheu empfand. Sie wirkte weiterhin ruhig und hörte ihm aufmerksam zu.

    Nur indem wir unser eigenes Licht ohne Angst scheinen lassen geben wir anderen Menschen die Erlaubnis und den Mut, das Gleiche zu tun.

  • "Es gibt durchaus Parallelen, aber ein Drow lernt früh das es besser ist sein Herz an nichts zu hängen, denn das was du liebst oder das was dir etwas bedeutet, kann dir Weggenommen werden. Gerade in den ersten Jahren achten die Pristerinnen darauf und sind schnell und diese Lektion zu lehren. Bei Einigen früher .....bei Anderen spähter. Aber die Lektion ist immer die Gleiche, vertraue nur dir selbst, anderer sind Werkzeug oder Feind. Achte immer auf den der Mächtiger ist als du, auf das er dir nicht das Leben nimmt oder du eines Tages seinen Platz einnehmen kannst. Es ist unmöglich sich diesem Denken zu entziehen, weil es der einzige Weg ist wie man in den Städten überleben kann. Das sind Lolths Regeln und sie hat immer nur denen geholfen die in der Lage waren sich selbst zu helfen. Wenn du auf der Strecke bleibst warst du zu schwach und damit ein Hinderniss für deine Familie, deine Stadt für das Volk der Drow."

  • Sie beobachtete ihn während er erzählte und fing an das Gefühl in ihrem Inneren, das von der Essenz der Ignis ausging zu deuten.

    Nur indem wir unser eigenes Licht ohne Angst scheinen lassen geben wir anderen Menschen die Erlaubnis und den Mut, das Gleiche zu tun.

  • "Im Grunde übertragen wir diese denkweise auf fast alles. Auch wenn es hier in Mythodea nicht ganz einfach ist. Aber man könnte die Frage stellen warum verhält sich Vorn so wie er es tut? Weil es mir Macht und Einfluss bringt währe die einfach und schnellste Antwort. Aber es sichert auch mein Überleben, es ist über die Jahre immer schwerer geworden mich einfach umzubringe, mich wie eine Sklaven zu behandeln. Der Posten des Stellvertreters war ein Gelegenheit die ich ergriffen habe und sie war nützlich. Walays zu helfen war danach der nächste logische Schritt." Er Lächelte: "Das mir meine Vergangenheit dabei weniger im Weg steht als den meisten anderen Drow habe ich wohl meinem Onkel zu verdanken. 13 Jahre an der Oberfläche verändern den Blickwinckel auf so einiges. Aber mein Weg hat mich immer wieder zurück geführt zu meinem Volk und auch zu Lolth, bis ich nach Mythodea gekommen bin."

  • Wie ein Blitz schoss Sylvana ein Bild druch den Kopf und sie zuckte unwillkürlich und kaum merklich, begleitet von einem lauten Knacken des Feuerholzes unter dem fordernden Feuer, neben Vorn zusammen.


    Sie hatte sich bei dem Auftauchen der Erinnerung aus Versehen auf die Unterlippe gebissen und schmeckte Blut. Ihr Blick blieb ungerührt, als sie sich über den kleinen Riss in der Unterlippe leckte.

    Nur indem wir unser eigenes Licht ohne Angst scheinen lassen geben wir anderen Menschen die Erlaubnis und den Mut, das Gleiche zu tun.

  • "Verzeih ich habe mich nur an die Fragen unseres Inquisitors und an meine Antworten erinnert als ich dir zuhörte."


    Sie tastete kurz über ihre Unterlippe, dann sah sie ihn wieder an.


    "Du sagtest, bis du nach Mythodea kamst. Was hat sich seit dem für dich geändert? Oder interpretiere ich deinen Schlusssatz falsch?"

    Nur indem wir unser eigenes Licht ohne Angst scheinen lassen geben wir anderen Menschen die Erlaubnis und den Mut, das Gleiche zu tun.

  • "Nein ganz und garnicht, ich bin Prakmatiker das bin ich immer gewesen und werde ich immer bleiben. In Mythodea schweigt Lolth unsere Priesterinen müssen eine andere macht anbeten damit ihre Stimme zu ihr durchdringt. Das mindert ihre Macht beträchtlich. In der alten welt ist Lolth für einen Drow allgegenwärtig, ich wußte selbst in der Zeit an der Oberfläche das ihr Blick auf mir ruhte. Auch wenn sie nie zu mir gesprochen hat." Er holte tief Luft. "Für mich gibt es nicht wohin ich zurückkehren könnte oder wollte. Arach Sullis ist nicht meine Heimat und im Grunde wartet dort auf mich der Opferaltar. Lolth hat uns gelehrt das wir uns vorallem selbst helfen sollen, gut das werde ich auch tun und auch ohne sie. Versteht mich nicht Falsch in der Alten Welt werde ich sie als meine Göttin anerkennen aber hier, was kann sie hier für mich tun? Ich folge dem was meine großmutter mir vor so langer Zeit genommen hat und das ist Terra. In der alten Welt hatte sie einen anderen Namen aber das spielt keine Rolle. Das Lied er Steine ist das selbe hier wie dort."

  • "Nicht wirklich, Drow erhalten alle eine sehr spezialisierte Ausbildung, es wird früh darauf geachtet welche Fähigkeiten und Talente der einzelne hat. Meine Großmutter hatte entschieden dass ich Magier werde, aber nach zwei Jahren schickte man mich zurück, weil mir die Geduld und das Interesse an den arkanen Künsten fehlten. Die Wut der Ilharess werde ich hier nicht beschreiben und auch nicht zu welchen Maßnahmen sie griff um mich zu bestrafen. Also wurde ich auf die Kriegerakademie geschickt. Dort stellte man fest dass ich eine starke Verbindung zu Underdark hatte. Ich bewegte mich freier als Andere durch die Tunnel. So wurde ich ein Späher, keine besonders angesehener Berufung, aber eine notwendige. Ich lernte in den Tiefen des Underdarks eine Freiheit kennen wie ich sie nie für möglich gehalten hätte. Ich wurde Dhaun´lochar einem der besten Späher den ich je kennengelernt habe, er war an Orten gewesen von denen andere Drow nur zu flüstern wagten und er war eins mit Fels und Stein. Von ihm lernte ich mit einigen Anderen mehr über den Underdark und über das was die Tiefengnome das Lied der Steine nennen. Es ist ein Art der Wahrnehmung die über das einfache fühlen und hören hinausgeht. Es ist als würden sich alle Eindrücke zu einem Lied verbinden, welches einen durch die Tiefe führt, es zeigt einem wo Wasser ist und wo Gefahren auf einen lauern. Dieses Lied macht es für den der es hört und zu deuten weiß, möglich selbst in den gefährlichsten Tiefen des Underdark zu überleben. Man wird eins mit Fels und Stein, es ist selten für einen Drow so etwas zu erfahren und viele verlieren sich und kehren nie zurück. Sie bleiben in der Tiefe." Vorn Stimme wurde schwer:" Ich habe das Lied und die Freiheit die es mir gab geliebt und dabei die wichtigste Lektion vergessen. Sie werden dir das nehmen woran dein Herz hängt. Ich glaubte das mein Wissen mich zu etwas besseren machte.
    Dhaun´lochar hatte es uns gesagt, wenn ihr euch zwischen den Welten bewegen wollt, haltet euch an die Regeln, die Städte gehören Lolth und der Underdark dem Lied. ich habe nicht auf ihn gehört. Als ich in mein Haus zurückkehrte lehnte ich mich gegen das was ich vorfand auf. Gegen meinen Onkel weil ich ihn für unfähig hielt, gegen das Verbot in den Undedark zu gehen. Im Grunde gegen alles womit ich die Chance hatte durchzukommen. Ich glaubte dass meine Fähigkeiten mir das recht dazu gaben. Dem war nicht so...meine Großmutter nahm mir all das, sie nahm mir die Erinnerung an das Lied und die Freiheit die ich einmal gefühlt hatte. Sie machte mich zu einem braven Drow Soldaten der zwar das Lied hören konnte aber für den es ohne jede Bedeutung war. Das Lied verkam zu einem Werkzeug in den Jahren die folgten, etwas was es nie sein sollte. Das hat sich mit Mythodea geändert ich erinnere mich an das was damals geschah und wer ich einmal gewesen bin.

  • Sie musterte ihn während er sprach, dann warf sie einen Blick in die Flammen.


    "Das klingt nach einer Menge die dir durch den Kopf gehen muss."


    Bisher wartete sie auf den Augenblick wo die Dunkelheit vor der er sie gewarnt hatte nach ihr greifen würde, doch hatte sich dahingehend noch nichts gezeigt. Es war das, was sie von Drow wusste und erwartete. Nur die tatsache, dass er so frei von sich selbst erzählte verwunderte sie.

    Nur indem wir unser eigenes Licht ohne Angst scheinen lassen geben wir anderen Menschen die Erlaubnis und den Mut, das Gleiche zu tun.

  • Sylvana pfiff leise durch die Zähne.


    "Gut gewählte Fragen, da muss ich etwas ausholen fürchte ich. Möchtest du wissen woran ich selbst glaube oder woran sich mein Orden orientiert? Das ist nicht unbedingt das selbe."


    Wieder warf sie einen Blick zu der Wache, die sich inzwischen einw enig genähert hatte. Sie hob leicht verwundert die Augenbraue, jedoch ließ sie ihn vorerst gewähren. Er war noch weit genug weg.


    "Ich selbst bin in den Orden und in das woran er glaubt hineingeboren worden. Den Weg der Priesterschaft habe ich aus unterschiedlichsten Gründen für mich gewählt. Da ich in den Adel hineingeboren wurde war es mir quasi vorherbestimmt welchen Weg ich einst gehen würde, nur die Ausprägung blieb mir offen. Mein Vater war der 1. Ritter unseres Reiches und somit die rechte Hand unseres Herrschers. Meine Geschwister und ich sind durch eine, zumindest für menschliche Verhältnisse, harte Schule gegangen. Da es auf Samar nur unseren Glauben gibt und wir nichts anderes kannten sind wir automatisch damit aufgewachsen. Alle meine Geschwister sind zum Leidwesen unserer Mutter Krieger geworden. Als Mutter Konfessor kenne ich alle Pfade die mir offen standen, beherrsche einige davon sehr gut, andere weniger, aber kenne sie alle. Ich bin das Gegenstück des 1. Ritters in unserem Reich. Nach dem Verschwinden meines Vaters, bekleidet dieses Amt allerdings nun mein Bruder..."


    Sie dachte einen Augenblick nach, sie musste darauf achten in ihren Erklärungen nicht zu durcheinander zu geraten.


    "Sprich, während er primär das Schwert ist das uns führt, bin ich die Stimme die uns leitet. Das macht die Situationen in denen wir uns hier befinden noch schwieriger. Mein Wort ist Gesetz und kann nur unter gewissen Bedingungen angezweifelt werden. Durch das, was ich hier tue, kann ich einen Bürgerkrieg auslösen."

    Nur indem wir unser eigenes Licht ohne Angst scheinen lassen geben wir anderen Menschen die Erlaubnis und den Mut, das Gleiche zu tun.

  • "Was den Glauben betrifft, da musst du wie gesagt definieren ob du meinen Glauben an Gut und Böse meinst, oder ob du das meinst was in unserem Schriften steht. In unseren Chroniken steht dass unsere Engel diese Welt erschaffen haben, einer von ihnen, der älteste jedoch, sich vom Nichts verführen ließ und sich gegens eine Brüder stellte um über sie alle zu herrschen. Er wurde ins Exil verbannt und man sagt, dass er die "Dunklen Völker" geschaffen hat. Die Brüder hoffen darauf, dass der Gefallene zurück kehrt, bereitens ich aber aus Vorsicht darauf vor, sich ihm am Ende der Zeit entgegen zu stellen, sollte er nicht wieder zu dem zurück finden was er einst war."


    Sie hielt ihre Hand nachdenklich den Flammen entgegen, die Ignissonne begann leicht zu flimmern, doch sie schien es nicht zu bemerken.


    "Die Konfessoren warten darauf mich anklagen zu können, weil meine Ansichten über unsere Schriften sehr speziell sind. Über die Jahrhunderte hinweg wurde alles was unter die Bemerkung "Dunkle Völker" fiel gejagt, bekämpft und vernichtet. Es ist sehr viel Blut vergossen worden. Nach einer langen Zeit des Friedens gab es eben nur jene Geschichten die wir hatten um ansatzweise zu erfahren welches Leid es auf unserer Welt gegeben hat. Ich jedoch, habe mich immer gefragt ob es auch Schriften der anderen Völker dazu gab, die mir vielleicht eine andere Sichtweise darlegen konnten."


    Ohne die Hand vom Feuer zu nehmen, sah sie zu Vorn.


    "So wie ich mich auch immer frage wie jene die glauben das Wort unserer Engel zu verbreiten, vergessen, dass sie auf ihren Bruder warten, ihm verzeihen werden, sollte er zurückkehren. Das Licht kann nicht ohne die Dunkelheit sein und umgekehrt. Die Frage ist, ob er seinen Kopf wieder frei bekommt von dem was ihn verwirrt. Das was ihn verwirrt ist das Nichts. Und das Nichts ist jenseits von Gut und Böse. Wie kann ich so starr an Gut oder Böse glauben. Wenn ich daran glaube, dann glaube ich an Beides, denn sie sind beide ein Teil dessen was wir Ganzes nennen."


    Ihre Fingerspitzen berührten die Flammen, der Schein des Feuers spiegelte sich in ihren grünen Augen.


    "Die Schriften sind alt und jene die sie niederschrieben schon lange zu Staub zerfallen. Ich habe oft das Gefühl, dass viele nur lesen aber nicht verstehen. Deswegen stelle ich mich Mythodea."

    Nur indem wir unser eigenes Licht ohne Angst scheinen lassen geben wir anderen Menschen die Erlaubnis und den Mut, das Gleiche zu tun.

    Edited once, last by Sylvana ().

  • Vorn muste Lächeln: "Worum es mir ging bei dieser Frage war ob ihr euch Zweifeln an dem woran ihr glaubt erlauben könnt. Habt ihr die Möglichkeit das zu hinterfragen was man euch gelehrt hat. Denn aus euren Reaktionen über das was ich erzählt habe, entnehme ich das ihr das bereits tut. Ich spreche nicht davon den Glauben an die Engel zu verlieren sondern die Wahrheit zu hinterfragen. Etwas über die Drow aus erzählungen zu erfahren ist ein Sache, nicht von dem was ich erzähle kann der Wirklichkeit gerecht werden oder das was wir denken und fühlen wirklich offenbaren. Ich kann euch von den furchbaren Dingen erzählen die mir geschehen sind oder die ich getan habe und eure Reaktion würde nicht anderes ausfallen als jetzt. Das mag daran liegen das der Dunkelelf der euch gegenüber sitzt sympatisch ist, das er Weltoffen zu sein scheint und unkompliziert. Aber es liegt auch daran das dieser Dunkelelf schon immer genau wußte was er anderen erzählen muste. Das er schon immer ein Talent besaß, gerade soviel von der Warheit preiszugeben um eine Lüge glaubhaft zu machen. Er hat schon immer das Talent gehabt sich unendbehrlich zu machen auf die eine oder andere Weise." Er schaute zu Boden: "Es gibt immer diese zwei Seiten und wie ihr schon sagtet nie das eine ohne das andere. Ich glaube nicht an eine Welt in der das "Gute" Siegen wird genausowenig wie die wo das "Böse" alleine herrscht. Diese Illusion ist es die verhindert das wir uns die wichtigen Fragen stellen."

  • "Ich glaube ich habe dir diese Frage bereits beantwortet. Ich habe nie gefragt ob ich es hinterfragen darf, ich habe es schlichtweg getan. Es steht nirgends geschrieben, dass dies verboten sei, im Gegenteil. Ich verstehe unsere Glauben so, dass er von uns erwartet nicht geradeaus blickend durchd ie Welt zu laufen, sich nicht umzudrehen oder auch den Weg rechts oder links zu betrachten. Ich zweifle nicht an meinem Glauben wenn ich hinterfrage, ich zweifle an den Menschen die ihn in die Welt hinaustragen und das so, wie sie es für richtig halten oder besser so wie sie sich herausnehmen ihn für richtig zu halten. Der einzige der es uns sagen könnte, was der rechte Weg wäre, ist schon lange nicht mehr unter uns. Ich würde nicht hier sitzen und hätte auch nicht das Dekret von dem ich dir schrieb erlassen, wenn ich die Wahrheit oder das was Wahrheit sein soll nicht hinterfragen könnte. Ich habe es immer getan, als Kind, als Novizin, als Priesterin... jetzt kann ich dafür sorgen, dass auch andere sie hinterfragen."


    Sie verbrannte sich die Fingerspitzen leicht und sah diese daraufhin nachdenklich an.


    "Wir sind uns ähnlicher als du glaubst Vorn. Zu wissen was man wem erzählen muss und zu welchem Zeitpunkt um ein Bild zu wahren, dass einem von Nutzen ist, ist das erste was jeder Konfessor lernt. Du sitzt hier und versuchst Dinge über mich und den Orden in Erfahrung zu bringen. Vielleicht aus Interesse, vielleicht weil du dir einen Nutzen erhoffst. Ich tue nichts anderes. Sympathie kann ich nicht leugnen, aber ich bin ein Konfessor. Ein "Wesen", dem das Erkennen der Wahrheit zugrunde gelegt wurde. So bekleide ich ein Amt, dass seid jeher ebenso gewisse Talente besitzt. Ich werde oft unterschätzt und gemocht, wegen meiner entgegenkommenden, offenen Art, das ist auch gut so. Wenigen ist bisher aufgefallen, dass viele die aus Samar kommen und mir begegnen mich auch fürchten..."


    Ihr Blick glitt zur Seite, ihre Stimme war sehr ruhig geworden, von einer angenehmen fast dunklen Bewegung.


    "Mein Vorstellungsvermögen was deine Erzählungen betrifft ist begrenzt, vermutlich wäre die einzige Möglichkeit mir wirklich deutlich zu machen was es bedeutet ein Drow zu sein, wenn du es mir zeigen würdest."

    Nur indem wir unser eigenes Licht ohne Angst scheinen lassen geben wir anderen Menschen die Erlaubnis und den Mut, das Gleiche zu tun.

  • Vorn Blickte auf: "Und das wollt ihr wirklich erfahren? Wie wichtig sind euch Vertrauen undder zusammenhalt in eurem Orden. Ihr wollt diesen Schritt gehen selbst wenn es bedeutet das ihr eure Schwestern und Brüder nie wieder ohne Misstrauen betrachten könnt? Das ihr euch bei jeder ihrer Worte und Handlungen die Frage stellt, ob euch diese nicht zum Vorteil oder Nachteil gereicht, wollt ihr das? Das ist ein Teil von dem was es heißt Drow zu sein." Er war wieder einen Moment ruhig: " Es ist eure Entscheidung und nicht an mir dies abzulehnen. Aber ich möchte das ihr eine Aufgabe erfüllt und solltet ihr danach immernoch bereits sein, diese lernen zu wollen werde ich es euch nicht verweigern. Würdet ihr euch darauf einlassen?"